7. Dezember 1945 // Reden
Kim Il Sung // Für einen aktiven Beitrag der Schüler zum Aufbau des demokratischen Vaterlandes

Für einen aktiven Beitrag der Schüler zum Aufbau des demokratischen Vaterlandes

7. Dezember 1945

Rede auf einer großen Vortragsversammlung für die Schüler der Mittel- und höheren Schulen Pyongyangs


Quelle: Kim Il Sung, Gesammelte Werke, Band 1


Freunde!

Hier haben sich ausschließlich Schüler versammelt. Schülern bin ich sehr zugetan. Schon lange wollte ich mich mit euch treffen und unter­halten, doch war ich zu beschäftigt. Heute hat sich mir endlich eine Ge­legenheit dazu geboten.

Alle nennen mich heute Feldherrn, halten mich für etwas Besonderes; aber ich bin ein einfacher Mensch. Ich bin auf dem Lande aufgewachsen, mein Lebensweg unterscheidet sich in nichts von dem eines einfachen Menschen. Ich war früher auch einmal Schüler, so wie ihr, ging zur Schu­le und lernte mit Unterstützung meiner Kameraden und unserer ganzen Nation. Deshalb verstehe ich sehr gut, was in einem Schüler vorgeht.

In der Schulzeit denkt wohl jeder junge Mensch immer an seine künftige Perspektive, schaut mit großen Hoffnungen in die Zukunft. Ich glaube, daß auch ihr sicherlich voller Hoffnung von der Zukunft träumt. Die Erlebnisse aus der Schulzeit behält man noch sehr lange im Gedächtnis. Ich frische heute noch Erinnerungen an meine Schul­zeit auf, in der ich mir auch beim Lernen Gedanken über das Schicksal Koreas machte. Immer, wenn ich mich jener Tage erinnere, sehe ich darin den Sinn des Lebens.

Doch heute möchte ich euch sagen, welche Aufgaben in der nächsten Zeit vor den lernenden Jugendlichen stehen, die mit großen Zukunfts­plänen lernen.

In unserer Gesellschaft gibt es heute drei Hauptkräfte – die Arbeiter, die Bauern und die Intelligenz. Um einen neuen, demokratischen Staat aufzubauen, müssen wir diese drei Kräfte unbedingt fest zusammen­schließen. Andernfalls können wir die projapanischen Elemente, die Lan­desverräter und anderen Reaktionäre nicht besiegen und den Aufbau des Staates nicht forcieren. Deshalb ist die Geschlossenheit unserer Arbeiter, Bauern und der Intelligenz heute zur grundlegenden Aufgabe für die Neugestaltung des Vaterlandes geworden.

Der feste Zusammenschluß der Intelligenz selbst und die aktive Mo­bilisierung ihrer Kenntnisse und Fähigkeiten sind von äußerst großer Bedeutung für den Aufbau eines neuen, demokratischen Korea. Die In­telligenz muß all ihre Kräfte dafür einsetzen, besonders gilt das für die gebildete Jugend, die am Aufbau unseres Staates aktiv teilnehmen muß.

Die junge Intelligenz zeichnet sich dadurch aus, daß sie allem Neuen gegenüber besonders aufgeschlossen und von hohem revolutionärem Geist erfüllt ist, eine neue Gesellschaft aufzubauen, und daß sie von pat­riotischem Enthusiasmus durchdrungen ist, mit ihren Kenntnissen zur Entwicklung des Landes und zum Gedeihen der Nation beizutragen. Deshalb kann sie eine überaus große Rolle im revolutionären Kampf und beim Aufbau der Wirtschaft und Kultur des Landes spielen.

Ihr, Schüler, seid jung und wissend, solltet euch tatkräftiger als alle anderen für den Aufbau eines neuen Staates einsetzen. Ihr seid die neue Generation, die das künftige Schicksal des Landes auf ihren Schultern tragen soll. Ihr solltet große Anstrengungen unternehmen, um zu einer Stütze beim Aufbau eines neuen, demokratischen Korea zu werden, zu würdigen Erbauern, die die Verantwortung für das Schicksal eures Lan­des tragen.

Liebe Freunde! Ihr seid voller überschäumender Energie.

