22. Dezember 1945 // Artikel
Kim Il Sung // Zur Frage der nationalen Einheitsfront

Zur Frage der nationalen Einheitsfront

22. Dezember 1945

Vorlesung auf einem politischen Seminar, das auf Initiative der demokratischen Jugendorganisation organisiert wurde


Quelle: Kim Il Sung, Gesammelte Werke, Band 1


Ich möchte heute darüber sprechen, warum eine nationale Einheits­front für die Revolution unseres Landes notwendig ist und auf welchem Wege sie gegründet werden soll.

Für den Sieg im revolutionären Kampf sind die revolutionären Kräfte zu formieren, wobei die gegebene Situation und das Kräftever­hältnis zwischen den Klassen unbedingt zu berücksichtigen sind. Die Schaffung der Einheitsfront ist eine wichtige Frage der marxistisch­leninistischen Strategie und Taktik zur Gewinnung der Massen und zur Sicherung einer entscheidenden Überlegenheit der revolutionären Kräfte.

Die Bildung einer zuverlässigen nationalen Einheitsfront ist für unser Land gegenwärtig höchst aktuell und ist von entscheidender Bedeutung dafür, ob wir die revolutionären Kräfte fest zusammenschließen und die konterrevolutionären Kräfte konsequent isolieren oder nicht; es ist folg­lich ein grundlegendes Problem, von dessen Lösung der Sieg unserer Revolution abhängt. Aus eben diesem Grund haben wir schon seit lan­gem oft nachdrücklich darauf hingewiesen, wie wichtig die Bildung ei­ner nationalen Einheitsfront ist.

Um bei der heutigen komplizierten äußeren und inneren Situation die Kräfte des ganzen Volkes umfassend für den Aufbau eines neuen, de­mokratischen Korea mobilisieren zu können, müssen wir uns im Klaren darüber sein, worum es sich bei der nationalen Einheitsfront handelt. Das muß besonders unsere Jugend erkennen, die jungen Erbauer des Staates.

1. Der Charakter der Revolution in unserem Land

Wenn wir die Frage der nationalen Einheitsfront erörtern, müssen wir – ebenso wie bei allen anderen politischen Fragen – vor allem von der Analyse des Charakters unserer Gesellschaft ausgehen. Nur dann werden wir die Notwendigkeit und Bedeutung der nationalen Einheits­front in unserem Land klar erkennen und sie entsprechend den Erforder­nissen unserer Revolution organisieren können.

Was versteht man also unter der heutigen koreanischen Gesellschaft?

Unsere Gesellschaft, die sich gerade erst aus der Kolonialherrschaft des japanischen Imperialismus befreite, ist eine halbfeudale Gesell­schaft, in der noch zahlreiche Überbleibsel am Leben sind, die wir als Erbe vom japanischen Imperialismus und Feudalismus übernehmen mußten.

Bekanntlich hielten die japanischen Imperialisten Korea fast ein halbes Jahrhundert lang besetzt und betrieben eine grausame Kolonialpolitik.

Die Aggressoren des japanischen Imperialismus schufen in Korea ein Generalgouvernement, ein in seiner Grausamkeit in der Weltgeschichte einmaliges despotisches Regime, und herrschten mit barbarischen Me­thoden über unser Volk. Sie überzogen das ganze Territorium Koreas mit einem dichten Netz von Unterdrückungsorganen, Militäreinheiten, Gendarmerie- und Polizeistationen u. a., nahmen dem koreanischen Volk selbst die elementarsten Rechte und Freiheiten, unterdrückten die Koreaner brutal und ermordeten sie bestialisch. Die japanischen Imperi­alisten herrschten in der Tat über ganz Korea mit einem grauenvollen Regime der faschistischen Repressalien und des Schreckens.

Sie, die alle führenden Wirtschaftszweige unseres Landes an sich ge­rissen hatten, fielen wie Raubtiere über unsere kostbaren Naturreichtümer her und machten Korea zu einer Rohstoffbasis und einem Absatzmarkt für Japan. Auf jede nur denkbare Weise bremsten sie die Entwicklung der nationalen Wirtschaft Koreas und beuteten unser Volk hemmungslos aus. Dadurch wurde die Wirtschaft unseres Landes außerordentlich zurückge­worfen, und unser Volk war zu Hunger und Elend verdammt.

In der hinterhältigen Absicht, das koreanische Volk zu ihrem ewigen kolonialen Sklaven zu machen, war die Politik der japanischen Imperialis­ten auch auf brutale Unterdrückung des nationalen Bewußtseins unseres Volkes gerichtet. Sie versuchten krampfhaft, in jeder nur denkbaren Weise unsere alte Geschichte und herrliche Nationalkultur auszulöschen, dem ko­reanischen Volk ein koloniales Bildungssystem aufzuoktroyieren und auch psychologisch zu versklaven.

Mit dieser brutalen Kolonialpolitik auf allen Gebieten der Politik, Wirtschaft und Kultur hemmten die japanischen Imperialisten die ka­pitalistische Entwicklung unseres Landes ganz erheblich. Wenn sie irgend etwas in Korea entwickelt haben, dann nur im Interesse ihrer Kolonialherrschaft und Ausplünderung des koreanischen Volkes.

