12. Juli 1954 // Reden
Kim Il Sung // Die Aufgaben der Parteiorganisationen des Bezirkes Nord-Hamgyong im Kampf für die Erfüllung des Dreijahrplanes zum Wiederaufbau und zur Entwicklung der Volkswirtschaft nach dem Krieg

Die Aufgaben der Parteiorganisationen des Bezirkes Nord-Hamgyong im Kampf für die Erfüllung des Dreijahrplanes zum Wiederaufbau und zur Entwicklung der Volkswirtschaft nach dem Krieg

12. Juli 1954

Rede auf der Konferenz der Parteiaktivisten des Bezirks Nord-Hamgyong


Quelle: Kim Il Sung, Gesammelte Werke, Band 9


Erlauben Sie mir, im Namen des Zentralkomitees der Partei und der Regierung der Republik den Parteiorganisationen und den Funktionären der Macht- und Wirtschaftsorgane aller Ebenen und gesellschaftlichen Organisationen sowie der gesamten Bevölkerung des Bezirks Nord- Hamgyong, die während des gerechten Vaterländischen Befreiungs­krieges für die Verteidigung der Freiheit und Ehre des Vaterlandes heldenmütig kämpften und sich auch jetzt in den Nachkriegsjahren für die rasche Wiederherstellung und Entwicklung der im Krieg zerstörten Volkswirtschaft aufopferungsvoll einsetzen, dafür meinen herzlichen Glückwunsch und Dank auszusprechen.

Es ist bereits ein Jahr vergangen, seit das heldenhafte koreanische Volk und dessen Streitkräfte, die heldenmütige Volksarmee, die bewaffneten Aggressoren des US-Imperialismus schlugen und den historischen Sieg errangen, wodurch der Waffenstillstand zustande gekommen ist.

Unsere Partei stellte im Einklang mit der nach dem Waffenstillstand entstandenen neuen Lage die Aufgabe, durch die Mobilisierung aller Kräfte unseres Volkes die Volkswirtschaft nach dem Krieg rasch wiederherzustellen und zu entwickeln, die Lebensbedingungen des Volkes zu stabilisieren und zu verbessern, die revolutionär­demokratische Basis, den nördlichen Teil der Republik, als einen ehernen Wall zu stärken und so die friedliche Vereinigung des Vaterlandes zu verwirklichen. Ermutigt von der volksverbundenen Politik der Partei und Regierung, behielt unser Volk im hinter uns liegenden Jahr die angespannte Einsatzbereitschaft wie in der Kriegszeit weiter bei und erhob sich zum gesamtnationalen Kampf für den friedlichen Aufbau und die Vereinigung des Vaterlandes; hierbei erzielte es bereits viele Erfolge. Allerorts im nördlichen Teil der Republik werden durch den aufopferungsvollen Arbeitskampf unseres patriotischen Volkes die zerstörten Städte, Dörfer und Betriebe wiederaufgebaut – manche Großbetriebe haben bereits die Produktion aufgenommen – sowie die Landwirtschaft in Gang gebracht und die Lebenslage des Volkes stabilisiert und verbessert.

Wir haben jedoch im Kampf für die Lösung der Aufgaben unserer Partei nach dem Krieg nur den ersten Schritt getan. Vor unserer Partei steht eine sehr große Arbeit, die auf alle Fälle bewältigt werden muß; bei der Erfüllung dieser grandiosen Aufgabe gibt es viele Schwierig­keiten und Hindernisse.

Die größte nationale Aufgabe unserer Partei auf der gegenwärtigen Etappe besteht darin, das Vaterland auf der Grundlage der Demokratie friedlich zu vereinigen. Das heldenhafte koreanische Volk und unsere ruhmvolle Volksarmee errangen im dreijährigen erbitterten Vater­ländischen Befreiungskrieg den historischen Sieg und verteidigten so die Freiheit und Ehre des Vaterlandes vor den Anschlägen der ausländischen Aggressoren. Unser Land ist jedoch noch immer geteilt, und die territoriale Integrität sowie die große Sache, die Vereinigung des Vaterlandes, die der einmütige Wunsch des ganzen koreanischen Volkes ist, sind immer noch nicht verwirklicht. Das koreanische Volk, das die bewaffneten Aggressoren des US-Imperialismus nieder­schmetterte, hat also nach wie vor die wichtigste Mission, die Vereinigung und Unabhängigkeit des Landes zu erreichen.

Die Vereinigung und Unabhängigkeit des Landes zu realisieren ist die größte nationale Pflicht unserer Partei und unseres Volkes, ist die Hauptaufgabe unserer Revolution.

Unser Volk führte unter der Führung der Partei der Arbeit Koreas und der Regierung der Republik sowohl in den fünf Jahren des friedlichen Aufbaus nach der Befreiung als auch während des dreijährigen Vaterländischen Befreiungskrieges einen konsequenten Kampf für die Vereinigung und Unabhängigkeit des Vaterlandes und ringt nach wie vor darum. Da nun in Korea der Waffenstillstand zustande kam, erhebt sich unser Volk wie ein Mann zum Kampf für die friedliche Vereinigung des Vaterlandes, womit es dem Aufruf der Partei folgt.

Der jüngsten Genfer Außenministerkonferenz oblag es, die Koreafrage friedlich zu regeln, und zwar gemäß den Forderungen des koreanischen Volkes, das den Frieden in Korea und die friedliche Vereinigung des Vaterlandes wünscht, sowie den Hoffnungen aller aufrichtigen Menschen, die der Erhaltung des Friedens im Fernen Osten, aber auch in der ganzen Welt Aufmerksamkeit schenken. Auf dieser Konferenz aber wurden infolge der Obstruktion des Vertreters des US-Imperialismus, der eine friedliche Lösung der Koreafrage nicht einmal erwägt und die internationale Spannung weiterhin aufrechterhalten will, sowie ihrer Handlanger, der Marionettenclique um Syngman Rhee, und der Vertreter der Satelliten des US- Imperialismus keinerlei Vereinbarungen über die friedliche Regelung der Koreafrage getroffen.

Der US-Imperialismus und die Marionettenclique um Syngman Rhee, die auf der Genfer Konferenz die friedliche Regelung der Koreafrage vereitelten, haben aus ihrer Niederlage im Krieg keine Lehren gezogen und verüben weiter kriegsprovokatorische Machen­schaften, wobei sie immer stärker den Lärm um den „Feldzug gegen den Norden“ schlagen.

Das koreanische Volk und Hunderte Millionen Menschen der ganzen Welt, die den Frieden ersehnen, verurteilen entschieden die volksfeindlichen Intrigen des US-Imperialismus und der Verräterclique um Syngman Rhee. Die neuen kriegsprovokatorischen Ränke des Feindes werden durch die vereinten Kräfte unseres Volkes, das die friedliche Lösung der Koreafrage herbeisehnt, unbedingt zum Scheitern verurteilt sein. Mit aktiver Unterstützung der friedliebenden demokratischen Kräfte der ganzen Welt kann unser Volk durchaus einen dauerhaften Frieden in Korea erreichen, ebenso wie es den Waffenstillstand zustande brachte.

Die Koreafrage kann erst dann friedlich geregelt werden, wenn sich unser Volk dafür energisch einsetzt und wenn sich unsere demo­kratischen Kräfte festigen. Die gegenwärtige Lage verlangt von unserer Partei und unserem Volk, daß sie gegenüber den Feinden unentwegt wachsam sind, sich in angespannter Einsatzbereitschaft halten und die Fackel des Kampfes für die friedliche Vereinigung des Vaterlandes und für die Festigung der demokratischen Basis noch höher erheben.

Welche Aufgaben haben wir zu bewältigen und was haben wir zu tun, um einen dauerhaften Frieden in Korea erreichen und unser Vaterland auf friedlichem Wege vereinigen zu können?

Erstens sind das ganze koreanische Volk und alle demokratischen Kräfte unseres Landes fester denn je um unsere Partei und die Regierung der Republik zu scharen, um so die patriotischen demo­kratischen Kräfte allseitig zu stärken. Wenn wir es versäumen, diese Aufgabe zu lösen, können wir keinesfalls den Sieg im Kampf für die Vereinigung und Unabhängigkeit des Vaterlandes erringen. Das Geschick der Vereinigung des Vaterlandes hängt davon ab, wie vereint und geschlossen die demokratischen Kräfte sind.

Um das ganze Volk Nord- und Südkoreas eng um unsere Partei und die Regierung der Republik zusammenzuschließen, ist es vor allem notwendig, unsere Partei und Volksmacht weiter zu festigen und die Tätigkeit der gesellschaftlichen Organisationen sowie der Demokra­tischen Front für die Vereinigung des Vaterlandes (DFVV) zu aktivieren.

Das ZK unserer Partei hat eine Reihe von Maßnahmen getroffen, um die Partei und die Volksmacht zu stärken. Durch die historische 4. und 5. Plenartagung des ZK der Partei wurde die Einheit der Partei im Denken und Wollen monolithisch verankert, die Parteiverbundenheit aller Parteimitglieder gestählt und unsere Partei organisatorisch und ideologisch gefestigt sowie die Arbeit der DFVV energisch in Schwung gebracht. Unsere Partei hat ab Februar 1952 den Kampf der ganzen Partei und des ganzen Volkes gegen Bürokratismus, Unterschlagung und Verschwendung entfaltet und so viele leitende Funktionäre in ihren Gedanken und ihrem Arbeitsstil auf die richtige Bahn geführt sowie ihr politisch-fachliches Niveau beträchtlich erhöht und die Verbindung der Partei mit den Massen verbessert und vertieft. Ausgehend von unserer großen Aufgabe nach dem Krieg, faßten die 6. und 7. Plenartagung sowie das Märzplenum des ZK der Partei Beschlüsse, die inner­parteiliche Demokratie und die kollektive Leitung zu stärken, die Führungsfähigkeit der Funktionäre der Partei-, Macht- und Wirtschafts­organe zu erhöhen sowie die Arbeit der DFVV zu vervollkommnen und zu intensivieren, und stellten eine Reihe anderer wichtiger Aufgaben.

All diese Maßnahmen ermöglichten es, unsere Partei organisatorisch und ideologisch weiter zu stärken, unsere Volksmacht, die gesellschaft­lichen Organisationen und die DFVV zu festigen sowie unsere demokratischen Kräfte noch energischer zu aktivieren.

Wir haben auf der Grundlage der errungenen Erfolge alles in unseren Kräften Stehende zu tun, um die Partei- und Machtorgane unentwegt zu konsolidieren, unsere demokratischen Kräfte zu vergrößern und zu stärken.

Zweitens ist die revolutionär-demokratische Basis, der nördliche Teil der Republik, ökonomisch zu untermauern.

Keine revolutionäre Bewegung kann ohne eigene zuverlässige Kräfte und ohne eigene feste Basis den Sieg erlangen. Um die demokratische Basis, die Quelle der Revolution, zu zementieren, ist es unter allen Umständen notwendig, die politischen Kräfte zu stärken und zugleich eine feste wirtschaftliche Basis zu schaffen. Ohne eine feste wirtschaftliche Basis ist es nicht möglich, auch die politischen Kräfte zu festigen.

Es besteht der nördliche Teil der Republik – unsere demokratische Basis, der Stützpunkt der Revolution -, den wir mit Blut erkämpften. Nach der Befreiung unseres Landes von der Kolonialherrschaft des japanischen Imperialismus haben wir im nördlichen Teil der Republik, der die Hälfte Koreas ausmacht, die demokratischen Reformen durchgeführt, die Wirtschaft wiederhergestellt und entwickelt, die Kultur neu belebt und zur Blüte gebracht und dadurch unsere feste demokratische Basis geschaffen. Sie wurde im erbitterten Krieg, die Prüfungen bestehend, weiter gefestigt.

Gegenwärtig besteht die wichtige Aufgabe unserer Partei darin, die Volkswirtschaft rasch wiederaufzubauen und zu entwickeln sowie die Lebensbedingungen des Volkes zu stabilisieren und zu verbessern, damit die revolutionär-demokratische Basis, der nördliche Teil der Republik, die Quelle der Revolution, noch mehr konsolidiert und vorangebracht werden kann. Die außerordentlich wichtige, aber unmittelbare Aufgabe zur vollständigen Lösung dieser Fragen ist es, den Dreijahrplan für den Wiederaufbau und die Entwicklung der Volkswirtschaft nach dem Krieg mit guten Ergebnissen zu erfüllen und auf dieser Grundlage den ersten Fünfjahrplan in Angriff zu nehmen.

Wenn wir dies alles folgerichtig bewältigen, sind wir imstande, die Schwerindustrie, den Schlüsselzweig der Volkswirtschaft, und gleichzeitig damit die Leichtindustrie und Landwirtschaft rasch auszubauen. Folglich können wir das ökonomische Fundament unserer demokratischen Basis stärken und das materiell-kulturelle Leben des Volkes rasch verbessern. Dann wird sich das ganze Volk auch fester denn je um unsere Partei und die Regierung der Republik zusammen­schließen, kann die große Sache, die friedliche Vereinigung des Vaterlandes, wesentlich beschleunigt werden.

