10. Mai 1933 // Broschüren
Kim Il Sung // Für die Beseitigung des Sektierertums und die Festigung der Einheit und Geschlossenheit der revolutionären Reihen

Für die Beseitigung des Sektierertums und die Festigung der Einheit und Geschlossenheit der revolutionären Reihen

10. Mai 1933

Abhandlung, veröffentlicht in Broschürenform


Quelle: Kim Il Sung, Gesammelte Werke, Band 1


Die erfolgreiche Verwirklichung der großen historischen Sache, der nationalen Befreiung, fordert von den koreanischen Kommunisten, das Sektierertum zu überwinden und die Einheit und Geschlossenheit der revolutionären Reihen zuverlässig zu sichern.

Die Fraktionsmacher fügten der kommunistischen Bewegung und dem antijapanischen nationalen Befreiungskampf in unserem Land ei­nen sehr großen Schaden zu.

Selbst in der jetzigen Phase, in der unser Volk mit der Waffe in der Hand einen blutigen Kampf gegen die räuberischen Aggressoren des im­perialistischen Japan führt, unterminieren die Sektierer die Einheit und Geschlossenheit der revolutionären Reihen, behindern auf alle mögliche Weise den Vormarsch der Revolution, greifen dabei zu schändlichen Ma­chenschaften, um ihre ehrgeizigen Pläne und politischen Ansprüche gel­tend zu machen.

Vor uns steht die aktuelle Aufgabe, unsere revolutionären Reihen von den Fraktionsmachern zu säubern und das Sektierertum vollständig auszumerzen.

Alle revolutionären Genossen sollten, sich zutiefst dessen bewußt, daß die Beseitigung des Sektierertums eine Voraussetzung für die Festigung der Einheit und Geschlossenheit der revolutionären Reihen und für die erfolgreiche Entwicklung des antijapanischen nationalen Befreiungs­kampfes ist, sich entschlossen zum Kampf gegen die Fraktionsmacherei erheben.

1. Für eine genaue Kenntnis von den Verbrechen der Fraktionsmacher

Die Rückschau auf die über 10 Jahre der kommunistischen Bewe­gung und des antijapanischen nationalen Befreiungskampfes in unserem Lande zwingt uns, die Verbrechen der Fraktionsmacher zu verdammen.

All die während der kommunistischen Bewegung und des antijapani­schen nationalen Befreiungskampfes erlittenen bitteren Niederlagen und gebrachten Opfer stehen mit den von diesen Subjekten begangenen Verbrechen im Zusammenhang.

Die Fraktionsmacherei ist ein Produkt der bürgerlichen und klein­bürgerlichen Ideologie, insbesondere des Strebertums, des Ehrgeizes und des Karrierismus. Sie ist der revolutionären Ideologie der Arbeiter­klasse völlig fremd.

Die Ursache für das Auftreten des Sektierertums innerhalb der kom­munistischen Bewegung in unserem Land besteht darin, daß diese Bewe­gung anfänglich nicht von wahren, mit einem festen Klassenstandpunkt und dem Marxismus-Leninismus ausgerüsteten Kommunisten geleitet wurde sowie Pseudomarxisten und Vertreter der kleinbürgerlichen Intelli­genz die Führungsschicht dieser Bewegung bildeten.

Da die Verbreitung des Marxismus-Leninismus und das rasche Wachstum der Arbeiterbewegung zu jener Zeit eine Tendenz der Epo­che wurde, begannen Pseudomarxisten und kleinbürgerliche Intellek­tuelle in die Reihen der kommunistischen Bewegung einzudringen. In ihren Worten waren sie für die Revolution, in Wirklichkeit jedoch schmiedeten sie Ränke, um ihre ehrgeizigen Pläne und politischen An­sprüche durchzusetzen. Gleich mit ihrem Eindringen in die revolutionä­ren Reihen machten sie sich zunutze, daß ein ausgebildeter, auf festen Klassenpositionen stehender kommunistischer Kern fehlte, und spiel­ten sich als „Führer“ der kommunistischen Bewegung auf. Sie betrie­ben Fraktionsmacherei und waren krampfhaft bemüht, die Hegemonie an sich zu reißen.