Daß heute in unserem Land feudale Produktionsverhältnisse herr­schen und Korea eine halbfeudale Gesellschaft ist, hat seine Ursache im Charakter des japanischen Imperialismus und in seinem aggressiven Wesen. Der japanische Imperialismus ist ja selbst aus keinem hoch ent­wickelten Kapitalismus hervorgegangen, sondern einem Kapitalismus, in dem ebenfalls viele feudale Überreste verblieben waren. Infolgedessen konnte der japanische Imperialismus auch den Kapitalismus in Korea nicht allseitig entwickeln. Um ihre Kolonialherrschaft über Korea auf­rechtzuerhalten und zu verstärken, gingen die japanischen Imperialisten bewußt eine Verschwörung mit den feudalen Kräften ein und hielten die feudalen Verhältnisse in unserem Land am Leben. Die Gutsherren und die Kompradorenbourgeoisie waren in unserem Land eine bedeutende soziale Basis für die Kolonialherrschaft der japanischen Imperialisten, die die Entwicklung unserer Gesellschaft verhinderten, indem sie die Überreste der mittelalterlichen Feudalordnung beibehielten und sich ihrer für ihre verstärkte Kolonialherrschaft und Ausbeutung bedienten.

Als Folge dieser Kolonialherrschaft sind in unserem Land bis zum heutigen Tag zahlreiche Überreste des japanischen Imperialismus und Feudalismus noch wirksam. Auf allen Gebieten der Politik, Wirtschaft und Kultur, auch in der Ideologie und Moral unseres Volkes sind diese Überreste recht zählebig, ebenso die der Feudalordnung. Außerdem gibt es noch immer projapanische Elemente, die in der Vergangenheit vom japanischen Imperialismus herangezüchtet wurden, und auch feudale Kräfte haben sich in beträchtlichem Maße erhalten. Die Überreste des japanischen Imperialismus und Feudalismus sind heute ein großer Stör­faktor für die Entwicklung unserer Gesellschaft.

Wenn wir den Charakter der koreanischen Gesellschaft analysieren, müssen wir unbedingt berücksichtigen, daß in Südkorea, in anderem Teil unseres Landes, Truppen des US-Imperialismus stationiert sind, die eine Militäradministration in Südkorea ausüben, die demokratische Bewegung der Volksmassen blockieren und den Feinden unserer Nati­on – den projapanischen Elementen, Landesverrätern und sonstigen Reaktionären – Vorschub leisten.

Wenn wir den Charakter der koreanischen Revolution bestimmen wollen, müssen wir von diesen konkreten, realen Bedingungen unserer Gesellschaft ausgehen.

Die koreanische Revolution befindet sich gegenwärtig auf einer Etap­pe, auf der die Überreste des japanischen Imperialismus und Feudalismus ausgemerzt werden und eine neue, demokratische Gesellschaft aufgebaut wird, d. h. auf der Etappe der antiimperialistischen und antifeudalen de­mokratischen Revolution.

Die koreanische Revolution richtet sich heute gegen die Restkräfte des japanischen Imperialismus, die erneut versuchen, den imperialistischen Kräften freien Lauf zu lassen, und gegen die Lakaien des Imperialismus sowie gegen die feudalen Kräfte, die eine Verschwörung mit ihnen einge­gangen sind. Aufgrund ihrer gemeinsamen Ziele und Interessen haben sich diese beiden Kräfte eng zusammengetan, unterstützen und verteidi­gen sie sich gegenseitig. Die Überreste des japanischen Imperialismus und die Lakaien des Imperialismus sowie die feudalen Kräfte sind gegen die demokratische Entwicklung unseres Landes und greifen zu allen nur denkbaren Machenschaften, um Korea auf einen antidemokratischen Weg zu führen. Sie sind gegen die demokratischen Kräfte und zimmern einen Bund der alten, verrotteten reaktionären Kräfte zusammen, um Zwistig­keiten in unserem Land zu provozieren, und versuchen, im Komplott mit ausländischen aggressiven Kräften unser Volk erneut zu kolonialen Sklaven des Imperialismus zu machen. Wenn wir nicht konsequent die­se beiden reaktionären Kräfte ausmerzen, können wir kein neues Korea gestalten und keinen souveränen und unabhängigen demokratischen Staat aufbauen.

Um die Überreste des japanischen Imperialismus und die Lakaien des Imperialismus sowie die feudalen Kräfte vollständig zu isolieren und verstärkt zu bekämpfen und den grandiosen Aufbau des Staates zu bewältigen, müssen wir die revolutionären Kräfte zuverlässig stärken, indem wir alle patriotischen und demokratischen Kräfte für uns gewin­nen. Aus diesem Grund ergibt sich auch die Notwendigkeit, eine natio­nale Einheitsfront zu bilden.