Euch, die ihr vom brennenden Wunsch erfüllt seid, für die Gerech­tigkeit zu kämpfen, ohne Opfer zu scheuen, werde ich in aller Offenheit die Situation unseres Landes darlegen.

Wir haben die japanischen imperialistischen Eroberer bereits aus un­serem Heimatland vertrieben und damit endlich die große historische Sache, die Wiedergeburt des Vaterlandes, verwirklicht. Das vollzog sich durchaus nicht im Selbstlauf. Gewisse Leute nennen die Befreiung unse­res Landes heute eine „unblutige Revolution“. Das ist keinesfalls so. Unser Volk führte über viele Jahre einen blutigen Kampf zur Wieder­gewinnung seines Heimatlandes, das die japanischen Imperialisten ge­raubt hatten. Die wahren Kommunisten Koreas kämpften heldenhaft mit der Waffe in der Hand und vergossen Ströme von Blut, um die Kolonial­herrschaft des japanischen Imperialismus zu stürzen und die Wiederge­burt des Vaterlandes zu erringen.

Das Vaterland ist befreit, doch haben wir seine vollständige Unab­hängigkeit noch nicht errungen. Etwa vier Monate sind seit der Befrei­ung des Landes vergangen, doch jener souveräne und unabhängige Staat, den unser Volk so brennend herbeisehnt, wurde noch immer nicht geschaffen.

Für uns Erbauer des neuen Korea ergeben sich viele Schwierigkeiten. Es gibt jetzt viele Leute, die nicht wissen, welchen Weg unser Korea beschreiten muß. Sie schauen nach allen Seiten, nach Norden, Süden, Westen, Osten, um ihren Weg zu finden. Ihr ideologisches Niveau ent­spricht, um es im Schülerjargon zu sagen, kaum dem eines Schülers der ersten Klasse. Unser Land befindet sich heute tatsächlich sozusagen in der Lage einer gerade eben zusammengestellten Armee, die nur aus neu einberufenen Rekruten besteht.

Daß sich in unserem Land diese Lage herausgebildet hat, ist haupt­sächlich darauf zurückzuführen, daß es bei uns in der Vergangenheit keine revolutionäre Partei gab. 1925 wurde die Kommunistische Partei gegründet, doch sie wurde 1928 aufgelöst, weil sich die Repressalien der japanischen Imperialisten verstärkten, zudem noch in dieser Partei revolutionäre Prinzipien fehlten und es viel Fraktionskampf gab. Da­nach rangen die koreanischen Kommunisten standhaft um die Neugrün­dung der Partei, doch war es ihnen bis zur Befreiung des Landes nicht möglich, eine einheitliche Partei zu bilden. Dadurch blieben die Massen unorganisiert und konnten keine richtige politische Erziehung und Stäh­lung unter der Führung einer revolutionären Partei erhalten.

Unter diesen Bedingungen einen Staat aufzubauen, ist natürlich schwer. Wir müssen jedoch alle Schwierigkeiten um jeden Preis kühn überwinden und ein neues Korea ins Leben rufen.

Unsere aktuellste Aufgabe besteht heute darin, die Überreste des ja­panischen Imperialismus konsequent auszurotten.

Die japanischen imperialistischen Eroberer betrieben nach der Okku­pation Koreas eine brutale Kolonialpolitik und säten überall in unserem Land die Keime ihrer giftigen Ideologie. Deshalb gibt es auch jetzt noch viele Überreste aus jener Zeit. In unserem Land wurden die japanischen imperialistischen Aggressoren entwaffnet, ihre kolonialen Herrschaftsor­gane vernichtet, aber noch immer gibt es projapanische Elemente und ideologische Überbleibsel des japanischen Imperialismus.

Die japanischen Imperialisten legten erst in jüngster Zeit die Waffe aus der Hand, was nicht bedeutet, daß sie schon völlig vernichtet wären. Sie selbst und ihre aggressive Ideologie existieren nach wie vor. Das mag euch sicherlich gut bekannt sein.

Ich möchte ein Beispiel dafür anführen.

