April 1955 // Artikel
Kim Il Sung // Alle Kräfte für die Vereinigung und Unabhängigkeit des Vaterlandes, für den Aufbau des Sozialismus im nördlichen Teil der Republik

Alle Kräfte für die Vereinigung und Unabhängigkeit des Vaterlandes, für den Aufbau des Sozialismus im nördlichen Teil der Republik

April 1955

Thesen über den Charakter und die Aufgaben unserer Revolution


Quelle: Kim Il Sung, Gesammelte Werke, Band 9


1. Der Charakter der Revolution in unserem Lande auf der gegenwärtigen Etappe

Seit seiner Befreiung vom Joch der langjährigen Kolonial­herrschaft des japanischen Imperialismus genießt das koreanische Volk die wahre Freiheit und beschritt den Weg zur Schaffung einer neuen Geschichte für die Unabhängigkeit und das Aufblühen seines Vaterlandes.

Die US-Truppen, die im Süden unseres Vaterlandes landeten, stellten jedoch von den ersten Tagen an den Herrschaftsapparat des japanischen Imperialismus wieder her, trommelten die verruchten Feinde des koreanischen Volkes – die Gutsbesitzer, die Kompradoren­bourgeoisie, die projapanischen und proamerikanischen Elemente und nationalen Verräter – zusammen, unterdrückten die auf Initiative des Volkes selbst unmittelbar nach der Befreiung geschaffenen Volks­komitees und die patriotischen demokratischen Kräfte, traten gegen die Schaffung eines einheitlichen, unabhängigen Staates des koreanischen Volkes auf und betrieben somit eine Kolonialpolitik. So nahm die koreanische Revolution einen komplizierten Charakter an, wurde sie zu einer schweren und langwierigen Aufgabe.

Unsere Partei ging von dieser in unserem Vaterland entstandenen politischen Lage aus, nutzte die durch die große Sowjetarmee im nördlichen Teil der Republik geschaffenen günstigen Bedingungen und schlug so den Weg zur Schaffung einer mächtigen revolutionär-demokratischen Basis, der Grundlage der Vereinigung des Vaterlandes, ein.

In jeder Revolution besteht die Grundfrage in der Macht. Nach der Befreiung bildete die Arbeiterklasse des nördlichen Teils unter der Führung unserer Partei, gestützt auf das feste Bündnis mit der werktätigen Bauernschaft, eine breite Einheitsfront mit allen anti­imperialistischen und antifeudalen Schichten und schuf die Volks­macht.

Die Volksmacht, vom Volk selbst geschaffen, stellte folgende Hauptaufgaben: die patriotischen demokratischen Kräfte aller Be­völkerungsschichten mit der fortschrittlichsten Klasse, der Arbeiter­klasse, als der Hauptkraft um sich zusammenzuschließen; gegen die ausländischen aggressiven Kräfte aufzutreten; die Diktatur gegenüber den verruchten Feinden des koreanischen Volkes – den projapanischen und proamerikanischen Elementen, den nationalen Verrätern, den Gutsbesitzern und der Kompradorenbourgeoisie – zu verwirklichen; die demokratische Ordnung, die der Sache der Freiheit und des Glücks des Volkes dient, unermüdlich zu festigen. Die Volksmacht führte das ganze Volk zum Kampf für die Verwirklichung dieser Aufgaben.

Die Volksmacht liquidierte unter der Führung unserer Partei und mit Unterstützung aller Bevölkerungsschichten die Überreste der Kräfte des japanischen Imperialismus und führte die historische Bodenreform durch, indem sie den Boden der Klasse der Gutsbesitzer, der Helfershelfer der Kräfte des Imperialismus, beschlagnahmte und ihn den Massen der Bauern unentgeltlich übergab. Sie beschlagnahmte die Industriebetriebe, die Eisenbahn, die Nachrichtenmittel, die Banken u. a., die den japanischen Imperialisten, den projapanischen Elementen und den nationalen Verrätern gehört hatten, und übergab sie dem ganzen Volk als Eigentum. Sie nahm das Gesetz über die Arbeit, das Gesetz über die Gleichberechtigung von Mann und Frau und das Gesetz über die landwirtschaftliche Naturalsteuer an, verwirklichte die Demokra­tisierung der Organe der Justiz und des Bildungswesens, entwickelte eine fortschrittliche nationale Kultur und Kunst und schuf die Streit­kräfte des Volkes.

Auf diese Weise wurden im nördlichen Teil des Landes die Aufgaben der antiimperialistischen, antifeudalen demokratischen Revolution völlig gelöst, und das Volk des nördlichen Teils trat allmählich in die Übergangsperiode zum Sozialismus ein.

Der Kampf des Volkes im Norden für den allmählichen Übergang zum Sozialismus wurde jedoch durch den dreijährigen Krieg behindert, den der US-Imperialismus und die Syngman-Rhee-Clique entfesselten, so daß dieser Kampf sich über lange Jahre hinzog.

Der Krieg war für unser Volk und die von ihm geschaffene demokratische Ordnung die härteste Prüfung.

Der Sieg der demokratischen Revolution im nördlichen Teil und die Erfolge seines Volkes beim wirtschaftlichen Aufbau waren jene große Kraft, die den bewaffneten Überfall der US-Imperialisten und ihrer Lakaien, der landesverräterischen Syngman-Rhee-Clique, abwehrte und die demokratische Basis, den nördlichen Teil, die Quelle der Revolu­tion unseres Landes, verteidigte.