2. Historische Erfahrungen aus der Bewegung für eine Einheitsfront

Die Frage der Einheitsfront ist durchaus nicht zum ersten Mal aufge­taucht, sie entstand schon lange zuvor; es wurden reiche Erfahrungen in der Bewegung für eine Einheitsfront sowohl innerhalb des Landes als auch auf dem internationalen Schauplatz gesammelt. Zu einer machtvol­len Bewegung der antijapanischen nationalen Einheitsfront kam es in unserem Land seit Anfang der 1930er Jahre unter der Führung wahrer Kommunisten.

Die japanischen Imperialisten, die Korea besetzt hielten, verstärkten Anfang der 1930er Jahre ihre Machenschaften zum Überfall auf das Festland und begannen gleichzeitig, die kommunistische Bewegung und den nationalen Befreiungskampf in Korea noch grausamer zu unterdrü­cken. Gnadenlos unterwarfen sie das koreanische Volk den brutalsten faschistischen Repressalien und der kolonialen Ausplünderung. Das ver­stärkte ganz erheblich die antijapanischen Stimmungen unseres Volkes, so daß die Arbeiter und Bauern, die breiten Volksmassen unseres Lan­des einen noch aktiveren antijapanischen Kampf aufnahmen. Die ent­standene Lage forderte einen engen Zusammenschluß der breiten Volksmassen und machte es notwendig, den antijapanischen nationalen Befreiungskampf auf eine neue Stufe zu heben.

Ausgehend von dieser objektiven Forderung organisierten die wahren koreanischen Kommunisten Anfang der 1930er Jahre be­waffnete Einheiten, nahmen den bewaffneten antijapanischen Kampf auf und setzten sich aktiv für die Schaffung einer antijapanischen nationalen Einheitsfront ein. So schlossen sie die breiten Schichten der patriotisch gesinnten Bevölkerung, die gegen den japanischen Imperialismus war, unter dem antijapanischen Banner zusammen und organisierten und mobilisierten sie zum antijapanischen Kampf. Im Mai 1936 gründeten wir die Liga für die Wiedergeburt des Vaterlandes (LWV) als Organisation für eine antijapanische nationale Einheitsfront. Das war für die Entwicklung der Bewegung für eine antijapanische na­tionale Einheitsfront in unserem Land, die so auf eine neue, höhere Stufe gehoben wurde, von epochaler Bedeutung. Die LWV vereinte die breiten Schichten der antijapanisch gesinnten Massen, die die Wiedergeburt des Vaterlandes herbeiwünschten, aber nicht nur Ar­beiter und Bauern, sondern auch die Intelligenz, mittlere und kleine Gewerbetreibende, Gläubige und Nationalisten. Mit dem Zusam­menschluß breiter Schichten der patriotisch gesinnten Bevölkerung in der LWV konnten wir eine feste Massenbasis für den bewaffneten antijapanischen Kampf schaffen, ihn verstärken und den antijapani­schen nationalen Befreiungskampf in unserem Land insgesamt aus­dehnen und entwickeln.

In den Jahren des bewaffneten antijapanischen Kampfes stellten wir auch die Einheitsfront mit dem chinesischen Volk her. Weil wir uns im­mer fester mit den chinesischen Kommunisten zusammenschlossen, konnten wir auch eine gemeinsame antijapanische Front mit den chinesi­schen antijapanischen Abteilungen bilden, die den Kommunisten bis da­hin feindlich gesinnt waren, und den entschlossenen Kampf gegen den japanischen Imperialismus, den gemeinsamen Feind des koreanischen und des chinesischen Volkes, aufnehmen.

Diese Bewegung für eine Einheitsfront, die sich während des be­waffneten antijapanischen Kampfes entfaltete, ermöglichte es uns, un­schätzbare Erfahrungen zu sammeln, die ein wertvolles Vermögen sind, um die nationale Einheitsfront heute, zu einer Zeit, da wir das Vaterland neu gestalten, zu stärken.

Auch in vielen Ländern Europas und Asiens entwickelte sich die Bewegung der Einheitsfront.

Die nach Frieden und Demokratie strebenden Völker Europas orga­nisierten die Bewegung für eine Einheitsfront schon zu einer Zeit, als die finsteren Kräfte des Faschismus die Welt zu bedrohen begannen. In den Jahren 1933-1935 erhob der Hitlerfaschismus in Deutschland sein Haupt, zur gleichen Zeit erstarkte die faschistische Diktatur Mussolinis in Italien. Die Völker verschiedener Länder Europas bildeten eine Einheitsfront, um sich erfolgreich gegen die Faschisten wehren zu können, die danach trachteten, die Weltherrschaft zu errichten und die Menschheit zu versklaven. Nicht nur in Frankreich und Spanien, ja selbst in Deutschland kämpften die freiheits- und friedliebenden Kräf­te und Organisationen, gestützt auf die Einheitsfront, gegen den Fa­schismus der Nazis.

Die Bewegung für die Einheitsfront entwickelte sich nicht nur in den kapitalistischen Ländern, sondern auch in kolonialen und halbkolonialen Ländern. Die Völker dieser Länder bildeten ihre eigene nationale Ein­heitsfront gegen die weitere Verstärkung der aggressiven Machenschaf­ten der Imperialisten und ihre Kolonialpolitik.