Haben wir nun Möglichkeiten, die aktuellen wirtschaftlichen Auf­gaben zu erfüllen? Natürlich gibt es ausreichend derartige Möglich­keiten.

Wir haben die Partei der Arbeit Koreas, die aus den bewußtesten, fortgeschrittensten Kräften der werktätigen Massen besteht. Die Partei der Arbeit Koreas als führende und wegweisende Kraft unseres Volkes hat das koreanische Volk mit Erfolg organisiert und zu allen Siegen geführt, und dazu ist sie auch heute berufen. Unsere Partei bestand im Krieg harte Prüfungen, wurde so noch mehr gestählt und erprobt, und sie wurde bei uns im Lande die mächtige führende Partei. Da wir diese revolutionäre Partei haben, kann es bei uns nichts, was wir nicht bewältigen könnten, und keine unbezwingbare Festung geben.

In unserem Lande gibt es auch ein kühnes, kluges, gestähltes und heldenhaftes Volk, das die Arbeit liebt und es versteht, die Hindernisse und Schwierigkeiten beharrlich zu überwinden sowie den Sieg davonzutragen, und die im lange Jahre währenden revolutionären Kampf gestählten Kader. Und unser Land ist reich an Naturschätzen.

Die Völker der Sowjetunion, der VR China und der anderen Bruderländer erweisen unserem Volk, das um den Wiederaufbau und die Entwicklung der Volkswirtschaft nach dem Krieg ringt, unein­geschränkt materiell-technische Hilfe.

Kurz gesagt, wir haben sowohl die für den Wirtschaftsaufbau notwendigen Arbeitskräfte und Ressourcen als auch gewisse finanzielle Mittel und technische Fertigkeiten. Es geht darum, all diese Be­dingungen und Möglichkeiten zu erschließen und zu nutzen. Wenn wir auf dieser Grundlage gute Arbeit leisten, können wir die dringenden Wirtschaftsaufgaben ergebnisreich bewältigen und darüber hinaus die friedliche Vereinigung des Landes verwirklichen.

Die Vereinigung und die Unabhängigkeit unseres Landes setzen voraus, vor allem das ökonomische Fundament des nördlichen Teils der Republik zu festigen, das Leben des Volkes wohlhabend zu machen und den nördlichen Teil der Republik in ein aufblühendes, herrliches Paradies zu verwandeln. Je mehr sich im nördlichen Teil der Republik die Wirtschaft und Kultur entwickeln und je glücklicher die Be­völkerung lebt, um so mehr wird die südkoreanische Bevölkerung, die unter Hunger leidet und in Finsternis vegetiert, Haß auf den US- Imperialismus und die verräterische Clique um Syngman Rhee hegen und sich gegen diese erheben, um so aktiver wird sie unsere Partei und die Regierung der Republik unterstützen und ihnen um so mehr vertrauen. Daran besteht kein Zweifel. So kann die Frage der Vereinigung und Unabhängigkeit des Vaterlandes um so leichter gelöst werden.

Alle Parteiorganisationen, die Parteimitglieder und das ganze Volk sind verpflichtet, all ihre Energie und klugen Ideen für den raschen Wiederaufbau und die Weiterentwicklung der Volkswirtschaft nach dem Krieg einzusetzen, um die revolutionär-demokratische Basis, den nördlichen Teil der Republik, allseitig kräftigen zu können.

Drittens, die wichtige Aufgabe unserer Partei zur friedlichen Vereinigung des Vaterlandes besteht darin, die Volksarmee weiter zu festigen. Anderenfalls können wir nicht die friedliche Vereinigung des Vaterlandes verwirklichen. Nur wenn wir die Volksarmee stärken, sind wir imstande, die mit Blut und Schweiß bezahlten wertvollen Erfolge sowie die revolutionär-demokratische Basis, den nördlichen Teil der Republik, vor feindlichen Angriffen zu verteidigen. Deshalb müssen wir alles in unseren Kräften Stehende tun, um die Volksarmee als eine mit eisernem Willen ausgestattete Kaderarmee weiter zu entwickeln.

Die oben genannten Hauptaufgaben unserer Partei nach dem Krieg bestehen erstens darin, das ganze Volk politisch enger zusammenzu­schließen und alle demokratischen Kräfte unseres Landes fest um die Partei und die Regierung der Republik zu scharen, zweitens darin, die Volkswirtschaft nach dem Krieg rasch wiederaufzubauen und zu entwickeln und die Lebenslage des Volkes zu stabilisieren und zu verbessern, drittens darin, unsere Volksarmee allseitig zu stärken und so die revolutionär-demokratische Basis, den nördlichen Teil der Republik, ehern zu verteidigen. Wir haben diese Aufgaben ergebnisreich zu erfüllen und so die friedliche Vereinigung und die Unabhängigkeit des Vaterlandes zu erringen. Diese zukunftsorientierte Kampflinie und die Hauptaufgaben unserer Partei wurden im ganzen genommen auf der 6. und 7. Plenartagung und auf dem Märzplenum des ZK der Partei festgelegt.

Dieser Tage habe ich im Auftrag des ZK der Partei und der Regierung der Republik viele Betriebe, genossenschaftliche Organisa­tionen, Städte und Kreise im Bezirk Nord-Hamgyong an Ort und Stelle angeleitet. Auf dieser Grundlage werde ich über die Aufgabe der Parteiorganisationen des Bezirks Nord-Hamgyong im Kampf für die Erfüllung des Dreijahrplans der Volkswirtschaft nach dem Krieg sprechen.

Der Bezirk Nord-Hamgyong nimmt in ökonomischer Beziehung einen sehr wichtigen Platz ein. Die Industrie, das Fischereiwesen und die Forstwirtschaft dieses Bezirkes haben einen wirklich großen Anteil an der Volkswirtschaft unseres Landes.

Im Bezirk Nord-Hamgyong befindet sich die wichtige Basis der Schwarzmetallurgie, die für die Entwicklung der Industrie unseres Landes unentbehrlich ist. Das Eisenhüttenwerk „Kim Chaek“, die

Stahlwerke Songjin und Chongjin, das Erzbergwerk Musan usw. sind die Betriebe, die ausnahmslos einen bedeutenden Platz bei der Ent­wicklung der Schwarzmetallurgie unseres Landes einnehmen.

Ohne Roheisen und Stahl kann man in der Industrie unseres Landes nichts unternehmen. Das Erzbergwerk Musan verfügt über eine Lagerstätte von mehr als 1000 Mio. t Eisenerz, ist ein Eisenerzberg­werk mit modern ausgerüsteten Aufbereitungsanlagen, das uns großartige Aussichten eröffnet. Das Eisenhüttenwerk „Kim Chaek“ produziert nicht nur im Jahr 300 000 t Roheisen und Stahl, sondern ist der größte und modern ausgestattete Betrieb unseres Landes, der künftig zudem mit Großwalzanlagen versehen sein wird. Das Stahlwerk Chongjin ist das einzige Werk, in dem es Drehöfen zur Gewinnung von Luppe aus unseren Rohstoffen gibt, und das Stahlwerk Songjin ist ein großer Betrieb, der im Jahr Zehntausende Tonnen Spezialstahl und Stahlgut erzeugt und über moderne Technik verfügt.

Um diese großen, modern ausgestatteten Werke zu betreiben, braucht man große Mengen an Kohle. Überall im Bezirk Nord- Hamgyong gibt es Kohlegruben, insbesondere viel Bitumenkohle. Der Bezirk Nord-Hamgyong hat dermaßen große Kohlelagerstätten, daß man allerorts Bitumenkohle gewinnen kann, ist bei uns als ein Industriegebiet bekannt, das in der Kohleförderung den ersten Platz belegt.

Großen Anteil hat der Bezirk Nord-Hamgyong an der Produktion der Leichtindustrie unseres Landes. Hier befinden sich die Spinnerei Chongjin und das Zellstoffwerk Kilju, die Kunstfasern, die Baumwolle ersetzen, an der es unserem Land mangelt, und deren Rohstoff in großem Umfang herstellen.

Im Bezirk Nord-Hamgyong gibt es das Werk für synthetisches Petroleum Aoji, die Chemiefabrik Yongan, das Zementwerk Komusan, die Schieferfabrik Chongjin und viele andere Betriebe der chemischen und der Baustoffindustrie.

Der Bezirk Nord-Hamgyong erstreckt sich an der Küste Hunderte Kilometer entlang des Streifens von Kim-Chaek-Stadt bis Sosura und hat deshalb außerordentlich günstige Bedingungen für die Entwicklung des Fischereiwesens. Mehr noch: In den Küstengewässern dieses Bezirkes treffen kalte und warme Strömungen aufeinander und ziehen große Schwärme von verschiedenen Wanderfischen an. Statistischen Angaben zufolge belief sich in ganz Korea der Sardinenfang im Jahr 1939 auf 0,7 Mio. t, davon fing man 0,4 Mio. t in den Küstengewässern dieses Bezirkes. Hier gibt es verschiedene Meeresressourcen sowie überall Fischereihäfen und -betriebe und Werften.

Im Bezirk Nord-Hamgyong befinden sich große Waldgebiete, darunter das Musan am Fuß des Gebirges Paektu mit dem größten Bestand unseres Landes.

Außerdem gibt es in diesem Bezirk das keramische Werk Juul, die Papierfabrik Hoeryong, das Kraftwerk Puryong und das Hüttenwerk Puryong sowie viele andere Betriebe.

Wie aus den erwähnten Angaben zu ersehen ist, befinden sich im Bezirk Nord-Hamgyong viele wichtige Betriebe, denen eine Schlüssel­rolle bei der Entwicklung der Industrie unseres Landes zukommt. Dies besagt, welch wichtige ökonomische Aufgaben die Parteiorgani­sationen, die Pateimitglieder und alle anderen Werktätigen im Bezirk Nord-Hamgyong zu bewältigen haben. Wenn wir die ökonomische Basis unseres Landes festigen und den Weg zur Industrialisierung einschlagen wollen, müssen wir vor allem die Eisenhütten- und Stahlwerke dieses Bezirkes wirtschaftlich gut führen, die Kohle­industrie entwickeln und die Steinkohlevorkommen erschließen. Die Entwicklung der Industrie des Bezirkes Nord- Hamgyong hat wesentlichen Einfluß auf den Wiederaufbau und die Entwicklung der Volkswirtschaft unseres Landes.

Dieser Tage konnte ich nicht alle Betriebe des Bezirkes Nord- Hamgyong besuchen, aber ich habe fast alle wichtigen Betriebe an Ort und Stelle besichtigt. Dabei konnten wir uns überzeugen, daß die Parteiorganisationen und die Funktionäre der Machtorgane aller Ebenen und der wirtschaftlichen Bereiche überall im Bezirk Nord-Hamgyong den Wiederaufbau der Volkswirtschaft nach dem Krieg unter Einsatz ihrer ganzen Kraft in großem Maßstab und planmäßig vorantreiben. Wir stellten aber auch fest, daß in diesem Bezirk die Aufgaben, die in den verschiedenen Bereichen bewältigt werden müßten und könnten, noch immer nicht verwirklicht und viele ernste Mängel vorhanden sind, die schnellstens behoben werden müssen.

Ich werde bei dieser Gelegenheit auf die Fragen der Industrie des Bezirks Nord-Hamgyong, besonders die der Schwerindustrie, und auf einige andere Probleme einschließlich der Landwirtschaft und des Fischereiwesens eingehen.

1. Über die Industrie

Im Bezirk Nord-Hamgyong ist zuallererst das Eisenhüttenwerk „Kim Chaek“ rasch wiederherzustellen.

Es ist der wichtige Betrieb für die Produktion von Roheisen und Stahl, die wir für den Wiederaufbau und die Entwicklung der Industrie unseres Landes äußerst dringend benötigen. In diesem Eisenhüttenwerk gibt es zwei Hochöfen mit einer durchschnittlichen Jahresproduktion von jeweils mehr als 150 000 t Roheisen, Werkstätten für Neben­produkte sowie viele andere Anlagen. Aus diesem Grunde ist die rasche Wiederherstellung dieses Werkes von immenser Bedeutung.

Dem Eisenhüttenwerk „Kim Chaek“ obliegt es, die Wiederherstellung eines Hochofens entsprechend dem Plan wie auch eine darin nicht vorgesehene Werkstätte für Nebenprodukte abzuschließen, damit diese in der zweiten Hälfte des Jahres 1955 gleichzeitig in Betrieb genommen werden können. Danach ist der zweite Hochofen wiederherzustellen und nach Möglichkeit der zusätzliche Bau eines SM-Ofens vorzubereiten, was im Dreijahrplan der Volkswirtschaft nicht festgelegt ist. Denn es ist hier günstig, einen SM-Ofen zu bauen, um aus dem in diesem Hütten­werk in großem Umfang produzierten Roheisen an Ort und Stelle Stahl herzustellen. Das Eisenhüttenwerk „Kim Chaek“ muß auf alle Fälle vorfristig wiederaufgebaut und in Betrieb genommen werden.

