28. August 1954 // Reden
Kim Il Sung // Für einen schnellen Abschluss des Baus der Bewässerungsanlage Phyongnam

Für einen schnellen Abschluss des Baus der Bewässerungsanlage Phyongnam

28. August 1954

Schlußwort auf der Tagung der stellvertretenden Ministerpräsidenten des Ministerkabinetts der DVRK


Quelle: Kim Il Sung, Gesammelte Werke, Band 9


Der Bau der Bewässerungsanlage Phyongnam ist ein gigantisches Bauvorhaben für die Bewässerung der Ebene Yoltusamcholli, die fast die ganzen Gebiete der Kreise Anju, Mundok, Sukchon und Phyongwon im Bezirk Süd-Phyongan umfaßt.

Wie allen bekannt, war es geplant, diesen Bau 1948 zu beginnen und 1952 abzuschließen, doch infolge des Krieges waren wir gezwungen, ihn einzustellen.

Heute, nach dem Waffenstillstand, müssen wir die Bauarbeiten für die Bewässerungsanlage Phyongnam zügig voranbringen und bis 1956 beenden. Der rasche Abschluß dieses Baus ist für die Steigerung der Getreideproduktion und für die Entwicklung unserer Landwirtschaft von großer Bedeutung.

Wir besichtigten an Ort und Stelle die Bauplätze und überprüften den Ablauf dieses Baus und kamen dabei zu folgendem Schluß: Wenn wir auch im Winter den Dammbau und den unterirdischen Betonbau für die Wasserleitung kühn fortsetzen, die Bauarbeiten für Wasserwege und den Tunnelbau und andere Bauarbeiten in Form der Fließfertigung durchführen, überall die Zuschlagstoffgewinnung und die Erdarbeit im kleinen oder mittleren Maßstab mechanisieren und die Arbeit gut organisieren, können wir den Bau vor dem geplanten Termin abschließen.

Doch manche Funktionäre sind gegenwärtig nicht so sehr dafür, Mittel in den Bau für die Bewässerungsanlage Phyongnam und andere ländliche Bauobjekte zu investieren, und bemühen sich nicht aktiv darum, den Kurs unserer Partei auf den Bau von Bewässerungsanlagen durchzusetzen. Das ist eine äußerst negative Haltung. Dagegen müssen wir einen verstärkten ideologischen Kampf führen.

Selbstverständlich werden manche Schwierigkeiten und Hindernisse auftreten, wenn wir unter den heutigen Bedingungen unseres Landes den Bau der Bewässerungsanlage Phyongnam, der mit großem Aufwand an Arbeitskräften und finanziellen Mitteln sowie dem Einsatz von Ausrüstungen und Material verbunden ist, in etwas mehr als zwei Jahren abschließen wollen. Wenn jedoch das ganze Land zupackt und darum ringt, kann dieser Bau durchaus termingerecht fertiggestellt werden.

Wichtig bei diesem Bau ist, gemäß dem Kurs unserer Partei die Kräfte auf die wichtigen Objekte zu konzentrieren, ohne die Bauarbeiten zu zersplittern. Wird das beherzigt, so kann das Bautempo auch bei Einsparung von Arbeitskräften, finanziellen Mitteln, Aus­rüstungen und Material erhöht werden.

Das Ministerium für Landwirtschaft hat im vergangenen Jahr die Bauarbeiten auf das ganze Gebiet des Bezirks Süd-Phyongan verstreut, anstatt dessen Reihenfolge richtig festzulegen und die Kraft auf wichtige Objekte zu konzentrieren. Folglich konnte kein einziger Bau zum Abschluß gebracht werden.

Nach dem Ausmaß der Bauarbeiten ist es unmöglich, auf dem ganzen Abschnitt zur gleichen Zeit mit dem Bau zu beginnen. Zunächst muß man die Kraft für die Bauarbeiten der ersten Etappe einsetzen, um sie bis zur ersten Maihälfte des kommenden Jahres abzuschließen. Auf diesem Wege sind 3000 Hektar Reisfelder, die in der Nähe der Pumpstation Kumsong liegen, zu bewässern und so im kommenden Jahr den Ackerbau zu gewährleisten.