So tauchten also in der kommunistischen Bewegung unseres Lan­des die Hwayo-, Seoul-, ML- und Sosang-Gruppe und andere Fraktio­nen verschiedener Schattierungen auf und begannen, untereinander einen gehässigen Zank vom Zaune zu brechen. Die Fraktionsmacher behaupteten, jeder auf seine Weise, daß nur ihre Gruppierung in der Lage wäre zu „herrschen“. Sie lehnten andere Gruppen ab und ver­suchten wie besessen, die Einflußsphäre der eigenen Gruppierungen auszudehnen. Diese Fraktionen versuchten, sich gegenseitig zu ver­drängen und ihre Überlegenheit gegenüber den anderen zu sichern. Dabei schreckten sie vor nichts zurück, weder vor Verleumdungen noch vor Hetze gegeneinander, weder vor Terror noch vor allen mög­lichen anderen hinterhältigen Methoden und Mitteln. Sie machten nicht einmal davor Halt, Spießbürger und Rowdys in den Dienst ihrer Ränke zu stellen.

Eines der größten Verbrechen der Fraktionsmacher an der kommu­nistischen Bewegung in Korea ist die Spaltung und Unterminierung der Kommunistischen Partei Koreas (KPK).

Unter dem Einfluß der Sozialistischen Oktoberrevolution in Rußland fand der Marxismus-Leninismus in unserem Land eine rasche Verbrei­tung, wuchs und erstarkte die Arbeiterbewegung, was zur Gründung der KPK im Jahre 1925 führte, zu einem wichtigen Ereignis, das den Anstoß zur kommunistischen Bewegung und zum antijapanischen nationalen Be­freiungskampf in unserem Land gab. Die KPK konnte jedoch wegen der sektiererischen Praktiken der Fraktionsmacher, die sich sofort mit der Gründung der Partei in deren Führungsschicht festsetzten, ihrer Mission nicht gerecht werden.

Die Partei, die avantgardistische Organisation der Arbeiterklasse, kann nur dann die Volksmassen um sich scharen und zum revolutionären Kampf richtig mobilisieren, wenn sie ihre organisatorisch-ideologische Einheit und Geschlossenheit wahrt. Durch den schmutzigen Fraktions­kampf der Sektierer hat es die KPK jedoch nicht vermocht, die Reinheit ihrer Reihen und ihre organisatorisch-ideologische Einheit zu gewähren und eine feste Massenbasis zu schaffen. Folglich war sie auch nicht in der Lage, den antijapanischen nationalen Befreiungskampf unseres Volkes richtig zu organisieren und zu leiten, und war, da sie den un­menschlichen Repressalien des japanischen Imperialismus nicht stand­hielt, drei Jahre nach ihrer Gründung gezwungen, ihre Existenz als organisierte Kraft einzustellen.

Die Fraktionsmacher haben nicht nur die KPK gespalten und untermi­niert. Sie entzweiten und zersetzten auch die Massenorganisationen unse­res Landes unmittelbar nach ihrer Entstehung, womit sie ein weiteres Verbrechen verübten. In dem blinden Bestreben, ihre Einflußsphäre zu erweitern und die Hegemonie an sich zu reißen, schlichen sich die Frakti­onsmacher in die Führung der Massenorganisationen ein und begannen gehässige Streitigkeiten, um sie für ihre Interessen einzuspannen. In der Vergangenheit wurden in unserem Lande nicht wenige Arbeiter-, Bauern-, Jugend- und Frauenorganisationen geschaffen, doch konnten sie alle ihren Aufgaben nicht in vollem Maße nachkommen. Die Hauptursache dafür war die oben dargelegte spalterische Tätigkeit der Fraktionsmacher.

Auch nach der Auflösung der KPK setzten die Fraktionsmacher un­ter dem Vorwand des „Wiederaufbaus der Partei“ ihr widerliches Ge­zänk in der Mandschurei fort, wodurch der Wiederaufbau der Partei ganz erheblich gestört wurde.

Obwohl diese Auflösung eine ernste Lehre für alle Kommunisten war, redeten die Fraktionsmacher, die für keinerlei organisatorisch­ideologische Vorbereitung sorgten, lauthals vom „unverzüglichen Wie­deraufbau der Partei“ und nahmen in ihre Gruppierungen erneut boshafte Streitigkeiten auf. Bis tief in den Knochen vom Kriechertum durchdrun­gen, fabrizierten sie, jeder auf seine Weise, „Vorbereitungskomitees für den Wiederaufbau der Partei“, „Arbeitskomitees“ und dergleichen und versuchten, die Billigung der Komintern für ihre Gruppierungen einzuho­len und auf dieser Basis eine Partei mit ihrer Fraktion an der Spitze zu gründen. Dies verschärfte die Spaltung der kommunistischen Bewegung noch mehr und schuf ernste Schwierigkeiten für den Wiederaufbau der Partei.