Unsere Aufmerksamkeit ist auch auf den Wiederaufbau und die Inbetriebnahme des Stahlwerkes Chongjin zu richten.

Es gehört zu den wichtigen Betrieben unseres Landes. Dieses Werk kann mit Hilfe einheimischer Kohle, ohne sich auf importierten Koks zu verlassen, Luppe herstellen. Hinsichtlich der wirtschaftlichen Rechnungsführung ist dieses Stahlwerk sehr gewinnbringend, und es ermöglicht, ungeheure Devisen einzusparen. Wenn man es versäumt, das Stahlwerk Chongjin wieder in Betrieb zu nehmen, sind wir nicht in der Lage, die Stahlwerke Songjin und Kangson ständig zu betreiben. Deshalb ist der Wiederaufbau des Stahlwerkes Chongjin eine sehr dringliche und bedeutende Aufgabe. Das Ministerium für Schwer­industrie erkannte jedoch nicht klar die Wichtigkeit des Wiederaufbaus dieses Werkes und schenkte dem keine große Aufmerksamkeit unter Berufung darauf, daß eine gewisse notwendige Menge an Schrott vorhanden sei; es setzt sich noch nicht dafür ein, daß das Stahlwerk wiederaufgebaut wird. Das ist ein sehr großer Fehler.

Wir dürfen den Wiederaufbau des Stahlwerkes Chongjin nicht als eine zweitrangige, sondern müssen ihn als eine wichtige Arbeit ansehen. Im Stahlwerk Chongjin konnte dank den Bemühungen des Werkdirektors, aller Techniker und anderen Arbeiter die Verlegung von wichtigen Ausrüstungen in beachtlichem Maße vorgenommen und deren starke Zerstörung verhindert werden. Wenn die Orientierung auf den Wiederaufbau des Stahlwerkes Chongjin exakt festgelegt ist, das Ministerium für Schwerindustrie ihm große Hilfe erweist, die Kraft des Bezirksparteikomitees auf dieses Werk konzentriert und auf diese Weise die Arbeit zur Wiederherstellung und Instandsetzung voran­getrieben wird, können wir also die Wiederherstellung dieses Stahl­werkes in kurzer Frist vollständig abschließen. Das Ministerium für Schwerindustrie und das Bezirksparteikomitee sind verpflichtet, Maßnahmen zu ergreifen, um die Zeit für die Wiederherstellung des Stahlwerkes Chongjin wesentlich zu verkürzen.

Die Funktionäre des Stahlwerkes Chongjin dürfen weder aufgrund des Mangels an Technik, technischen Mitteln und an Material die Hände in den Schoß legen noch alles darauf abwälzen, sondern müssen den Wiederaufbau kühn voranbringen. Selbstverständlich können dabei technische Schwierigkeiten und viele andere Hindernisse entstehen. Tiefgründige Studien von technischen Dokumenten, sachkundige Experimente und die weitere Entfaltung der schöpferischen Initiative von Arbeitern und Technikern werden es aber durchaus ermöglichen, alle entstandenen Probleme zu meistern.

Die Bezirksparteiorganisation Nord-Hamgyong hat den Wieder­aufbau des Stahlwerkes Chongjin als eine wichtige Aufgabe anzusehen, ihn energisch voranzubringen und diesem Werk aktiv zu helfen, die beim Wiederaufbau entstandenen technischen Probleme zu lösen.

Vollständig abzuschließen ist die Wiedererrichtung des Erzberg­werkes Musan.

Seine Ausrüstungen wurden nicht so stark beschädigt, und es gibt auch große Mengen von früher gewonnenen Erzkonzentraten, aber es ist überaus wichtig, dieses Erzbergwerk vollständig wiederaufzubauen. Trotzdem traf man hier keine Maßnahmen, um den Wiederaufbau des Werkes abzuschließen, indem man sich bisher hauptsächlich mit Instandsetzungen befaßte. Gegenwärtig stößt man hier auf eine der größten Schwierigkeiten, d. h. der Transport von Erzkonzentraten mit hohem Feuchtigkeitsgehalt verursacht im Winter größte Komplika­tionen. Im Bezirk Nord-Hamgyong traten während des langen Winters bei der Be- und Entladung von gefrorenen Erzkonzentraten erhebliche Erschwernisse auf. Deshalb sind sofort technische Maßnahmen einzuleiten, um derartige Hindernisse zu beseitigen.

Das Eisenhüttenwerk „Kim Chaek“, das Stahlwerk Chongjin und das Erzbergwerk Musan fordern zusätzliche Arbeitskräfte an. Selbstverständlich muß man sie gegebenenfalls zur Verfügung stellen. Es geht jedoch darum, ob jeder Betrieb seine Planaufgaben überboten hat. Sie sind nur dann zu gewähren, wenn derjenige Betrieb, der den Plan überboten hat, sie anfordert, um noch mehr zu arbeiten. Auch wenn ein Plan nicht überboten werden konnte, kann man den besonders wichtigen und notwendigen Bereichen zusätzliche Arbeitskräfte zuführen. Diejenigen Bereiche, die weder die vorhandenen Arbeits­kräfte effektiv auslasten noch die Pläne erfüllen, dürfen jedoch keine erhalten. Aus diesem Grunde ist es also notwendig, vor allem das Eisenhüttenwerk „Kim Chaek“, das Stahlwerk Chongjin und das Erzbergwerk Musan rasch wiederherzustellen und in Ordnung zu bringen, hier die Produktionspläne zu überbieten und darüber hinaus die schwierigen technischen Probleme zu lösen. Mit anderen Worten: Im Eisenhüttenwerk „Kim Chaek“ muß man die technische Frage im

Zusammenhang mit der Errichtung von SM-Ofen und im Erzbergwerk Musan die technischen Probleme, die bei der Entwässerung von Erzkonzentraten entstehen, kurzfristig lösen. Zugleich sind von jetzt an die notwendigen Facharbeiter auszubilden und gleichzeitig die Fach­arbeiter ausfindig zu machen, die sich während des Krieges verstreut haben.

Ab 1955 ist der Wiederaufbau der Spinnerei Chongjin in höchstem Tempo in Angriff zu nehmen.

Es kommt darauf an, in unserem Land, in dem zu wenig Baumwolle erzeugt wird, mehr Stoff aus Kunstseide herzustellen. Es sind Kleider­stoffe, an denen die Bevölkerung einen sehr großen Bedarf hat. Aus diesem Grunde berieten wir auf der Tagung des Politkomitees des ZK der Partei wiederholt über den Wiederaufbau der Spinnerei Chongjin und stellten auch die Rohstoffrage hinsichtlich der Beschaffung von Zellstoff mehrmals zur Debatte. Wie wir dieser Tage feststellten, sind die Zerstörungen dieses Werkes nicht allzu groß; und die wichtigen Ausrüstungen sind ordnungsgemäß verwahrt. Unserer Überzeugung nach kann dieses Werk also rasch und leicht wiederhergestellt werden.

Wir haben dafür gesorgt, daß das Ministerium für Leichtindustrie im August und September des laufenden Jahres die notwendigen Fachkräfte in die Spinnerei Chongjin beordert, um die schwierigen Probleme bei deren Wiederaufbau zu lösen. Ende dieses Jahres ist die technische Kontrolle abzuschließen und Anfang kommenden Jahres der Wiederaufbau des Werkes mit höchstem Tempo in Angriff zu nehmen.

Die Frage, die man im Zusammenhang mit dem Wiederaufbau der Spinnerei Chongjin unbedingt klären muß, besteht darin, die vorhandenen Rohstoffe für die Gewinnung von Zellstoff durch andere zu ersetzen. In dieser Hinsicht haben die Spinnerei Chongjin und das Zellstoffwerk Kilju gemeinsam zu forschen. Wie Sie alle wissen, herrscht bei uns ein Mangel an Beständen von gut gewachsenen Nadel­bäumen, zudem braucht man für den Wiederaufbau von zerstörten Städten, Betrieben und Dörfern viel Holz. Technisch zu lösen ist deshalb die Verwendung der Pappel für die Produktion von Zellstoff, woraus auch Kunstseide gewonnen werden kann. Überall in unserem

Lande gibt es einen großen Bestand von gut wachsenden Laubhölzern wie die Pappel.

In der Folgezeit ist Zellulose für die Kunstseideproduktion aus Pappeln zu gewinnen, und die für die Papierherstellung aus Reisstroh. Das Zellstoffwerk Kilju muß künftig Zellstoff für die Papierproduktion aus Reisstroh erzeugen. Erst dann ist es möglich, in unserem Lande sowohl Kunstseide als auch Papier in großer Menge zu produzieren. Das Zellstoffwerk Sinuiju hat bereits bewiesen, daß man Papier aus Reisstroh herstellen kann. Die gesamte, aus Holz gewonnene Zellulose des Zellstoffwerkes Kilju ist in die Spinnerei Chongjin zu überführen, woraus Fasern herzustellen sind, und die aus Reisstroh für die Papierproduktion zu verwenden. In der Spinnerei Chongjin muß man im Zusammenhang mit der Lieferung dieser Zellulose entsprechende Ausrüstungen für Experimente bereitstellen und Forschungen hin­sichtlich der Technologie in starkem Maße forcieren.

Man muß vorsehen, in der Folgezeit die Webabteilung der Spinnerei Chongjin mit zusätzlichen Ausrüstungen auszustatten. So ist also qualitätsgerechte Kunstseide in großem Umfang herzustellen.

Ordnungsgemäß wiederaufzubauen ist die Schieferfabrik Chongjin.

In der Schieferfabrik Chongjin gibt es jetzt nur wenig wichtige Ausrüstungen mit einer sehr niedrigen Produktionsleistung. Aber der Bedarf an Schiefer nimmt zu. Sie müssen für den Wiederaufbau der im Krieg zerstörten Betriebe verwendet werden. Nur wenn man Schiefer in großem Umfang gewinnt, ist es möglich, die nicht überdachten Werke kurzfristig wiederherzustellen und neue moderne Betriebe zu errichten.

Dieser Tage besuchte ich viele Betriebe im Bezirk Nord-Hamgyong und stellte fest, daß jeder Betrieb eine gewisse Menge an Schiefer anfordert. Nach vorläufigen Berechnungen beläuft sich bei uns die Menge an Schiefer, den man sofort zum Eindecken von Werken verwenden will, bereits auf 8 Mio. m2. Aber ein Aufkommen von mindestens 20-30 Mio. m2 ermöglicht es, die Werkdächer wie auch die Dächer von anderen Gebäuden mit Schiefer zu decken. Allein die für das Eisenhüttenwerk „Kim Chaek“ benötigte Menge an Schiefer beträgt mindestens 0,1 Mio. m2.

Der Bedarf an Schiefer ist so groß, aber wie sieht dessen Produktionsstand aus? Die Anforderungen nach Schiefer überschreiten erheblich dessen jetziges Produktionsaufkommen. Im laufenden Jahresplan der Schieferfabrik Chongjin ist nur eine Produktion von 0,6 Mio. m2 vorgesehen, aber die benötigte Menge an Schiefer, der lediglich zum Decken aller Werke verwendet werden soll, beträgt bereits 8 Mio. m2. Beim jetzigen Stand würde die Produktion des von den Betrieben als Material zum Decken benötigten Schiefers mindestens 13 Jahre in Anspruch nehmen. In solch einem Fall würden in der Zwischenzeit all die Betriebsgebäude verkommen. Wir sind verpflichtet, die Schieferfabrik Chongjin so schnell wie möglich wiederherzustellen und die Schieferproduktion zu steigern, was keinen Aufschub mehr duldet.

Vor allem kommt es darauf an, die vorhandenen Einrichtungen dieser Fabrik vollauf zu nutzen. Die maximale Auslastung der vorhandenen Ausrüstungen in der Schieferfabrik Chongjin ermöglicht es, 1-1,2 Mio. m2 Schiefer herzustellen. Die leitenden Funktionäre der Schieferfabrik Chongjin müssen sich der Wichtigkeit der Bereitstellung von Schiefer zutiefst bewußt sein, die Arbeitskräfte rationell einsetzen, den Dreischichtbetrieb konsequent organisieren, hinreichende Reserven an Maschinenersatzteilen schaffen und so die Ausrüstungen voll auslasten.

Neben der vollen Auslastung der verfügbaren Ausrüstungen sind ebenfalls für die Erweiterung der Werkeinrichtungen große An­strengungen zu unternehmen. Mit den vorhandenen Werkeinrichtungen der Schieferfabrik Chongjin kann man den Bedarf an Schiefer keinesfalls decken. Aus diesem Grunde sind die ungenutzten technischen Mittel und Materialien möglichst ausfindig zu machen und so in absehbarer Zeit mindestens ein bis zwei zusätzliche Maschinen auszulasten, um die Produktion von Schiefer zu verdoppeln. Einige leitende Funktionäre dieser Fabrik sagen, daß es an Maschinen und Technikern mangele, aber wir dürfen doch nicht tatenlos zusehen. Das Stahlwerk Chongjin, das Eisenhüttenwerk „Kim Chaek“ und das Zellstoffwerk Kilju sind verpflichtet, die in der Schieferfabrik Chongjin für die Auslastung von ein bis zwei zusätzlichen Maschinen erforderlichen Ersatzteile zu produzieren und die Projektanten zur aktiven Hilfeleistung zu mobilisieren.

