25. April 1932 // Reden
Kim Il Sung // Zur Gründung der Antijapanischen Volkspartisanenarmee

Zur Gründung der Antijapanischen Volkspartisanenarmee

25. April 1932

Rede auf der Veranstaltung zur Gründung der Antijapanischen Volkspartisanenarmee


Quelle: Kim Il Sung, Gesammelte Werke, Band 1


Genossen!

Um den bewaffneten Kampf gegen den japanischen Imperialismus aufzunehmen, die japanischen imperialistischen Räuber zu schlagen und die große historische Sache, die Wiedergeburt des Vaterlandes, zu errei­chen, schaffen wir heute die Antijapanische Volkspartisanenarmee (AVPA).

Es sind mehr als 20 Jahre her, seit die japanischen Imperialisten unser Vaterland in ihre Gewalt gebracht haben. Heute ist aus ganz Korea mit seiner schönen Landschaft eine vollständige Kolonie gewor­den, von den Stiefeln japanischer Imperialisten zertreten; unsere Nation mit ihrer fünftausend Jahre alten Geschichte und bemerkenswerten Kultur wurde in einen Kolonialsklaven der japanischen Imperialis­ten verwandelt, sie wird grausam ausgebeutet und unterjocht. Die tragische Lage unseres Vaterlandes und unserer Nation wird infolge der zunehmenden Eroberungsgelüste des japanischen Imperialismus auf dem Kontinent immer schwieriger.

Die japanischen Imperialisten, die im September vergangenen Jahres einen Aggressionskrieg angezettelt und die Mandschurei besetzt haben, ver­stärken in ihrem grenzenlosen Expansionsbestreben auf dem Festland immer mehr den brutalen weißen Terror gegen das koreanische Volk.

In ihrem Bemühen, Korea zum „sicheren Hinterland“ der Aggressi­on gegen das Festland zu machen, haben die japanischen Imperialisten unser Volk sogar der elementaren politischen Freiheiten beraubt, wie Rede-, Presse-, Versammlungs- und Organisationsfreiheit, mit Bajo­netten unterdrücken sie seine revolutionären Aktionen, überall nehmen sie Massenverhaftungen vor, werfen unschuldige Menschen ins Gefängnis und ermorden sie.

Die bestialischen Greueltaten der japanischen Imperialisten gegen­über dem koreanischen Volk haben auch in der Mandschurei, in erster Linie in der Ostmandschurei, ihre äußerste Grenze erreicht. In dem Versuch, den antijapanischen Kampf unseres Volkes zu erdrosseln, gebärden sich die japanischen Samurais immer unmenschlicher. Täg­lich überfallen sie Siedlungen, in denen Koreaner wohnen, töten durchweg alle Einwohner, stecken ihre Häuser in Brand und plündern ihr Hab und Gut. Somit leiden unsere um ihre Heimat gebrachten Landsleute auch in der Fremde schreckliche Qualen und gehen zugrunde. Die jetzige Situation stellt unser Volk vor die Alternative: entweder in Unfreiheit widerstandslos zu sterben oder sich im Namen eines freien Lebens zum Kampf zu erheben.

Den barbarischen Greueltaten der japanischen Imperialisten trotzend, erhebt sich unser Volk gegenwärtig allerorts zum entschlossenen Kampf.

Die Arbeiter und Bauern reagieren auf die faschistischen Repressa­lien der japanischen Imperialisten mit Gewalt; von leidenschaftlicher Vaterlandsliebe erfaßt, vereinen sich die Jugendlichen zu Gruppen aus drei bis fünf Personen und suchen nach neuen Wegen des Kampfes. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt, wo die Bauern eine Phase des Früh­jahrshungers durchmachen, haben sich über 100 Tausend in Yanji, Wangqing, Helong, Hunchun und anderen längs des Flusses Tuman gelegenen Kreisen lebende Bauern unter der Führung koreanischer Jungkommunisten zum Kampf gegen die japanischen Imperialisten, ihre Lakaien und reaktionären Großgrundbesitzer erhoben.