Nach der Befreiung des Landes kehrten wir nach Pyongyang zurück. Da sahen wir über dem Haus eines Japaners, der am lautesten verkündet hatte, daß sein Land das stärkste der Welt sei, die Flagge unseres Landes wehen. Wir fragten ein Kind aus dem Haus, warum die koreanische Flagge gehißt wurde. Es antwortete uns: „Man sagt, wir mußten jetzt die Flagge Koreas hissen, werden doch in Zukunft wieder die japanische Flagge aufziehen.“ Schon in dieser Antwort erkannten wir klar, daß die japanischen Imperialisten noch immer nicht ihre Eroberungsziele aufge­geben haben, sich Korea und China erneut einzuverleiben und danach ganz Asien.

Unter diesen Bedingungen müssen wir darum kämpfen, daß die Über­reste des japanischen Imperialismus beseitigt werden. Wenn wir sein Erbe nicht konsequent überwinden, werden wir nicht imstande sein, einen sou­veränen und unabhängigen demokratischen Staat aufzubauen, und unser Land kann erneut von den Imperialisten geraubt werden.

Wir müssen vor allem die bei uns noch vorhandenen Kräfte des japani­schen Imperialismus konsequent ausschalten. Die ehemaligen Helfershel­fer der japanischen Imperialisten halten sich jetzt unter den Volksmassen versteckt und greifen zu allen nur möglichen volksfeindlichen Umtrieben.

Deshalb ist es unsere Pflicht, verstärkt gegen die Handlanger der japani­schen Imperialisten zu kämpfen, die in der Vergangenheit diese gehor­samst unterstützten und sie auch künftig unterstützen wollen.

Außerdem müssen wir die ideologischen Überreste des japanischen Imperialismus im Bewußtsein der Menschen ausmerzen. Da sich unser Volk früher viele Jahre unter dessen Kolonialherrschaft befand, sind im Bewußtsein alle ideologischen Überreste aus jener Zeit erhalten geblie­ben. Unter diesen Bedingungen haben wir energisch diese ideologischen Überreste zu bekämpfen.

Zum Ausrotten dieses ideologischen Erbes ist das Nationalbewußt­sein des Volkes zu erhöhen. Dazu müssen wir unter den Massen eine Erziehungsarbeit intensivieren und somit erreichen, daß das ganze Volk mit großem Nationalstolz und hoher nationaler Würde am Kampf gegen die ideologischen Überreste des japanischen Imperialismus teilnimmt.

Natürlich können all diese Rudimente keinesfalls binnen weniger Tage vollständig beseitigt werden. Dafür ist das ganze Volk zu mobilisieren und hat man einen unermüdlichen Kampf zu entfalten. Das ganze Land, von der einzelnen Familie bis hin zu den Parteien und gesellschaftlichen Organisationen, muß ständig und beharrlich gegen die Überreste des ja­panischen Imperialismus auftreten. Unsere lernenden Jugendlichen sind verpflichtet, in der vordersten Reihe des Kampfes gegen die noch vor­handenen Kräfte des japanischen Imperialismus und seine ideologischen Überreste zu stehen.

Wir müssen so schnell wie möglich diese Überreste überwinden, eine Staatsmacht errichten, die das koreanische Volk wünscht, die Wirtschaft und Kultur aufbauen und damit eine neue Gesellschaft schaffen, in der dem ganzen Volk ein glückliches Leben beschieden ist. Auf diesem Wege sind die volle Souveränität und Unabhängigkeit, das Erblühen unseres Landes und unserer Nation zu erreichen.

Unsere ganze Nation muß sich zum verstärkten Kampf gegen die Überreste des japanischen Imperialismus und für den erfolgreichen Auf­bau eines neuen, demokratischen Korea fest vereinen. Wenn sie sich nicht zusammenschließt und jeder nur für sich handelt, wird es nicht möglich sein, alle Schwierigkeiten auf unserem Weg nach vorn zu überwinden und die große Sache, den Aufbau des Staates, zu vollenden.

Doch dürfen wir uns unter dem Vorwand der gesamtnationalen Ein­heit keinesfalls auf einen prinzipienlosen Zusammenschluß einlassen. Wir müssen mit allen patriotisch gesinnten Menschen zusammenhalten, mit Ausnahme der Helfershelfer des japanischen Imperialismus, der Na­tionalverräter und anderen Reaktionäre, die die Interessen des Volkes verraten haben.