Wir werden zwar in der Folgezeit eine neue Schieferfabrik errichten, jetzt aber müssen wir die Schieferfabrik Chongjin ausbauen. Ihr obliegt es, die vorhandenen Ausrüstungen 100prozentig auszulasten und durch die rechtzeitige volle Nutzung der neuen Anlagen im Jahresdurchschnitt 2 Mio. m2 Schiefer zu produzieren. So wird es möglich sein, während der vier Jahre alle Werkdächer mit Schiefer zu decken. Wenn das Ausmaß der Schieferfabrik Chongjin auch nicht groß ist, so ist ihr doch eine sehr große Verantwortung übertragen, und deshalb müssen alle Arbeiter und Techniker dieser Fabrik dafür aufopferungsvoll kämpfen.

Zu entwickeln ist die Schiffbauindustrie.

Sie ist ein wichtiger Zweig, der für die Lebenshaltung des Volkes Bedeutung hat.

Das ZK der Partei und die Regierung der Republik haben ver­schiedene Maßnahmen getroffen, um die Lebenslage des im Krieg verarmten Volkes so schnell wie möglich stabilisieren und verbessern zu können. Für seine Existenz braucht der Mensch Nahrung, Kleidung und Wohnung. Ohne ununterbrochene Verbesserung der Ernährung, Bekleidungs- und Wohnbedingungen kann von einer Verbesserung der Lebenslage des Volkes keine Rede sein. Um Bedingungen für eine gute Ernährung zu schaffen, sind große Mengen an Fleisch und Fisch notwendig. Die Fleischproduktion erfordert jedoch eine gewisse Zeit, der Fischfang hingegen nur wenig. Deshalb muß man ihn in großem Umfang betreiben. Er wird mit der Getreideproduktion gleichgesetzt. Ißt man mehr Nahrungsmittel außer Getreide, dann verbraucht man weniger Reis. Der Ausbau der Fischwirtschaft und die Steigerung von Fangerträgen setzen vor allem die Entwicklung der Schiffbauindustrie voraus. Wenn wir ausreichend Fangschiffe bauen, können wir den Fischfang so betreiben, wie wir es wünschen.

Die Entwicklung der Schiffbauindustrie unseres Landes ist, da es an drei Seiten vom Meer umgeben ist, von immenser Bedeutung sowohl für die Entwicklung des Transportwesens als auch zur Stärkung der Landesverteidigungskraft.

In der Vergangenheit war die Schiffbauindustrie unseres Landes sehr rückständig, weshalb wir den Maschinenbau nicht entwickeln konnten.

Der Schiffbau unseres Landes befand sich in der Zeit des japanischen Imperialismus in solch einem Zustand, daß man Mühe hatte, kleinere Schiffe aus Holz zu bauen. In der Vorkriegszeit unternahmen wir große Anstrengungen zur Entwicklung der Schiffbauindustrie, aber wir konnten schließlich keine großen Erfolge erringen, denn jener Zeitabschnitt war zu kurz.

Nach dem Waffenstillstand besteht heute unsere wichtige Aufgabe darin, die Schiffbauindustrie rasch voranzubringen. Bei der Lösung dieser Aufgabe hat der Bezirk Nord-Hamgyong sehr wichtige Pflichten wahrzunehmen. Die Regierung der Republik faßte jüngst den Beschluß, in Rajin eine große, modern ausgerüstete Werft zu errichten. Der Bezirk Nord-Hamgyong muß sich verstärkt für die erfolgreiche Ausführung dieses Beschlusses einsetzen und zugleich die Arbeit der Werften Chongjin, Unggi und „Kim Chaek“ sowie der anderen Werften in verschiedenen Orten energisch intensivieren.

Da es bei uns an Technik, technischen Mitteln und Material mangelt, müssen wir die Schiffbauindustrie allmählich so gestalten, daß man Schiffe aus Holz und dann aus Stahl baut und vom Bau der Fangschiffe zum Bau von Frachtern und Kriegsschiffen übergeht. Mit anderen Worten: Unsere Schiffbauindustrie ist nach dem Prinzip, aus Kleinem Großes und aus Zurückgebliebenem Modernes zu schaffen, schrittweise zu entwickeln.

Nach Äußerungen von Wissenschaftlern ist zu erwarten, daß sich die Sardinenschwärme, die seit mehr als einem Jahrzehnt in den Küstengewässern unseres Landes ausblieben, innerhalb von zwei bis drei Jahren hier wieder einfinden werden. Wenn Sardinenschwärme auftauchen, muß man auf großen Fang gehen, wofür mindestens 120­150 Fangschiffe mit 150-350 PS und Treibnetzen erforderlich sind; zudem haben diese Fangschiffe jeweils mit 2-3 Transportschiffen zusammenzuarbeiten. Wir brauchen also allein für den Sardinenfang mehr als 400 Schiffe.

Die Einrichtungen der Werften Chongjin, Unggi und Songjin und der meisten anderen Werften unseres Landes lassen heute noch zu wünschen übrig, und sie sind ebenfalls von geringem Ausmaß. So ist es also notwendig, die Werft Chongjin und viele andere Werften in großem Umfang zu erweitern. Der Forstwirtschaft obliegt es, das Holz dafür termingerecht bereitzustellen.

In der Schiffbauindustrie ist es ein großer Mangel, daß die Schiffbauingenieure und -techniker, die man sozusagen an fünf Fingern abzählen kann, auf einzelnen Gebieten verstreut sind. Folglich erfolgen die Schiffbauprojektierung mangelhaft und der Schiffbau primitiv. Unser bisheriger Schiffbau entspricht nicht der objektiven Lage unseres Landes. Deshalb muß man die Schiffbauprojektierung entschieden umgestalten und qualitätsgerechte Schiffe bauen, um sie allseitig nutzen zu können.

Um leistungsstarke Schiffe zu bauen, muß man die Schiffbau­ingenieure und -techniker, die in einzelnen Gebieten tätig sind, in einem Arbeitsbereich konzentrieren, ihnen größere Vergünstigungen gewähren, großzügige Arbeitsbedingungen schaffen und ihr technisches Niveau erhöhen. Anderenfalls können wir keine qualitätsgerechten und zweckentsprechenden Schiffe bauen.

Manche leitenden Funktionäre haben nicht klar erkannt, wie wichtig die Schiffbauindustrie ist, und wollen daher nicht die Besten in die Werften schicken. Das muß sich jedoch ändern. In die Werften muß man viele befähigte Mitarbeiter delegieren und ihnen größere Ver­günstigungen gewähren.

Schiffe sind auch für die Küstenverteidigung dringend erforderlich. In der Volksarmee ist deshalb dem Schiffbau gebührende Aufmerk­samkeit zu schenken und aktive Hilfe zu erweisen.

Im Bezirk Nord-Hamgyong muß man sich verstärkt für die zusätzliche Kohlegewinnung einsetzen.

Unlängst hat das Ministerkabinett der Republik beschlossen, 0,36 Mio. t Kohle zusätzlich zu fördern und größere Mengen an Kohle einzusparen. Die Kohlegewinnung in unserem Lande bleibt heute weit hinter den Bedürfnissen zurück. Deshalb ist die Bereitstellung von Kohle für den kommenden Winter eine sehr ernste Sache. Wir sitzen jetzt sozusagen auf einem Berg von Kohle, müssen sie aber, da es daran mangelt, importieren. Das ist doch ein unerträglicher Zustand. Solch eine angespannte Lage ist darauf zurückzuführen, daß die leitenden Funktionäre der Kohleindustrie unmittelbar nach dem Waffenstillstand keine entsprechenden Maßnahmen ergriffen haben, weil sie nichts von den in diesem Zweig entstehenden Schwierigkeiten wußten. Ins­besondere schenkten manche leitenden Funktionäre des Ministeriums für Schwerindustrie der Kohleförderung keinerlei Aufmerksamkeit und arbeiteten unverantwortlich. Sie hätten sofort nach dem Waffen­stillstand ihre Kraft auf den Wiederaufbau der Kohlenbergwerke konzentrieren müssen. Sie überließen die meisten im Krieg stillgelegten Kohlengruben dem Selbstlauf. Folglich wurde nur wenig Kohle gewonnen und das Kohleproblem im Lande äußerst verschärft. Viele Betriebe sind wegen Mangels an Kohle in eine derart ernste Lage geraten, daß sie in der Produktion und beim Aufbau auf Hindernisse stoßen würden, wenn wir keine Kohle importierten.

Die Lösung des angespannten Kohleproblems des Landes erfordert, Förderkapazitäten in den Bergwerken zu erhöhen. Viele Kohle­bergwerke im Bezirk Nord-Hamgyong richten auf die zusätzliche Kohlegewinnung aber noch immer keine Aufmerksamkeit. Einige Kohlenbergwerke dieses Bezirks haben nicht einmal ihre Pläne erfüllt. Das ist eine sehr ernste Sache.

Ich rufe im Namen des ZK der Partei alle Parteiorganisationen und Parteimitglieder des Bezirkes Nord-Hamgyong auf, die ehrenvolle Aufgabe, zusätzlich Kohle zu fördern, ergebnisreich zu erfüllen.

Kohle müssen wir haben. Nur so sind wir in der Lage, die Betriebe und Eisenbahnen voll auszulasten, ohne daß sie auch nur einen Augenblick stillstehen. Wir haben mit allen Mitteln und Methoden den diesjährigen Plan für die zusätzliche Kohlegewinnung in allen Punkten zu erfüllen. Zu fördern ist besonders mehr Bitumenkohle. Die diesjährigen Aufgaben des Bezirkes Nord-Hamgyong bestehen vor allem darin, mehr Bitumenkohle in guter Qualität zu gewinnen und zu erreichen, daß deren Betriebe keine importierte Kohle mehr verwenden. Das ermöglicht es, Devisen einzusparen und einen großen Beitrag zum beschleunigten Wirtschaftsaufbau des Landes zu leisten.

Um die Kohleindustrie entwickeln zu können, muß man den Vortrieb planmäßig durchführen. Wenn man jedoch nur Kohle so fördert, wie es gerade kommt, kann in vieler Hinsicht deren weitere Gewinnung erschwert werden. Der Streckenvortrieb ist planmäßig vorzunehmen, und der Einsatz der Vortriebskräfte hat ebenfalls so zu erfolgen. Der Vortriebsplan ist exakt aufzustellen, und es muß verhindert werden, den Vortrieb nach Gutdünken vorzunehmen.

Für die Entwicklung der Kohleindustrie ist es wichtig, in großem Umfang Versuchsbohrungen durchzuführen. Zur intensivierten Erkundung auf den Kohlefeldern ist es notwendig, Bohringenieure und -techniker sowie andere Facharbeiter auszubilden und gleichzeitig die erforderlichen Bohrmaschinen und -materialien bereitzustellen. So ist es also notwendig, Versuchsbohrungen bis zu 500-1500 m niederzubringen.

Viele junge Menschen sollten in die Kohleindustrie gehen.

In den Kohlenbergwerken arbeiten heute nur wenige junge Kumpel. An ihnen mangelt es beispielsweise im Kohlenbergwerk Aoji. Das ist deshalb so, weil sie noch in überlebten Gewohnheiten befangen sind, die der japanische Imperialismus hinterlassen hat; sie glauben, nur die Älteren müßten im Schacht arbeiten. Die Parteiorganisationen und die DJV-Organisationen des Bezirkes Nord-Hamgyong haben unter den Jugendlichen keine gute ideologische Erziehungsarbeit geleistet.

Während des Vaterländischen Befreiungskrieges warfen sich viele unserer jungen Menschen mit ihrem Körper vor die Schießscharten der feindlichen Bunker und übernahmen alle schwierigen Aufgaben. Warum also sollten die älteren Leute heute körperlich schwere Arbeiten in den Schächten leisten, während sich junge Menschen leichte Arbeiten verrichten? Das ist auch in moralischer Hinsicht grundfalsch. Den unternehmungslustigen, energiegeladenen jungen Menschen kommt es zu, bei den körperlich schweren und mühsamen Arbeiten in der ersten Reihe zu stehen.

Damit viele Jugendliche in die Kohleindustrie gehen, muß man für sie in den Kohlengruben bessere Arbeitsbedingungen schaffen und sie gleichzeitig damit gründlich vertraut machen, daß die Arbeit eines Kumpels die ehrenvollste und erhabenste Pflicht der Jugendlichen ist. Die Parteiorganisationen und DJV-Organisationen haben die Aufgabe, unter den Jugendlichen die ideologische Erziehung zu verstärken, damit sie die Arbeit in unserer Gesellschaft zutiefst als größte Ehre empfinden.