Bis zum heutigen Tag jedoch, an dem wir den 10. Jahrestag der Befreiung begehen, ist unser Land immer noch nicht vereinigt, sind sein Territorium und die Nation in zwei Teile getrennt, wobei sein südlicher Teil in eine Kolonie der US-Imperialisten verwandelt wurde.

Die US-imperialistischen Aggressoren befinden sich nach wie vor in Südkorea und treten hartnäckig gegen die friedliche Vereinigung unseres Vaterlandes auf, schüren weiterhin die gespannte Lage in Korea, verstärken die Marionettenarmee Syngman Rhees und schwätzen gleichzeitig von einer „Vereinigung durch den Feldzug nach dem Norden“.

Die räuberische Kolonialpolitik der US-Imperialisten wird auf der Grundlage des Abkommens über militärische und wirtschaftliche Hilfe zwischen Südkorea und den USA, das unlängst von den US- Imperialisten und der Syngman-Rhee-Verräterclique zusammen­gezimmert wurde, noch unverhohlener betrieben.

Die Verräterclique um Syngman Rhee verschleudert an ausländische Kapitalisten, an die Kompradorenbourgeoisie und an Spekulanten das „zurückgegebene Vermögen“ und sichert mit Hilfe der „Verfassung“ freie Investitionen des ausländischen Kapitals in Südkorea.

Heute sind im südlichen Teil fast alle Industriebetriebe stillgelegt, und die Arbeiter leiden unter der grausamen Sklavenarbeit und unter der Arbeitslosigkeit, die Dörfer sind ruiniert, die Gutsbesitzer verstärken immer mehr die Ausbeutung, die Preise steigen unaufhalt­sam, das Volk hat nicht die geringste Freiheit, schmachtet vor Hunger und Elend.

Die Spaltung des Territoriums und die Trennung der Nation und ebenso die im Süden entstandene Lage bringen dem ganzen Volk des südlichen Teils unermeßliches Unglück und ungezählte Leiden, behindern die normale gesellschaftliche Entwicklung unseres einheit­lichen Landes.

Demnach besteht auf der gegenwärtigen Etappe die Hauptaufgabe unserer Revolution darin, die aggressiven Kräfte des US-Imperialismus sowie deren Handlanger und Verbündete – die Gutsbesitzer, die Kompradorenbourgeoisie, die projapanischen und proamerikanischen Elemente und die nationalen Verräter im südlichen Teil – zu vernichten, die Bevölkerung des südlichen Teils von der imperialistischen und feudalen Unterdrückung und Ausbeutung zu befreien und damit die demokratische Vereinigung und die völlige nationale Unabhängigkeit des Vaterlandes zu erreichen.

Die treibende Kraft der Revolution im Süden sind vor allem die Arbeiterklasse und ihr treuester Verbündeter, die Bauernschaft, aber auch breite Schichten der Kleinbourgeoisie, die gegen den US-Imperialismus und die feudalen Kräfte auftreten; zusammen mit ihnen kann auch kein geringer Teil der nationalen Bourgeoisie den antiimperialistischen, antifeudalen Kampf führen.

Die Feinde der Revolution sind die US-imperialistischen aggressiven Kräfte, ihre Handlanger und Verbündeten – die Gutsbesitzer, die Kompradorenbourgeoisie, die projapanischen und proamerikanischen Elemente sowie die nationalen Verräter im südlichen Landesteil.

Wenn es nicht die Einmischung der USA, des Anführers der Kräfte der Weltreaktion, gäbe, hätte das koreanische Volk schon längst die Kräfte der inneren Reaktion geschlagen und siegreich die Aufgaben der antiimperialistischen, antifeudalen demokratischen Revolution in ganz Korea verwirklicht.

Wir können unsere revolutionären Aufgaben nicht voll erfüllen, ohne die US-Imperialisten aus unserem Lande zu vertreiben und ihre Lakaien, die Syngman-Rhee-Clique, zu liquidieren.

Daraus folgt, daß unsere Revolution einerseits die Aufgaben der antiimperialistischen nationalen Befreiung und andererseits die antifeudalen Aufgaben der Befreiung der Massen der Bauernschaft verwirklichen muß, die immer noch von den Gutsbesitzern im Süden unterdrückt und ausgebeutet werden.

Unter den Bedingungen des südlichen Teils und insbesondere angesichts seiner Verwandlung in eine Kolonie des US-Imperialismus wird unsere Revolution heute auf dem Wege des gesamtnationalen Kampfes verwirklicht, der schwer ist und sich in die Länge zieht.

Wir müssen alle revolutionären Kräfte zusammenschließen und einen beharrlichen Kampf entfalten, um die US-imperialistischen aggressiven Kräfte zu vertreiben, die von ihnen ermutigte Clique der Syngman-Rhee-Landesverräter zu zerschlagen und den Sieg der Revolution zu erringen.

Heute erstarkt von Tag zu Tag die Macht der Sowjetunion und des ganzen Lagers des Friedens, der Demokratie und des Sozialismus, festigt und entwickelt sich seine unverbrüchliche internationalistische Geschlossenheit. Im Gegensatz dazu wird das Lager des Imperialismus als Ergebnis seiner inneren Widersprüche und der gegenseitigen Zwistigkeiten unablässig schwächer. Die Frage besteht darin, wie wir unsere Kräfte festigen, organisieren und mobilisieren, um dem Banner des Internationalismus noch treuer zu sein und den Untergang des Imperialismus zu beschleunigen.

