27. Dezember 1945 // Reden
Kim Il Sung // Über die Aufgaben der Parteiorganisationen des Bezirkes Süd-Phyongan

Über die Aufgaben der Parteiorganisationen des Bezirkes Süd-Phyongan

27. Dezember 1945

Rede auf der 1. Delegiertenkonferenz des Bezirksparteikomitees Süd-Phyongan der KP Nordkoreas


Quelle: Kim Il Sung, Gesammelte Werke, Band 1


Genossen!

Bereits vier Monate sind vergangen, seit sich unser Land vom Joch der Kolonialherrschaft des japanischen Imperialismus befreite. Inzwi­schen haben die Parteiorganisationen des Bezirks Süd-Phyongan bei der Stärkung der Partei wie auch im Ringen um die Neugestaltung des Va­terlandes große Erfolge erreicht.

In den Städten und Kreisen dieses Bezirks wurden bereits Parteior­ganisationen der KP gegründet sowie zahlreiche Unterkreisparteiorgani­sationen und Parteizellen organisiert; die Reihen der Partei vermehren sich schnell. In allen Parteiorganisationen festigt sich die revolutionäre Disziplin und verstärkt sich ihre Rolle.

Im Bezirk Süd-Phyongan wurde Politisches Bezirksvolkskomitee gebildet, auch in allen Kreisen dieses Bezirks entstanden Volkskomi­tees, und man setzt alle Kraft ein, um den Aufbau des Staates zu be­schleunigen.

Ich möchte allen Funktionären der Parteiorganisationen und Partei­mitgliedern dieses Bezirks den Dank aussprechen, die bisher für die Stärkung und Entwicklung unserer Partei und den Aufbau des Staates selbstlos und beharrlich kämpften.

Trotz der Erfolge sind den Parteiorganisationen des Bezirks Süd- Phyongan in ihrer Arbeit zahlreiche Mängel unterlaufen, die sofort korri­giert werden müssen. Der größte Mangel zeigt sich darin, daß diese Organi­sationen den Schwerpunkt in ihrer Arbeit aus ihrem Blickpunkt verloren haben und sich mit zweitrangigen Angelegenheiten beschäftigen. Das Wichtigste in der Parteiarbeit besteht darin, die Reihen der Partei zu stär­ken, ihre Mitglieder zu erziehen, ihre avantgardistische Rolle zu erhöhen und die breiten Massen fest um die Partei zusammenzuschließen. Die Par­teiorganisationen dieses Bezirks schenkten aber gerade diesen Fragen we­nig Aufmerksamkeit und befaßten sich vorwiegend mit Arbeiten wie der Organisierung der Roten Wehr, der Beschlagnahme vom Vermögen des Feindes, der Erfassung von Kriegsmaterial u. a. Da sich die Parteiorganisa­tionen von solchen Dingen ablenken ließen und ihrer Hauptpflicht nicht nachgekommen sind, ging die Arbeit zur Stärkung der Reihen der Partei nicht zügig voran, so daß die Parteiorganisationen noch keine festen Wur­zeln in den Massen schlagen konnten.

Die Hauptursache dieser Mängel ist, daß die Parteifunktionäre ihre Pflichten und die Methoden der Parteiarbeit schlecht kennen. Wie auch in anderen Bezirken gibt es in den Parteiorganisationen des Bezirks Süd-Phyongan fast keine Genossen, die Erfahrungen im Parteileben und in der Parteiarbeit haben. Die Funktionäre aller Parteiorganisationen dieses Bezirks hatten bislang keine Möglichkeit, sich mit der Parteiar­beit vertraut zu machen und entsprechende Erfahrungen zu sammeln; deshalb wissen sie nicht, wie sie eine Sache anpacken sollten, und tref­fen undurchdachte Entscheidungen in Parteiangelegenheiten. Da diese Mängel auf Unkenntnis der Funktionäre zurückzuführen sind, können wir ihnen daraus keinen Vorwurf machen. Wenn alle Parteifunktionäre in Zukunft fleißig lernen und sich mit Parteiarbeit unermüdlich befas­sen, werden sie all diese Mängel abstellen und ihre Arbeit verbessern können.

Ich möchte nun auf einige Aufgaben eingehen, die vor den Parteior­ganisationen des Bezirks Süd-Phyongan stehen.

Ihre wichtigste Aufgabe ist die Verstärkung und Festigung der Rei­hen der Partei.