In der Ausbeutergesellschaft war man stolz darauf, in den Tag hineinzuleben, ohne etwas zu tun. In unserer Gesellschaft betrachtet man dies aber heute als größte Schande und Unehre. Edel gesinnt und herausragend ist in unserer Gesellschaft derjenige, der mehr als andere schafft und sich bei körperlich schweren und mühsamen Arbeiten in die vorderste Reihe stellt. Die Parteiorganisationen müssen eine gesellschaftliche Atmosphäre herstellen, in der alle Menschen die Arbeit lieben und sich bei mühevoller Arbeit an die Spitze stellen.

Notwendig ist, für die Kumpels bessere soziale Bedingungen zu schaffen, unter ihnen die politische Arbeit zu verstärken, damit sie mehr Kohle fördern. Außerdem ist zu erreichen, daß man sich in allen Bereichen gewissenhaft für die Einsparung von Kohle einsetzt. Wenn man das Werk für synthetisches Petroleum Aoji mit mehr Elektroenergie versorgt, kann man, wie man sagt, 20 % Kohle einsparen. Das ist eine sehr interessante Sache, die zu erforschen wert ist. Durch die bessere Versorgung dieses Betriebes mit Elektroenergie, der viel Kohle verbraucht, muß Kohle eingespart werden. Dieser Tage habe ich die einzelnen Gebiete des Bezirkes Nord-Hamgyong besucht und festgestellt, daß es hier überall Elektro­energieressourcen gibt. Deshalb sollte man sich über einen Plan für den Aufbau von neuen Kraftwerken im Bezirk Gedanken machen.

Die Kohlenbergwerke des Bezirkes Nord-Hamgyong müssen ein Höchstmaß an Anstrengungen für die Übererfüllung des Plans der Kohleförderung unternehmen.

2. Über die Landwirtschaft

Für den planmäßigen Aufschwung unserer Landwirtschaft hat unsere Partei bereits seit den Kriegsjahren die Landwirtschaftspolitik durchgesetzt, die darauf gerichtet ist, die staatliche Landwirtschaft voranzubringen und zugleich die zersplitterte Einzelbauernwirtschaft schrittweise in Genossenschaften umzuwandeln.

Wenn sich in der Volkswirtschaft nur die Industrie planmäßig entwickelt und in der Landwirtschaft die zersplitterte Einzelbauern­wirtschaft bestehen bleibt, dann ist es nicht möglich, die proportionale Entwicklung der Industrie und Landwirtschaft zu gewährleisten; das erschwert sogar den Aufschwung der Industrie, ganz zu schweigen von der Verzögerung der Entwicklung der Landwirtschaft selbst. Aus diesem Grunde ist die Umwandlung der Einzelbauernwirtschaft in Genossenschaften entscheidend, um die Landwirtschaft voranzu­bringen. Nur auf diesem Wege ist es möglich, die gesamte Volks­wirtschaft des Landes planmäßig auszubauen.

Unsere Partei und die Regierung der Republik setzten sich auch unter schwierigen Bedingungen des Krieges verstärkt für die Bildung und Entwicklung von staatlichen Feldbau- und Viehzuchtbetrieben ein und investierten dafür erhebliche finanzielle Mittel. Die staatliche Viehwirtschaft; die im Feuer des Krieges geschaffen wurde, spielt bereits eine entscheidende Rolle bei der Fleischproduktion in unserem Land und nimmt einen raschen Aufschwung.

Unsere Bauern konnten sich bereits in Kriegszeiten, als es uns an Arbeitskräften und Zugvieh mangelte, anhand ihrer praktischen Erfahrungen von den Vorzügen und dem Nutzen der kollektiven Arbeit völlig überzeugen. Unsere Partei begann während des Krieges, unter Berücksichtigung herangereifter Bedingungen erstmals in unserem Land landwirtschaftliche Genossenschaften (LWG) versuchsweise zu bilden.

Die 6. Plenartagung des ZK der Partei, die unmittelbar nach dem Waffenstillstand stattfand, erkannte die schrittweise Überführung der zersplitterten Einzelbauernwirtschaft in Genossenschaften als die wichtigste Frage in der Politik unserer Partei auf dem Dorf nach dem Krieg und orientierte darauf, vor allem in den jeweiligen Kreisen einige LWG versuchsweise ins Leben zu rufen. So wurde überall in der nördlichen Hälfte der Republik die Organisierung von LWG umfassend in Angriff genommen. Allein die LWG der zweiten und dritten Form zählen heute in unserem Lande fast 1000.

Der genossenschaftliche Zusammenschluß der seit Jahrtausenden bestehenden Einzelbauernwirtschaft bedeutet eine gewaltige Um­wälzung für den Aufschwung unserer Landwirtschaft. Er ermöglicht es, die politisch-ökonomische Entwicklung unseres Landes erheblich zu beeinflussen, das Wachstum der sozialistischen Faktoren in Dörfern zu beschleunigen und den Sieg des Sozialismus zu gewährleisten. Nur der genossenschaftliche Zusammenschluß in der Landwirtschaft ermöglicht es die Lage der Bauern von Grund auf zu verbessern.

Ich komme jetzt vor allem auf die Tätigkeit der staatlichen Feldbau- und Viehzuchtbetriebe zu sprechen.

Da wir in den Industriezweigen keine großen Summen anlegen konnten, haben wir während des Krieges mehr Mittel für die Schaffung von staatlichen Feldbau- und Viehzuchtbetrieben investiert. Wir mußten jedoch unter den schwierigen Bedingungen des Krieges diese Betriebe – die Nutzflächen der Einzelbauern wurden nicht angetastet – auf brachliegenden, ertragsarmen Böden bauen. Das hatte zur Folge, daß wir große Entbehrungen auf uns nahmen und auch dem Staat nicht wenige Verluste entstanden. Die Arbeit dieser Betriebe konnten wir jedoch mit der Zeit und in dem Maße, wie die leitenden Funktionäre Erfahrungen sammelten, beträchtlich verbessern. Diese Betriebe verfügen jetzt über ein solides Fundament und haben sich dermaßen gefestigt, daß sie heute dem Staat keinen Verlust, sondern mehr Gewinn bringen. Ob diese Betriebe nun die vom Staat übertragene Verantwortung vollauf wahrnehmen oder nicht, hängt voll und ganz davon ab, wie die Funktionäre in diesen Bereichen arbeiten.

Im Bezirk Nord-Hamgyong gibt es viele staatliche Feldbau- und Viehzuchtbetriebe. In diesem Jahr beträgt die Fleischproduktion allein von den bezirksgeleiteten Viehzuchtbetrieben nahezu 900 t. Sie übertrifft damit bei weitem den Stand der Vorkriegszeit. Im laufenden Jahr werden alle unsere staatlichen Feldbau- und Viehzuchtbetriebe mehr als 6000 t Fleisch erzeugen. Verglichen mit dem Vorkriegsstand ist das ein großer Schritt nach vorn.

In den vergangenen Jahren kaufte der Staat unter den Bauern jährlich höchstens 3600 t Fleisch auf, was aber für die Bauern als Produzenten außerordentlich große Bürden mit sich brachte. Diese Erscheinungen durften nicht fortdauern. Das ZK der Partei verfolgte deshalb während des Krieges die auf die Entwicklung dieser Betriebe gerichtete Politik. Dem ist also zu danken, daß unsere staatlichen Feldbau- und Viehzuchtbetriebe heute jährlich 6000 t Fleisch erzeugen.

Da die Volksarmee, die Arbeiter und Angestellten mit Fleisch­erzeugnissen vollauf versorgt werden konnten, die diese Betriebe hergestellt haben, schufen die Partei und Regierung das System des Pflichtverkaufs von Fleisch ab. Das hatte zur Folge, daß den Bauern eine Bürde abgenommen und ihr Einkommen weiter erhöht wurde. Unsere staatlichen Feldbau- und Viehzuchtbetriebe sind heute Betriebe, die dem Staat und Volk großen Gewinn bringen.

All diese Tatsachen beweisen anschaulich die Richtigkeit der auf Organisierung, Festigung und Entwicklung dieser Betriebe unter schwierigsten Kriegsbedingungen gewiesenen Politik unserer Partei.

Wir haben auf der Grundlage der errungenen Erfolge die staatlichen Feldbau- und Viehzuchtbetriebe allseitig zu entwickeln. Erst dann können wir das Fleischproblem ergebnisreich lösen.

Auf welche Weise können wir nun diese Betriebe voranbringen?

Um diese Betriebe zu entwickeln, ist es vor allem erforderlich, die hier auftretenden ernsten Fehler rechtzeitig zu beseitigen. In den staatlichen Feldbau- und Viehzuchtbetrieben des Bezirkes Nord- Hamgyong gibt es noch viele Mängel.

Erstens ist festzustellen, daß die leitenden Funktionäre dieser Betriebe kein richtiges Verständnis für das System der wirtschaftlichen Rechnungsführung aufbringen und sich deshalb nicht gewissenhaft für diese Sache einsetzen.

Die Ursache hierfür liegt darin, daß die Funktionäre in der wirtschaftlichen Rechnungsführung fachlich nicht so geschult sind, wie es notwendig wäre. Das Landwirtschaftsministerium und der Bezirk sind verpflichtet, auf die Funktionäre der staatlichen Feldbau- und Viehzuchtbetriebe einzuwirken, damit sie sich darum bemühen, sich selbst zu finanzieren; trotzdem wurden aber in diesen Betrieben Schäden, die infolge der mangelhaften Rentabilität entstanden waren, mit Hilfe anderer Betriebe ausgeglichen. Das ist schließlich nicht anders zu werten, als daß die Funktionäre dieser Betriebe vom Landwirtschaftsministerium oder vom Bezirk darauf hingewiesen wurden, es wäre nicht so schlimm, wenn diese Betriebe nicht rentabel arbeiten. So herrscht also unter diesen Funktionären die üble ideologische Tendenz, daß es auch nichts ausmache, wenn dies der wirtschaftlichen Tätigkeit ihrer Betriebe zum Nachteil gereicht.

Zur Zeit gibt es in den Feldbau- und Viehzuchtbetrieben viele überflüssige Arbeitskräfte und Zugtiere. Wenn diese Betriebe rentabel genug produzieren wollen, dann müssen sie die Arbeitskräfte rationell einsetzen und so die Anzahl von überflüssigen Arbeitskräften und Zugtieren kühn reduzieren. Manche Funktionäre dieser Betriebe jedoch wollen damit nichts zu tun haben.

Der Staatliche Vereinigte Landwirtschaftsbetrieb Nr. 5 besitzt 3600 Hektar Felder, die den Anbauflächen eines kleinen Kreises entsprechen. Den Beschluß des ZK der Partei unterstützend, wurden innerhalb des Jahres 1953 in einem Gebiet Acker erschlossen, der den Anbauflächen eines kleinen Kreises entspricht. Das ist ein großer Erfolg. Selbst­verständlich stößt dieser Betrieb wegen der ertragsarmen Böden und infolge der Auswirkungen der kalten Witterungsbedingungen auf gewisse Hindernisse, aber er ist bei uns der größte seiner Art und eröffnet uns großartige Aussichten. Im vorigen Jahr hatte dieser Betrieb infolge von Dürreauswirkungen eine schlechte Ernte. Auch in anderen Gebieten des Bezirks Nord-Hamgyong gab es im Vorjahr wegen ungünstiger Witterungsbedingungen keine gute Ernte. Angesichts dieser Bedingungen kann man den Landwirtschaftsbetrieb Nr. 5 nicht als unrentabel bezeichnen, selbst wenn hier der vorjährige Ernteertrag nicht hoch war.

Eigentlich geht es darum, daß die Verwaltungsfunktionäre bei der Leitung des Landwirtschaftsbetriebes Nr. 5 eine schlechte Arbeits­einstellung haben. Der Direktor und die anderen Funktionäre dieses Betriebes machen sich keine Gedanken, wie sie arbeiten sollen, um durch eine betriebswirtschaftliche Tätigkeit dem Staat Gewinn zu bringen.

Die Verwaltungsfunktionäre des Landwirtschaftsbetriebes Nr. 5 denken nicht einmal an die Reduzierung von Arbeitskräften durch die Mechanisierung der Feldarbeit. Diesen Betrieb kann man modern mechanisieren, und hier gibt es auch Traktoren, Sämaschinen und viele andere Landmaschinen. Aber die Verwaltungsfunktionäre haben kein großes Interesse an der Mechanisierung, denken deshalb nicht an die Mechanisierung der Ackerbauarbeit.

Die Verwaltungsfunktionäre dieses Betriebes ziehen auch nicht in Betracht, die Rentabilität durch verbesserte Ackerbaumethoden zu erhöhen. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, daß man mehr Kartoffeln ernten kann, wenn man sie im Quadratnestverfahren anpflanzt. Wenn man solche Methoden einführt, kann der Landwirtschaftsbetrieb Nr. 5 mindestens 8 t Kartoffeln je Hektar einbringen; wenn man dies in Kartoffelstärke umrechnet, so entspricht das der Menge von l t Stärke je Hektar. Wenn man so auf einer Fläche von 1800 Hektar Kartoffeln anbaut, werden sich die daraus erworbenen Einkommen auf mehr als 100 Millionen Won belaufen. Und wenn man die anderen 1800 Hektar mit Hafer als Viehfutter bestellt und gleichzeitig in großem Ausmaß Hausvieh auf breiten Weideplätzen rings um den Betrieb hält, dann kann man in einem Jahr 800 t Fleisch produzieren.