Der Bau des zweiten Abschnitts muß reibungslos vorbereitet werden, um nach Abschluß des ersten unverzüglich mit den Arbeiten beginnen zu können. Das Ministerium für Landwirtschaft ist verpflichtet, bis Ende dieses Jahres die Projektierung der Bauobjekte der zweiten Etappe und einen Bauplan für diese Objekte zu vollenden und in der Nähe der Bauobjekte Wohnhäuser, Wohnheime, Depots, Verkaufsstellen und Ambulatorien zu errichten.

Auch für die Bauarbeiten der zweiten Etappe ist es unerläßlich, die Reihenfolge richtig festzulegen, die Kräfte auf wichtige Objekte zu konzentrieren, der Anfertigung detaillierter Projekte und den Bauvorbereitungen den Vorrang einzuräumen, somit das Tempo des Baus maximal zu erhöhen und auf diesem Wege ihn bis Ende 1956 abzuschließen. Dann können die Reisfelder der Ebene Yoltusamcholli ab 1957 bewässert werden.

Um den Bau der Bewässerungsanlage Phyongnam rasch fertigzustellen, müssen die dafür notwendigen Arbeitskräfte, Ausrüstungen und Materialien rechtzeitig bereitgestellt werden.

Vor allem kommt es darauf an, Arbeitskräfte rationell zu mobili­sieren.

Da gegenwärtig die Arbeitskräftelage des Landes angespannt ist, ist es nicht möglich, mit dem Bau voranzukommen, wenn die Arbeits­kräfte

nicht zügig mobilisiert werden.

Dem Ministerium für Landwirtschaft und den örtlichen Macht­organen obliegt es, für diesen Bau Arbeitskräfte der staatlichen Feldbau- und Viehzuchtbetriebe, der Obstbaubetriebe und bezirks­geleiteten Viehzuchtbetriebe maximal zu mobilisieren und im Winter auch die Bauern in den zu bewässernden Gebieten einzusetzen. Ferner ist es erforderlich, anläßlich des 10. Jahrestages der Befreiung am 15. August eine starke Massenbewegung für Arbeitseinsätze zu entfalten, um den Bau zu beschleunigen. Das Ministerkabinett hat alle Techniker und Facharbeiter auf dem Gebiet der Bewässerung, die während des Krieges in andere Bereiche gingen und in verschiedenen Orten arbeiten, abzuberufen und auf dieser Baustelle einzusetzen.

Neben der konsequenten Mobilisierung der Arbeitskräfte ist es notwendig, die Versorgung mit Ausrüstungen und Material zu verbessern. Die zuständigen Ministerien und Verwaltungen sind verpflichtet, vorrangig die für diesen Bau benötigten Ausrüstungen und Materialien zu produzieren und solche, die unser Land nicht produziert, zu beschaffen, selbst wenn wir sie aus dem Ausland beziehen müssen, damit der Bau nicht behindert wird. Die Ministerien und Verwaltungen, die über Maschinen und Ausrüstungen verfügen, die vor dem Krieg als Vermögen des Baubetriebes für die Bewässerungsanlage Phyongnam eingetragen wurden, haben diese schnellstens zurückzugeben. Das Staatliche Baukomitee und das Ministerium für Nationale Verteidigung müssen Baumaschinen und -ausrüstungen, die das Ministerium für Landwirtschaft anfordert, ihm übergeben.

Der Bau der Bewässerungsanlage Phyongnam benötigt eine große Anzahl von Maschinen und einen gewaltigen Aufwand an Material. Alle Funktionäre und Bauarbeiter, die sich an diesem Vorhaben beteiligen, sollen die Ausrüstungen besser verwalten und sich verstärkt für die Einsparung von Material einsetzen.

Die Bewässerungsanlage Phyongnam soll zu einem großen Monu­mentalbauwerk für alle Generationen werden. Deshalb muß man energisch um eine hohe Bauqualität ringen.

Wir sind verpflichtet, alle Hindernisse und Schwierigkeiten kühn zu überwinden, den Bau der Bewässerungsanlage Phyongnam termingerecht und erfolgreich zum Abschluß zu bringen und somit unbedingt in unserer Zeit den sehnlichsten Wunsch der Bauern der Ebene Yoltusamcholli nach dem belebenden Naß zu erfüllen, von dem sie jahrtausendelang träumten.