Die Reaktionäre unternehmen jetzt heimtückische Versuche, die Einheit unseres Volkes zu unterminieren und unsere Nation zu entzwei­en. Ein deutlicher Beweis dafür war der jüngste Schülerzwischenfall in Sinuiju.

Als man mir mitteilte, daß es zu Unruhen unter den Schülern in Sinuiju gekommen ist, fuhr ich unverzüglich dorthin. An Ort und Stelle fragte ich die Schüler, aus welchem Grund sie sich zu solchen Handlungen hinrei­ßen ließen. Die Antwort lautete, daß sie über nichts im Bilde waren und solche Handlung begingen. Es stellte sich heraus, daß dieser Zwischenfall nicht von den Schülern verursacht worden war, sondern von den Reaktio­nären, die hinter den Kulissen ehrliche Schüler dazu aufgehetzt hatten.

Es ist sehr bedauerlich, daß sich dieser Zwischenfall gerade in einer Zeit ereignete, in der sich unsere ganze Nation zusammenschließen und am Aufbau des Staates beteiligen muß. Der Schülerzwischenfall in Sinuiju zeigt, daß sich unsere Nation noch nicht zusammengeschlossen hat. Das ist eine Schande für unsere Nation.

Es erübrigt sich, darauf einzugehen, welch eine Schandtat dieses Er­eignis in der Anfangszeit des Aufbaus unseres Staates ist, kam es dabei doch so weit, daß sich Landsleute, Menschen einer Nation, gegenseitig bekämpften. Die Urheber dieser Schülerunruhen handelten zutiefst reakti­onär mit dem Ziel, die nationale Geschlossenheit zu unterminieren und die Errichtung eines souveränen und unabhängigen demokratischen Staa­tes in unserem Land zu verhindern. Dies unterscheidet sich schließlich überhaupt nicht von den Handlungen jener Landesverräter, die in der Vergangenheit das Vaterland an die japanischen Imperialisten verkauften.

Ihr müßt entschlossen gegen derartige Reaktionäre, die die Geschlos­senheit unseres Volkes und den Aufbau des Staates behindern, vorgehen und aktiv für das Vaterland und die Nation, für die werktätigen Massen kämpfen.

Die Schuljugend muß eine richtige Vorstellung auch von der KP haben.

Unter unseren einfachen Menschen kursiert das Gerücht, daß die KP schlecht wäre. Es wird von Reaktionären und einigen Leuten verbreitet, die den Begriff „Kommunismus“ falsch auslegen. Der Kommunismus ist eine Ideologie, die es sich zum Ziel setzt, eine Gesellschaft aufzu­bauen, in der die Volksmassen frei, glücklich und wohlhabend leben können. Deshalb habe ich den Kommunismus schon seit meiner Kind­heit immer unterstützt.

Als Schüler habe ich viel über die Ungerechtigkeit einer Gesellschaft nachgedacht, in der der Mensch durch den Menschen unterdrückt und ausgebeutet wird, und meine Entschlossenheit gestärkt, für die Freiheit und das Glück des Volkes zu kämpfen. Auch ihr würdet so denken, hät­tet ihr mehr Bücher gelesen und euch genauer in den gesellschaftlichen Erscheinungen zurechtgefunden. Die KP ist die progressivste und revo­lutionärste Partei, die gegen jede Art von Ausbeutung und Unterdrü­ckung und für den Aufbau einer neuen, demokratischen Gesellschaft kämpft, in der das ganze Volk in Glück und Wohlstand lebt.

Wie kann man da die KP schlecht nennen? Natürlich gab es eine Hand voll unzuverlässiger Elemente, die den Namen der KP mißbrauch­ten, um ihren dunklen Geschäften nachzugehen. Aber es ist falsch, nur deshalb die KP abzulehnen. Kaum daß wir der Kindheit entwachsen waren, haben wir bis zum heutigen Tag für das Vaterland und das Volk gekämpft. In diesem Ringen haben wir uns aus eigener Erfahrung zu­tiefst davon überzeugen können, daß die KP ganz und gar nicht schlecht ist und daß kein vollständig souveräner und unabhängiger demokrati­scher Staat aufgebaut werden kann, wenn sie nicht die absolute Unter­stützung des ganzen Volkes erhält.