Eine nationale Einheitsfront, die sich gegen eine imperialistische Aggression richtet, wird von der ganzen Nation gebildet. Wenn die Imperialisten eine Aggression gegen andere Länder begehen, so werden nicht nur die Arbeiter, Bauern und anderen Schichten der werktätigen Massen dieser Länder das Opfer von Unterdrückung und Ausbeutung, sondern werden auch die Interessen der ganzen Nation, darunter auch die der nationalen Bourgeoisie, mit Füßen getreten, mit Ausnahme eines verschwindend kleinen Häufleins von Helfershelfern des Imperialismus. Deshalb wird der Kampf gegen die imperialistischen Aggressoren von den Massen unterschiedlicher Bevölkerungsschichten getragen. Die Hauptkräfte im antiimperialistischen Kampf sind selbstverständlich die Arbeiter und Bauern, die konsequenter als irgendwelche Kräfte ande­rer Klassen gegen die Aggressoren kämpfen. Doch nehmen nicht nur Arbeiter und Bauern an diesem Kampf teil, sondern die ganze Nation,

und im Verlauf dieses Kampfes bildet sich eine nationale Einheitsfront heraus.

Die Erfahrungen aus der Bewegung für eine antijapanische nationale Einheitsfront in unserem Land sind dafür ein überzeugender Beweis, ebenso das Beispiel Chinas.

Während der Aggression der japanischen Imperialisten gegen China kämpfte das chinesische Volk mit den vereinten Kräften der ganzen Na­tion gegen die Versuche, das Land in eine Kolonie zu verwandeln. Als der japanische Imperialismus das Territorium in Nordostchina okkupiert hatte und seine Hände nach dem Inneren Chinas ausstreckte, forderte die KP Chinas Kuomintang auf, den Bürgerkrieg unverzüglich zu been­den und die Einheitsfront für den antijapanischen Kampf für die Rettung des Landes herzustellen, und verlangte mit allem Nachdruck, dem chi­nesischen Volk die Rede- und Organisationsfreiheit zu gewähren und Waffen auszuhändigen. Lange Zeit kamen die verbohrten Kuomintang­Reaktionäre dieser Forderung nicht nach, und ihre Politik war darauf gerichtet, sich den Japanern nicht zu widersetzen. Als jedoch die brei­ten Massen der chinesischen Bevölkerung dem Aufruf der KP folgten und forderten, daß die ganze Nation mit geeinten Kräften den antija­panischen Kampf für die Rettung des Landes aufnehmen sollte, waren die Kuomintang-Reaktionäre gezwungen, auf das Verlangen der KP einzugehen. Auf diese Weise kam es in China zur Zusammenarbeit zwischen der KP und der Kuomintang, und es entstand eine antijapani­sche nationale Einheitsfront.

International erhielt die Bewegung für die Einheitsfront einen weite­ren Auftrieb und Impuls durch den Aufruf des VII. Weltkongresses der Komintern, der 1935 stattfand. Mit seinem Appell an die den Frieden und die Demokratie liebenden Völker der ganzen Welt, den gemeinsa­men Kampf gegen den Faschismus angesichts der wachsenden faschisti­schen Gefahr zu verstärken, formulierte Genosse Dimitrow auf diesem Kongreß den Kurs auf die Bildung einer antifaschistischen Volksfront. Diesem Kurs folgend, entwickelte sich international eine breite Bewe­gung der antifaschistischen Volksfront.

Sowohl innerhalb des Landes als auch international gab es also schon lange eine machtvolle Bewegung der Einheitsfront.

3. Die nächsten Aufgaben der koreanischen Revolution und die nationale Einheitsfront

Wie bereits gesagt, befindet sich die koreanische Revolution auf der Etappe der antiimperialistischen und antifeudalen demokratischen Revo­lution. Vor uns stehen in der nächsten Zeit folgende Aufgaben: Wir müssen einen vollständig souveränen und unabhängigen Staat bilden, der in einer Reihe mit allen Ländern der Welt stehen kann, die gegen die Kräfte des Krieges und der Aggression kämpfen und den Frieden und die Freiheit lieben; wir müssen die Folgen der Kolonialherrschaft des japanischen Imperialismus und die feudalen Überreste auf allen Gebie­ten vollständig ausmerzen und um die Sicherung der demokratischen Entwicklung des Landes ringen.

Diese große vor uns stehende Aufgabe, den Aufbau des Staates, kön­nen wir nicht nur mit den Kräften irgendeiner einzelnen Parteigruppie­rung oder einiger Personen bewältigen, das können wir nur dann, wenn wir die breiten Massen dafür richtig organisieren und mobilisieren, wo­bei es unerläßlich ist, alle patriotischen und demokratischen Kräfte eng zusammenzuschließen.

Der Zusammenschluß der breiten Massen ist das entscheidende Unter­pfand für den Sieg der Revolution. Ohne die Massen für uns zu gewinnen und die Überlegenheit der revolutionären Kräfte zu gewährleisten, kann der Vormarsch der konterrevolutionären Kräfte nicht zurückgeschlagen und der Sieg der Revolution nicht errungen werden. Deshalb müssen wir uns in erster Linie stärker für die Gewinnung der breiten Massen für unse­re Sache einsetzen.