Ein weiteres Verbrechen der Fraktionsmacher ist die unbesonnene Organisierung eines Massenkampfes, was gewaltige Opfer kostete und nationale Feindschaft entfachte.

Die Bewegung für den „unverzüglichen Wiederaufbau der Partei“ brachte nicht das erwartete Ergebnis. Deshalb redeten die Fraktions­macher in der Mandschurei vom „Wiederaufbau“ der Partei durch „Kampf“ und zettelten den linksradikalen abenteuerlichen Aufstand vom 30. Mai an. Das führte zu unermeßlichen Opfern unter den revo­lutionär gesinnten Massen, ließ die revolutionären Organisationen aus­einanderfallen und säte nationale Feindschaft zwischen den Völkern Koreas und Chinas.

Auch jetzt begehen sie hartnäckig Fraktionsmacherei und errichten mit ihren links- und rechtsopportunistischen Praktiken große Hindernisse für die Entwicklung des antijapanischen nationalen Befreiungskampfes.

Die Fraktionsmacher sprechen von paradoxen Dingen und behaupten, daß jetzt die Sektierer vertrieben worden seien und es überhaupt nicht notwendig sei, den Kampf gegen die Fraktionsmacherei auf die Tages­ordnung zu stellen, und eine erneute Behandlung dieses Problems die Wiederbelebung des Fraktionskampfes bedeute. Das Ziel dieser Elemente ist es, den Kampf gegen die Fraktionsmacherei zu lähmen und gleichzei­tig hinter den Kulissen ihre sektiererischen Handlungen fortzusetzen.

Die Fraktionsmacher treten gegen den Kampf der koreanischen Kommunisten für die Befreiung der koreanischen Nation auf. Sie geben sich als „flammende proletarische Internationalisten“ aus und behaupten gleichzeitig: „Auf der jetzigen Etappe von der Befreiung der koreani­schen Nation zu sprechen, bedeutet, gegen die Linie der Kommunisti­schen Internationale zu handeln.“ Sie bestehen darauf, daß der Kampf der koreanischen Kommunisten für die Befreiung und Unabhängigkeit der koreanischen Nation falsch sei. Wofür, so fragt man sich, werden wir, die Söhne und Töchter des koreanischen Volkes, dann kämpfen und unser Blut vergießen? Ihre Behauptungen sind nichts als leeres Ge­schwätz von Leuten, die den Verstand verloren haben, von Leuten, die vor dem Unglück und den Leiden unserer Landsleute, Brüder und Schwestern, die Augen verschließen, die unter dem Joch des barbari­schen Kolonialregimes des japanischen Imperialismus schmachten.

Insbesondere entblößen sich die Fraktionsmacher als Gegner der Li­nie des bewaffneten Ringens, der aktivsten Form des Kampfes gegen den japanischen Imperialismus. In ihrem unsinnigen Geschwätz verstie­gen sie sich zu der Behauptung, daß unser bewaffneter Kampf gegen die japanischen imperialistischen Eroberer „verfrüht“ und eine „aussichtslo­se und leichtsinnige Handlung“ sei. All das verdeutlicht, daß diese Krea­turen Feiglinge sind, die vor der „Macht“ des japanischen Imperialismus zittern, daß sie rechte Kapitulanten sind, die unserem Volk predigen, auf den Kampf gegen die japanischen imperialistischen Eroberer zu verzich­ten und sich ihnen zu unterwerfen. Auch als ihre Behauptungen völlig widerlegt waren, ließen die Sektierer nicht von ihren schändlichen Handlungen ab, die die politische und militärische Tätigkeit der AVPA behindern.

Die Fraktionsmacher fürchten die Schaffung eines zuverlässigen Kerns der koreanischen Revolution aus jungen Menschen, die aus der Arbeiter- und Bauernschaft hervorgegangen sind, und treten deshalb dagegen auf. Sie versteifen sich auf ihre Absicht, kleinbürgerliche Intel­lektuelle und Pseudomarxisten in die führende Position der kommunisti­schen Bewegung unseres Landes einzuschleusen.

