10. Oktober 1945 // Reden
Kim Il Sung // Über die Schaffung einer marxistisch-leninistischen Partei in unserem Lande und die aktuellen Aufgaben der Partei

Über die Schaffung einer marxistisch-leninistischen Partei in unserem Lande und die aktuellen Aufgaben der Partei

10. Oktober 1945

Bericht auf dem Gründungskongreß des Zentralen Organisationskomitees der KP Nordkoreas


Quelle: Kim Il Sung, Gesammelte Werke, Band 1


Genossen!

Heute haben wir uns an diesem Platz versammelt, um die marxis­tisch-leninistische Partei, die ruhmreiche Vorhut der Arbeiterklasse, zu bilden.

Die Vorbereitungsarbeiten zur Gründung einer marxistisch­leninistischen Partei wurden in unserem Lande während des langwierigen blutigen Kampfes gegen den räuberischen japanischen Imperialismus un­ermüdlich in die Wege geleitet. Die koreanischen Kommunisten entfalteten einen hartnäckigen Kampf für die Gründung einer revolutionären Partei der Arbeiterklasse und vergossen dabei viel Blut. Die Gründung der KP, die wir in der Vergangenheit so sehr wünschten, ist heute für uns Wirklichkeit geworden; und so erblicken wir die unschätzbare Frucht des unermüdlichen langjährigen Kampfes der koreanischen Kommunisten.

Die Gründung der KP wird für die Entwicklung der revolutionären Bewegung unseres Landes und im sozio-politischen Leben des koreani­schen Volkes ein historisches Ereignis von großer Tragweite sein. Durch die Gründung der KP werden unsere Arbeiterklasse und die werktätigen Massen einen wahren Vertreter und Verteidiger ihrer Inte­ressen haben; die koreanische Revolution wird über ihren kämpferi­schen Stab verfügen.

Wir alle sind verpflichtet, mit Enthusiasmus an der Gründung der marxistisch-leninistischen Partei und an der Diskussion über die vor der Partei stehenden schwierigen Aufgaben teilzunehmen und die histori­sche Mission, die die Revolution den koreanischen Kommunisten aufer­legte, vollständig zu erfüllen.

1. Über die Schaffung des Zentralen Organisationskomitees der KP Nordkoreas

Genossen!

Die heutige innere und äußere Situation des Landes entwickelt sich günstig für den Kampf unseres Volkes zur Neugestaltung des Vater­landes.

Der Zweite Weltkrieg endete mit dem großen Sieg des antifaschisti­schen demokratischen Lagers; dadurch veränderte sich grundlegend das Kräfteverhältnis auf dem internationalen Schauplatz. Im Zweiten Welt­krieg wurden die faschistischen Staaten wie Deutschland, Italien und Ja­pan zerschmettert und alle imperialistischen Großmächte geschwächt. Die reaktionären Kräfte der Welt befinden sich auf dem Weg des Untergangs. Hingegen wachsen und erstarken die internationalen demokratischen Kräfte von Tag zu Tag. Die internationale Position der Sowjetunion nahm außerordentlich zu, ihre Macht wurde noch stabiler. Viele vom Joch des Faschismus und Imperialismus befreite Länder Europas und Asiens schlugen den demokratischen Entwicklungsweg ein, und überall in der Welt nimmt der nationale Befreiungskampf der Völker der Kolonien und der abhängigen Staaten an Intensität zu. Heute eröffnet sich eine neue Phase im revolutionären Kampf der fortschrittlichen Völker der Welt für Frieden, Demokratie, nationale Unabhängigkeit und Sozialismus.

Auch die Situation in unserem befreiten Land gestaltet sich entschieden günstig für die Revolution. Unser Volk, das lange Zeit unter der Kolonial­herrschaft des japanischen Imperialismus ohne jede Freiheit und jedes Recht unterdrückt lebte, schlug mit der Befreiung am 15. August den Weg zur Schaffung eines neuen, demokratischen Lebens ein, indem es überall im ganzen Lande den letzten verzweifelten Versuch des japani­schen Imperialismus zum Scheitern brachte und die projapanischen Ele­mente und Vaterlandsverräter entlarvte und verurteilte. Sofort nach der Befreiung des Landes begann man, in den verschiedenen Regionen des ganzen Landes demokratische politische Parteien und gesellschaftliche Organisationen zu schaffen, unter der Führung der Kommunisten Volks­komitees als Machtorgane des Volkes zu bilden und den Kampf zu entfal­ten, um auf allen Gebieten der Politik, der Wirtschaft und der Kultur die Folgen der Kolonialherrschaft des japanischen Imperialismus zu beseitigen und ein freies, unabhängiges, neues Korea aufzubauen. Unter unseren von Freude über die Freiheit und Befreiung erfüllten Arbeitern, Bauern und an­deren Schichten und Kreisen des patriotischen Volkes brodelt heute ein hehrer patriotischer Enthusiasmus; sie erheben sich wie ein Mann zum Aufbau des Landes.

Wie gesagt, unser befreites Volk zeichnet ein sehr hoher revolutionä­rer Geist aus, und die revolutionäre Kraft ist der reaktionären Kraft ent­schieden überlegen.

Aber die heutige Lage unseres Landes ist sehr kompliziert, und auf dem Weg der Revolution gibt es verschiedene Schwierigkeiten und Hindernisse.

