18. Dezember 1945 // Reden
Kim Il Sung // Für die Festigung der Partei

Für die Festigung der Partei

18. Dezember 1945

Schlußwort auf der 3. erweiterten Sitzung des Exekutivkomitees des Zentralen Organisationskomitees der KP Nordkoreas


Quelle: Kim Il Sung, Gesammelte Werke, Band 1


Ich stimme Ihren Diskussionsbeiträgen zu und möchte im Folgenden auf einige Fragen nachdrücklich eingehen:

Erstens, die Partei muß organisatorisch gefestigt werden. Die KP hat noch keine tiefen Wurzeln in der Arbeiterklasse geschlagen, in ihren Rei­hen gibt es viele kleinbürgerliche Intellektuelle. Wir haben in Fabriken, Bergwerken und in anderen Produktionsstätten noch nicht umfangreich Parteizellen organisiert, wie es das Organisationsprinzip der marxistisch­leninistischen Partei erfordert.

Deshalb müssen das Zentrale Organisationskomitee der KP Nordkore­as und alle Bezirks-, Stadt- und Kreisparteikomitees vor allem der Lei­tung der Tätigkeit in den Parteizellen große Aufmerksamkeit schenken.

Zweitens, zur weiteren Festigung der Partei haben wir die Einheit der Partei im Denken und Wollen zu stärken. Die sektiererischen Aktionen sind in der Partei gründlich auszumerzen. Zum Beispiel sollte man mit solch einer sektiererischen Aktion schnellstens Schluß machen, die sich in der Stadtparteiorganisation Haeju im Bezirk Hwanghae abgespielt hat.

Drittens muß man die Parteidisziplin stärken.

Die Stärkung der Parteidisziplin ist das entscheidende Unterpfand, um die Parteiorganisationen zu festigen und die Linie der Partei durchzuset­zen. Aus diesem Grunde ist es eine sehr wichtige Frage, daß jedes Partei­mitglied die Normen des Parteilebens konsequent befolgt.

Unter den Parteimitgliedern, die in Bezirks-, Stadt- und Kreispartei­komitees tätig sind, gibt es jene, die sich selbst für Würdenträger halten. Man muß sich darüber im Klaren sein, daß alle Parteimitglieder, ganz gleich, ob sie in einem höheren oder untergeordneten Organ tätig sind, gleiche Pflichten vor den Parteiorganisationen haben.

Die Beschlüsse und Direktiven der Partei dürfen nicht als ein Bogen voll geschriebenes Papier betrachtet werden; sie müssen für alle Partei­mitglieder – von den Parteifunktionären bis zu einfachen Parteimitglie­dern – als Pflicht verbindlich sein.

Ich meine, man sollte den Genossen Kim Hwi, der die Parteidisziplin verletzte, bestrafen.

Viertens, die Hauptmethode bei der Ausbildung der Parteikader be­steht darin, die Kader nicht nur in Bildungseinrichtungen, sondern auch in den Parteizellen der Fabriken, Bergwerke, Institutionen und der Dör­fer in der praktischen Arbeit heranzubilden und zu stählen. Mit dieser Methode müssen wir die Kader ausbilden.

Fünftens ist das Berichtssystem zu verstärken.

Einer der großen Mängel in unserer Parteiarbeit besteht darin, daß die Bezirksparteikomitees das Zentrale Organisationskomitee nicht über ihre Arbeit informieren. Weil keine Berichte von unten kommen, ist das Zentrale Organisationskomitee nicht in der Lage, sich mit der örtlichen Wirklichkeit vertraut zu machen, rechtzeitig Maßnahmen zu ergreifen und die Politik festzulegen.

Jedes Bezirksparteikomitee ist verpflichtet, in Zukunft über seine Arbeit regelmäßig dem Zentralen Organisationskomitee zu berichten.

Sechstens, die Weisung, den KJV in den DJV umzubilden, wurde mehrmals gegeben. Trotzdem gibt es Bezirke, wo man diese Weisung noch nicht durchsetzt. Es sei nochmals hervorgehoben, daß man in allen Bezirken den KJV schnellstens in den DJV umbilden muß.