Es ist notwendig, unsere Partei, die Volksmacht und die gesell­schaftlichen Organisationen weiter zu stärken, alle patriotischen, demokratischen Kräfte des Volkes des nördlichen und des südlichen Landesteils noch fester um unsere Partei zu scharen und sie somit zum gesamtnationalen revolutionären Kampf gegen den US-Imperialismus und die Syngman-Rhee-Clique zu mobilisieren; es ist notwendig, die demokratische Basis, den nördlichen Teil, die Quelle unserer Revolution, in politischer, ökonomischer und militärischer Beziehung noch mehr zu festigen und diese demokratische Basis nicht nur zu einer mächtigen Verteidigungskraft des nördlichen Teils der Republik gegen die Aggression des Imperialismus und seiner Günstlinge werden zu lassen, sondern sie in die entscheidende Kraft für die Erringung der Vereinigung und Unabhängigkeit unseres Landes zu verwandeln. Hierfür ist es erforderlich, die Revolution im nördlichen Teil weiter voranzubringen und die Aufgaben für die Schaffung der Grundlagen des Sozialismus konsequent zu erfüllen.

Der allmähliche Übergang zum Sozialismus ist ein unabdingbares Erfordernis der sozialökonomischen Entwicklung im Norden.

Zur Festigung der demokratischen Basis ist es unerläßlich, die Produktivkräfte der Industrie und der Landwirtschaft schnell zu entwickeln und das materielle und kulturelle Lebensniveau der Bevölkerung noch mehr zu erhöhen. Die derzeit noch in unserem Lande verbliebene kleine Warenwirtschaft und kapitalistische Wirtschaft hemmen die Entwicklung der Produktivkräfte, und besonders sind die im Dorf überwiegende Einzelbauernwirtschaft ein großes Hindernis auf dem Wege des schnelleren Wiederaufbaus und der weiteren Ent­wicklung der Landwirtschaft. Ohne die sozialistische Umgestaltung der Bauernwirtschaft, des privaten Handels und der privaten Industrie ist es unmöglich, die Entwicklung der Produktivkräfte zu sichern und das Leben der Bevölkerung grundlegend zu verbessern sowie die Einheit und Geschlossenheit des ganzen Volkes auf der Grundlage des Bündnisses der Arbeiter und Bauern unter der Führung der Arbeiter­klasse weiter zu festigen.

Der staatliche und der genossenschaftliche Sektor, die den überwiegenden Anteil an der Volkswirtschaft des nördlichen Landes­teils bilden, üben einen entscheidenden Einfluß auf den Sektor der kleinen Warenwirtschaft, der sich auf das Privateigentum stützt, und auf den kapitalistischen Sektor aus, der nur einen unerheblichen Anteil hat, und führen diese zwei genannten Sektoren unweigerlich auf den Weg der sozialistischen Umgestaltung.

Auf diese Weise diktiert die sozialökonomische Lage des nördlichen Teils der Republik auf der heutigen Etappe den Aufbau des Sozialismus im nördlichen Teil als ein unabdingbares Erfordernis der gesell­schaftlichen Entwicklung.

Der Aufbau des Sozialismus im nördlichen Teil wird eine gewaltige stimulierende Kraft für das Volk im südlichen Teil, besonders für die Arbeiter, die Bauern und für breite Schichten der Kleinbourgeoisie und zu jener Kraft, die dazu beitragen wird, sogar mit einem Teil der nationalen Bourgeoisie des südlichen Teils die Einheitsfront herzustellen.

Die Erfolge beim sozialistischen Aufbau im nördlichen Teil werden nicht nur die entscheidende Kraft für die Erringung der Vereinigung des Vaterlandes, sondern auch eine mächtige materielle Grundlage für den schnellen Wiederaufbau und die Entwicklung der Wirtschaft des südlichen Teils nach der Vereinigung des Vaterlandes, die Garantie für den Aufbau des Sozialismus im ganzen Land.

2. Die Aufgaben zur Festigung der revolutionär-demokratischen Basis und zum Aufbau des Sozialismus im nördlichen Teil

(1) Die Wirtschaftsformen und die Klassenverhältnisse im nördlichen Teil der Republik

Als Ergebnis der demokratischen Umgestaltung, die nach der Befreiung durchgeführt wurde, veränderte sich die sozialökonomische Struktur im nördlichen Teil von Grund auf. Auf der gegenwärtigen Etappe gliedert sich die sozialökonomische Struktur im nördlichen Teil im wesentlichen in drei Sektoren:

erstens – der sozialistische Wirtschaftssektor,
zweitens – der Sektor der kleinen Warenwirtschaft,
drittens – der kapitalistische Wirtschaftssektor.

Der sozialistische Wirtschaftssektor setzt sich aus der staatlichen und der genossenschaftlichen Wirtschaft zusammen. Heute ist der sozialistische Wirtschaftssektor im nördlichen Teil die führende Kraft, besonders in der Industrie nimmt er den dominierenden Platz ein. Heute hat der staatliche Wirtschaftssektor am Gesamtumfang der Industrie­produktion unseres Landes einen Anteil von rund 90 Prozent, der genossenschaftliche von 7 bis 8 Prozent.