Die projapanischen Elemente, die Vaterlandsverräter und die anderen Reaktionäre wüten wie besessen, um den Aufbau eines neuen, demokra­tischen Koreas zu behindern, wobei sie mit den verschwörerischen Ma­chenschaften der reaktionären Kräfte des Weltimperialismus Schritt halten. Die reaktionären Elemente, die nach der Niederlage des japanischen Imperialismus durch die machtvolle, revolutionäre Stimmung der Volksmassen unter Druck gesetzt waren, setzten unverzüglich mit dem Eindringen der US-Truppen in den Süden des 38. Breitengrades Erwar­tungen auf sie und erhoben wieder ihr Haupt. Die projapanischen und proamerikanischen Elemente und die Verräter an der Nation sammeln reaktionäre Kräfte, zimmern verschiedene reaktionäre politische Partei­en und Organisationen zusammen und versuchen, unsere revolutionären Kräfte zu spalten und die Volksmassen auf den reaktionären Weg zu führen. Außerdem treten auch Renegaten der Revolution und politische Wucherer aller Schattierungen auf und trachten danach, die heutige verwirrte Situation für ihre politischen Zwecke auszunutzen, und behin­dern den organisatorischen Zusammenschluß der werktätigen Massen, indem sie die Bevölkerung auf ihre Seite zu ziehen versuchen.

Der revolutionäre Enthusiasmus unserer Volksmassen ist heute sehr hoch, sie kennen jedoch noch nicht genau den Kurs des befreiten Korea und können noch nicht als eine organisierte Kraft am Aufbau des Lan­des teilnehmen.

In dieser Situation sind wir Kommunisten verpflichtet, die verschwö­rerischen Machenschaften der Klassenfeinde und aller Opportunisten zu vereiteln und so schnell wie möglich die breiten, patriotischen und de­mokratischen Kräfte allumfassend zusammenzuschließen sowie die Massen auf den richtigen Weg zu führen. Für diesen Zweck muß vor allem die marxistisch-leninistische Partei geschaffen werden.

Ob die koreanische Revolution richtig durchgeführt wird oder nicht, hängt entschieden davon ab, wie die Führung der marxistisch­leninistischen Partei gewährleistet wird. Ohne die Führung durch die marxistisch-leninistische Partei kann man die Massen nicht richtig für den revolutionären Kampf organisieren und mobilisieren und keinen Sieg in der Revolution erringen.

Deutlich belegt das auch die Geschichte des revolutionären Kampfes in unserem Lande. In der Vergangenheit brach bei uns im Lande mehrmals ein Massenkampf gegen die japanischen Aggressoren aus, darunter auch die Bewegung des 1. März. Aber dieser Massenkampf vollzog sich spontan und unorganisiert, weil er in einer international ungünstigen Situation und dazu noch ohne die Führung der revolutionären Partei der Arbeiterklas­se stattfand; schließlich endete er mit einem Mißerfolg. Wir dürfen keines­falls diese bittere Lehre vergessen.

Zur Überwindung der schwierigen Phase in der Gegenwart und zur er­folgreichen Verwirklichung der koreanischen Revolution müssen wir so schnell wie möglich die marxistisch-leninistische Partei gründen und die Führung unserer Revolution durch die Partei unentwegt sichern. Nur wenn die richtige Führung durch die revolutionäre Partei der Arbeiterklasse ge­währleistet wird, ist es möglich, die günstige Lage in der Revolution richtig zu nutzen und die Schwierigkeiten zu überwinden sowie den Aufbau eines neuen Korea zu beschleunigen. Wir müssen mit aller Kraft eine mächtige marxistisch-leninistische Partei schaffen und so die breiten Volksmassen vereinigen sowie die koreanische Revolution schnell entwickeln.

Bei der Gründung der marxistisch-leninistischen Partei in unserem Lande gilt es, die Tatsache unbedingt in Betracht zu ziehen, daß das be­freite Heimatland in Süd und Nord geteilt ist und sich diese beiden Teile in einer entgegengesetzten Lage befinden.

In Nordkorea, wo die sowjetischen Truppen stationiert sind, bestehen günstige Bedingungen für die Entwicklung der Revolution. Diese Truppen, die die Freiheit und Unabhängigkeit der schwachen und kleinen Nationen achten, haben nach dem Einmarsch in Nordkorea die Machenschaften der projapanischen Elemente, der nationalen Verräter und der anderen Reaktio­näre durchkreuzt und unterstützen aktiv den Kampf unseres Volkes für den Aufbau eines demokratischen souveränen und unabhängigen Staates. Folglich öffnet sich heute ein breiter Weg in Nordkorea, der es ermög­licht, die große Sache, die Neugestaltung des Vaterlandes, erfolgreich zu verwirklichen.

Die Lage in Südkorea, das von US-Truppen okkupiert wurde, ist je­doch diametral entgegengesetzt. Die US-Truppen deklarierten sofort nach der Landung in Südkorea, daß sie als Militäradministration im Ge­biet südlich des 38. Breitengrandes fungieren und sich alle Leute den Befehlen der Besatzungstruppen bedingungslos unterzuordnen haben. Durch die Einführung der Militäradministration in Südkorea behindern heute die US-Truppen auf jede Weise revolutionäre Aktionen der Kommunisten und des patriotischen Volkes, beschirmen und fördern aktiv die landesverräterischen reaktionären Kräfte. Infolgedessen wird Südkorea in einen Schauplatz verwandelt, auf dem die projapanischen Elemente, die Verräter an der Nation und die anderen Reaktionäre willkürlich agieren können.