Es ist unsere Pflicht, unter dem Banner der Demokratie um den Zu­sammenschluß aller Bevölkerungsschichten zu ringen, die gegen die Überreste des japanischen Imperialismus und die Lakaien des Imperia­lismus sowie gegen die feudalen Kräfte auftreten. Nur so werden wir imstande sein, einen wahrhaft demokratischen Staat aufzubauen, die Überreste des japanischen Imperialismus und Feudalismus auszumer­zen, die Gesellschaft zu demokratisieren und die Wirtschaft des Landes schnell zu entwickeln.

Die japanischen Imperialisten verwüsteten all unsere Betriebe und führten die Landwirtschaft zum Ruin. Infolgedessen sind uns nur lädier­te Betriebe und ausgezehrte Böden geblieben. Diese daniederliegende Wirtschaft mit der Kraft von ein oder zwei Menschen wiederaufzubau­en und zu entwickeln, ist unmöglich, dafür muß das ganze Volk mobi­lisiert werden. Das Ringen um den Wiederaufbau und die Entwicklung der Wirtschaft des Landes, um den Aufbau eines neuen, demokrati­schen Korea muß zu einem Anliegen des ganzen Volkes werden, wir brauchen dafür jede Hilfe – Hilfe durch Arbeit, durch Kenntnisse und in Form von Geld.

Wir bauen den Staat gegenwärtig in einer sehr komplizierten Situati­on auf. Anders als in Nordkorea, rotteten sich in Südkorea heute unter den Fittichen des US-Imperialismus projapanische Elemente, Landes­verräter und sonstige Reaktionäre zusammen, die mit wütendem Haß versuchen, unserem Volk, das sich anschickt, ein neues, demokratisches Korea zu schaffen, Steine in den Weg zu legen. Auch in Nordkorea gibt es noch projapanische Elemente und Landesverräter, die Verbindungen zur südkoreanischen Reaktion unterhalten und die große Sache unseres Volkes, den Aufbau des Staates, unterminieren wollen. Zudem sind Pseudorevolutionäre und Fraktionsmacher, die sich als Patrioten ausge­ben, bestrebt, die Massen zu spalten und das Volk in die Irre zu führen, so daß es nicht weiß, welchen Weg es gehen muß. Diese Umstände zwingen uns, verstärkt für den engen Zusammenschluß aller patrioti­schen und demokratischen Kräfte, die sich ein neues, demokratisches Korea wünschen, in einer nationalen Einheitsfront zu kämpfen.

Die breiten Schichten unserer Bevölkerung sind heute an der antiim­perialistischen und antifeudalen demokratischen Revolution interessiert. Erst dann, wenn diese Revolution vollendet und ein souveräner, unab­hängiger demokratischer Staat aufgebaut sein wird, werden allen Bevöl­kerungsschichten die wahren politischen Rechte und demokratischen Freiheiten garantiert sein, so daß sie glücklich leben werden.

Unter der Kolonialherrschaft des japanischen Imperialismus waren alle Koreaner, mit Ausnahme einer Hand voll projapanischer Elemente und Landesverräter, das Opfer grausamer kolonialer Unterjochung und Ausbeutung durch die japanischen Imperialisten. Ganz zu schweigen von den Arbeitern, Bauern, den Angehörigen der Intelligenz, den klei­nen Händlern und Handwerkern, war auch die nationale Bourgeoisie das Opfer der nationalen Unterdrückung und Erniedrigung durch die japanischen Imperialisten und verspürte am eigenen Leibe, wie sie durch die Umtriebe des japanischen Monopolkapitals ständig in den wirtschaftlichen Bankrott und Ruin getrieben wurde. Kurz gesagt, die ganze Nation bekam zu spüren, wie tragisch das Los eines politisch entmachteten Volkes ist, das in kolonialer Unfreiheit unter dem Joch des Imperialismus lebt.

Dies ist auch die Erklärung dafür, warum heute die ganze Nation, nicht nur die besitzlosen Klassen, sondern auch der patriotisch gesinnte Teil der nationalen Bourgeoisie, gegen die projapanischen Elemente, Landesverräter und anderen Reaktionäre eingestellt ist, die unser Land erneut in eine imperialistische Kolonie zu verwandeln suchen, und die Schaffung eines souveränen und unabhängigen demokratischen Staates auf dem Boden unseres Vaterlandes fordert. Am Aufbau eines neuen, demokratischen Korea können deshalb nicht nur Arbeiter, Bauern und andere Schichten der werktätigen Bevölkerung teilnehmen, sondern auch der patriotisch gesinnte Teil der nationalen Bourgeoisie.

All das beweist, daß die Bildung einer festen nationalen Einheitsfront in unserem Land zu einer dringenden Notwendigkeit geworden ist und wir alle Möglichkeiten haben, diese Front durch den Zusammenschluß der breiten Volksmassen zu bilden.

In einer nationalen Einheitsfront müssen wir alle politischen Kräfte zusammenschließen, die ihr Vaterland und ihre Nation lieben und eine demokratische Entwicklung des Landes wollen.