Unter den Bedingungen der sozialistischen Wirtschaftsformen basieren die Beziehungen zwischen den Menschen auf der kamerad­schaftlichen Zusammenarbeit und Hilfe der von der Ausbeutung befreiten Werktätigen; sie arbeiten heute nicht für die Bereicherung der Ausbeuter, wie es früher war, sondern nehmen an der freien, ehrenvollen Arbeit für sich selbst, für das Gedeihen und die Entwicklung ihres Vaterlandes teil. Ihre Arbeit wird nach Qualität und Quantität bezahlt. Hier wirken die Gesetze der sozialistischen Ökonomie, die Produktion entwickelt sich planmäßig und dient der Befriedigung der ständig steigenden materiellen und kulturellen Bedürfnisse der Werktätigen.

Der Sektor der kleinen Warenwirtschaft setzt sich aus der Einzel­bauernwirtschaft, die immer noch den vorherrschenden Platz in der Landwirtschaft innehat, und aus der Handwerkswirtschaft in der Stadt zusammen. Auf der heutigen Etappe der Übergangsperiode ist im Sektor der kleinen Warenwirtschaft mehr als die Hälfte der Bevölkerung unseres Landes beschäftigt.

Die kleine Warenproduktion beruht auf dem Privateigentum an den Produktionsmitteln und auf der individuellen Arbeit. Die Klein­bourgeoisie schwankt infolge ihres Doppelcharakters zwischen dem sozialistischen und dem kapitalistischen Weg, man kann sie jedoch sozialistisch umformen. Insbesondere in unserem Lande erlangte die Kleinbourgeoisie unmittelbar Vorteile aus allen demokratischen Reformen, darunter auch aus der Bodenreform; sie erkannte anhand der eigenen Erfahrungen die Vorzüge der volksdemokratischen Ordnung sowie die Richtigkeit der Politik unserer Partei und unserer Regierung. Im Laufe des schnellen Wachstums des sozialistischen Wirtschaftssektors der Volkswirtschaft wird die Kleinbourgeoisie freiwillig zu sozialisti­schen Werktätigen (Arbeitern oder Genossenschaftsbauern).

Der kapitalistische Wirtschaftssektor setzt sich aus dem kapitalis­tischen Privathandel und der kapitalistischen Industrie in der Stadt sowie aus der Großbauernwirtschaft auf dem Lande zusammen. Das ist eine Form der Ausbeutung, die zur Zeit im nördlichen Teil der Republik noch erhalten bleibt. In diesem Wirtschaftssektor haben die ökonomischen Gesetze des Kapitalismus eine begrenzte Wirkungs­sphäre.

Der kapitalistische Wirtschaftssektor hat im Vergleich zum sozialistischen Wirtschaftssektor nur einen sehr unerheblichen Anteil an der Volkswirtschaft des nördlichen Teils. Mehr noch: In der Industrie entfallen etwa 2 bis 3 Prozent ihrer Produktion auf das gesamte Privateigentum, wobei dieses hauptsächlich auf Kleinbetriebe in zweitrangigen Wirtschaftsbereichen beschränkt ist, beispielsweise auf das Schälen von Reis und das Verarbeiten von Baumwolle. Mit dem Wachstum und der Entwicklung des sozialistischen Sektors in der Volkswirtschaft des nördlichen Teils wird der kapitalistische Sektor allmählich sozialistisch umgestaltet.

Da heute auf dem Dorfe im nördlichen Teil der Sektor der kleinen Warenwirtschaft weiterhin besteht, vollzieht sich auch in dem einen oder anderen Maße eine Klassendifferenzierung der Bauernschaft, entsteht das Großbauerntum und wächst. Es beschäftigt in der Saison oder auch ständig Arbeitskräfte gegen Bezahlung und beutet die Kleinbauern aus, indem es den Getreidemarkt nutzt, zu versteckten Wuchermethoden mit Hilfe von Geld oder verschiedener Naturalien greift sowie für die Benutzung der landwirtschaftlichen Geräte und des Zugviehs hohe Ausleihgebühren erhebt.

Da jedoch die Bodenreform im nördlichen Teil der Republik unter der Losung „Den Boden den Bauern, die ihn bearbeiten!“ durchgeführt wurde, ist die ökonomische Basis des Großbauerntums sehr schwach. Insbesondere infolge des verstärkten Wachstums der landwirtschaftlichen Genossenschaften auf dem Dorfe verschwinden die Ausbeutungsobjekte der Großbauern. Dieser Umstand wird die Großbauern dazu zwingen, freiwillig in die landwirtschaftlichen Genossenschaften einzutreten und sich allmählich zu werktätigen Bauern umzuformen. Das verläuft jedoch nicht glatt, nicht ohne jeden Klassenkampf auf dem Lande, sondern wird sich im Kampf gegen einen bestimmten Widerstand des Feindes vollziehen.

Dies sind die grundlegenden Besonderheiten der Wirtschaftsstruktur des nördlichen Teils der Republik mit ihrem Übergangscharakter sowie die objektiven Gesetzmäßigkeiten der sozialökonomischen Entwicklung des nördlichen Teils. Davon ausgehend wird die Politik unserer Partei beim Aufbau des Sozialismus im nördlichen Teil bestimmt.