In dieser Situation ist es unmöglich, sofort eine einheitliche Partei, die die Kommunisten Nord- und Südkoreas umfaßt, zu schaffen. Trotzdem dürfen wir nicht die Hände in den Schoß legen und warten, bis die Bedingungen für die Schaffung einer einheitlichen Partei heranreifen. Die heute in Nord- und Südkorea entstandene diametral entgegengesetzte politische Lage erfordert dringend, in Nord- und Südkorea entsprechend den Besonderheiten in der betreffenden Region die Revolution zu entwickeln und die Gründung der Partei zu beschleunigen. Wir müssen das Zentrale Organisationskomitee der KP Nordkoreas als ein mächtiges zentrales Leitungsorgan der Partei bilden, wobei wir die in Nordkorea geschaffenen günstigen Bedingungen nutzen.

Nur durch die Bildung des Zentralen Organisationskomitees der KP Nordkoreas ist es möglich, die in den verschiedenen Gebieten geschaf­fenen Organisationen der KP als Einheit zusammenzuschließen und die organisatorische und ideologische Einheit der Reihen der Kommunisten zu verwirklichen sowie den Stab unserer Revolution zu festigen. Eben­falls nur durch die Bildung des Zentralen Organisationskomitees der KP Nordkoreas kann man die breiten Massen zusammenschließen und den Staat erfolgreich aufbauen sowie Nordkorea in eine feste Basis der korea­nischen Revolution verwandeln.

Wir müssen durch die Bildung des Zentralen Organisationskomitees der KP Nordkoreas die Volksmassen richtig führen und so unsere Revo­lution tatkräftig voranbringen.

2. Über die organisatorische Linie der Partei

Genossen!

Die KP, die wir schaffen, soll der wahrhafte Vortrupp der koreani­schen Arbeiterklasse und der mächtige politische Stab sein, der die ko­reanische Revolution unentwegt zum Sieg führt. Um diese revolutionäre Partei zu gründen, muß man sich unentwegt an die Prinzipien des Auf­baus der marxistisch-leninistischen Partei halten.

In Seoul und in allen anderen Orten treten jetzt die „Helden“ aller Gruppierungen auf, und jeder stellt seine Behauptung auf und versucht, eine Partei im Widerspruch zu den Prinzipien des Aufbaus der marxis­tisch-leninistischen Partei zu schaffen. Manche Leute gehen sogar so­weit, für sich irgendeine „dritte Partei“ zu organisieren. Diese Versuche sind eine sektiererische und konterrevolutionäre Handlung; sie unter­gräbt die Einheit der Reihen der Kommunisten und stiftet in der Arbeit für den Aufbau der Partei Verwirrung.

Ein Rückstrom der Konterrevolution kann den Strom der Revolution nicht besiegen. Indem wir alle sektiererischen und konterrevolutionären Machenschaften einiger Elemente konsequent durchkreuzen und unent­wegt die Prinzipien des Aufbaus der marxistisch-leninistischen Partei be­folgen, müssen wir eine wahrhaft revolutionäre Partei bilden.

Beim Aufbau unserer Partei ist es vor allem wichtig, ein festes orga­nisatorisches Rückgrat der Partei zu schaffen. Wir müssen eine Partei gründen, deren Kern bildende Kräfte die besten Kommunisten sein sollen, die im langen, harten revolutionären Kampf um die Freiheit und Unab­hängigkeit des Vaterlandes erprobt und gestählt wurden.

Das organisatorische Rückgrat korrekt zu schaffen, ist eine sehr wich­tige Frage beim Aufbau der marxistisch-leninistischen Partei. Nur wenn die marxistisch-leninistische Partei mit den bewährten Kommunisten als Rückgrat organisiert wird, die sich im Kampf eine feste revolutionäre Weltanschauung angeeignet und reiche Erfahrungen gesammelt haben, kann sie eine revolutionäre Partei werden, die fest den Klassenstandpunkt der Arbeiterklasse vertritt, kann sie eine kämpferische Partei werden, die ihre historische Mission richtig erfüllt, ohne vor Hindernissen und Schwierigkeiten zu schwanken.

Die Auflösung der im Jahre 1925 gegründeten Kommunistischen Partei Koreas, die ihre historische Mission nicht erfüllen konnte, hing in der Hauptsache damit zusammen, daß ihr organisatorisches Rückgrat nicht stabil war. Die Partei war damals nicht in der Arbeiterklasse und in den anderen breiten Massen verwurzelt; außerdem nahmen die Fraktionsma­cher führende Stellungen in ihr ein; von Ehrgeiz und Karrierismus befal­len, stritten sie miteinander nur um führende Posten. Deshalb konnte die Partei nicht die Einheit ihrer Reihen erreichen und nicht die Unterdrü­ckung des japanischen Imperialismus überwinden und mußte sich drei Jah­re nach ihrer Gründung auflösen. Wenn sie mit wahren Revolutionären, den fortschrittlichen Elementen der Arbeiterklasse, als Kern fest organi­siert worden wäre, hätte sie ihre Existenz unentwegt bewahren, den Mas­senkampf organisieren und leiten können, wie brutal auch die Unterdrü­ckung durch den japanischen Imperialismus und wie ungünstig auch die Bedingungen für ihre Tätigkeit gewesen sein mögen.

Wir müssen diese historischen Lehren beherzigen und die Schaffung eines festen organisatorischen Rückgrates der Partei vorrangig beachten.