Diese Elemente behindern auf jede nur mögliche Weise auch den Zusammenschluß der antijapanischen Kräfte verschiedener Schichten und ihre umfassende Mobilisierung zum heiligen antijapanischen Krieg. Sie stoßen den Teil der Bevölkerung ab, den wir zu einer antijapani­schen nationalen Einheitsfront zusammenschließen müssen, nämlich die patriotisch gesinnten Kräfte der nationalen Bourgeoisie, der Gläubigen und der Intelligenz, indem sie sie als Vertreter der „reaktionären Klas­se“, als „Doppelzüngler“ und „schwankende Elemente“ bezeichnen.

Auch während des Kampfes für die Schaffung der Partisanenstütz­punkte verübten die Fraktionsmacher große Verbrechen. Sie schwätzten davon, daß man in einigen Partisanengebieten „Räteorgane“ bilden und unverzüglich den Sozialismus verwirklichen müsse, also davon, was dem Charakter der koreanischen Revolution und ihren Hauptaufgaben auf der gegenwärtigen Etappe widerspricht. Indem sie sich anschickten, unter anderem das gesamte Privateigentum abzuschaffen und ein „ge­meinsames Leben“, eine „gemeinsame Produktion“ und eine „allgemei­ne Verteilung“ zu organisieren, verübten sie Untaten. Dies verursachte starke Beunruhigung und Chaos unter den Einwohnern der Partisanen­gebiete und bei vielen Einwohnern in den vom Feind kontrollierten Ge­bieten eine falsche Vorstellung von den Kommunisten.

Die Fraktionsmacher waren es auch, die nur auf der Schaffung von Partisanengebieten, Partisanenstützpunkten in Form von befreiten Ge­bieten, beharrten und die Umwandlung großer ländlicher Gegenden um die Partisanengebiete in Halbpartisanenzonen hemmten. Sie bezeichnen die Partisanengebiete als „Rätegebiete“ oder „rote Gebiete“ und die vom Feind kontrollierten Zonen als „weiße Gebiete“ und schüren bewußt die Konfrontation zwischen den Einwohnern dieser beiden Zonen. Mit un­begründeten Behauptungen der Art, daß die Einwohner der vom Feind kontrollierten Gebiete „vertrauensunwürdig“, „Helfershelfer des japani­schen Imperialismus“ und eine „doppelzüngige Masse“ seien, wenden sie sich von ihnen ab und feinden sie sogar an. Sie gehen so weit, daß sie nicht einmal mehr den revolutionären Organisationen vertrauen, die in den vom Feind kontrollierten Gebieten tätig sind, und sind geneigt, die Arbeit mit den Untergrundorganisationen aufzugeben. Auf diese Weise versuchen sie, die Partisanengebiete in eine isolierte und aus­sichtslose Lage zu bringen und sie so von der Außenwelt abzuschnei­den. Wenn diese verbrecherischen Handlungen der linken Opportunisten und Fraktionsmacher nicht rechtzeitig entlarvt und unterbunden werden, kann der antijapanische nationale Befreiungskampf insgesamt, ganz zu schweigen von den Partisanenstützpunkten, auf erhebliche Schwierig­keiten stoßen.

Die Fraktionsmacher, die den linken Opportunisten den Hof machen und ihnen untertänig folgen, treten unter dem ihnen genehmen Vor­wand, man müsse konsequent die „Minsaengdan“ bekämpfen, gehässig und in schädlicher Weise auf mit dem Ziel, die revolutionären Reihen zu spalten und zu unterminieren. Dabei stempeln sie viele der Revolution ergebene Kommunisten und revolutionär gesinnte Menschen einfach als „Minsaengdan“-Anhänger ab, verfolgen, ja foltern und töten sie sogar und erzeugen so eine Atmosphäre großer Unruhe und Unordnung in den revolutionären Reihen.

Wie man sieht, verüben die Fraktionsmacher nach wie vor unverzeih­liche Verbrechen, die die Einheit und Geschlossenheit der revolutionären Reihen sowie die Verstärkung und Entwicklung des revolutionären Kampfes behindern.

2. Die Winkelzüge der Fraktionsmacher durchschauen

Die Sektierer wenden verschiedene hinterhältige Methoden an, um ihr wahres Gesicht zu verbergen. Dem sektiererischen Vorgehen dieser Elemente muß man ein Ende bereiten, und wir müssen deshalb ihre Praktiken gründlich durchschauen.