(2) Die Aufgaben unserer Partei bei der Schaffung der Grundlagen des Sozialismus im nördlichen Teil

Die Hauptaufgaben, die auf der gegenwärtigen Etappe der Über­gangsperiode zum Sozialismus vor unserer Partei stehen, sind die weitere Festigung des Bündnisses der Arbeiter und Bauern sowie die Schaffung der Grundlagen des Sozialismus auf der Grundlage der Erfolge, die im Kampf für den Wiederaufbau und die Entwicklung der Volkswirtschaft nach dem Kriege errungen wurden.

Es ist notwendig, durch allmähliche sozialistische Umgestaltung des Sektors der kleinen Warenwirtschaft und des kapitalistischen Wirtschafts­sektors die beherrschende Stellung des sozialistischen Wirtschafts­sektors in allen Zweigen der Volkswirtschaft weiter auszubauen und zu festigen sowie die Produktivkräfte zur Schaffung der materiell­technischen Basis des Sozialismus weiterzuentwickeln.

Zu diesem Zweck müssen die koloniale Einseitigkeit und die technische Rückständigkeit der Industrie liquidiert und muß die Basis der sozialistischen Industrialisierung gelegt werden. Die Schaffung dieser Basis in unserem Lande bedeutet den Abschluß der ersten Etappe der Industrialisierung.

Die Hauptsache bei der sozialistischen Industrialisierung ist die vorrangige Entwicklung der Schwerindustrie. Nur unter der Voraus­setzung, daß eine mächtige Schwerindustrie geschaffen wird, läßt sich die Entwicklung aller Zweige der Industrie, des Transportwesens und der Landwirtschaft sichern; nur dadurch kann man den Sieg der sozialistischen Ordnung gewährleisten.

Die Rückständigkeit und Deformierung unserer Schwerindustrie, die uns die Kolonialherrschaft des japanischen Imperialismus als Erbe hinterlassen hat, hemmten nach der Befreiung die ökonomische Entwicklung unseres Landes insgesamt und behinderten in erheblichem Maße besonders die proportionale Entwicklung der Schwer- und der Leichtindustrie wie auch der Landwirtschaft.

Wenn wir auch künftig in unserem Lande keine mächtige Schwer­industrie schaffen, ist es nicht möglich, die ohnehin sehr zurückgebliebene Leichtindustrie auf die Beine zu stellen, das Dorf mit modernen Landmaschinen zu versorgen und das Leben der Bevölkerung grundlegend zu verbessern. Nur unter der Voraussetzung, daß eine mächtige Schwerindustrie entsteht, ist es möglich, die Selbständigkeit der Wirtschaft sowie die souveräne Entwicklung des Staates zu gewähr­leisten.

In der Landwirtschaft sind durch allmähliche Einbeziehung der Bauern in die landwirtschaftlichen Genossenschaften auf Grundlage des Prinzips der Freiwilligkeit die Einzelbauernwirtschaft in sozialistische Kollektivwirtschaften zu verwandeln. Wenn wir die Landwirtschaft nicht auf dem Weg der sozialistischen Kollektivierung entwickeln, kann sie weder der sich schnell entwickelnden Industrie folgen noch die Industrie mit Rohstoffen und weiteren Arbeitskräften versorgen, was schließlich die Entwicklung der Industrie hemmen und folglich die allseitige sozialökonomische Entwicklung des nördlichen Teils behindern wird. Wenn die Landwirtschaft nicht in eine sozialistische Kollektivwirtschaft umgestaltet wird, ist es außerdem unmöglich, den Lebensstandard der Bauern schnell zu heben, die Großbauern und andere Ausbeuterelemente, die auf dem Lande entstehen, als Klasse zu liquidieren und die Positionen unserer Partei im Dorfe zu festigen.

Das Handwerk und der private Einzelhandel müssen allmählich über die genossenschaftliche Wirtschaft sozialistisch umgestaltet werden.

Die kapitalistischen Elemente, die es immer noch in den Städten und Dörfern gibt, müssen eingeschränkt, genutzt und allmählich sozialistisch umgeformt werden.

Es ist unerläßlich, nicht nur die Produktionsbeziehungen zwischen der Industrie und der Landwirtschaft zu festigen, sondern über den Markt auch die ökonomischen Beziehungen immer mehr zu erweitern und zu verstärken.

Ferner ist es erforderlich, die Volksmassen im sozialistischen Geist zu erziehen und aus ihrer Mitte mehr neue Kader für die Technik und für die Kulturarbeit auszubilden.

Zur Verwirklichung dieser Aufgaben gliederte unsere Partei in der Nachkriegszeit den Wiederaufbau der durch den Krieg sehr stark zerstörten Volkswirtschaft in drei Hauptetappen und entfaltet den Kampf für ihre erfolgreiche Verwirklichung.

Zum Zwecke der Wiederherstellung und Entwicklung der Volks­wirtschaft nach dem Kriege legte unsere Partei die Etappe für die Vorbereitung auf den allgemeinen Wiederaufbau mit einer Dauer von sechs Monaten bis zu einem Jahr fest, weiterhin die Etappe zur Durchführung des Dreijahrplans, in dem die Aufgabe gestellt wurde, die Wunden des Krieges in allen Zweigen der Volkswirtschaft vollständig zu heilen sowie die industrielle und die landwirtschaftliche Produktion auf den Vorkriegsstand zu heben, und die Etappe der Durchführung des Fünfjahrplans zur Schaffung der Grundlagen der sozialistischen Industrialisierung.