Im früheren 15jährigen bewaffneten antijapanischen Kampf wuchsen zahlreiche Kommunisten heran, die das Vaterland und das Volk heiß lieben und der Revolution grenzenlos treu sind. Ohne Rücksicht auf ihre blühende Jugend und ihr Leben kämpften die wahren Söhne und Töch­ter Koreas heldenhaft in der finstersten Zeit der Kolonialherrschaft des japanischen Imperialismus mit der Waffe in der Hand nur für die Wie­dergeburt des Vaterlandes und für die Freiheit und das Glück des Vol­kes. Während des langjährigen harten bewaffneten antijapanischen Kampfes wappneten sie sich fest mit der marxistisch-leninistischen Stra­tegie und Taktik, eigneten sich die Arbeitsfähigkeit und die Arbeitsme­thode an, die breiten Massen zu erziehen und sie für den revolutionären Kampf richtig zu organisieren und zu mobilisieren. Auch im illegalen revolutionären Kampf, der im Inland unter dem unmittelbaren Einfluß des bewaffneten antijapanischen Kampfes entfaltet wurde, wuchsen ausgezeichnete Kommunisten heran. Sie sind eben die wahren Patrioten Koreas und die wirkliche Avantgarde der koreanischen Arbeiterklasse und der werktätigen Massen.

Die KP sollte selbstverständlich mit diesen revolutionären Kämpfern als Rückgrat organisiert werden. Nur dann kann sie als eine mächtige marxistisch-leninistische Partei mit Kampf- und Führungskraft erstarken und sich entwickeln.

Wir müssen solch eine Partei aufbauen, die die im langwierigen, re­volutionären Kampf gestählten besten Kommunisten als Kern hat und die Kommunisten, die im In- und Ausland am vielfältigen antijapani­schen Kampf teilnahmen, in sich vereinigt.

Nicht wenige Kommunisten, die seinerzeit im In- und Ausland tätig waren, haben keine ideologische Stählung durch ein systematisches Or­ganisationsleben erfahren. Deshalb übertreiben heute einige von ihnen ihre früheren Verdienste und handeln nicht so, wie es einem Kommunis­ten zukommt. Das ist aber eine äußerst seltene Erscheinung. Aus diesem Grund soll man also sie nicht alle schlecht einschätzen.

Heute, da die Partei geschaffen wird, sollten wir nicht mit Vorurteilen und Voreingenommenheit die Genossen grundlos verdächtigen oder iso­lieren. Wir sollen die Kommunisten sehr achten, die in jener schweren

Zeit, als das Vaterland ein trauriges Schicksal erlebte, mit revolutionärer Gesinnung am revolutionären Kampf teilnahmen, und dafür sorgen, daß sie sich alle in den Reihen unserer Partei vereinigen und tatkräftig zur Par­teiarbeit und zum Aufbau des Landes beitragen.

Damit die KP als Vortrupp der Arbeiterklasse konsequent die Inte­ressen der Arbeiter, Bauern und der anderen werktätigen Massen vertei­digen und als der Stab der koreanischen Revolution ihre Rolle richtig wahrnehmen kann, muß sie durch die ständige Verbesserung ihrer Zu­sammensetzung klassenmäßig gestärkt werden und in den werktätigen Massen tiefe Wurzeln schlagen. Indem wir die fortschrittlichen Elemen­te der Arbeiter und Bauern aktiv in die Reihen der Partei aufnehmen, müssen wir unsere Partei zur politischen Massenpartei entwickeln, de­ren festes Fundament das Proletariat bildet.

Die KP muß auf der Grundlage der einheitlichen marxistisch­leninistischen Leitgedanken organisiert und geleitet werden.

In der KP, dem Vortrupp der Arbeiterklasse, kann es keine andere als die marxistisch-leninistische Ideologie geben. Erst wenn die ganze Partei allein mit dem marxistisch-leninistischen Leitgedanken ausge­rüstet und auf deren Grundlage geführt wird, kann sie stählerne Einheit und Geschlossenheit erringen und ihre Mission, allen Stürmen trot­zend, ausgezeichnet erfüllen. Sollte eine dem Marxismus-Leninismus widersprechende Idee innerhalb der Partei auch nur im geringsten Gel­tung erlangen, würde sie als eine organisierte Abteilung ihre Kampf­kraft verlieren und in einen Klub verwandelt.

Die Einheit im Denken, Wollen und Handeln ist die Quelle der Macht der marxistisch-leninistischen Partei. Wir müssen aktiv darum ringen, die Einheit der ganzen Partei im Denken, Wollen und Handeln auf der Grundlage der marxistisch-leninistischen Leitgedanken zu ver­wirklichen.

Infolge der Besonderheiten der Entwicklung der kommunistischen Bewegung unseres Landes wird der Kampf für die Einheit der Partei im Denken, Wollen und Handeln heute als eine besonders wichtige Frage beim Aufbau unserer Partei aufgeworfen.

In der Vergangenheit gab es in unserem Lande keine einheitliche marxistisch-leninistische Partei und wirkten nicht wenige Kommunisten zersplittert im In- und Ausland. Infolgedessen nahm die Tendenz des Liberalismus, des Strebertums und des Lokalpatriotismus unter man­chen Leuten zu. Besonders die Fraktionsmacherei, die in der Anfangs­periode der kommunistischen Bewegung unseres Landes entstand, hat man nicht völlig beseitigt; die Fraktionsmacher setzten ihre Machen­schaften in verschiedenen Formen fort. Durch die Kolonialherrschaft des japanischen Imperialismus, die nahezu ein halbes Jahrhundert ange­dauert hat, verbreitete sich zudem die bürgerliche Ideologie aller Arten im Bewußtsein unseres Volkes.