Wenn sich die Verwaltungsfunktionäre eingehend mit ihren Pflichten für die Leitung des Betriebes befassen und auf dieser Grundlage die Arbeit richtig planen und organisieren, ist es ohne weiteres möglich, daß der Landwirtschaftsbetrieb Nr. 5 sich selbst finanziert und dem Staat großen Nutzen bringt.

Welche Arbeit muß man nun im Landwirtschaftsbetrieb Nr. 5 Punkt für Punkt durchführen?

Vor allem gilt es hier, die Ackerbauarbeiten zu mechanisieren und die Anzahl der Arbeitskräfte zu reduzieren.

In diesem Jahr haben wir im Kreis Junghwa des Bezirkes Süd- Phyongan durch die versuchsweise Schaffung vieler LWG und die Teilmechanisierung von Ackerbauarbeiten mit Hilfe des Staates zu 50-60 Prozent Reserven an Arbeitskräften ausfindig gemacht. Das beweist, daß die Feldbau- und Viehzuchtbetriebe, wenn sie die Ackerbauarbeiten mechanisieren, die Anzahl der Arbeitskräfte wesentlich reduzieren können. Die Arbeitskräfte sind die wertvollsten Schätze des Landes. In unserem Lande gibt es heute viele Zweige, die dringend Arbeitskräfte anfordern. Aber auf jedes Belegschaftsmitglied dieses Landwirtschaftsbetriebes entfällt eine Fläche von 3 Hektar, nachdem die Teilmechanisierung eingeführt wurde. Die bessere Mechanisierung in diesem Betrieb würde es ermöglichen, 10 Hektar pro Belegschaftsmitglied zu bearbeiten und so die Anzahl der Arbeitskräfte wesentlich zu reduzieren.

Die bezirksgeleiteten Viehzuchtbetriebe haben viele Arbeitskräfte und Zugviehbestände. Manche Verwaltungsfunktionäre verfügen über viel Reserven an Arbeitskräften, weil sie glauben, sich dadurch Autorität verschaffen zu können. Die Funktionäre der bezirksgeleiteten Viehzuchtbetriebe verfügen über viele Arbeitskräfte wie auch über viele Rinderbestände.

In der Geflügelfarm Hoeryong ist es um die Arbeit relativ gut bestellt, deren Direktor hat jedoch übermäßig viel Zugviehbestände. Der Betrieb hat ein Feld von 100 Hektar, auf dem man Futter anbauen kann. Für dessen Bestellungen reichen 10 Stück Zugvieh aus. Der Betrieb besitzt aber 30. Daraus ist zu ersehen, daß dieser Betrieb nicht rentabel produziert. So wie in der Geflügelfarm Hoeryong ist auch die Lage in den Viehzuchtbetrieben Kyongsong und Ryongje.

Wer gegen die Feinde mit der Waffe in der Hand gut gekämpft hat, war während des antijapanischen bewaffneten Kampfes ein guter Revolutionär, heute jedoch ist es derjenige, der gewissenhaft am Wirtschaftsaufbau teilnimmt. Der Wirtschaftsaufbau ist heute die Hauptsache für uns Revolutionäre. Um die wirtschaftliche Arbeit gut zu bewältigen, muß man sich reiche ökonomische Kenntnisse aneignen. Die Funktionäre der staatlichen Feldbau- und Viehzuchtbetriebe müssen ein richtiges Verständnis für das System der wirtschaftlichen Rechnungsführung aufbringen und sich dafür einsetzen, daß überflüssige Arbeitskräfte und Zugvieh reduziert sowie die Stellenpläne eingeschränkt werden. Die gesamte Partei muß einen energischen Kampf für die Verringerung der Zahl der Arbeitskräfte entfalten.

Der rationelle Arbeitskräfteeinsatz ermöglicht es, die Zahl von Arbeitskräften einzuschränken und mit wenigen Arbeitskräften mehr zu produzieren. Im Vorjahr hatten 61 Mitglieder einer Brigade des Viehzuchtbetriebes Kyongwon eine Ackerbaufläche von 49 Hektar zu bewirtschaften, aber in diesem Jahr entfielen auf 47 Personen 54 Hektar. Trotzdem ist die diesjährige Erntelage besser als im Vorjahr. Was die vorjährige Bodenbearbeitung betrifft, so betreute jeder Einzelbauer mehr als ein Hektar Reisfeld, aber jedes Mitglied der staatlichen Feldbau- und Viehzuchtbetriebe bearbeitete nur 0,8 Hektar Reisfeld, auf jeden Einzelbauern entfielen 2 Hektar Flächen, die nicht zum Reisfeld gehören, auf jeden Mitarbeiter genannter Betriebe hingegen nur 1 Hektar. Das besagt, daß in diesen Betrieben viele Arbeitskräfte noch immer verschwenderisch eingesetzt werden und daß es mehr solche Reserven gibt, die man reduzieren muß. Deshalb besteht der Staat nachdrücklich darauf, daß die staatlichen Feldbau- und Viehzuchtbetriebe die Anzahl der Arbeitskräfte einzuschränken haben.

Manche Funktionäre des Landwirtschaftsministeriums handeln jedoch dem Kurs der Partei auf die Reduzierung von Arbeitskräften in den staatlichen Feldbau- und Viehzuchtbetrieben zuwider. Sie sagen, in diesen Betrieben sei es schwierig, die Arbeitskräfte einzuschränken. Dabei berufen sie sich darauf, daß die Einzelbauern eigene Interessen verfolgen und daher viel arbeiten und die Leistungen bei der kollektiven Arbeit deshalb niedriger seien als bei den Einzelbauern, weil diese Arbeit nicht als eigene Sache angesehen wird. Die Überlegenheit der kollektiven Arbeit in Abrede zu stellen – das ist eine reaktionäre Auffassung. Es gibt keinen Grund, weshalb die Arbeits­leistungen in den staatlichen Feldbau- und Viehzuchtbetrieben mit allen günstigen Voraussetzungen nicht höher sein sollten als bei den Einzelbauern. Die kollektive Arbeit ermöglicht es, Disziplin und Ordnung zu schaffen, sich für die Arbeit zu begeistern und den Arbeitskräfteeinsatz rationell zu organisieren; und folglich können die Arbeitsleistungen ohnegleichen höher sein als bei der Tätigkeit eines einzelnen. Aus diesem Grunde ist auch in der Folgezeit in den staatlichen Feldbau- und Viehzuchtbetrieben die Zahl der Arbeitskräfte und des Zugviehs zu reduzieren.

Um den Produktionselan der Arbeiter weiter zu verstärken und die Arbeitskräftezahl zweckdienlich zu verringern, muß man unter anderem ein geeignetes Natural-Prämiensystem einführen. Wenn z. B. 5 Personen den Arbeitsanteil von 10 Personen bewältigt haben, muß man ihnen die entsprechende zusätzliche Natural-Belohnung zuerkennen. Dann ist es möglich, den Produktionselan der Arbeiter und die Arbeitsproduktivität zu erhöhen sowie die angestrebte Reduzierung von Arbeitskräften zu erreichen.

Zweitens ist in der Arbeit der staatlichen Feldbau- und Viehzuchtbetriebe im Bezirk Nord-Hamgyong sehr zu bemängeln, daß sie die Beschaffung von Futtermitteln vernachlässigen und mit ihnen überaus verschwenderisch umgehen.

Die Verordnungen des Landwirtschaftsministeriums für die staatlichen Feldbau- und Viehzuchtbetriebe schreiben nur die Verfütterung von Kraftfutter an Haustiere vor. Die Funktionäre der meisten dieser Betriebe klammern sich an diese Verordnungen und denken dabei, als wäre ohne solches Futter die Viehhaltung unmöglich. Das ist ein großer Irrtum. Wenn man Haustiere nur mit derartigem Futter halten wollte, würde man dem Staat großen Schaden zufügen. Es im Ausland zu verkaufen und dafür Fleisch zu erwerben wäre sogar günstiger, als mit Hilfe dieses Futters Fleisch zu produzieren. In irgendeiner Entenfarm verfüttert man an Enten Fische, und man kann doch wohl nicht sagen, es sei zweckdienlich, Enten mit Fisch zu füttern, womit wir heute nicht einmal die Menschen befriedigend mit Fisch zu versorgen imstande sind.

Zur Entwicklung der Viehwirtschaft darf man sich keineswegs lediglich auf dieses Futtermittel stützen. In den Viehzuchtbetrieben gilt es, all die schöpferischen Initiativen zu entfalten und so eine stabile Grundlage für verschiedene Futtermittel zu schaffen. Im Ausland werden Rinder mit Silage aus Kartoffelkräutern und Gerstenstroh gefüttert. Die Viehzuchtbetriebe in unserem Lande sollten bei der Viehhaltung ebenfalls wenig Kraftfutter verwenden, dafür aber mehr Silage aus Gräsern, Stroh usw.

Im Bezirk Nord-Hamgyong gibt es überall Gegenden, die sich zur Abweidung durch Schafe eignen. Dieser Bezirk muß viele Weideplätze schaffen. Darauf richtet man im Viehzuchtbetrieb Kyongwon jedoch sehr wenig Aufmerksamkeit. Seine Weiden sind bisher mit Sträuchern bewachsen, weil man sie nicht sorgfältig pflegt, und es ist sogar soweit gekommen, daß sie sich in völlige Wildnis verwandeln. Die hier arbeitenden Funktionäre sagen, es sei schwierig, die Sträucher zu beseitigen, weil es keine zusätzlichen Arbeitskräfte gebe. Das ist aber eine bloße Ausrede.

Das Gestrüpp von Sträuchern konnte sich deshalb so ausbreiten, weil die Betriebsfunktionäre ihre Arbeit nicht eigenschöpferisch organisierten. Wenn der Betriebsdirektor entsprechendes Augenmerk auf die Weideplätze gerichtet hätte, wären diese Sträucher entfernt worden. Hierfür wäre es möglich gewesen, auf der Grundlage einer Vereinbarung mit den örtlichen Partei- und Machtorganen die Schüler der nahe liegenden Mittelschulen während der Ferien einzusetzen.

Um die Futtermittel bereitzustellen, ist es wichtig, eine Basis für deren Erzeugung zu schaffen. Im Bezirk Nord-Hamgyong läßt man die Schwenden von mehr als 20 000 Hektar brachliegen und denkt nicht daran, sie als Futtererzeugungsbasis zu verwenden. Wenn man auf diesen Feldern Gräser aussät, um eine Anbaufläche für Futterpflanzen anzulegen, kann man eine zuverlässige Futtergrundlage schaffen. Die Futterpflanzungen sind nicht nur auf den wenigen Experimentierfeldern Kyongsong, sondern auch auf den brachliegenden Schwenden in zunehmendem Maße zu kultivieren. Es gibt, wie man sagt, keine Gräsersamen; aber die exakt organisierte Arbeit würde es ermöglichen, so viel Samen von Feldgräsern zu gewinnen, wie wir ihn benötigen.

Die Funktionäre der Viehwirtschaft müssen sich verstärkt einsetzen, um die Quellen von Futtermitteln maximal aufzuspüren und zu nutzen.

In den Viehzuchtbetrieben ist auch das Wanderabweiden in großem Umfang zu organisieren.

Die staatlichen Feldbau- und Viehzuchtbetriebe haben die Arbeiten zuverlässig zu mechanisieren. Dies betrifft alle Arbeiten, wo das möglich ist. Die Mechanisierung darf nicht mit Hilfe importierter Maschinen und Materialien erfolgen, sondern muß auf Eigeninitiative und aus eigener Kraft verwirklicht werden. Im Bezirk Nord-Hamgyong wurden die Jätmaschinen für Gespannzug in bester Qualität entwickelt und in zunehmendem Maße eingeführt. Die Entwicklung und Einführung dieser Maschinen ist ein bemerkenswerter Fortschritt, ein großer Erfolg, da in unserem Land die Feldarbeiten im ganzen noch nicht mechanisiert sind. Es gilt, diese Maschinen in großem Maße bekanntzumachen und zu erreichen, daß sie in anderen Bezirken angewendet und besonders in den staatlichen Feldbau- und Viehzucht­betrieben umfangreich genutzt werden. Für die Landwirtschaft sind viele leistungsstarke Landmaschinen herzustellen, um die Arbeiten aktiv mechanisieren zu können.

Eine der wichtigsten Aufgaben der staatlichen Feldbau- und Viehzuchtbetriebe besteht auch darin, ihre Beschäftigten rationell einzusetzen. Indem man sagt, daß es im Winter nichts zu tun gebe, denkt man in diesen Betrieben nicht daran, diese Arbeitskräfte rationell zu nutzen. Das darf nicht sein. Wenn man den Arbeitskräfteeinsatz exakt organisiert, dann ist es ohne weiteres möglich, sie im Winter rationell zu beschäftigen. Die Feldbau- und Viehzuchtbetriebe könnten in dieser Jahreszeit die landwirtschaftliche Vorbereitung für das kommende Jahr, den Bau von Viehställen, die Inventarinstandsetzung und Futtermittelverarbeitung sowie verschiedene Nebenwirtschaften, darunter den Fischfang, organisieren. Die Betriebe wie der Landwirtschaftsbetrieb Nr. 5 könnten im Winter Kartoffelstärke herstellen.