Unsere Partei legte die Hauptlinie für den Wirtschaftsaufbau nach dem Kriege fest: Sicherung des vorrangigen Wachstums der Schwer­industrie bei gleichzeitiger Entwicklung der Leichtindustrie und der Landwirtschaft.

In der Zeit des Dreijahrplans nehmen wir in der Industrie Kurs darauf, die Kraft auf diejenigen Zweige der Schwerindustrie zu konzen­trieren, die eng mit der Verbesserung der Lebensbedingungen der Bevölkerung verbunden sind, und den Schwerpunkt auf die Wieder­herstellung der zerstörten Werke zu legen, wobei diese auf neuer technischer Grundlage wiederaufzubauen und einige neue Werke zu bauen sind. Es wurde ferner festgelegt, die zerstörten Werke nicht mechanisch an den früheren Standorten wiederaufzubauen, sondern für die Sicherung des Tempos der Wiederherstellung und für die Einsparung in der Wirtschaft lediglich einige Werke an den früheren Standorten wiederaufzubauen, während der Standort für die neuen Werke unter Berücksichtigung der vorhandenen Rohstoffquellen, des Transportwesens und der organischen Verbindungen mit den bestehenden Industrieeinrichtungen unseres Landes auszuwählen ist.

Die wertmäßige Bruttoproduktion der Industrie wird 1956, im letzten Jahr des Dreijahrplans, im Vergleich zum Vorkriegsstand des Jahres 1949 um 50 Prozent, darunter die Produktion von Produktionsmitteln um 30 Prozent, gesteigert, und die Produktion von Konsumtionsmitteln verdoppelt. Um diese Steigerung der Industrie­produktion zu sichern, sind innerhalb von drei Jahren in die Industrie Mittel in Höhe von 37,36 Milliarden Won zu investieren.

Im nördlichen Teil der Republik werden im Laufe der Zeit des Dreijahrplans nicht nur die früher vorhandenen Betriebe wiederher­gestellt, sondern auch viele Maschinenfabriken neu gebaut; gleichzeitig wird die Leichtindustrie schnell wiederhergestellt und weiterentwickelt.

Bis 1956 wird ein Textilwerk errichtet, das mit Spinnmaschinen mit 60 000 bis 100 000 Spindeln ausgerüstet ist und eine Jahresproduktion von 40 bis 80 Millionen Meter Gewebe hat, außerdem Konserven- und Fleischverarbeitungsfabriken sowie viele andere Betriebe der Leichtindustrie.

Im Dreijahrplan der Volkswirtschaft ist vorgesehen, daß der Staat gewaltige Unterstützung bei der schnellstmöglichen Wiederherstellung und Entwicklung der Landwirtschaft sowie bei ihrer sozialistischen Umgestaltung leistet. Während der Zeit des Dreijahrplans werden in die Landwirtschaft 5,575 Milliarden Won investiert, darunter 2,225 Milliarden Won für den Bau von Bewässerungsanlagen.

Die schnelle Entwicklung der Landwirtschaft wird es ermöglichen, die Bevölkerung mit größeren Mengen Nahrungsmitteln zu versorgen und der Leichtindustrie noch mehr Rohstoffe zu liefern. Die Brutto­getreideernte wird im Jahre 1956 den Vorkriegsstand des Jahres 1949 um 19 Prozent, darunter die Reisernte um 30 Prozent, übersteigen.

Der schnelle Wiederaufbau und die Entwicklung der Industrie und der Landwirtschaft im Zeitraum des Dreijahrplans wird die Befriedi­gung der wachsenden Bedürfnisse der Bevölkerung an Waren des Grundbedarfs sichern und die notwendigen Bedingungen dafür schaffen, daß das Kartensystem für Nahrungsmittel und Industriewaren abgeschafft und zum freien Handel übergegangen wird.

In der Dreijahrplanzeit werden im Bildungs- und Kulturbereich die Bedingungen für die Einführung der allgemeinen Grundschulpflicht geschaffen; die Zahl der Hochschulstudenten wird 22 500 erreichen. Die nationale Kultur und Kunst werden sich weiterentwickeln, Theater, Kinos und Klubhäuser mit insgesamt 134 000 Plätzen sollen wieder­hergestellt oder neu gebaut werden.

Bis zum Jahre 1956, dem letzten Jahr des Dreijahrplanzeitraums, wird die vom Krieg zerstörte Volkswirtschaft im wesentlichen wiederhergestellt und damit im nördlichen Teil der Wiederaufbau nach dem Krieg abgeschlossen sein. Die in dieser Zeit wiederhergestellte Industrie und Landwirtschaft werden zu einer festen Basis, die die Möglichkeit schafft, in der Folgezeit die Wirtschaft unseres Landes vollständig in eine sozialistische Wirtschaft umzugestalten.

Die im ersten Fünfjahrplan festgelegte Hauptaufgabe für die Entwicklung der Volkswirtschaft, der auf dieser Basis ausgearbeitet wird, besteht darin, die Grundlagen des Sozialismus in unserem Lande zu schaffen.