Diese Tatsache besagt, daß für die Wahrung der ideologischen Rein­heit in der kommunistischen Bewegung unseres Landes viele Hindernisse entstehen können und daß die konterrevolutionäre ideologische Strömung in die Partei eindringen, in ihr Desorganisation und Disziplinlosigkeit be­wirken kann. Wir müssen deshalb die Wachsamkeit erhöhen und konse­quent gegen alle antimarxistischen ideologischen Elemente auftreten.

Um die Einheit der Partei im Denken, Wollen und Handeln zu si­chern, ist es vor allem notwendig, die Fraktionsmacherei und den Lokalpatriotismus mit der Wurzel auszurotten.

Die Fraktionsmacherei ist eine äußerst schädliche antimarxistische Ideologie; sie darf in unserer Partei nicht geduldet werden. Ohne die Fraktionsmacherei mit der Wurzel auszureißen, ist es unmöglich, die Einheit und Geschlossenheit der Partei zu erreichen und ihre Kampf­kraft zu verstärken.

Nicht nur in der Vergangenheit fügte die Fraktionsmacherei der kom­munistischen Bewegung unseres Landes großen Schaden zu, sondern sie behindert auch heute auf diese und jene Weise den Aufbau unserer Partei und unseres Staates. Die von der Fraktionsmacherei angesteckten Leute gieren nur danach, in den guten Ruf zu kommen und Karriere zu machen. Sie verleumden die Genossen und säen Zwietracht zwischen ihnen; öf­fentlich billigen sie alles und halten nur zum Schein Disziplin ein, bilden jedoch hinter den Kulissen Gruppierungen und hecken Diversionsma­chenschaften aus. Gegenwärtig lassen manche Leute nicht von der Ge­wohnheit der Fraktionsmacherei ab und schwatzen in Grüppchen über dieses und jenes: Die „Seouler Zentrale“ nicht zu unterstützen, sei eine fraktionsmacherische Handlung, und in der Partei solle ein gewisser Je­mand den Führungsplatz einnehmen. So versuchen sie, ihre dunklen poli­tischen Absichten zu realisieren.

Der Lokalpatriotismus unterscheidet sich dem Wesen nach nicht von der Fraktionsmacherei. Die örtlichen Separatisten benehmen sich so, als ob sie die Klügsten und ihre „Theorien“ die besten in der Welt wären, und geben sich als „Allmächtige“ aus. In den Augen dieser Menschen gibt es keine Organisation, keine Vorgesetzten und kein Zentralkomitee der Partei. Einige Leute gebärden sich in den Bezir­ken stets als Wichtigtuer und schwätzen lauthals davon, daß nur sie den „richtigen Weg“ gehen; sie handeln willkürlich in den Bezirken, was den Aufbau unserer Partei und die Entwicklung der gesamten koreanischen Revolution behindert.

Wir müssen die Schädlichkeit der Fraktionsmacherei und des Lo­kalpatriotismus genau erkennen und die Speerspitze des Kampfes auf deren Ausmerzung richten. Man darf sich keinesfalls mit dem gerings­ten Anzeichen von Fraktionsmacherei und Lokalpatriotismus abfinden, sondern muß die Umtriebe der Fraktionsmacher und der örtlichen Se­paratisten mit scharfem Auge verfolgen. Unter den Mitschuldigen der ehemaligen Fraktionsmacher sollen wir natürlich den Leuten helfen, die sich ihrer Fehler tief bewußt und bemüht sind, die sektiererischen Gewohnheiten abzulegen, damit sie den richtigen Weg gehen. Gegen diejenigen Leute aber, die auch heute immer noch fraktionsmacheri­sche Handlungen begehen und dadurch Hindernisse für die Einheit und Geschlossenheit der kommunistischen Reihen auftürmen, muß man einen kompromißlosen Kampf entfalten.

Um die Einheit der Partei im Denken, Wollen und Handeln zu si­chern, muß man auch gegen den linken und rechten Opportunismus auftreten.

In unseren kommunistischen Reihen regen sich jetzt Elemente des lin­ken Opportunismus. Einige Leute wärmen ultralinke „Theorien“ auf und behaupten, daß nur sie wahre Revolutionäre seien. Sie meinen, unsere Revolution sei ein „Klassenkrieg“, und sprechen lauthals nur über den Kampf zwischen den Klassen. Heute, da alle patriotischen demokrati­schen Kräfte vereint werden müssen, palavern sie nur über den Kampf zwischen den Klassen; das ist wirklich absurd. Die Haltung der linken Elemente gleicht genau dem Handeln der Lakaien des Imperialismus, die versuchen, uns von innen her zu spalten und die breiten Volksmassen dar­an zu hindern, daß sie für den Staatsaufbau organisiert und mobilisiert werden. Die mit der Wirklichkeit nicht übereinstimmende Behauptung der linken Elemente zeugt schließlich davon, daß sie Scheinkommunisten sind.

Manche Leute vertreten außerdem die Tendenz des rechten Oppor­tunismus. Die rechten Elemente ignorieren die Selbständigkeit der Ar­beiterklasse; sie berufen sich dabei auf die Bildung der nationalen Einheitsfront und versuchen sogar, in sie die projapanischen Elemente und die Verräter an der Nation einzubeziehen, die das Land und die Nation preisgaben. Unser Ziel, eine nationale Einheitsfront zu bilden, besteht jedenfalls darin, die Volksmacht zu errichten und die koreanische Revolution erfolgreich zu verwirklichen. Deshalb dürfen wir keineswegs auf einem prinzipienlosen „großen Zusammenschluß“ bestehen. Die Hal­tung der rechten Elemente hat nichts mit der Haltung der Kommunisten gemein. Wenn sie ihren falschen ideologischen Standpunkt nicht aufge­ben, gibt es für sie keinen Platz in unseren revolutionären Reihen.