Die KP ist die revolutionärste Partei, die die Interessen der Arbeiter­klasse und der anderen werktätigen Massen vertritt und verteidigt. Vor unserer Partei steht heute die schwere Aufgabe, die breiten Volksmassen zur Durchkreuzung der Umtriebe der inneren und äußeren Feinde, für den Aufbau eines neuen, demokratischen Korea zu organisieren und zu mobilisieren. Damit unsere Partei das Ringen um die Neugestaltung des Vaterlandes richtig organisieren und führen kann, muß sie unbedingt ihre Reihen ständig verstärken und festigen.

Unserer Partei gehören gegenwärtig mehr als 4500 Mitglieder an. Wenn man bedenkt, daß sie erst kürzlich gegründet wurde, kann man sagen, daß das auch ein großer Erfolg ist. Aber wir dürfen uns keines­falls mit dem Erreichten zufrieden geben.

Für die Vergrößerung der Partei haben wir große Anstrengungen zu unternehmen. Die Parteiorganisationen des Bezirks Süd-Phyongan müs­sen aktiv die besten, ideologisch und politisch standhaften, progressiven Elemente aus den Arbeitern, leibeigenen Bauern und den Kleinbauern, die sich aufopferungsvoll in den Dienst der Neugestaltung des Vaterlan­des stellen, in sich aufnehmen und auf diese Weise ihre Reihen ständig verstärken.

Bei der Vergrößerung der Partei darf man nicht allzu großes Gewicht auf die früheren Verdienste im Kampf und auf das theoretische Niveau der Aufzunehmenden legen. Überspitzungen dieser Art würden dazu füh­ren, daß nicht einmal diejenigen in die Partei aufgenommen werden, die wir unbedingt für uns gewinnen müssen. Natürlich wäre es gut, wenn vie­le Menschen in die Partei eintreten würden, die Erfahrungen im Kampf gesammelt und ein hohes theoretisches Niveau haben. Es ist aber ein Irr­tum zu glauben, daß diejenigen, die in der Vergangenheit nicht am Kampf teilgenommen und ein niedriges theoretisches Niveau haben, nicht würdig wären, Mitglied unserer Partei zu werden. Wie sollen denn all unsere Ar­beiter und Bauern eine revolutionäre kämpferische Vergangenheit haben, wo hätten sie denn die revolutionäre Theorie studieren sollen? Menschen mit hohem Klassenbewußtsein und Enthusiasmus beim Aufbau des Staates sind würdig, in die Partei einzutreten. Wer sich durch hohes Klassenbewußtsein auszeichnet und großen Fleiß beim Aufbau des Lan­des aufbietet, kann Mitglied der KP werden, auch wenn er früher nicht am revolutionären Kampf teilgenommen hat und mit dem Marxismus­Leninismus nicht genügend vertraut ist.

Es darf jedoch nicht so sein, daß jeder Beliebige ohne gründliche Überprüfung willkürlich in die Partei aufgenommen wird. Wenn die Ord­nung hierfür verletzt wird, um die Partei unüberlegt zu vergrößern, kön­nen völlig unvorbereitete Menschen und sogar unzuverlässige und anders gesinnte Elemente in die Partei eindringen. Ein Beispiel dafür ist, daß im Kreis Yangdok die in die Partei eingedrungenen projapanischen Elemente sogar führende Funktionen innehatten. Bei der Aufnahme von neuen Mitgliedern müssen die Parteiorganisationen die festgelegten Prinzipien strikt einhalten und hohe revolutionäre Wachsamkeit üben.

Es ist unerläßlich, das Eindringen Übelgesinnter in die Partei zu ver­hindern und die unzuverlässigen, fremden Elemente, die sich bereits in sie eingeschlichen haben, zu entlarven und vollständig aus ihr zu entfer­nen. Diese Subjekte, die sich in der Partei versteckt halten, versuchen hartnäckig, die Partei von innen heraus zu unterhöhlen. Wenn sie in un­seren Reihen verbleiben, können wir unsere Partei nicht stärken und ihre Kampfkraft nicht erhöhen. Die Parteiorganisationen des Bezirks Süd- Phyongan müssen eine ernste Lehre aus den Fehlern im Kreis Yangdok ziehen, verstärkt für die Säuberung der Partei von solchen Elementen kämpfen und auf diese Weise die Reinheit der Parteireihen konsequent schützen.