Auch der Kampf des chinesischen Volkes gegen den japanischen Imperialismus hat einen gewaltigen Umfang angenommen. In ihrem Protest gegen die Besetzung der Mandschurei durch die japanischen Imperialisten entfalten die Chinesen eine antijapanische Bewegung zur Rettung des Vaterlandes. In vielen Gebieten, in erster Linie aber in der Ostmandschurei, haben sie solche antijapanischen Formationen wie die Antijapanische Armee für die Rettung des Vaterlandes und die Antija­panische Freiwilligentruppe ins Leben gerufen, die gegen die japani­schen Imperialisten kämpfen.

Der ganze Entwicklungsverlauf der Ereignisse bestätigt die Richtig­keit unserer Linie für den bewaffneten Kampf, die wir bereits vor zwei Jahren in Kalun, Kreis Changchun, beschlossen hatten. Jetzt ist für uns tatsächlich die günstigste Zeit, die beste Gelegenheit gekommen, um die revolutionären bewaffneten Streitkräfte in großen Dimensionen zu or­ganisieren und einen aktiven bewaffneten Kampf zu entfalten.

Im langen blutigen Kampf haben wir Jungkommunisten und das re­volutionäre Volk den Grundstein für die Schaffung der Volkspartisa­nenarmee gelegt.

Als ersten Schritt haben wir bei der Vorbereitung des bewaffneten Kampfes im Juli 1930 die Koreanische Revolutionsarmee gegründet. Sie war in unserem Land die erste bewaffnete marxistisch-leninistische Organisation. In den auf einem großen Territorium gelegenen Städten und Dörfern haben die Kämpfer der Koreanischen Revolutionsarmee unter den Arbeitern, Bauern, Schülern und Jugendlichen tatkräftig poli­tische und militärische Aktionen entfaltet, um die Gründung der Partisa­nenarmee vorzubereiten.

Danach haben wir in verschiedenen Orten viele Organisationen des KJV und eine Reihe anderer revolutionärer Organisationen gegründet, auf breiter Grundlage die Rote Wehr, eine halbmilitärische Organisati­on, sowie in vielen Gebieten der Ostmandschurei zahlenmäßig kleine Gruppen von Partisanen gebildet.

Somit haben wir uns aktiv auf die Schaffung der Partisanenarmee vorbereitet, wodurch eine stabile Basis für die Gründung der AVPA ge­schaffen wurde.

Der Heranbildung eines organisatorischen Rückgrats der AVPA schenkten wir große Beachtung, wir veranlaßten die Kämpfer der Kore­anischen Revolutionsarmee, die Mitglieder des Kommunistischen und des Antiimperialistischen Jugendverbandes zur aktiven Teilnahme an der Tätigkeit ihrer Organisationen, damit sie eine gute Schule der ideo­logisch-revolutionären Stählung durchlaufen und wertvolle Erfahrungen sammeln können, die sie für den revolutionären Kampf brauchen.

Eine wichtige Frage bei den Vorbereitungsarbeiten zur Schaffung der AVPA war die Verbesserung der Beziehungen zu antijapanischen Abteilungen der Chinesen. Als Ergebnis des von linksradikalen Aben­teurern angestifteten Aufstandes vom 30. Mai und des „Wanbaoshan- Zwischenfalls“, der von den japanischen Imperialisten angezettelt worden war, um zwischen dem koreanischen und dem chinesischen Volk Zwietracht zu säen und einen Vorwand für die Aggression gegen die Mandschurei zu schaffen, hatten einzelne Chinesen und chinesi­sche antijapanische Abteilungen in der Mandschurei eine Zeitlang fal­sche Vorstellungen vom koreanischen Volk und von den koreanischen Kommunisten. Sie verhielten sich feindlich gegenüber dem koreani­schen Volk und den koreanischen Kommunisten und verübten sogar Attentate auf sie. In Korea wiederum entfalteten einige von japanischen Imperialisten aufgewiegelte Rowdys die so genannte Bewegung des Chinesenboykotts. Das alles verschlechterte extrem die Beziehungen zwischen dem koreanischen und dem chinesischen Volk. Wir haben jedoch in den chinesischen antijapanischen Abteilungen selbstlose und geduldige Aufklärungsarbeit geleistet und ihnen in der Praxis unseren entschlossenen Kampf gegen den japanischen Imperialismus demonst­riert. Dadurch wurden die Beziehungen zwischen dem koreanischen und dem chinesischen Volk gewissermaßen verbessert, und einige der chinesischen antijapanischen Abteilungen, die uns feindlich gesinnt waren, machten sich von ihren falschen Ansichten frei und nahmen mit uns gemeinsam den antijapanischen Kampf auf.