In unserem Land gibt es unterschiedliche Klassen und Bevölkerungs­schichten – Arbeiter, Bauern, die Intelligenz, Gläubige, Gutsherren und Kapitalisten. Jede dieser Klassen und Schichten ist bestrebt, eine politi­sche Organisation zu haben, die ihre Interessen vertritt. Aus diesem Grund entstanden nach der Befreiung des Landes verschiedene Parteien und gesellschaftliche Organisationen, die weiterhin geschaffen werden. Übrigens hatten früher auch die im Ausland lebenden Koreaner verschie­dene politische Organisationen. Es gab unter ihnen politische Organisati­onen, die die Interessen der Arbeiter, Bauern und Intellektuellen vertraten, aber auch solche, die die Interessen der Gutsbesitzer und Kapitalisten rep­räsentierten. Auch heute, nach der Befreiung, entstanden in unserem Land politische Organisationen der werktätigen Massen und politische Organi­sationen der Gutsbesitzer und Kapitalisten.

Wir sind verpflichtet, mit aller Energie die breiten Schichten der Be­völkerung für die demokratischen Massenorganisationen zu gewinnen und auf diese Weise ein festes Fundament für eine nationale Einheits­front zu legen. Dies gilt insbesondere für die Jugendfunktionäre, die die Linie unserer Partei für die Organisierung eines demokratischen Ju­gendverbandes konsequent durchsetzen und darum kämpfen müssen, daß so schnell wie möglich eine einheitliche Jugendorganisation, ein demokratischer Jugendverband, gegründet und alle patriotisch gesinnten Jungen und Mädchen in ihr vereint werden. Die breiten Schichten der patriotisch gesinnten Bevölkerung sind für die demokratischen Massen­organisationen auf unsere Seite zu ziehen, die Parteien und gesellschaft­lichen Organisationen, die einen völlig souveränen und unabhängigen demokratischen Staat aufbauen wollen, eng um die nationale Einheits­front zusammenzuschließen, und auf diese Weise ist zu erreichen, daß sie ihre Kräfte für die Neugestaltung des Vaterlandes vereinen.

Im Interesse einer festen nationalen Einheitsfront und des Zusam­menschlusses der breiten Schichten der patriotisch gesinnten Bevölke­rung müssen wir vor allem die KP stärken.

Sie ist eine revolutionäre Partei, die die beste politische Linie vertritt, die unserem Volk den Weg erleuchtet; sie kämpft entschlossener als jede andere Partei für die demokratische Entwicklung des Landes, für die Freiheit und das Glück der werktätigen Massen und hauptsächlich für die Arbeiterklasse. Nur wenn wir die KP festigen und ihre führende Rolle verstärken, können wir unsere demokratischen Kräfte zementie­ren, die Volksmassen auf den richtigen Weg lenken und die koreanische Revolution zum Sieg führen.

Früher gab es in unserem Land keine revolutionäre Partei der Arbei­terklasse, die die Volksmassen hätte richtig leiten können. Die KP Ko­reas wurde 1925 gegründet, aber 1928 wegen der Repressalien durch die japanischen Imperialisten und der unseligen sektiererischen Streitereien der Fraktionsmacher aufgelöst. Natürlich wurde die kommunistische Bewegung bei uns im Land auch danach weitergeführt und ständig um die Gründung der KP gerungen, doch war es bis zur Befreiung nicht möglich, sie zu bilden. Weil es keine revolutionäre Partei der Arbeiter­klasse gab, konnten die Massen nicht durch eine einheitliche Führung einer Partei organisiert werden, so daß die antijapanischen Aktionen in unserem Land meist sporadisch aufflammten und folglich zum Scheitern verurteilt waren.

Diese bitteren Lehren aus der Vergangenheit dürfen wir auf keinen Fall vergessen. In der tiefen Erkenntnis, daß es ohne die Führung der KP nicht möglich ist, den Staat erfolgreich aufzubauen und die koreanische Revolution zum Sieg zu führen, müssen wir alle einen aktiven Beitrag zur Stärkung der KP leisten. Somit sind unter Führung der KP alle pat­riotischen und demokratischen Kräfte in einer festen nationalen Einheitsfront zusammenzuschließen und zur aktiven Mitwirkung beim Aufbau eines neuen, demokratischen Korea zu organisieren und zu mo­bilisieren.

4. Zwei Typen der Einheitsfront

Es kann zwei Typen der Einheitsfront geben, die gerechte und die ungerechte. Für den einen Typ der Einheitsfront kämpfen die wahren Patrioten, die Land und Nation lieben, die andere „Einheitsfront“ fordern die volksfeindlichen, antidemokratischen Elemente.

Wie also soll unsere Einheitsfront beschaffen sein?

Gewisse Leute schlagen die Bildung einer Einheitsfront vor, die prin­zipienlos jeden x-Beliebigen aufnehmen soll. Das ist nicht die Einheits­front, die wir brauchen. In unserer Einheitsfront dürfen sich keinesfalls alle, die Lust dazu haben, schon gar nicht die projapanischen Elemente und Landesverräter, zusammenschließen, nur weil sie Koreaner sind; ja, solch eine Einheitsfront kann überhaupt nicht gebildet werden.