Pflicht der Parteiorganisationen ist es, intensiv die Gründung von Parteizellen in Betrieben und Dörfern zu forcieren. Auf diese Weise ist zu erreichen, daß die Organisationen der KP überall dort, wo es werktä­tige Massen gibt, tiefe Wurzeln schlagen.

Bei der Festigung der Parteiorganisationen und der Verstärkung ihrer Rolle haben die richtige Auswahl und der überlegte Einsatz von Kadern sehr große Bedeutung. Bei der Einschätzung der Kampfkraft der Partei­organisationen ist es eine wichtige Voraussetzung, festzustellen, ob sie über ausgebildete Kader verfügen. Wie die konkrete Lage in den Partei­organisationen des Bezirks Süd-Phyongan zeigt, verläuft dort, wo es fähige Funktionäre gibt, selbst unter ungünstigen Bedingungen alles reibungslos, während dort, wo sie fehlen, selbst unter günstigen Bedin­gungen das Gegenteil der Fall ist.

Deshalb obliegt es den Parteiorganisationen, der Stärkung der Kader­reihen große Aufmerksamkeit zu schenken. Die Parteiorganisationen des Bezirks Süd-Phyongan müssen die Reihen der Parteikader mit bes­ten Funktionären auffüllen, die beim praktischen Aufbau des Staates erprobt und gestählt wurden. Sie sollten ferner die Parteikader in der praktischen Tätigkeit ständig überprüfen und unablässig erziehen.

Eine weitere Aufgabe der Parteiorganisationen dieses Bezirks besteht darin, ihre Einheit im Denken und Wollen konsequent zu sichern und in sich eine eiserne Organisationsdisziplin herzustellen.

In unserer Partei gibt es heute immer noch viele Überreste des Sek­tierertums, das in der Vergangenheit der kommunistischen Bewegung in Korea großen Schaden zugefügt hat. Wie alle wissen, wurde die 1925 gegründete KP Koreas nach ihrem dreijährigen Bestehen auf Grund der Repressalien der japanischen Imperialisten und der Frakti­onszänkereien aufgelöst. Anstatt nun daraus eine ernste Lehre zu zie­hen, setzten die Fraktionsmacher auch danach noch ihre Streitereien fort und fügten damit der Entwicklung der Revolution großen Schaden zu. Und da unsere Partei heute wieder existiert, erheben diese Elemen­te in verschiedenen Bereichen erneut ihr Haupt.

Ferner machen sich bei manchen Parteimitgliedern in starkem Maße ideologische Abweichungen in Form von Liberalismus und Strebertum bemerkbar. In unserer Partei gibt es jene, die in der Vergangenheit in­nerhalb des Landes illegal gekämpft haben oder viele Jahre in den Ge­fängnissen der japanischen Imperialisten eingekerkert waren oder die im Ausland am Kampf in seinen verschiedenen Formen teilnahmen und nach der Befreiung in das Vaterland zurückkehrten. Zu jener Zeit handelten sie in den meisten Fällen sporadisch und sind nicht durch das Leben in den Organisationen systematisch erzogen worden. Deshalb zeigen sich bei einigen von ihnen verstärkt Tendenzen zum eigenmächtigen Handeln.

Weil es in der Partei noch solche schädlichen ideologischen Auffas­sungen und Gewohnheiten gibt, läßt die feste Einheit der Partei im Denken und Wollen zu wünschen übrig und kommt es immer noch zu Disziplinlosigkeiten, was sich im Negieren von Beschlüssen und Direk­tiven der Partei äußert.

Wenn unsere Partei nicht mit diesen schädlichen ideologischen Ten­denzen und Disziplinlosigkeiten, die ihre Einheit und Geschlossenheit untergraben, Schluß macht, wird es ihr nicht gelingen, sich zu entwi­ckeln und stärker zu werden und ihre historische Mission als Stab der koreanischen Revolution vollauf wahrzunehmen. Die Kraft einer revolu­tionären Partei besteht in ihrem einmütigen Denken und Wollen sowie in einer eisernen Disziplin.

Die Parteiorganisationen müssen strikt gegen alle Erscheinungen von Liberalismus und Strebertum bei ihren Mitgliedern auftreten und insbe­sondere die Auseinandersetzung mit den sektiererischen Elementen ver­stärken.

Gegenseitig Mängel vertuschen, sich absondern, miteinander tu­scheln, nur weil man früher gemeinsam gekämpft hat und aus einem gleichen Heimatort stammt, vor den Massen schweigen, aber hinter dem Rücken der Organisation deren Beschlüsse verunglimpfen – all das sind Erscheinungen von Fraktionsmacherei. Läßt man solchen Tendenzen freien Lauf, bilden sich zu guter Letzt sektiererische Gruppierungen, die parteifeindliche Handlungen begehen.