Den staatlichen Feldbau- und Viehzuchtbetrieben darf man keine gesonderten Arbeitskräfte für den Investbau zur Verfügung stellen. Es ist auch unangebracht, zusätzlich Arbeitskräfte für die Verarbeitungs­bereiche und andere Arbeitskräfte einzusetzen. Viehställe und dergleichen könnte man in der Zeit außerhalb der Hochsaison mit eigenen Arbeitskräften in einem solchen Ausmaß bauen, wie wir sie benötigen. Überhaupt ist es uns Koreanern zur Gewohnheit geworden, den Bau von Häusern oder deren Instandhaltung nicht im Sommer, sondern in der Zeit nach der Ernte oder vor dem Frühjahrspflügen in Angriff zu nehmen. Die Einzelbauern verstehen es auch, die Arbeitskräfte entsprechend den jeweiligen Jahreszeiten wirksam zu nutzen. Es kann also keinen Grund geben, weshalb die staatlichen Feldbau- und Viehzuchtbetriebe es nicht verstehen sollten, die Arbeits­kräfte saisongemäß rationell zu nutzen.

Eine andere wichtige Aufgabe der staatlichen Feldbau- und Viehzuchtbetriebe besteht darin, die landwirtschaftlichen Kulturen sachgemäß auszuwählen.

Zur Steigerung der Getreideerträge ist nach dem Prinzip „Auf den geeigneten Boden die geeignete Kultur“ der richtige Standort für die Kulturen festzulegen. Für den Bezirk Nord-Hamgyong sind Kartoffeln, Mohrenhirse und Mais, die hier gut gedeihen, sowie frostresistente Kulturen auszuwählen und anzubauen. Bei der Standortwahl für die Kulturen muß man sich auf jeden Fall an das Prinzip halten, die akklimatisierten und ertragreichen Kulturen, die der Boden­beschaffenheit entsprechen, festzulegen und anzubauen. Der Ernteertrag bei Mais, der im Gebiet Hoeryong angebaut wird, beträgt, wie man sagt, 3 t je Hektar. Das ist ein gutes Beispiel für den Anbau landwirtschaftlicher Kulturen entsprechend den örtlichen geographischen Bedingungen, der den erwünschten Ertrag gebracht hat.

Unser Land besitzt sehr viel Ackerböden außer Reisfeldern. In der nördlichen Hälfte des Landes betragen sie 1,5 Mio. Hektar, aber die Reisfelder nur 0,5 Mio. Hektar. Deshalb muß man sich verstärkt für die Ernteertragssteigerung derjenigen Kulturen einsetzen, die auf den Ackerflächen außer Reisfeldern angebaut werden.

Die Versuchsarbeiten zur Erhöhung des Nutzungsgrades des Bodens sind in großem Umfang durchzuführen. Die Mitarbeiter der landwirtschaftlichen Versuchsstationen dürfen nicht lediglich in den Stationen arbeiten, sondern müssen überall im Bezirk, aber an Ort und Stelle, die Kultivierungsversuche und Forschung bei landwirtschaft­lichen Kulturen vornehmen.

Ich gehe ferner auf die Probleme der verarmten Bauern und die Arbeiten der LWG ein.

Dank der richtigen Politik von Partei und Regierurig hat sich die Landwirtschaft unseres Landes auch unter den schwierigen Be­dingungen des Krieges weiterentwickelt, sind in einem Jahr nach dem Krieg die Wunden des Krieges im wesentlichen geheilt. Es entstanden aber nicht wenige wichtige Fragen, die unbedingt zu lösen sind.

Die 6. Plenartagung des ZK der Partei beschloß als Hauptaufgabe der Politik unserer Partei auf dem Dorf nach dem Krieg, innerhalb von zwei bis drei Jahren das Problem der verarmten Bauern – sie machen 30-40 Prozent aller Bauern unseres Landes aus – zu lösen und zugleich die LWG organisatorisch zu festigen.

Die Mehrheit der verarmten Bauern unseres Landes leben in Gebirgsgegenden und Küstengebieten. Partei und Regierung hatten seit langem eine Reihe von Maßnahmen getroffen, um die Lage der verarmten Bauern wesentlich zu verbessern. Das heißt, Partei und Regierung sorgten dafür, daß die ruinierten Bauern in einigen Gebirgsgegenden in Betriebe und ins Flachland geschickt wurden, und ergriffen gleichzeitig eine Reihe Maßnahmen und gewährten ihnen mehr staatliche Hilfe, damit sie in den Gebirgsgegenden und Küsten­gebieten ihre Lebenslage aus eigener Kraft gestalten konnten. Aber diese Bauern arbeiteten eigentlich auf zu begrenzten Flächen, bestellten zudem ertragsarme Böden, und so war es unmöglich, ihre Lebensfrage konsequent zu lösen.

Dieser Tage richteten wir beim Besuch von einzelnen Gebieten des Bezirks Nord-Hamgyong große Aufmerksamkeit auf die Verbesserung der Lebenslage der verarmten Bauern. Wir lernten in einzelnen Gebieten den Stand der Arbeiten in den LWG und den Fischereigenossenschaften kennen und unterhielten uns auch mit vielen Bauern und Fischern. Dadurch sind wir zur festen Überzeugung gelangt, daß wir die Probleme der verarmten Bauern innerhalb von zwei bis drei Jahren gänzlich klären können; daraus ziehen wir den Schluß, daß Partei und Regierung so schnell wie möglich entschiedene Maßnahmen zur Lösung der Probleme dieser Bauern ausarbeiten müssen.

Auf welche Art und Weise könnte man nun die Lebensfrage der verarmten Bauern lösen?

Zu diesem Zweck muß man in den Gebirgsgegenden Genossen­schaften, die Ackerbau und Viehzucht betreiben, und in den Küsten­gebieten Genossenschaften, die Ackerbau und Fischerei betreiben, organisieren.

Manche Bauern des Bezirkes Nord-Hamgyong sind jetzt wegen Mangels an Nahrungsmitteln in solch einer Situation, daß sie damit vom Staat versorgt werden müssen. Das ist darauf zurückzuführen, daß die Bauern lediglich auf das von ihnen auf den begrenzten Feldern erzeugte Getreide angewiesen sind. Welch auserlesenes Saatgut man auch in steinige Böden bringen würde, hier ist niemals solch eine gute Ernte zu erwarten wie in der Namuri-Ebene in Jaeryong. Wenn man die Lebensbedingungen der Bauern im Bezirk Nord-Hamgyong verbessern will, muß man verstärkt um die Steigerung der Erträge je Flächen­einheit ringen und zugleich die Nebenwirtschaften unter Nutzung der Berge und des Meeres in großem Umfang betreiben.

Unsere Vorfahren sagten schon, daß man in Gebirgsgegenden und Küstengebieten von den Gaben der Berge und des Meeres leben sollte; und fürwahr, die Berge und das Meer unseres Landes sind eine Schatzkammer. Das Gebirge und das Meer unseres Landes sind nicht nur herrlich; hier wachsen Bäume bzw. wandern verschiedenartige Fischschwärme. Wenn die Bauern im Bezirk Nord-Hamgyong das Gebirge und das Meer gut nutzen, ist es durchaus möglich, das Nahrungsmittelproblem zu lösen und auch das Bareinkommen zu erhöhen. Die Bauern in den Gebirgsgegenden und den Küstengebieten müssen das Gebirge und das Meer nutzen. Wenn sie sich lediglich an den Boden klammern, können sie ihre Wirtschaft nicht mehren. Die Organisierung von Genossenschaften, die sich mit Ackerbau und Viehhaltung oder mit Ackerbau und Fischfang befassen, ermöglicht es, mehr Arbeitskräfte freizusetzen, ausfindig zu machen und mit deren Hilfe verschiedene Nebenwirtschaften in großem Umfang zu betreiben.

Die Bauern bilden die absolute Mehrheit der Bevölkerung unseres Landes. Die Erhöhung des Lebensniveaus der Bauern bedeutet eben, die Lebenslage unseres gesamten Volkes zu verbessern. In den Gebirgsgegenden sind Genossenschaften, die Ackerbau und Viehzucht betreiben, und in den Küstengebieten Genossenschaften, die Ackerbau und Fischerei betreiben, zu organisieren. Die rings um die Stadt liegenden LWG müssen reichlich Gemüse anbauen. Auf solche Weise ist die Lebenslage der Bauern insgesamt zu erhöhen.

Gegenwärtig macht sich in einigen LWG die Tendenz bemerkbar, ohne jede Überlegung das Anlagevermögen zu mehren. Zu einer hiesigen LWG gehören rund 30 Gehöfte; wie man sagt, hat sie einen Traktor bestellt. Das ist eine ganz und gar nicht durchdachte Angelegenheit. Es ist nicht notwendig, daß LWG, deren Ausmaß so klein und deren ökonomisches Fundament so schwach ist, gegen­wärtig Traktoren besitzen. Die Landmaschinenausleihstationen haben die Aufgabe, den LWG Traktoren zur Verfügung zu stellen. Weshalb sollen sie dann Traktoren kaufen, was ihnen nur zum Nachteil gereicht?

Die LWG müssen ihre Produktion planmäßig durchführen; die genossenschaftlichen Betriebe sind in den Staatsplan der Volks­wirtschaft einzubeziehen und zu entwickeln.

Vom Jahr 1955 an sind den LWG die staatlichen Planauflagen zu erteilen. Nur so können sie wirklichen Nutzen bringen und die Überlegenheit der Genossenschaften über die Einzelwirtschaften beweisen.

Die LWG sind verpflichtet, folgerichtig den Plan aufzustellen, den Kampf für dessen Erfüllung zu entfalten, ebenso wie die staatlichen Betriebe um die Verwirklichung des Volkswirtschaftsplanes ringen, und dafür zu sorgen, daß die Verteilung exakt erfolgt.

Es gilt, in den LWG moderne Ackerbaumethoden gewissenhaft einzuführen und die Arbeitsdisziplin aktiv durchzusetzen.

Ein wichtiger Punkt bei der Entwicklung der landwirtschaftlichen Produktion besteht darin, das Saatgut und die Zuchtrassen zu verbessern. Zur Zeit gibt es in unserem Land viel ertragsarmes Saatgut und unergiebige Zuchttiere. Deshalb muß man das Saatgut und die Zuchtrassen verbessern. Diese Arbeit ist nicht auf einmal, sondern schrittweise durchzuführen.

Die Parteiorganisationen im Bezirk Nord-Hamgyong haben dafür zu sorgen, daß die staatlichen Feldbau- und Viehzuchtbetriebe und die LWG mehr Fleisch erzeugen. Im Bezirk Nord-Hamgyong muß jetzt das Jahresziel in der Fleischproduktion von 20 000 bis 30 000 t erreicht werden. So ist zu erreichen, daß es keine Bauernfamilien mehr gibt, die keinen Viehbestand haben, daß jede LWG Planauflagen für die Fleischproduktion erhält und die staatlichen Feldbau- und Viehzucht­betriebe den Plan für die Fleischproduktion in allen Punkten erfüllen.

3. Über das Fischereiwesen

Großen Anteil hat der Bezirk Nord-Hamgyong an der sich ent­wickelnden Fischwirtschaft unseres Landes. Er bestreitet ein Drittel unseres gesamten Fangertrages. Hwanghae ist als Bezirk bekannt, in dem man Reis produziert; und es sollte gesagt werden können, daß Nord-Hamgyong ein Bezirk für Fleischproduktion und Fischfang ist. Die bisherigen Fangerträge im Bezirk Nord-Hamgyong können uns jedoch nicht befriedigen.

Das ZK der Partei betrachtet die Entwicklung der Fischwirtschaft als außerordentlich wichtige Aufgabe auf der gegenwärtigen Etappe und traf zu deren Erfüllung eine Reihe von Maßnahmen. Aber im Fischereiwesen treten immer noch viele Mängel auf.

Die größte Schwäche besteht hier darin, daß man sich gegenüber dem Fischfang passiv verhält. Alle Arbeiten sind gewissenhaft durchzuführen, ebenso muß man sich aktiv für den Fischfang anstrengen. Es ist ein Ausdruck der passiven Einstellung zur Arbeit, wenn man tatenlos da sitzt und nur wartet, bis Fischschwärme eintreffen. Einige Fischereibetriebe konnten die diesjährigen Fangpläne bei Makrelen nicht erfüllen. Das ist hauptsächlich darauf zurückzuführen, daß sich die Mitarbeiter der Fischereibetriebe ihrer Arbeit gegenüber passiv verhielten.