Mit ihren betrügerischen und heuchlerischen Äußerungen und Hand­lungen verhüllen sie ihren wahren Charakter und versuchen, sich als flammende Revolutionäre und standhafte Kommunisten zu tarnen. Auf diesem Wege beabsichtigen sie, das Wohlwollen der Massen zu gewin­nen, sich einen guten Ruf zu erwerben und ihre sektiererischen Ziele zu erreichen.

Die Fraktionsmacher führen vor allem linksradikale Argumente ins Feld und handeln auch dementsprechend. Mit einigen auswendig gelern­ten Zitaten aus den Werken von Marx und Lenin halten sie sich bereits für „Kenner“ dieser Lehre und, ohne die gegenwärtige Entwicklungs­etappe der Revolution und den Reifegrad der revolutionären Situation in Betracht zu ziehen, schwätzen von ultralinken Losungen wie „Errichten wir Arbeiter- und Bauernräte und bauen wir unverzüglich den Sozialis­mus auf!“ und „Schaffen wir die Diktatur des Proletariats!“. Gewissen­los treiben sie die Massen in einen aussichtslosen Aufstand, ähnlich wie es während des Aufstandes vom 30. Mai war, und beschimpfen die Gegner dieser linksradikalen Handlungen als politisch „Schwankende“ und „Feiglinge“.

Indem Sektierer so tun, als hätten sie in der Vergangenheit irgend etwas Großes im Namen der Revolution geleistet, sind sie zu jeder belie­bigen Schandtat bereit, um ihre schmutzige Vergangenheit zu verbergen. Gewisse Anführer des Fraktionsstreits fügten der Einheit und Geschlos­senheit der Partei seinerzeit großen Schaden zu, doch jetzt, nachdem sie sogar ihren Namen verändert und ihre soziale Herkunft vertuscht haben, behaupten sie dreist, sie hätten zur Revolution wesentlich beigetragen.

Andere prinzipienlose Methoden, derer sie sich in ihrem sektiereri­schen Gezänk bedienen, sind alle nur möglichen Betrügereien, Besch­wichtigungen und Tricks, mit denen sie die Menschen auf ihre Seite ziehen. Sie stellen Kontakte zu Querulanten her und hetzen sie auf, un­abhängig davon, worauf sich deren Mißmut gründet, und reden ihnen bei, daß ihre Unzufriedenheit „gerechtfertigt“ und durchaus „verständ­lich“ sei. Sie verführen die Menschen mit verschiedenen Versprechun­gen und tun so, als könnten sie ihre Forderungen erfüllen. Wenn die Sektierer mit Menschen zusammenkommen, von denen sie meinen, sich gegen irgend etwas auflehnen zu müssen, heucheln sie Mitgefühl und bestärken sie in ihrer Meinung, um sie an sich zu binden. Je mehr diese Elemente von den revolutionären Organisationen isoliert werden, um so zäher bedienen sie sich derartiger Methoden.

Eine beliebte Methode der Sektierer ist Heuchelei und Doppelzün­gigkeit.

Sie billigen und unterstützen mit Worten die Beschlüsse der Organi­sationen, doch, um sie zu Fall zu bringen, schmieden sie hinter deren Rücken Ränke. Nach außen hin bekunden sie Treue zu den Organisatio­nen, doch in Wirklichkeit verletzen sie deren Disziplin.

Funktionären gegenüber, die sich durch wahre revolutionäre Prinzi­pienfestigkeit auszeichnen, tragen sie stets Heuchelei zur Schau. Von Angesicht zu Angesicht umgeben sie diese prinzipienfesten Funktionäre mit Schmeicheleien und versichern sie ihrer Hochachtung, doch hinter ihrem Rücken reden sie ihnen gewöhnlich übel nach und verbreiten über sie Verleumdungen.

Sie führen zwar den Kampf für die Revolution im Munde, doch in der Tat entstellen sie die revolutionäre Linie oder behindern ihre Durch­setzung. Sie geben nicht einmal die Beschlüsse und Dokumente der Or­ganisationen an die unteren Ebenen weiter, was zu großem Chaos bei der Durchsetzung der revolutionären Linie führt und die organisato­risch-ideologische Einheit der revolutionären Organisationen untergräbt.