Derartige Tendenzen des linken und rechten Opportunismus, die in den Reihen der Kommunisten auftreten, bilden große Hindernisse für die Wah­rung der Einheit der Partei im Denken und Wollen und die Verwirklichung unserer Revolution. Wir müssen durch den verstärkten Kampf gegen den linken und rechten Opportunismus aller Schattierungen die marxistisch­leninistischen revolutionären Prinzipien konsequent verteidigen.

Unter dem Vorwand, gegen den linken und rechten Opportunismus aufzutreten, dürfen wir aber nicht wahllos alle Leute als Opportunisten brandmarken. Weil einige Genossen noch ein niedriges politisch­theoretisches Niveau haben, könnten sie die Probleme nicht richtig ein­schätzen und falsche Meinungen vertreten. Wir dürfen diese Leute nicht als Menschen ansehen, denen Tendenzen des linken oder rechten Oppor­tunismus anhaften, sondern müssen sie unermüdlich erziehen, damit sie alle Fragen konkret zu analysieren und richtig zu beurteilen vermögen.

Wir müssen jegliche ideologische Strömung gegen die Revolution einschließlich der Fraktionsmacherei und des Lokalpatriotismus restlos hinwegfegen und dafür sorgen, daß sich alle Parteimitglieder fest mit der marxistisch-leninistischen revolutionären Ideologie ausrüsten. Auf diese Weise gilt es zu erreichen, daß die ganze Partei auf der Grundlage nur einer revolutionären Ideologie denkt und handelt und ihre stählerne Einheit und Geschlossenheit gewährleistet wird.

Die Disziplin der Partei zu verstärken, ist ein entscheidendes Unter­pfand für die organisatorische und ideologische Festigung der Partei und für die korrekte Durchsetzung ihrer Linie und Politik. Deshalb muß die marxistisch-leninistische Partei unbedingt großes Augenmerk darauf le­gen, eine revolutionäre Parteidisziplin herzustellen.

Unsere Parteimitglieder sind noch nicht mit der marxistisch­leninistischen Theorie ausgerüstet und im revolutionären Kampf wenig erfahren; außerdem ist unter ihnen auch die Ideologie der Fraktionsma­cherei erhalten geblieben. Unter diesen Bedingungen ist es für uns beson­ders wichtig, die Parteidisziplin zu verstärken.

Die Disziplin in der marxistisch-leninistischen Partei ist eine auf dem demokratischen Zentralismus beruhende Disziplin. Bei der Ausarbei­tung ihrer Linie und Politik muß es für die KP eisernes Prinzip sein, sich unbedingt auf den schöpferischen Willen der Massen der Parteimitglie­der zu stützen. Gleichzeitig muß sie gewährleisten, daß alle Parteimit­glieder ihre konstruktiven Meinungen rückhaltlos äußern und sich an die Parteiorgane aller Ebenen bis zum Zentralkomitee mit den Vorschlägen über die Parteiarbeit ungehindert wenden können. Unter dem Vorwand, die Demokratie sei zu entfalten, darf man jedoch nicht von der auf dem demokratischen Zentralismus beruhenden Disziplin abgehen. Eine prin­zipienlose „Demokratie“ ist für die Stärkung und Entwicklung der Partei schädlich.

In unserer Partei muß das Prinzip unbeirrt eingehalten werden, daß sich der Einzelne der Organisation, die Minderheit der Mehrheit, das unterstellte dem übergeordneten Organ und die gesamte Partei ihrem Zen­tralkomitee unbedingt unterordnet. Wer gegen dieses Prinzip des demo­kratischen Zentralismus auftritt, zerstört die Parteidisziplin. Wir dürfen nicht im geringsten solch eine Erscheinung dulden, daß in der Partei die auf dem demokratischen Zentralismus beruhende Disziplin verletzt wird.

In der Einhaltung der Parteidisziplin gibt es keine Unterschiede zwi­schen Vorgesetzten und Unterstellten; alle Parteimitglieder sind ver­pflichtet, sich ein und derselben Parteidisziplin unterzuordnen. Unsere Parteimitglieder müssen ausnahmslos die festgelegte Disziplin der Par­tei aufrichtig einhalten.

Eine besonders wichtige Frage für die Verstärkung der Parteidiszip­lin besteht darin, daß sich alle Parteimitglieder den Beschlüssen der Par­tei unbedingt unterordnen. Natürlich kann jeder vor der Annahme eines Parteibeschlusses über die aufgeworfenen Fragen im Einklang mit den demokratischen Prinzipien diskutieren. Nach der Verabschiedung eines Parteibeschlusses darf man aber nichts daran aussetzen oder dessen Verwirklichung sabotieren. Wir müssen die Parteimitglieder dazu veran­lassen, daß sie revolutionäre Eigenschaften erwerben, sich der Linie, der Politik und den Beschlüssen der Partei bedingungslos zu unterwerfen und diese konsequent zu verwirklichen.

Die revolutionäre Disziplin der Partei kann man nur auf der Grund­lage des hohen Bewußtseins der Massen der Parteimitglieder herstellen. Die KP ist verpflichtet, die Erziehung der Parteimitglieder im Geiste der Disziplin zu verstärken und dafür zu sorgen, daß sie die Parteidisziplin bewußt befolgen und entschlossen gegen Disziplinlosigkeiten kämpfen.