Für die Schwerindustrie ist im Fünfjahrplan vorgesehen, in erster Linie diejenigen Eisenhüttenwerke vollständig wiederherzustellen, deren Errichtung in der Dreijahrplanzeit nicht abgeschlossen wird, und damit jährlich rund 1 Million Tonnen Roheisen zu produzieren; außerdem ist die Maschinenbauindustrie weiterzuentwickeln, in der jährlich 2000 Werkzeugmaschinen herzustellen sind.

Für das Jahr 1961, das letzte Jahr des Planjahrfünfts, ist eine Erhöhung der Gesamtkapazität der Erzeugung von Elektroenergie auf 1,85 Millionen kW sowie eine Steigerung der Kohlenförderung auf 8,5 bis 9 Millionen Tonnen vorgesehen.

Unsere chemische Industrie wird dem Staat mehr als 400 000 Tonnen Düngemittel liefern.

Im Planjahrfünft wird die Erschließung der Bodenschätze unseres Landes in noch größerem Umfang entfaltet, was zur Schaffung der Grundlagen des Sozialismus beitragen wird und gleichzeitig eine wesentliche Quelle für die Einnahme von Devisen bildet.

Für die Erhöhung des Lebensniveaus des Volkes ist im Fünfjahrplan vorgesehen, Waren des Grundbedarfs in beträchtlicher Menge zu erzeugen.

Die Hauptaufmerksamkeit der Leichtindustrie im Planjahrfünft muß der Produktion wichtigster Grundbedarfsartikel, der Herstellung von Textilien sowie der Verarbeitung von Nahrungsmitteln, gelten. Für 1961 ist eine Produktion von 150 Millionen Metern der verschiedenen Textilien vorgesehen, das heißt rund 15 Meter pro Kopf der Bevölkerung des nördlichen Teils der Republik. Rings um die wichtigsten Städte werden gemüse- und fleischverarbeitende Betriebe sowie Mühlenwerke errichtet.

In der Landwirtschaft werden im Laufe des Planjahrfünfts 3,5 Millionen Tonnen Getreide, 150 000 Tonnen Fleisch, 150 000 Tonnen Zuckerrüben, 50 000 Tonnen Baumwolle, 80 000 Tonnen Obst und 30 000 Tonnen Seidenkokons produziert. Auf diese Weise wird im nördlichen Teil das Nahrungsproblem gelöst und der Bedarf der Leichtindustrie an Rohstoffen noch vollständiger gedeckt.

Im Laufe des Fünfjahrplans wird im nördlichen Teil der Republik der allgemeine genossenschaftliche Zusammenschluß in der Land­wirtschaft durchgeführt werden; damit werden die Quellen der Ausbeutung und die Ursachen des Elends auf dem Lande liquidiert und wird die sozialistische Umgestaltung der Landwirtschaft vollständig abgeschlossen.

Zur Erfüllung dieses grandiosen Plans werden viele politisch gestählte Kader gebraucht, die moderne wissenschaftliche und technische Kenntnisse beherrscht haben. Im Jahre 1961, dem letzten Jahr des Planjahrfünfts, müssen wir über mehr als 130 000 ausgezeichnete Diplomingenieure und Ingenieure verfügen.

Die Schaffung der Grundlagen des Sozialismus im nördlichen Teil ist eine sehr große und schwere Arbeit. Aber das von der Partei der Arbeit Koreas geführte koreanische Volk ist imstande, dieses große Vorhaben erfolgreich zu bewältigen.

Unter der Führung unserer Partei hat sich die politisch-moralische Einheit der Volksmassen herausgebildet und entwickelt, die sich auf das Bündnis der Arbeiter und Bauern mit der Arbeiterklasse als Kern stützt. Der Aufbau des Sozialismus im nördlichen Teil wird von den Millionenmassen des werktätigen Volkes aktiv unterstützt.

Wir verfügen über wertvolle Erfahrungen, die beim friedlichen Aufbau während der fünf Vorkriegsjahre sowie im Kampf für den Wiederaufbau der Volkswirtschaft nach dem Kriege gesammelt wurden, und wir verfügen über eine Million Parteimitglieder und über ein heroisches Volk, die in dem dreijährigen harten Krieg gestählt und erprobt worden sind.

In unserem Lande gibt es außerdem reiche Naturschätze, die für den Aufbau des Sozialismus gebraucht werden.

Wir können nicht nur die besten Erfahrungen der Sowjetunion, der Volksrepublik China und der anderen volksdemokratischen Länder nutzen, sondern erhalten von ihnen auch große wirtschaftliche und technische Hilfe.

Das alles sind günstige subjektive und objektive Bedingungen für den Aufbau des Sozialismus im nördlichen Teil unseres Landes.

Auf dem Wege unseres sozialistischen Aufbaus gibt es jedoch auch Schwierigkeiten und Hindernisse.

Die Geschichte der Industrie unseres Landes ist sehr kurz; sie wurde während des Krieges völlig zerstört; die reichen Naturschätze sind noch ungenügend erschlossen, und in der Industrie besteht ein starker Mangel an Kadern.

Das Kulturniveau unseres Volkes ist noch niedrig; im Bewußtsein der Menschen sind die Überreste der alten Ideologie noch nicht ausgemerzt.