Die Parteiorganisationen haben die Pflicht, auch die kleinsten Anzei­chen von Sektierertum unverzüglich zu entlarven, die Schuldigen der Kritik der Massen auszusetzen und ihnen eine starke Abfuhr zu erteilen, so daß sie nie mehr ihr Haupt erheben können.

Um die Einheit der Partei im Denken und Wollen zu wahren und die Parteidisziplin zu verstärken, müssen wir die Parteimitglieder besser erziehen.

Die Mitglieder unserer Partei haben sich noch nicht mit der Ideologie des Marxismus-Leninismus ausgerüstet und verfügen über fast keine Erfahrungen im Parteileben. Ohne die Erziehungsarbeit unter ihnen zu intensivieren, ist es daher unmöglich, die Partei zu festigen und zu ent­wickeln. Nur wenn die Parteimitglieder gut erzogen werden, sind sie imstande, alle Probleme exakt zu analysieren, Richtiges vom Falschen zu unterscheiden und aktiv mitzukämpfen, um die Einheit und Ge­schlossenheit der Partei zu wahren und die Disziplin in der Partei zu verstärken.

Die Parteiorganisationen des Bezirks Süd-Phyongan müssen die Er­ziehungsarbeit voranbringen, um alle Parteimitglieder fest mit dem Marxismus-Leninismus und der Politik unserer Partei auszurüsten. Gleichzeitig haben sie den Parteimitgliedern gründlich klarzumachen, wie schädlich Liberalismus und Strebertum und besonders die Frakti­onsmacherei sind, und sie zur Einhaltung der Disziplin zu erziehen.

Sie sollten beharrlich um die Einheit der Partei im Denken und Wollen und die Verstärkung der Parteidisziplin ringen, damit alle Parteiorganisa­tionen des Bezirks Süd-Phyongan zu starken und disziplinierten Organisa­tionen werden, die sich der Parteiführung konsequent unterordnen sowie alle ihre Beschlüsse und Direktiven rechtzeitig den unteren Organisatio­nen zur Kenntnis geben und erfüllen.

Im Zusammenhang mit der Stärkung der Partei möchte ich noch nachdrücklich betonen, daß die exakte Ausgabe einheitlicher Parteido­kumente gesichert werden muß.

Auf der kürzlich durchgeführten 3. erweiterten Sitzung des Exeku­tivkomitees des Zentralen Organisationskomitees der Partei wurde der Beschluß gefaßt, allen Parteimitgliedern einheitliche Parteidokumente auszuhändigen. Dies ist keine einfache Angelegenheit, die sich darauf beschränkt, allen Parteimitgliedern Ausweise auszuhändigen; es han­delt sich um eine wichtige politische Tätigkeit zur Überprüfung und Erziehung der Parteimitglieder und zur Wahrung der Reinheit der Par­teireihen. Die Parteiorganisationen sind verpflichtet, ihren Mitgliedern die Bedeutung dieser Arbeit überzeugend zu erklären und einschnei­dende Schritte für deren erfolgreiche Bewältigung einzuleiten. Anläß­lich der Ausgabe der einheitlichen Parteidokumente müssen wir das politische Bewußtsein und den revolutionären Stolz der Parteimitglie­der erhöhen und unsere Partei weiterfestigen.

Eine wichtige Aufgabe der Parteiorganisationen des Bezirks Süd- Phyongan besteht darin, ihre Verbindungen zu den Massen enger zu gestalten.

Andernfalls können wir sie nicht für uns gewinnen und nicht ziel­strebig für den Aufbau des Staates mobilisieren.

Um die Verbindung zu den Massen zu stärken, müssen alle Parteifunk­tionäre und -mitglieder tief in die Massen gehen. Es ist erforderlich, daß sie sich ständig in Betrieben und Dörfern aufhalten, den Massen in verständli­chen Worten die Linie unserer Partei zur Schaffung des Staates erläutern und die werktätigen Massen geduldig erziehen.