Die Heuchelei der Fraktionsmacher kommt auch darin zum Ausdruck, daß sie den Zusammenschluß des koreanischen und des chinesischen Volkes im Kampf gegen ihren gemeinsamen Feind, die japanischen Impe­rialisten, behindern. In den revolutionären Organisationen verkünden sie lauthals den „proletarischen Internationalismus“, die „Freundschaft und Geschlossenheit zwischen den Völkern Koreas und Chinas“. Haben sie sich jedoch unter das Volk gemischt, beleidigen sie die chinesischen Freunde und die antijapanischen Soldaten und verabscheuen sie.

Gleichzeitig verachten die Fraktionsmacher die Massen, setzen sie unter Druck und versuchen, ihnen ihren Willen aufzuzwingen.

Ihre Stellung mißbrauchen sie dazu, mit Befehlsgewalt den Massen ih­re schädlichen Forderungen und Meinungen zu oktroyieren. Wenn sich die Massen ihren Anordnungen nicht fügen, wollen sie diese mit scharfen Worten wie „Verletzung der revolutionären Disziplin“ und „Reaktionär“ bedrohen und erpressen. Besonders festzustellen ist, daß die Fraktionsma­cher mehr als alle andere Kritik, die an ihre Adresse gerichtet ist, und konstruktive Vorschläge der Massen fürchten. Sie versuchen, sie durch Einschüchterung und Zwang zum Schweigen zu bringen.

Die Fraktionsmacher klammern sich an hinterlistige sektiererische Methoden, und die Wirklichkeit bezeugt, daß es für sie keinen anderen Weg geben kann als ihr Abgleiten zu Lakaien der Feinde.

Einer der Anführer des Fraktionsstreits ging, nachdem sein wahres Gesicht entlarvt worden war und sich die revolutionären Organisationen von ihm distanziert hatten, ein Komplott mit der Polizeiabteilung ein, die dem japanischen Konsulat untersteht, und verübte schreckliche Verbre­chen, indem er ihr half, zahllose Kommunisten zu verhaften, zu foltern und zu ermorden. Andere dieser von der japanischen Polizei verhafteten Elemente schrieben freiwillig „Erklärungen über Gesinnungswandel“ und übermittelten den Feinden Informationen über die revolutionären Organisationen.

All diese Tatsachen beweisen, daß die Sektierer der schlimmste Ab­schaum der Menschheit sind, die keinen Funken Gewissen und kein Pflichtgefühl haben, und daß sie Renegaten der Revolution sind.

3. Den Kampf für die Beseitigung des Sektierertums verstärken

Wir müssen noch konsequenter für die Vertreibung der Fraktionsma­cher aus den revolutionären Reihen und für die Ausmerzung des Sektie­rertums kämpfen.

Was müssen wir tun, um das Sektierertum erfolgreich zu bekämpfen?

Erstens sollen sich alle Partisanen und Jungkommunisten wie auch Mitglieder der anderen revolutionären Organisationen fest die revoluti­onäre Weltanschauung zu eigen machen.

Wer sich nicht mit der revolutionären Weltanschauung zuverlässig ausgerüstet hat, ist unfähig, das Sektierertum erfolgreich zu bekämpfen und dessen Verbreitung zu verhindern. Bei Menschen, die von der revolu­tionären Weltanschauung nicht überzeugt sind, finden die Ideen des Sek­tierertums stets fruchtbaren Boden. Keine konterrevolutionären Ideen werden denjenigen etwas anhaben können, die das Ziel und die Richtig­keit des revolutionären Kampfes klar erkannt haben und bereit sind, der großen revolutionären Sache auf ewig treu zu bleiben. Deshalb müssen wir die Partisanen, die Jungkommunisten und andere Teile der revolutio­nären Massen noch energischer mit Kenntnissen des Marxismus­Leninismus und der Linie der koreanischen Revolution ausrüsten. Auf diese Weise müssen wir alle Partisanen, Jungkommunisten und Mitglie­der der anderen revolutionären Organisationen darauf vorbereiten, daß sie bei jeder Frage immer vom revolutionären Standpunkt aus exakt urteilen können und unter beliebigen schwierigen Bedingungen unerschütterlich für die Interessen der Revolution kämpfen.

Zweitens müssen wir alle Partisanen, Jungkommunisten und die brei­ten revolutionären Massen zum aktiven Kampf gegen das Sektierertum mobilisieren.