Ohne die kluge Führung durch die KP ist es in keinem Fall möglich, die Revolution zum Sieg zu führen. Dies zeigen die historischen Ereig­nisse in unserem Land mit aller Deutlichkeit.

Nehmen wir zum Beispiel den Aufstand am 1. März 1919. Dies war ein gesamtnationaler antijapanischer Kampf. Als dieser Aufstand auf­flammte, waren alle Menschen der Welt von ihm begeistert. Damals riefen die Koreaner in allen Teilen des Landes: „Es lebe die Unabhän­gigkeit!“ und kämpften mutig gegen den japanischen Imperialismus. An diesem Kampf nahm die ganze Nation teil, und doch erlitt dieser Aufstand eine Niederlage. Worin liegt die Ursache für sein Scheitern? Natürlich darin, daß dieser Aufstand keine internationalistische Unterstützung er­hielt; doch die Hauptursache für die Niederlage liegt trotz allem darin, daß diese Bewegung unorganisiert, spontan und verstreut verlief, weil es bei uns zu jener Zeit keine revolutionäre Partei des Proletariats gab, die die revolutionäre Bewegung der Massen hätte richtig führen können.

Auch nach der Niederlage dieses Aufstandes kam es in unserem Land zu zahlreichen antijapanischen Erhebungen der Massen in ihren unterschiedlichen Formen; doch scheiterten all diese Bewegungen dar­an, daß die richtige Führung durch eine revolutionäre Partei des Proleta­riats fehlte.

Die Geschichte dieser revolutionären Bewegungen ist uns eine ernste Lehre: Um einen neuen, demokratischen Staat aufzubauen, müssen die Massen unter der einheitlichen Führung einer revolutionären Partei or­ganisiert sein, wobei diese Partei von den Massen selbst unbedingt aktiv unterstützt werden muß.

Einige Menschen haben jetzt eine falsche Vorstellung von der KP und keine gute Meinung von ihr. Dies hängt hauptsächlich damit zu­sammen, daß sich in die Partei einige üble Elemente einschleichen konnten, die nur ihre Gewinnsucht zu befriedigen und ihren Einfluß zu verstärken suchen. Für unzuverlässige Leute, die die Interessen des Volkes mit Füßen treten, ist in den Reihen unserer KP natürlich kein Platz. Heute, zwei Monate nach der Gründung dieser Partei, nimmt die Zahl der wahren Parteimitglieder, der aktiven Kämpfer für das Volk, von Tag zu Tag zu und verstärkt sich der Kampf für die Festigung der Partei, so daß alle unzuverlässigen Elemente, die in die Partei einge­drungen sind, in naher Zukunft aus ihr vertrieben sein werden.

Ihr müßt eine richtige Vorstellung von der KP haben, sie aktiv unter­stützen und auf dem von ihr gewiesenen Weg festen Schrittes vorangehen.

Es ist wichtig, daß ihr auch von den Volkskomitees eine richtige Vorstellung habt.

Die Volkskomitees sind die Machtorgane unseres Volkes. Um ein zentrales Machtorgan zu bilden und ein neues, demokratisches Korea aufzubauen, müssen wir natürlich unsere Kraft zur Stärkung der örtli­chen Volkskomitees und zur Verstärkung ihrer Rolle einsetzen.

Die in verschiedenen Gegenden des Landes bestehenden Volkskomi­tees wurden nicht unter Mitwirkung des ganzen Volkes gewählt, weil sich nach der Befreiung des Landes eine komplizierte Situation herausgebil­det hatte. Es kann deshalb auch Fälle geben, daß üble Elemente in sie eingedrungen sind. Allein mit dieser Begründung darf man aber nicht ge­gen die Volkskomitees selbst auftreten, sondern man muß diese unzuver­lässigen Subjekte einfach verjagen und diese Komitees mit zuverlässigen Menschen auffüllen. Ihr solltet die Organe der Volksmacht unterstützen und beharrlich zu ihrer Stärkung beitragen.