Durch die Herstellung einer wahrhaft revolutionären Parteidisziplin müssen wir unsere Partei in eine machtvolle und einheitliche Organi­sation verwandeln, die unter der einheitlichen Führung des Zentralko­mitees der Partei mit ein und demselben Denken und Wollen handelt.

Die marxistisch-leninistische Partei muß unbedingt ein Parteistatut ha­ben. Es ist das zu befolgende Gesetz für die Tätigkeit der Parteimitglieder und der Parteiorganisationen. Im Statut unserer Partei müssen die Taug­lichkeit als Parteimitglied, die Prozeduren für die Parteiaufnahme, die Pflichten und Rechte des Parteimitgliedes, disziplinarische Maßnahmen der Partei, Organisationsprinzip und -system der Partei, Finanzfragen der Partei usw. klar und eindeutig festgelegt werden. Wir müssen das Partei­statut schnell fertig stellen und alle Parteiorganisationen und Parteimit­glieder anweisen, darauf fest gestützt zu handeln.

Wir müssen beim Aufbau der Partei die marxistisch-leninistischen Prinzipien konsequent durchsetzen und unsere Partei in eine unbesieg­bare stählerne Partei, in den autoritativen Stab der koreanischen Revolu­tion verwandeln.

3. Über die politische Linie der Partei

Genossen!

Vor den koreanischen Kommunisten steht heute die wichtige Aufgabe, unser befreites Volk auf den richtigen Weg zu führen und damit die große Sache, die Neugestaltung des Vaterlandes, erfolgreich zu verwirklichen.

Um diesen Auftrag erfolgreich zu erfüllen, müssen wir zunächst den Charakter und die Aufgaben der koreanischen Revolution in der gegenwärtigen Etappe gut begreifen. Nicht wenige Genossen verste­hen heute nicht genau, welche Entwicklungsetappe die koreanische Revolution durchläuft; deshalb haben sie keine richtige Kenntnis über die vor uns stehenden revolutionären Aufgaben. Durch eine gründliche Analyse der Realität Koreas müssen wir den Charakter und die Aufga­ben der koreanischen Revolution in der gegenwärtigen Etappe klar und deutlich verstehen und so alle Tätigkeiten entfalten.

In der Vergangenheit hielt der japanische Imperialismus lange Zeit un­ser Land okkupiert, betrieb eine grausame Kolonialpolitik und hemmte sehr stark die kapitalistische Entwicklung bei uns im Lande. Der japani­sche Imperialismus wurde zerschmettert, und Korea hat sich befreit. Aber in unserem Lande bleiben die Überreste des japanischen Imperialismus und die feudalen Verhältnisse nach wie vor erhalten. Das sind große Hin­dernisse für die Entwicklung unserer Gesellschaft. Deshalb befindet sich unser Land heute in der Etappe der antiimperialistischen und antifeudalen demokratischen Revolution. Ausgehend von diesem Charakter der korea­nischen Revolution, müssen wir unsere Aufgaben bestimmen.

In der Militärwissenschaft gibt es ursprünglich die erste und die nächste Aufgabe. Bei einem Angriff gegen die Feinde besteht die erste Aufgabe darin, die Front zu durchbrechen, und die nächste, die feindli­che Hauptbasis zu vernichten. Man kann ebenfalls sagen, daß es auch bei der Durchführung der koreanischen Revolution die erste und die nächste Aufgabe gibt; wir befinden uns also jetzt in der Etappe, in der wir die erste Aufgabe verwirklichen.

Im Augenblick geht es uns darum, die Überreste des japanischen Impe­rialismus und die feudalen Überreste hinwegzufegen, die demokratische Entwicklung des Landes zu erreichen und seine vollständige Souveränität und Unabhängigkeit zu erkämpfen. Für diesen Zweck gilt es unweigerlich, eine demokratische Volksrepublik zu schaffen. Die demokratische Volks­republik ist eine wahrhafte Volksmacht, die die Interessen der Arbeiter, der Bauern und der anderen breiten Volksmassen verficht und repräsentiert, ist eine Waffe der Revolution, die die vollständige Souveränität und Unab­hängigkeit des Landes und das Aufblühen unserer Nation gewährleistet. Wir müssen unser Vaterland zum reichen, starken, demokratischen, souve­ränen und unabhängigen Staat entwickeln, indem wir eine demokratische Volksrepublik schaffen. Das ist gerade die vor uns stehende politische Hauptaufgabe in der gegenwärtigen Etappe.

Ausgehend von dieser politischen Hauptaufgabe, stehen vor unserer Partei folgende wichtige Aufgaben:

Erstens muß man die Kraft dafür einsetzen, eine demokratische natio­nale Einheitsfront zu bilden, die alle patriotischen und demokratischen, politischen Parteien und Gruppen umfaßt, und so die breiten patriotischen und demokratischen Kräfte zu vereinigen und dann eine demokratische Volksrepublik zu schaffen, die die vollständige Souveränität und Unab­hängigkeit unserer Nation gewährleistet.

Um die wahrhafte Volksmacht zu errichten und den Aufbau eines neuen demokratischen Koreas erfolgreich zu verwirklichen, müssen wir die Arbeiter, Bauern und die anderen breiten Volksmassen aktiv organisieren und mobilisieren. Heute halten die verschiedenen Schich­ten und Kreise des Volkes nicht einheitlichen Schritt beim Staatsauf­bau. Die verschiedenen politischen Kräfte handeln isoliert voneinander und wollen die Massen jeweils auf ihre Seite ziehen. In dieser Situati­on müssen wir die demokratische nationale Einheitsfront bilden, wenn wir die Volksmassen vereinigen und sie für den Staatsaufbau in erfor­derlichem Maße organisieren und mobilisieren wollen.