Wir brauchen eine Einheitsfront, um die antiimperialistische und an­tifeudale demokratische Revolution zu vollenden und einen souveränen, unabhängigen demokratischen Staat aufzubauen. Es ist einfach absurd vorzuschlagen, eine Einheitsfront mit den Restkräften des japanischen Imperialismus und den feudalen Kräften zu bilden. Können wir etwa Hand in Hand mit den Feinden des Volkes gehen? Wir wollen eine neue, progressive Gesellschaft schaffen, und die geringste Einwilligung zum Versuch dieser Kräfte wie auch die Koalition mit ihnen sind unzu­lässig.

Wir dürfen keine Einheitsfront mit den projapanischen Elementen, Landesverrätern und anderen volksfeindlichen, antidemokratischen Ele­menten bilden, sondern müssen sie aktiv bekämpfen.

Dabei müssen wir darauf achten, die projapanischen Elemente und Landesverräter klar zu erkennen. Diejenigen, die in der Vergangenheit die japanischen Imperialisten allseitig unterstützten und das Land und die Nation verrieten, müssen wir unbedingt als projapanische Elemente und Landesverräter betrachten. Doch dürfen wir bei der Entlarvung dieser Elemente nicht schablonenhaft vorgehen. In den 36 Jahren, in denen unser Land eine Kolonie des japanischen Imperialismus war, dienten einzelne Koreaner in Einrichtungen des japanischen Imperialismus, wobei sich die meisten nur deshalb darauf einließen, um ihren Lebensunterhalt zu ver­dienen oder weil sie dazu von den japanischen Imperialisten genötigt wurden und sich in der Regel passiv verhielten. Unter ihnen gibt es nur wenige, die damals den japanischen Imperialisten halfen, unsere Men­schen zu schikanieren und zu ermorden, und bewußt und untertänig für die Kolonialpolitik des japanischen Imperialismus eintraten.

Wir dürfen nicht ohne jeden Grund Menschen verdächtigen und zu­rückstoßen, sondern müssen im Gegenteil bemüht sein, möglichst viele Menschen für unsere Sache zu gewinnen.

Die verschiedenen Bevölkerungsschichten, die an unserer antiimpe­rialistischen und antifeudalen demokratischen Revolution teilnehmen wollen, unterscheiden sich in bestimmtem Maße nach ihrer sozioöko­nomischen Stellung und ihren Klasseninteressen, so daß viele Menschen ein anderes Verhalten zeigen als die Arbeiterklasse und die anderen Schichten der werktätigen Bevölkerung und anders an die Probleme beim Aufbau des Staates herangehen. Das gilt insbesondere für die nationale Bourgeoisie und einige andere Bevölkerungsschichten, die wegen ihrer Klassenbeschränktheit für den Aufbau des Staates nicht begeistert sind und sogar eine schwankende Haltung zeigen. Wenn wir sie aus diesem Grund beiseite schieben und zurückweisen, werden sie zu guter Letzt auf die Seite des Feindes überlaufen. Für die Einheitsfront müssen wir selbst diejenigen gewinnen, die in ihrer Haltung inkonsequent sind und eine schwankende Position zum Aufbau des Staates einnehmen, wenn sie nur kein Gegner unserer Revolution sind, und uns mit ihnen zusammen­schließen und darum bemühen, daß die bei ihnen auftretenden negativen Erscheinungen überwunden werden. Auf diese Weise ist unsere künftige Einheitsfront zu einer gesamtnationalen Organisation zu entwickeln, die alle patriotischen und demokratischen Kräfte fest in sich vereint.

Ferner kommt es darauf an, eine klare Vorstellung vom Ziel unserer Einheitsfront zu haben.

Das Ziel unserer Einheitsfront besteht vor allem im Kampf gegen den Imperialismus, gegen die Kolonialisierung des Landes, gegen Ag- gressions- und Kriegspolitik.

Die Imperialisten befassen sich mit Aggression und Krieg und grei­fen zu allen nur denkbaren Tricks, um die Völker der schwachen und kleinen Länder zu ihren kolonialen Sklaven zu machen. Ohne den Kampf gegen Imperialismus und Kolonialismus, gegen die Aggressions­und Kriegspolitik können wir die volle Unabhängigkeit des Landes nicht erringen und dem Volk kein freies und glückliches Leben garantie­ren. Unser Volk, das in der Vergangenheit eigene vielfältige Erfahrun­gen sammeln konnte, hat dies klar erkannt.

Im Interesse eines souveränen und unabhängigen demokratischen Staates müssen wir die Verschwörungen und Umtriebe der Imperialisten, die unser Volk am Aufbau eines neuen Korea hindern und unser Vater­land erneut zu kolonisieren suchen, entschlossen durchkreuzen.