Die größte Kraft, die imstande ist, das Sektierertum auszumerzen, sind die revolutionären Massen. Ihrem Blick kann niemand entgehen. Mögen die Fraktionsmacher noch so hinterhältige Methoden anwenden, sie werden den Boden unter den Füßen verlieren, wenn alle Partisanen, Jungkommunisten und die revolutionären Massen die Umtriebe dieser Elemente wachsam verfolgen und sich einmütig zum Kampf für die Be­seitigung des Sektierertums erheben. Folglich müssen wir im Interesse der erfolgreichen Bekämpfung des Sektierertums allen Partisanen, Jungkom­munisten und Mitgliedern der anderen revolutionären Organisationen gründlich die Schädlichkeit des Sektierertums und die Bedeutung seines Ausmerzens darlegen, ihnen die Methoden der Fraktionstätigkeit erläutern und sie tatkräftig zum Kampf gegen das Sektierertum aufrufen.

Unter dem Vorwand, gegen „Minsaengdan“ aufzutreten, begehen die Fraktionsmacher jetzt hartnäckig sektiererische Handlungen. Angesichts dieser Situation sollten die Massen ausführlich über die hinterhältigen Methoden dieser Elemente und deren Verbrechen aufgeklärt und dies mit dem Kampf gegen „Minsaengdan“ in Verbindung gebracht werden. So müssen wir erreichen, daß die breiten revolutionären Massen „Min­saengdan“ richtig bekämpfen und gleichzeitig die Fraktionsmacher, die unter dem Vorwand, die „Minsaengdan“ unschädlich zu machen, verab­scheuungswürdige sektiererische Tätigkeit betreiben, rechtzeitig entlar­ven und gegen sie unversöhnlich vorgehen.

Drittens muß der Kampf gegen die Fraktionsmacherei in enger Ver­bindung mit der Festigung der revolutionären Reihen organisiert und entfaltet werden.

Die Hauptursache, weshalb das Sektierertum in der Vergangenheit nicht beseitigt wurde und sich lange Zeit in der kommunistischen Be­wegung unseres Landes halten konnte, besteht in der Schwäche der kommunistischen Reihen. Wenn wir richtige Lehren aus dieser bitteren Tatsache ziehen und unsere revolutionären Reihen in bezug auf ihre Klassenstruktur noch mehr festigen und ein zuverlässiges Rückgrat schaffen, wird unser Kampf für die Beseitigung der Fraktionsmacherei erfolgreicher sein. Deshalb müssen wir die besten Vertreter der Arbei­ter, Bauern und insbesondere der Jugend, die neue Generation, die von der Fraktionsideologie nicht infiziert ist, in breitem Maßstab in die anti­japanische Partisanenarmee und den Kommunistischen Jugendverband aufnehmen, um die Zusammensetzung der revolutionären Reihen stän­dig zu verbessern und ein zuverlässiges Rückgrat der Revolution zu schaffen.

Gleichzeitig müssen wir uns sorgfältig mit dem Werdegang und der sozialen Herkunft dieser Vertreter vertraut machen und ihre tägliche Arbeit kontrollieren und auf dieser Grundlage Funktionäre für die revo­lutionäre Armee auswählen. Wir dürfen denjenigen nicht auf den Leim gehen, die Scheinaktivität in der Arbeit zeigen oder nur mit Worten ihre Schuld bekennen, wie das die Fraktionsmacher tun. Wir müssen den besten Vertretern der Arbeiter, der leibeigenen und Kleinbauern, die aufrichtig revolutionär tätig sind, verantwortungsvolle Aufgaben stellen, sie unablässig erziehen und stählen und ihnen kühn Leitungsfunktionen in der revolutionären Armee übertragen. Es gilt, möglichst viele Vertre­ter der Arbeiter sowie der leibeigenen und Kleinbauern zu Kadern vor­zubereiten und zu stählen, damit das Sektierertum erfolgreich bekämpft werden kann.

Viertens müssen wir uns vor linken und rechten Abweichungen im Kampf gegen die Fraktionsmacherei hüten. Diesen Kampf sollten wir prinzipienfest, in Übereinstimmung mit den Interessen der Revolution führen.

Vor allem dürfen wir keine linken Abweichungen begehen. Unter Berufung auf den Kampf gegen die Fraktionsmacherei dürfen wir nicht alle, die in der Vergangenheit an der sozialistischen Aufklärungs- und der kommunistischen Bewegung teilgenommen haben, über einen Kamm scheren. Unter denen, die seinerzeit mit der kommunistischen Bewegung zu tun hatten, befinden sich viele, die die sektiererische Tä­tigkeit der Anführer des Fraktionsstreites nicht rechtzeitig erkannten, unbeabsichtigt unter ihren Einfluß gerieten und sich zeitweilig in den Strudel des Fraktionsgezänks hineinziehen ließen. Wenn wir sie mit den Fraktionsmachern in einen Topf werfen, werden wir viele Menschen verlieren, mit denen wir uns zusammenschließen können.