Unser sozialistischer Aufbau vollzieht sich unter Bedingungen, unter denen das Land künstlich in das Industriegebiet Norden und in das Agrargebiet Süden geteilt ist und unter denen der US- Imperialismus, der Anführer der Weltreaktion, den südlichen Teil weiterhin besetzt hält und sich verzweifelt gebärdet, um den Aufbau im nördlichen Teil zum Scheitern zu bringen.

Wir müssen alle diese Schwierigkeiten und Hindernisse überwinden und die Aufgabe, die Grundlagen des Sozialismus zu schaffen, erfolgreich lösen; und wir können dies tun.

Die Partei der Arbeit Koreas ist die Organisatorin und Inspiratorin aller Siege des koreanischen Volkes. Die organisatorische und ideologische Festigung unserer Partei im Kampf für die Vereinigung und Unabhängigkeit des Vaterlandes, im Kampf für den Aufbau des Sozialismus im nördlichen Teil der Republik ist das Unterpfand unseres Sieges.

Zur weiteren organisatorischen und ideologischen Festigung der Partei ist es notwendig, die eherne Einheit und Geschlossenheit ihrer Reihen zu sichern, die Parteidisziplin zu festigen und die inner­parteiliche Demokratie weiterzuentwickeln. Die Förderung der innerparteilichen Demokratie ist nur unter der Bedingung gesichert, daß die Arbeit der Parteikomitees verbessert und die kollektive Führung der Partei gefestigt wird. Jedes Parteimitglied, jeder leitende Kader muß das Prinzip der kollektiven Führung in der Partei einhalten sowie entschieden gegen alle Erscheinungsformen des Strebertums und Liberalismus kämpfen, die diesem Prinzip widersprechen.

Sämtliche Mitglieder der Partei sind verpflichtet, sich noch fester mit der marxistisch-leninistischen Theorie auszurüsten, die Geschichte unserer Partei und die Parteibeschlüsse systematisch zu studieren, die Erfahrungen der Kommunistischen Partei der Sowjetunion sowie der kommunistischen und Arbeiterparteien der anderen Bruderländer beim Aufbau des Sozialismus gründlich zu studieren und sie auszuwerten, sind verpflichtet, sich unermüdlich die Theorie des Wirtschaftsaufbaus sowie wissenschaftliche und technische Kenntnisse anzueignen, ihre fachliche Qualifikation und ihr Kulturniveau zu erhöhen.

Zur Verwirklichung der Linie und der Politik der Partei ist es unerläßlich, unsere Staatsmacht, die auf dem Bündnis der Arbeiter und Bauern unter der Führung der Arbeiterklasse beruht, weiter zu festigen.

Die US-Imperialisten, die den südlichen Teil der Republik okkupiert halten, und ihre Helfershelfer, die inneren reaktionären Kräfte, greifen zu allen möglichen Mitteln, um gegen die Vereinigung und die Unabhängigkeit des Vaterlandes aufzutreten und die Schaffung der Grundlagen des Sozialismus im nördlichen Teil zu hintertreiben.

Nur indem wir die Organe der Staatsmacht festigen, sind wir in der Lage, die Volksmassen noch enger um die Partei und die Regierung zusammenzuschließen, den Widerstand der Feinde der Revolution vollständig zu brechen und den großartigen Aufbau des Sozialismus noch erfolgreicher zu verwirklichen. Die Verstärkung der Diktatur gegenüber den konterrevolutionären Elementen, Spionen, Diversanten und Saboteuren sowie die Entfaltung der Demokratie unter den Volksmassen sind eine wichtige Bedingung für den erfolgreichen Aufbau des Sozialismus.

Eine der wichtigsten Aufgaben unserer Partei besteht darin, unsere Volksstreitkräfte noch mehr zu stärken.

Nur wenn wir unsere Volksarmee weiter festigen, sind wir imstande, die mit dem Schweiß und dem Blut des Volkes erkämpften unschätzbaren Errungenschaften und unsere demokratische Basis zuverlässig vor den Anschlägen der Feinde zu schützen sowie den Aufbau des Sozialismus erfolgreich zu sichern. Aus diesem Grunde muß unsere Partei alle Kraft daran setzen, die Volksarmee zu einer ehernen Kaderarmee zu stählen und ihr noch größere Hilfe durch das ganze Volk zu erweisen.

Die Linie und die Politik unserer Partei für die Vereinigung und die Unabhängigkeit des Vaterlandes sowie für den Aufbau des Sozialismus im nördlichen Teil der Republik erhellen dem gesamten koreanischen Volk den voranführenden Weg.

Alle Schwierigkeiten überwindend und Prüfungen bestehend, gelangte das koreanische Volk unter der Führung unserer Partei in seinem schweren Kampf stets zum Sieg. Es gibt keine Kraft, die unserem Volk, das monolithisch um die Partei zusammengeschlossen ist, den Weg in die von der Partei gewiesene lichte Zukunft versperren könnte.

Unter der Führung unserer Partei wird das koreanische Volk, das Banner des Marxismus-Leninismus und des proletarischen Internationa­lismus hoch erhoben, die Geschlossenheit mit den Völkern des Lagers des Friedens, der Demokratie und des Sozialismus, an dessen Spitze die Sowjetunion steht, festigen, seine eigenen revolutionären Kräfte noch mehr stärken und unbedingt den Sieg im gerechten Kampf für die Vereinigung und Unabhängigkeit des Vaterlandes, für den Sozialismus erringen.