Während wir um das politische Erwachen und den organisatorischen Zusammenschluß der Volksmassen rangen, revolutionierten wir in vielen Dörfern am Fluß Tuman entlang die Volksmassen und schufen so eine feste Massenbasis, auf der wir den bewaffneten Kampf aufnehmen können.

Indem wir uns auf all diese Erfolge bei der Vorbereitung auf die Schaffung der Volkspartisanenarmee stützen, bilden wir heute die AVPA — die erste revolutionäre marxistisch-leninistische Streitmacht in unserem Land – und verkünden ihre Gründung.

Die AVPA besteht aus Arbeitern, Bauern und aus der patriotisch ge­sinnten Jugend, die ihr Land und ihr Volk lieben und gegen die japani­schen Imperialisten und ihre Handlanger zu Felde ziehen. Sie ist eine revolutionäre bewaffnete Kraft des Volkes, die wahre Verfechterin sei­ner Interessen.

Das Ziel und die Mission der Volkspartisanenarmee bestehen darin, die Kolonialherrschaft des japanischen Imperialismus in Korea zu stürzen und die nationale Unabhängigkeit und soziale Befreiung des koreanischen Volkes zu erreichen.

Mit der Schaffung der AVPA verfügen wir über eine Triebkraft, die den bewaffneten Kampf – die Hauptströmung der antijapanischen natio­nalen Befreiungsbewegung in unserem Land – übernehmen und lenken wird, und wir haben die Möglichkeit bekommen, den japanischen impe­rialistischen Aggressoren einen vernichtenden Schlag zu versetzen und den antijapanischen nationalen Befreiungskampf in unserem Land auf eine höhere Stufe zu heben.

Die Gründung der AVPA verleiht dem koreanischen Volk große Kraft und neuen Mut, das gegenwärtig unter der kolonialen Versklavung durch den japanischen Imperialismus stöhnt, sie wird unser Volk zum antijapanischen Kampf mobilisieren und somit im Ringen um die Durchsetzung der Linie zur Bildung einer antijapanischen Einheitsfront und des Kurses auf die Schaffung einer marxistisch-leninistischen Partei neue Perspektiven eröffnen.

Genossen!

Gemäß den Forderungen der entstandenen Situation müssen wir alle un­sere Kräfte einsetzen, um einen aktiven bewaffneten Kampf zu entfalten.

Dazu ist es in erster Linie erforderlich, die AVPA gebührend zu fes­tigen.

Nur wenn wir sie zu einer revolutionären Streitmacht mit großen Truppen gemacht haben, können wir den konterrevolutionären bewaffneten Kräften des japanischen Imperialismus einen vernichtenden Schlag versetzen, können wir den bewaffneten Kampf ausdehnen und entwickeln, eine Verstärkung seines Einflusses erreichen und somit zu einer Weiterentwicklung der korea­nischen Revolution insgesamt beitragen.

Damit unsere Partisanenarmee unbesiegbar wird, müssen alle Kom­mandeure und Kämpfer von grenzenloser Ergebenheit gegenüber der Sache der Revolution erfüllt sein.

Feste revolutionäre Entschlossenheit, unwandelbare Treue zur Revo­lution – das alles ist die Kraftquelle der Volkspartisanenarmee und die entscheidende Garantie für die Zerschlagung des japanischen Imperia­lismus und die Erringung des Sieges. Folglich sind alle Kommandeure und Soldaten der Volkspartisanenarmee verpflichtet, beharrlich am Po­litunterricht teilzunehmen, sich fest mit dem Marxismus-Leninismus sowie mit Strategie und Taktik der koreanischen Revolution auszurüsten und sich unermüdlich im Feuer des Gefechtes zu stählen. Das ermög­licht ihnen, sich eine feste revolutionäre Weltanschauung anzueignen und in jeder schwierigen Situation der Revolution treu zu bleiben.