Die Mitarbeiter der Fischerei müssen, erfüllt vom Willen, das Meer zu bezwingen, auf See hinausfahren und mehr denn je die Fangerträge erhöhen. Man muß sowohl auf hoher See wie auch an den Küsten Fische fangen, muß die sich der Küste nähernden Fischschwärme aufbringen, während man die in die Hochsee ziehenden Fischschwärme verfolgen und fangen muß. Auf diese Weise muß man den Fischfang weiter intensivieren. Nur dann kann man in kurzer Zeit hohe Fang­ergebnisse erreichen.

Außerdem besteht in der Fischerei ein wesentlicher Mangel darin, daß man die Fangzeit nicht lange genug ausdehnt. Gegenwärtig betreibt man den Fischfang als Kampagne zur Zeit des Myongthae– oder Makrelenfangs. Besonders im Sommer dieses Jahres hatten die Fangschiffe und die Fischerei Stillstandzeiten, weil man den unbefrie­digenden Makrelenfang mit einem größeren Fang von Myongthae zu dessen Fangzeiten ausgleichen wollte. Das ist eine sehr schlechte Sache. Überaus falsch ist die Auffassung, daß die Funktionäre des Fischereiwesens den Fangplan durch solch einen erhöhten Fang von Myongthae nur mengenmäßig erfüllen wollten, anstatt im Sommer verschiedene hochwertige Fischarten zu fangen. Unter Berück­sichtigung lediglich der Fangzeiten die Arbeitskräfte jahreszeitlich und oft zu verlegen, hat zur Folge, daß man weder den erwünschten Fangertrag erzielen noch dem Wunsch der Fischer, die Produktion zu steigern, entsprechen noch ihre Lebenslage stabilisieren kann. Aus diesem Grunde muß man in diesem Bereich mehr Fangtage auf dem Meer ansetzen, mit hiesigen Arbeitskräften ununterbrochen Fischfang betreiben, ohne die Fangschiffe vor Anker gehen zu lassen.

Im Fischereiwesen muß man nicht nur die Küstenfischerei, sondern auch die Hochseefischerei kühn organisieren.

Es gilt, die modernen technischen Erkenntnisse aktiv anzuwenden, den Fischfang zu mechanisieren und die Suche nach Fischschwärmen in großem Umfang durchzuführen.

Eine wichtige Aufgabe des Fischereiwesens besteht darin, die Verarbeitung von Meeresprodukten zu mechanisieren. Der entsprechende technische Stand ist gegenwärtig rückständig, wodurch es unmöglich ist, den Fangertrag rechtzeitig zu verarbeiten. Dem Fischereiwesen wurden bereits vor vielen Jahren Auflagen erteilt, für die Herstellung von Maschinen zu sorgen, mit denen man Fische ausnehmen kann. Sie sind jedoch noch immer nicht verwirklicht. In diesem Zweig ist die Verarbeitung von Meeresprodukten auf jeden Fall zu mechanisieren.

Die aktuellen Aufgaben der Mitarbeiter der Fischwirtschaft bestehen darin, um die Überbietung des Fischfangplans zu ringen und konsequent Vorbereitungen zu treffen, um mehr Fisch fangen zu können. Einwandfrei vorzubereiten ist besonders der verstärkte Sardinenfang in der kommenden Saison.

Die Ministerien für Leichtindustrie und Fischereiwesen müssen konkrete Maßnahmen ausarbeiten, um mehr Fleisch- und Fisch­verarbeitungswerke zu bauen.

Um mehr Fisch fangen und die Einkommen der betreffenden verarmten Bauern erhöhen zu können, soll der Staat die Arbeit umfassend organisieren, damit mehr kleine Fischkutter mit 2-3 t oder 8-10 t Ladefähigkeit gebaut und den Bauern in den Küstengebieten, insbesondere den Genossenschaften, die Ackerbau und Fischerei betreiben, ausgeliehen werden können.

4. Über das Kommunalverwaltung

In der Kommunalverwaltung des Bezirks Nord-Hamgyong sind ebenfalls nicht wenige Mängel zu verzeichnen.

Während des Krieges wurden die Gebiete des Bezirkes Nord- Hamgyong nicht so sehr zerstört als andere. Mit Ausnahme der Stadt Chongjin und der Kim-Chaek-Stadt wurden andere Kreisstädte dieses Bezirkes weniger beschädigt. Im Bezirk Nord-Hamgyong läßt jedoch die Kommunalverwaltung noch zu wünschen übrig. Was die Stadt Chongjin betrifft, so gibt es hier viele geräumige, leerstehende Wohn­häuser, aber man denkt nicht einmal an deren Wiederherstellung, Instandsetzung oder Nutzung, sondern baut viele kleine unange­messene, häßliche, provisorische Häuser. Durch die Wiederherstellung und Renovierung von vorhandenen Gebäuden ist sowohl die Stadt wiederaufzubauen als auch die Wohnraumfrage zu lösen, selbst wenn dafür zusätzliche Geldmittel investiert werden müßten. Falls es auch danach an Wohnraum mangelt, muß man notwendige Gebäude neu bauen.

Im Bezirk Nord-Hamgyong werden die Gebäude ebenfalls so verteilt, wie es gerade kommt. In der Stadt Chongjin verwendet man das modern eingerichtete Haus an der Hauptstraße als Verwaltungsgebäude, und solch eine öffentliche Dienstleistungsinstitution wie das staatliche Warenhaus ist in einem Gebäude in einer Nebengasse der Stadt unter­gebracht, das einem Lager gleicht. Diese negativen Erscheinungen sind sofort zu beseitigen.

In der Kommunalverwaltung gibt es den ernsten Mangel, daß sich bei der Nutzung von Gebäuden betriebsegoistische Tendenzen bemerk­bar machen. Besonders neigen dazu häufig die Institutionen, die dem Ministerium für Verkehrswesen unterstellt sind. Was die Eisenbahn betrifft, so bewohnt man kaum die Wohnhäuser der Eisenbahner in Rajin, die während der Herrschaft des japanischen Imperialismus gebaut wurden. Man übergibt sie aber auch nicht anderen, damit sie diese reparieren und nutzen. Obwohl es hier viele leerstehende ange­messene Ziegelhäuser gibt, hatte das zur Folge, daß andere Zweige diese weder renovieren noch bewohnen lassen konnten und daß man unter Aufwendung von vielen Arbeitskräften und Finanzmitteln ein neues Lagerhaus für die Aufbewahrung von Naturalien bauen mußte. Diese Erscheinungen kann man überall in einzelnen Gebieten feststellen. Das ist darauf zurückzuführen, daß die Bezirks-, Stadt- und Kreisvolks­komitees, die örtlichen Volksmachtorgane, nicht so arbeiteten, wie es sich für einen Hausherrn geziemt.

Manche leitenden Funktionäre der Institutionen und Betriebe im Bezirk Nord-Hamgyong richten keinerlei Aufmerksamkeit auf die Wohnbedingungen der Arbeiter und Angestellten. Was das Kohlen­bergwerk Aoji betrifft, so gibt es hier viele Wohnhäuser, die leerstehen und die man unter einem gewissen Arbeitsaufwand mühelos reno­vieren, umgestalten und nutzen könnte; aber die leitenden Funktionäre sagten, es gäbe überhaupt keine Wohnungen, und stellten dabei den Arbeitern mit vielen Familienangehörigen 1-Zimmer-Wohnungen zur Verfügung.

Im Bezirk Nord-Hamgyong muß man die Gebäude, die leerstehen, sofort instand setzen und nutzen.

Abschließend möchte ich noch über einige andere Fragen sprechen.

Alle staatlichen Betriebe sollen das System der wirtschaftlichen Rechnungsführung folgerichtig einführen.

Sie müssen aktiv darum ringen, sich selbständig zu finanzieren und dem Staat großen Gewinn zu bringen. Wir können nicht sagen, daß ein Betriebsdirektor, der dem Staat keinen Gewinn bringt, im Interesse der Partei, des Staates und des Volkes gute Arbeit leistete.

Die staatlichen Betriebe, die das System der wirtschaftlichen Rechnungsführung einführen, müssen die inneren Reserven umfassend aufspüren und mobilisieren, durch einen rationellen Arbeitskräfte­einsatz die Vergeudung von Arbeitskraft konsequent beseitigen und die Anzahl der Arbeitskräfte reduzieren, die Bewegung für die Material­einsparung rege entfalten sowie die Arbeiten in starkem Maße mechanisieren. So ist es notwendig, die Selbstkosten der Produktion zu senken, die erhöhte Rentabilität zu sichern und dem Staat weiter wachsenden Gewinn zuzuführen.

Außerdem haben die Betriebsdirektoren, die Arbeiter und Techniker, erfüllt von starkem Verantwortungsgefühl, wie ein Mann mit der Einstellung zu arbeiten, Herren des Landes zu sein.

Um die Wirtschaft anleiten zu können, muß man sich entsprechende Kenntnisse aneignen. Alle Funktionäre müssen sich verstärkt einsetzen, um das Niveau des ökonomischen Wissens zu heben.

Es gilt, unter den Arbeitern die politische Arbeit zu verstärken und die Bewegung für die Erweiterung der Reihen von Helden der Arbeit und von Neuerern der Produktion als Massenbewegung zu entfalten. So sind die Reihen der fortschrittlichen Arbeiter ununterbrochen zu erweitern und im Kampf für den Wiederaufbau und die Entwicklung der Volkswirtschaft nach dem Krieg mehr Aktivisten, namhafte Erfinder und Initiatoren wie auch Helden der Arbeit hervorzubringen. Während des Krieges wurden in der Volksarmee die Bewegung der Flugzeugjägergruppen und die der Scharfschützengruppen ins Leben gerufen, ebenso muß man an der Front der Arbeit einschlägige Bewegungen in großem Umfang entfalten, aus denen viele Helden der Arbeit und viele Neuerer der Produktion hervorgehen werden.

In dieser Hinsicht haben die Parteiorganisationen und die gesellschaftlichen Organisationen der Betriebe nicht im erforderlichen Maße gerungen, und folglich ist die gesellschaftliche Atmosphäre um solche Bewegungen noch nicht vollauf geschaffen. Die Betriebs­parteiorganisationen müssen die Bewegung für die Erweiterung der Reihen von Helden der Arbeit und von Neuerern der Produktion ganz energisch entfalten.

Die Betriebe sind verpflichtet, Prämien korrekt zu gewähren, die Arbeit für die staatlichen Auszeichnungen gut zu organisieren und das Natural-Prämiensystem richtig einzuführen.

Die politische Arbeit ist unter der Jugend zu intensivieren. Die Parteiorganisationen und DJV-Organisationen müssen die Erziehungs­arbeit unter den Jugendlichen verstärken und so erreichen, daß sie vom Gefühl, die Arbeit für ehrenhaft zu halten, und von patriotischem Geist erfüllt sind sowie an der gesellschaftlichen und politischen Tätigkeit aktiv teilnehmen. An der Front der Arbeit muß die Jugend bei der körperlich schweren und mühsamen Arbeit in der vordersten Reihe stehen, ebenso wie sie in den vordersten Reihen der Volksarmee kämpft.

In den Betrieben sind Disziplin und Ordnung in starkem Maße durchzusetzen. Es ist eine strenge Arbeitsdisziplin herzustellen und jede Tendenz, sie zu verletzen, energischer zu bekämpfen.

Zu verstärken ist die Einzelleitung. Gegenwärtig gibt es dabei zwei Tendenzen. Unter Berufung auf die zu intensivierende Einzelleitung ignoriert man einerseits die kollektive Beratung; mit dem Hinweis auf die zu verstärkende kollektive Leitung schwächt und läßt man die Einzelleitung andererseits außer acht. Die eine wie die andere ist negativ. In letzter Zeit sind bei manchen Betriebsdirektoren solche Abweichungen festzustellen, daß sie die übergeordnete Instanz ignorieren, deren Direktiven formal nachkommen sowie deren Befehle nicht akzeptieren. Diese Abweichungen sind konsequent auszumerzen.

Im ganzen genommen, besteht die Aufgabe der Parteiorganisationen im Bezirk Nord-Hamgyong erstens darin, den Dreijahrplan der Volkswirtschaft und andere neue Auflagen konsequent zu erfüllen und besonders für die unbedingte Überbietung der Pläne der Kohleindustrie und der Forstwirtschaft aktiv zu kämpfen, zweitens darin, in der Erhöhung des Lebensniveaus der verarmten Bauern eine Hauptpflicht zu sehen und um deren Verwirklichung aktiv zu ringen, drittens darin, die Lebenslage des Volkes als Ganzes ununterbrochen zu stabilisieren und zu verbessern, indem die Betriebe der Leichtindustrie und die örtlichen Industriebetriebe mehr preisgünstige Artikel des Grund­bedarfs in guter Qualität produzieren.

Ich bin fest davon überzeugt, daß die Parteiorganisationen, die Parteimitglieder und die Bevölkerung im Bezirk Nord-Hamgyong, fester denn je um das Zentralkomitee der Partei und die Regierung der Republik geschart, die Aufgaben des Dreijahrplans für den Wiederaufbau und die Entwicklung der Volkswirtschaft nach dem Krieg ergebnisreich erfüllen werden.