Wir müssen ferner selbst diejenigen auf unsere Seite ziehen und erzie­hen, die einst zwar direkt am Fraktionsstreit teilgenommen haben, aber jetzt ehrlichen Herzens ihre Vergehen bereuen und sich bereit erklären, selbstlos und konsequent für die Revolution zu kämpfen.

Vorübergehende Fehler, die Funktionäre im Prozeß ihrer Tätigkeit machten, haben wir nicht mit den konterrevolutionären Handlungen der Sektierer gleichzusetzen. Es darf nicht vorkommen, diese Funktionäre willkürlich als Sektierer abzustempeln und abzulehnen.

Außerdem müssen wir uns im Kampf gegen die Fraktionsmacherei stets vor rechten Abweichungen hüten.

In einigen revolutionären und KJV-Organisationen wurden die hinter­hältigen Umtriebe der Fraktionsmacher nicht erkannt. In diesen Organisa­tionen glaubt man den Worten der Sektierer, daß die „Fraktionsmacher bereits vollständig vertrieben“ seien und der weitere Kampf gegen das Sektierertum die Geschlossenheit der revolutionären Reihen schwäche, weshalb man dort den Kampf gegen die Fraktionsmacherei unterschätzt. Das sind unverzeihliche rechte Abweichungen. Wir müssen klar erken­nen, daß diese Fehler auch mit den schändlichen Handlungen der Sektie­rer Zusammenhängen. Es ist notwendig, sektiererische Erscheinungen aufmerksam zu verfolgen und das Sektierertum organisiert scharf zu be­kämpfen.

Wir müssen auch gegenüber den Diversionsakten des Feindes hohe Wachsamkeit walten lassen, die die revolutionären Reihen von innen her zu spalten und zu unterwandern trachten. Immer wenn es zu einem ideologischen Kampf in den revolutionären Reihen kommt, versuchen die Feinde in der böswilligsten und übelsten Weise, sie von innen her zu entzweien und zu unterhöhlen. Im Kampf mit dem Sektierertum dürfen wir uns folglich von verschiedenen Verfälschungen des Feindes nicht in die Irre führen lassen. Immer wenn wir Material auswerten, müssen wir äußerste Vorsicht bekunden und gegenüber allen Dingen dieser Art im höchsten Grade wachsam sein.

Wir müssen den Kampf gegen das Sektierertum mit dem Ringen um die Durchsetzung unserer revolutionären Linie eng verbinden. Unsere gesamte Tätigkeit haben wir der konsequenten Befolgung der Linie der koreani­schen Revolution unterzuordnen und einen beharrlichen Kampf für die vollständige Ausmerzung der Ideologie des Feudalismus und Kapitalismus, des Egoismus, des Strebertums und aller anderen schädlichen ideologischen Tendenzen und der fehlerhaften Arbeitsweise zu entfalten, die die Durch­setzung dieser revolutionären Linie behindern. Auf diesem Wege müssen wir den Fraktionsmachern den Boden unter den Füßen entziehen und unse­re Revolution kraftvoll vorantreiben.

Das Ringen um die Beseitigung der Fraktionsmacherei ist schwierig und ernst, was nicht kurzfristig bewältigt werden kann.

Alle Kommunisten und Revolutionäre müssen den Kampf gegen die Fraktionsmacherei mit allem Nachdruck und aller Entschlossenheit füh­ren, bis das Sektierertum vollständig beseitigt ist, um unsere revolutio­nären Kräfte in eine Abteilung wirklicher Revolutionäre zu verwandeln, die durch die Einheit im Denken und Wollen fest zusammengeschweißt ist.

Mit der Überwindung der Fraktionsmacherei und der Festigung der

Einheit und Geschlossenheit der revolutionären Reihen müssen wir die Gründung einer revolutionären marxistisch-leninistischen Partei bestens vorbereiten, die heilige Sache, die Wiedergeburt des Vaterlandes, mit Er­folg verwirklichen und unsere edle Mission, die uns von dem Vaterland und der Nation auferlegt wurde, in Ehren erfüllen.