Gleichzeitig müssen zwischen Kommandeuren und Kämpfern der Partisanenarmee kameradschaftliche Beziehungen und unverbrüchliche Übereinstimmung der Ideen und Willensbekundungen bestehen, sie müssen sehr enge Verbindung zum Volk haben, die dringlichen Interes­sen der Volksmassen verteidigen, eiserne Disziplin wahren und somit ihre hervorragenden moralisch-politischen Eigenschaften als Kämpfer einer wahren Volksarmee, einer Revolutionsarmee, voll und ganz zur Geltung bringen.

Um im Kampf gegen die japanischen imperialistischen Räuber den Sieg zu erringen, müssen wir so schnell wie möglich einen Zuwachs der Partisanenreihen erreichen. Deshalb müssen wir in erster Linie viele progressive, patriotische, im praktischen Kampf erprobte Jugendliche in die Partisanenreihen aufnehmen. Erst dann wird die Volkspartisanenar­mee zu einer wahren Volksarmee, zu einer Revolutionsarmee.

Neben dem zahlenmäßigen Wachstum der Partisanenarmee müssen wir uns mehr Waffen beschaffen. Allein mit Patriotismus können wir die japanischen Imperialisten, die mit auserlesenen, modernen Waffen ausgerüstet sind, nicht besiegen. Um den bewaffneten Gegner schlagen zu können, müssen wir uns selbst bewaffnen.

Wir müssen die Bewaffnung der Partisanenarmee ständig verstärken, indem wir Überraschungsangriffe auf den Gegner unternehmen, von ihm Waffen erbeuten und auch selbst welche herstellen.

Die weitere Festigung der AVPA macht es erforderlich, daß die Kommandeure und Kämpfer die hervorragende Partisanentaktik beherr­schen und sie geschickt in der Praxis anwenden.

Nur wenn wir die Partisanentaktik perfekt beherrschen, können wir den zahlenmäßig und technisch überlegenen Gegner mit geringen Kräf­ten auszehren, danach vernichten und dessen Waffen erbeuten.

Gegenwärtig haben die Kommandeure und Kämpfer der Partisa­nenarmee keine genügenden Kenntnisse über die Methoden der Parti­sanenkriegsführung. Außerdem gibt es für uns, die wir gegen den japanischen Imperialismus ohne staatliche Unterstützung vom Hin­terland und ohne Unterstützung durch reguläre Streitkräfte kämpfen müssen, keine verwendbaren Erfahrungen im Partisanenkrieg.

Deshalb müssen wir Kampferfahrungen im Laufe der ununterbro­chenen Gefechte sammeln und immer wieder neue Methoden der Parti­sanenkriegsführung erarbeiten.

Im Partisanenkrieg müssen wir uns von folgendem Grundprinzip leiten lassen: So viel wie möglich feindliche Kräfte vernichten und dabei die Kräfte der Partisanenarmee maximal erhalten. Um aber recht viele Feinde vernichten und die Kräfte der Partisanenarmee erhalten zu können, dürfen wir nur Gefechte führen, aus denen wir siegreich hervorzugehen vermö­gen, müssen wir daher die jeweiligen Situationen und Kräfteverhältnisse zwischen uns und dem Gegner richtig einschätzen.

Indem wir die Initiative stets von uns ausgehen lassen und aktive Kämpfe austragen, müssen wir die Aufgabe, die Feinde zu schlagen, bei Wahrung der Kräfte der Partisanenarmee erfolgreich lösen.

Um dem Gegner so viel Verluste wie möglich beizubringen und die eigenen Kräfte zu schonen, muß die Partisanenarmee die Schwächen des Gegners gut kennen und sie geschickt ausnutzen. Die wesentliche Schwäche der imperialistischen Armee Japans besteht in ihrem aggres­siven Wesen, darüber hinaus hat sie noch eine Reihe weiterer Mängel und wunder Punkte. So kennt sie sich zum Beispiel nicht in der geogra­phischen Lage dieser Gegend aus und kann sich hier auch nicht akkli­matisieren. Den Feind müssen wir in diesen Schwächen noch verwund­barer machen, sie weitgehend zu unseren Gunsten ausnutzen, überall Hinterhalte und Angriffe organisieren, dem Gegner jegliche Initiative nehmen und ihn ununterbrochen schlagen.

Darüber hinaus muß aktiv daran gearbeitet werden, in den nördlichen Gebieten Koreas am Fluß Tuman entlang wie auch in der Ostmandschurei Partisanenzonen zu bilden, auf die sich die Volkspartisanenarmee in ihren Aktionen stützen kann.