Auch von den Sicherheitsorganen solltet ihr eine richtige Vorstellung haben.

Unsere Sicherheitsorgane haben die Aufgabe, Leben, Hab und Gut des Volkes zu schützen und die öffentliche Ruhe und Ordnung zu si­chern und für dessen glückliches Leben zu arbeiten. Wenn die Hand­lungsweise einzelner Mitarbeiter der Sicherheitsorgane dieser Mission des Sicherheitsorgans widerspricht, so empfiehlt es sich, Schritte zur Behebung der Mängel einzuleiten. Die Sicherheitsorgane selbst rund­weg als negativ abzustempeln ist falsch. Wir müssen dafür sorgen, daß die Besten in die Sicherheitsorgane aufgenommen werden, und ihnen helfen, ihre Tätigkeit richtig auszuüben.

Um zum Aufbau eines neuen Korea aktiv beizutragen, müssen die Schüler einen fundierten politischen Gesichtskreis haben. Die Reaktio­näre versuchen in jeder nur denkbaren Weise und mit den schmutzigsten Tricks, unsere Funktionäre, die um den Aufbau des Staates ringen, in Mißkredit zu bringen. Wenn sie unter diesen Bedingungen keinen festen politischen Standpunkt beziehen, können sie auf die betrügerischen Tricks der Reaktionäre völlig hereinfallen. Sie dürfen sich auf keinen Fall von der Reaktion betrügen lassen, die verbissen nach persönlichem Vorteil strebt und wütende Versuche unternimmt, um den Aufbau des Staates zu verhindern. Deshalb solltet ihr beharrlich um die Erhöhung eures politischen Bewußtseins ringen, auf der Grundlage eines großen politischen Gesichtskreises jede beliebige Frage exakt analysieren und einschätzen und eine richtige Position beziehen.

Eine wichtige Aufgabe, die vor den lernenden Jugendlichen heute steht, ist die aktive Beteiligung an der Erziehungsarbeit unter den Massen.

Um den Staat erfolgreich aufzubauen, müssen wir unbedingt die breiten Volksmassen gründlich wachrütteln und aufklären. Wir müssen die Erziehungsarbeit unter den Massen verstärken, damit das Volk den künftig zu beschreitenden Weg Koreas und unsere revolutionären Auf­gaben deutlich erkennt. Nur dann wird es bewußt an der Schaffung des neuen Staates teilnehmen und mit vollem Einsatz seiner Kräfte und sei­nes Wissens für das neue Korea kämpfen.

Deshalb dürft auch ihr als die Vertreter der gebildeten Jugend nicht abseits stehen und euch nicht mit der Losung begnügen: „Es lebe die Unabhängigkeit!“, sondern müßt für die Schaffung eines progressiven, demokratischen Staates aktive Erziehungsarbeit unter den Massen leis­ten. Ihr solltet in die Betriebe und auf die Dörfer gehen, die Massen an Ort und Stelle Lesen und Schreiben lehren und ihnen überzeugend pro­pagieren und erklären, welcher Staat bei uns im Lande aufgebaut wer­den muß und was für den erfolgreichen Aufbau dieses Staates zu tun ist. Auf diese Weise ist zu erreichen, daß sich die Volksmassen einmütig an der Gestaltung des neuen Korea beteiligen.

Liebe Schüler!

Vor den lernenden Jugendlichen steht heute eine sehr große revolutio­näre Aufgabe. Um dieses schwere, aber ehrenvolle Vorhaben erfolgreich bewältigen zu können, das der Aufbau eines neuen Korea der lernenden Jugend überträgt, muß sie sich eng zusammenschließen.

Die ganze lernende Jugend ist verpflichtet, sich fest unter dem Ban­ner des DJV zusammenzuschließen und all ihre Kräfte einzusetzen, um den Aufbau eines neuen, demokratischen Vaterlandes zu unterstützen.

Ich hoffe, daß ihr zusammen mit uns im Kampf für den Aufbau eines souveränen und unabhängigen demokratischen Staates festen Schrittes vorangehen werdet.