Wenn wir die imperialistischen Machenschaften entschlossen verei­teln wollen, müssen wir vor allem den Kampf gegen ihre Helfershelfer verstärken. Wir dürfen keinesfalls diejenigen ungehindert gewähren las­sen, die den Imperialismus und Kolonialismus, die Aggressions- und Kriegspolitik unterstützen und verteidigen, wir dürfen die Helfershelfer des japanischen Imperialismus nicht wirksam werden lassen, die nach wie vor bestrebt sind, die Kräfte des japanischen Imperialismus bei ih­rem Eindringen in Korea zu unterstützen. Wir müssen gegen all diese Elemente entschlossen kämpfen.

Unsere künftige nationale Einheitsfront muß tatkräftig gegen die Verschwörungen und Umtriebe der Imperialisten und ihrer Helfershelfer auftreten und somit unermüdlich zur Erringung der vollständigen Unab­hängigkeit des Landes beitragen.

Gleichzeitig brauchen wir eine Einheitsfront, die eine feste Position gegen die Produktionsverhältnisse und Ausbeutungsmethoden des Feu­dalismus bezieht.

In den Dörfern unseres Landes gibt es heute noch Gutsherren, und folglich sind dort auch noch deren Produktionsverhältnisse am Leben. Die Feudalordnung, bei der ein verschwindend kleines Häuflein von Men­schen die überwiegende Mehrheit unseres Volkes brutal unterdrückt und ausbeutet, ist im Interesse der gesellschaftlichen Entwicklung wie auch im nationalen Interesse untragbar. Wenn wir die Produktionsverhältnisse und Ausbeutungsmethoden des Feudalismus nicht überwinden, ist es nicht möglich, unsere Gesellschaft zu entwickeln, die Nation zur Blüte zu füh­ren und einen souveränen und unabhängigen demokratischen Staat aufzu­bauen, ganz zu schweigen von der Sicherung eines glücklichen Lebens für die Bauern und anderen werktätigen Massen.

Aus diesem Grund hat unsere zu bildende Einheitsfront die Aufgabe, mit aller Energie gegen die Kräfte des Feudalismus zu kämpfen und die Überreste der Feudalordnung auszumerzen.

Doch darf es keinesfalls das Ziel unserer Einheitsfront sein, unter dem Vorwand, daß wir gegen die Feudalordnung kämpfen, in Korea eine kapitalistische Ordnung aufzubauen. Die kapitalistische Ordnung dient den Interessen der privilegierten Klasse, die eine Minderheit bil­det, sie ist volksfeindlich und stürzt die werktätigen Massen in Recht­losigkeit und Elend. Es gibt heute Bestrebungen gewisser Leute, in unserem Land eine bürgerliche Macht und eine kapitalistische Ordnung zu errichten. Lassen wir das zu, werden wir nicht nur außerstande sein, das Land zur Blüte und Entwicklung zu führen, sondern unser Land wird auch wieder zu einer Kolonie des Imperialismus werden und unse­re Nation erneut dazu verurteilt sein, das Schicksal heimatloser Sklaven zu ertragen.

Unser Volk wünscht heute eine wahre Volksmacht und ist bestrebt, ein mächtiges demokratisches Korea aufzubauen. Das neue Korea muß den Weg der progressiven Demokratie einschlagen und nicht den Weg des Kapitalismus. Wir müssen solch eine demokratische Gesellschaft aufbauen, in der die breiten Volksmassen in den Genuß der wahren poli­tischen Rechte und demokratischen Freiheiten gelangen und glücklich leben können. Die künftige Einheitsfront muß darum ringen, daß ent­sprechend den realen Verhältnissen unseres Landes und dem Willen des ganzen Volkes ein demokratischer Staat geschaffen wird.

So muß unsere Einheitsfront beschaffen sein.

Die projapanischen Elemente, Landesverräter und Renegaten der Revolution versuchen jetzt, die Volksmassen zu betrügen und auf ihre Seite zu ziehen, und planen, eine „Einheitsfront“ zusammenzuzimmern, die sich ganz und gar von jener unterscheidet, für die wir eintreten. Auf diese Weise wollen sie ihr volksfeindliches Ziel erreichen und ihre schändlichen politischen Ansprüche geltend machen.

Es kann zwei Typen der Einheitsfront geben, eine progressive, die den Interessen der Nation dient, das Vaterland zur Blüte und Entwick­lung führt, und eine andere, überholte, reaktionäre, deren Ziel darin besteht, die eigene Nation zu verkaufen und die Entwicklung des Landes zu behindern. Es liegt auf der Hand, welche Einheitsfront unsere Volksmassen fordern werden. Die breiten Massen wollen nur eine progressive Einheitsfront mit einem gerechten Ziel, und sie werden sich schließlich in ihr zusammenschließen.

Wir müssen eine stabile, progressive Einheitsfront mit gerechtem Ziel, eine demokratische nationale Einheitsfront, schaffen, alle patrioti­schen und demokratischen Kräfte in ihr fest vereinen und auf diese Wei­se ein neues, demokratisches Korea schneller aufbauen.

Unsere Jugend muß eine richtige Vorstellung von einer Einheitsfront haben und sich aktiv für die Schaffung einer festen demokratischen na­tionalen Einheitsfront einsetzen.