Zur Entfaltung des Partisanenkampfes brauchen wir Partisanenstütz­punkte, auf die sich die Partisanenarmee stützt.

Meines Erachtens ist es unter den gegebenen Bedingungen sowohl der geographischen Lage als auch der Zusammensetzung der Einwohner nach am günstigsten, Partisanenstützpunkte in den Gebieten längs des Tuman zu schaffen.

Es muß ein Kurs entwickelt werden, der auf einen weiteren Ausbau der Partisanenstützpunkte und auf eine Entfaltung des Partisanenkampfes in enger Verbindung zur Unabhängigkeitsarmee Koreas, die in den Ge­bieten längs des Flusses Amnok, in der Südmandschurei und in anderen Gebieten operiert, ausgerichtet ist. Außerdem müssen zu revolutionären Organisationen, die in Korea tätig sind, engere organisatorische Bezie­hungen unterhalten und allmählich die revolutionären Basen näher an Ko­rea herangebracht werden.

Anschließend müssen wir uns energischer mit der Schaffung einer an­tijapanischen Einheitsfront mit dem chinesischen Volk befassen.

Zu diesem Zweck müssen wir unbedingt eine antijapanische Ein­heitsfront mit den chinesischen antijapanischen Abteilungen bilden.

Die antijapanischen Abteilungen der Chinesen sind bewaffnete Kräf­te, die zusammen mit uns den Kampf gegen den gemeinsamen Gegner des koreanischen und des chinesischen Volkes – den japanischen Impe­rialismus – aufnehmen können. Diese Abteilungen verfügen über recht starke bewaffnete Kräfte, kontrollieren ausgedehnte Gebiete in der Mandschurei und führen militärische Operationen durch. Deshalb ist die Schaffung einer Einheitsfront der Volkspartisanenarmee und der antija­panischen Abteilungen der Chinesen für die weitere Isolierung und Schwächung der aggressiven Kräfte des japanischen Imperialismus und zur Gewährleistung einer entscheidenden Überlegenheit der antijapani­schen bewaffneten Kräfte von gewaltiger Bedeutung.

Wir haben bereits beharrlich und geduldig mit den antijapanischen Abteilungen der Chinesen gearbeitet und dabei eine gewisse Verbesse­rung in unseren Beziehungen zueinander erreicht.

Allerdings haben diese Beziehungen zwischen der Volkspartisa­nenarmee und den antijapanischen Abteilungen der Chinesen vorläufig noch nicht den Stand erreicht, der es ermöglichen würde, eine umfas­sende antijapanische Einheitsfront zu schaffen. Ein Teil der Komman­deure und Soldaten der antijapanischen Abteilungen der Chinesen, von den auf die nationale Zwietracht gerichteten Machenschaften des japa­nischen Imperialismus betrogen, empfindet heute noch Haß auf die koreanischen Kommunisten und die AVPA. Unter diesen Bedingun­gen müssen wir unsere Arbeit mit den antijapanischen Chinesenabtei­lungen geduldig und beharrlich fortsetzen.

Um die Arbeit mit diesen Abteilungen zu intensivieren, müssen wir zunächst viele weitere Sonderabteilungen aus koreanischen Kommunis­ten organisieren und ihre Rolle verstärken.

In einer Situation, wo die Partisanenarmee noch nicht stark genug ist und sich ein Teil der Kommandeure und Kämpfer der antijapanischen Chinesenabteilungen gegenüber den koreanischen Kommunisten und der Volkspartisanenarmee feindselig verhält, müssen wir durch die Tätigkeit der Sonderabteilungen unsere Beziehungen zu den antijapanischen Abtei­lungen der Chinesen verbessern, die Kräfte der Volkspartisanenarmee stärken und gleichzeitig allmählich eine breite antijapanische Einheits­front vorbereiten.

Die Sonderabteilungen müssen sich in die antijapanischen Abteilun­gen der Chinesen eingliedern, gemeinsam mit ihnen in Aktion treten, durch ihre Aufklärungsarbeit und ihr persönliches Vorbild den Komman­deuren und Soldaten dieser Abteilungen anschaulich vor Augen führen, daß die koreanischen Kommunisten und Kämpfer der AVPA wahre Pat­rioten sind, daß sie tapfer gegen die japanischen Aggressoren kämpfen, damit die Kommandeure und Soldaten der antijapanischen Abteilungen der Chinesen eine richtige Vorstellung von den koreanischen Kommu­nisten bekommen und sich am antijapanischen Kampf aktiv beteiligen.