Bei der Festigung der Verbindung zu den Massen ist es sehr wichtig, daß sich die Parteimitglieder den richtigen Arbeitsstil zu Eigen machen. Die Mitglieder unserer Partei sind verpflichtet, unter den Massen zu sein, sie zu lehren und gleichzeitig selbst von ihnen freimütig zu lernen, auf ihre Stimme zu hören, ihre brennenden Probleme zu lösen und mit ihnen Freud und Leid zu teilen. Nur dann werden die Massen unserer Partei vertrauen, ihr folgen, ihren Ruf enthusiastisch erwidern und ent­schlossen am Neugestalten des Vaterlandes teilnehmen.

Für die engere Verbindung mit den Massen ist auch die Arbeit mit den Massenorganisationen zu verbessern.

Eine Reihe von Parteiorganisationen des Bezirks Süd-Phyongan er­kennt gegenwärtig nicht genau, welche Rolle die Massenorganisationen spielen, und schenkt der Arbeit mit ihnen wenig Beachtung.

Sie sollten die Arbeit mit den Massenorganisationen forcieren und in den Abschnitten, wo es sie noch nicht gibt, neue so schnell wie möglich gründen. Außerdem muß die Partei sie verstärkt anleiten, damit sie alle zu einem zuverlässigen Transmissionsriemen werden, der die Partei mit den Massen verbindet, und sich zu aktiven Helfern unserer Partei entwi­ckeln, die für die Durchsetzung der Politik unserer Partei kämpfen.

Wir stehen heute vor der ehrenvollen und schweren Aufgabe, die an­tiimperialistische und antifeudale demokratische Revolution zu verwirk­lichen und einen souveränen und unabhängigen demokratischen Staat aufzubauen. Um diese große historische Sache, den Aufbau des Staates, erfolgreich zu bewältigen, müssen wir alle Parteien und Gruppierungen, denen die Interessen des Landes und der Nation teuer sind, zusammen­schließen und die Kräfte des ganzen Volkes mobilisieren. Um das zu erreichen, ist eine feste demokratische nationale Einheitsfront notwen­dig, der alle patriotischen und demokratischen Kräfte angehören.

Die Parteiorganisationen des Bezirks Süd-Phyongan müssen die Ein­heitsfrontpolitik unserer Partei klar begreifen und erkennen und ener­gisch um den Zusammenschluß aller patriotischen und demokratischen Kräfte in der nationalen Einheitsfront ringen.

Um die Einheitsfrontpolitik der Partei konsequent durchzusetzen, müs­sen wir die Arbeit mit den demokratisch gesinnten Persönlichkeiten ver­schiedener Schichten verbessern. Es ist zu verhindern, daß die Mitglieder unserer Partei die der befreundeten Parteien und die demokratisch gesinn­ten Persönlichkeiten verschiedener Schichten zurückstoßen oder Reibun­gen mit ihnen provozieren. Die Parteiorganisationen und -mitglieder müs­sen sich aktiv darum bemühen, die wichtigen Fragen beim Aufbau des Staates in enger Zusammenarbeit mit den befreundeten Parteien zu lösen und sich mit verschiedenen demokratischen Parteien, Gruppierungen und Persönlichkeiten zu vereinen, indem sie bei ihnen festgestellte schädliche Tendenzen rechtzeitig korrigieren.

Die Parteiorganisationen des Bezirks Süd-Phyongan sind verpflichtet, die Tätigkeit der Einheitsfront zu verstärken, um die breiten Schichten des Volkes unter dem Banner der Demokratie fest zusammenzuschließen und die ihrem Bezirk gestellten Aufgaben beim Aufbau des Staates erfolg­reich zu verwirklichen.

Genossen!

Um bei der Festigung unserer Partei und bei der Neugestaltung des Vaterlandes Fortschritte zu erzielen, müssen wir die Rolle der Parteifunk­tionäre und aktiven Mitglieder, die in allen Parteiorganisationen tätig sind, allseitig verstärken. Die Parteifunktionäre und aktiven Mitglieder sind unsere Schrittmacher, die heute an der Spitze unserer Revolution stehen und die Parteimitglieder und werktätigen Massen mitreißen. Alle Partei­funktionäre und aktiven Mitglieder des Bezirks Süd-Phyongan haben die Pflicht, ihre ganze Energie für die Verwirklichung der ihnen übertragenen wichtigen Aufgaben einzusetzen.

Ich bin überzeugt, daß alle Parteiorganisationen dieses Bezirks un­ermüdlich darum ringen werden, die Linie und den Kurs der Partei durchzusetzen, und einen großen Beitrag zur Stärkung unserer Partei und zur großen Sache, zum Aufbau des Staates, leisten werden.