Um die Arbeit mit den antijapanischen Abteilungen der Chinesen zu aktivieren, ist es ebenfalls erforderlich, die Rolle des Antijapanischen Soldatenkomitees zu verstärken.

In einer Situation, wo das Ausmaß der Arbeit mit den antijapani- sehen Abteilungen der Chinesen von Tag zu Tag zunimmt, ist es drin­gend erforderlich, die Rolle des Antijapanischen Soldatenkomitees, in dessen Händen diese Arbeit liegt, noch mehr zu steigern.

Das Antijapanische Soldatenkomitee muß alle Probleme, die im Lau­fe der Arbeit mit den antijapanischen Chinesenabteilungen auftreten, zugleich im Auge haben und entscheiden und festgestellte Abweichun­gen rechtzeitig überwinden.

Damit die Arbeit mit den antijapanischen Abteilungen der Chinesen erfolgreich durchgeführt werden kann, sind alle Kämpfer der Volksparti­sanenarmee und breite revolutionäre Massen aktiv dafür zu gewinnen und somit ist die Arbeit mit den antijapanisch eingestellten chinesischen Sol­daten als eine Massenbewegung zu leisten. Nur dann kann man damit rechnen, daß sich die Kämpfer der antijapanischen Abteilungen der Chi­nesen von ihrer schädlichen Voreingenommenheit gegenüber den Korea­nern, vor allem den koreanischen Kommunisten lossagen.

Weiterhin muß die Volkspartisanenarmee die Arbeit mit den Volks­massen verbessern, die wie die Blutsverwandtschaft enge Verbundenheit mit ihnen festigen und mit deren aktiver Unterstützung und Hilfe den Feind bekämpfen.

Zur Zeit kämpfen wir unter schwierigen Bedingungen gegen den starken japanischen Imperialismus, wo wir weder staatliche Unterstüt­zung vom Hinterland noch Hilfe von außen bekommen.

Wir können uns nur auf unsere eigenen vereinten Kräfte verlassen und müssen fest davon überzeugt sein, den Feind mit eigenen Kräften zu bekämpfen und zu besiegen. Eigene Kräfte sind eben die organisierten und vereinten Volksmassen.

Wir müssen einen Partisanenkrieg führen und uns dabei nur auf die Kräfte des organisierten und vereinten Volkes verlassen und uns auf sie stützen.

Die enge Beziehung zum Volk, seine aktive Unterstützung und Hilfe – das ist die Kraftquelle der Volkspartisanenarmee und ein wichtiger Garant des Sieges. Deshalb müssen in dieser Armee richtige revolutionä­re Ansichten und eine richtige Einstellung zu den Volksmassen und ei­serne Disziplin Fuß fassen, die erforderlich sind, um aktiv das Leben, Hab und Gut der Bevölkerung zu schützen; die Volkspartisanenarmee muß sich stets und überall in ihrem Kampf auf die Kräfte der Volksmas­sen stützen und die Interessen des Volkes zuverlässig verteidigen.

Weiterhin muß die AVPA unter den Volksmassen Koreas und Chi­nas aktiv organisatorische und politische Arbeit leisten, damit sie diese Armee allseitig unterstützen und überall in Verbindung mit dem be­waffneten Kampf einen aktiven politischen Kampf gegen den japani­schen Imperialismus führen.

Genossen!

Wir sind die ersten Kämpfer der ruhmreichen AVPA, der die Ver­antwortung für das Schicksal des Vaterlandes und der Nation übertragen wurde.

Die Zukunft des Vaterlandes und der Nation hängt voll und ganz von unserem Kampf ab.

Wir müssen alle Schwierigkeiten und Hindernisse überwinden und ehrenvoll die uns von dem Vaterland und der Nation übertragene Missi­on erfüllen.

Entfalten wir alle, das rote Banner der Revolution hoch erhoben, einen aktiven bewaffneten Kampf gegen den japanischen Imperia­lismus, für die große historische Sache, die Wiedergeburt des Vater­landes!