Bei der Bildung der demokratischen nationalen Einheitsfront muß die KP die Prinzipien bewahren: ihre Selbständigkeit konsequent zu verteidi­gen und alle Kräfte aus den verschiedenen Schichten und Kreisen, die das Land und die Nation lieben, allumfassend zu vereinigen, wobei die Ten­denz des Schwankens der nationalen Bourgeoisie und von anderen Kräften der Mittelschichten zu überwinden ist. Nur dann ist es möglich, eine Hand voll projapanischer Elemente, Vaterlandsverräter und anderer reaktionärer Elemente zu isolieren und die breiten Volksmassen für sich zu gewinnen sowie die demokratische Volksrepublik erfolgreich zu gründen.

Wir müssen aktive Anstrengungen unternehmen, um die demokra­tische nationale Einheitsfront zu bilden, die, ganz zu schweigen von den Arbeitern und Bauern, alle patriotischen und demokratischen Kräfte – die Angehörigen der Intelligenz, die Gläubigen und selbst die loyal gesinnten nationalen Kapitalisten – umfaßt. So muß man einen energischen Kampf entfalten, um die verschiedenen patriotischen Schichten und Kreise des Volkes fest zusammenzuschließen und auf dieser Grundlage die demokratische Volksrepublik zu errichten.

Um die demokratische Volksrepublik aufzubauen, ist es erforderlich, vor allem in Nordkorea schnellstens eine demokratische nationale Ein­heitsfront ins Leben zu rufen und mit den vereinten Kräften der Volks­massen ein zentrales Machtorgan Nordkoreas zu bilden. Nur durch die Schaffung des zentralen Machtorgans Nordkoreas ist es möglich, in Nordkorea die demokratische Revolution konsequent durchzuführen und unsere Revolution aktiv voranzutreiben sowie das feste Fundament für den Aufbau eines reichen, mächtigen, demokratischen, souveränen und unabhängigen Staates zu legen. Unsere Absicht ist es, in Nordkorea durch die Koalition sämtlicher politischer Parteien und Gruppen alle patriotischen demokratischen Kräfte der verschiedenen Schichten und Kreise zusammenzuschließen und, gestützt auf sie, vorläufig als zeitwei­lige Macht das Provisorische Volkskomitee Nordkoreas zu bilden; diese Arbeit müssen wir tatkräftig vorantreiben.

Zweitens ist eine reibungslose demokratische Entwicklung des Landes zu sichern, indem die größten Hindernisse beim Aufbau eines demokratischen Staates – die Überreste der Kräfte des japanischen Imperialismus und die Lakaien der Weltreaktion sowie alle anderen reaktionären Elemente – vollständig hinweggefegt werden.

Obwohl nach der Befreiung unseres Vaterlandes zwei Monate ver­gangen sind, gibt es nach wie vor Lakaien des japanischen Imperialis­mus, sind die Gutsbesitzer und Kompradorenbourgeois als Klasse noch nicht liquidiert. Die projapanischen Elemente, die Verräter an der Nati­on und die anderen reaktionären Elemente betreiben im Verborgenen unter den verschiedenen Schichten und Kreisen der Massen alle ver­schwörerischen Machenschaften, um den Aufbau des demokratischen Korea zu behindern. Ohne diese reaktionären Kräfte hinwegzufegen, ist es unmöglich, eine demokratische Regierung zu bilden und unsere Re­volution erfolgreich zu verwirklichen.

Durch die Organisierung und Mobilisierung der Volksmassen müssen wir einen mächtigen Kampf gegen alle reaktionären Elemente einschließ­lich der projapanischen Elemente und der Vaterlandsverräter entfalten. Alle verschwörerischen Machenschaften der Feinde sind rechtzeitig zu entlarven und zu zerschmettern; es muß erreicht werden, daß sie sich nicht in die Volksmachtorgane und die revolutionären Reihen einschlei­chen. Erst dann ist es möglich, die demokratische Entwicklung des Lan­des zu beschleunigen und ein Land des Volkes aufzubauen, in dem die werktätigen Massen glücklich leben können.

Für den erfolgreichen Aufbau eines neuen Korea ist es unerläßlich, die reaktionären Kräfte auszuschalten und gleichzeitig die ideologischen Überreste des japanischen Imperialismus mit der Wurzel auszurotten.

Obwohl der japanische Imperialismus geschlagen worden ist, hat das alte ideologische Gift, das die japanischen Imperialisten in unserem Lande verspritzten, tiefe Wirkungen hinterlassen. Die ideologischen Überreste des japanischen Imperialismus hindern uns heute in dieser oder jener Weise am Aufbau unseres Landes.

Indem wir unter den Volksmassen den Kampf für das Ausmerzen der ideologischen Überreste des japanischen Imperialismus tatkräftig entfal­ten und die demokratische Erziehung intensivieren, müssen wir erreichen, daß das ganze Volk von hohem Nationalstolz und von Selbstvertrauen erfüllt sowie mit der erhabenen Idee für den Aufbau des Staates und der gesunden demokratischen Ideologie ausgerüstet ist. So muß man dafür sorgen, daß alle mit dem neuen Geist die Neugestaltung des Vaterlandes in Angriff nehmen.

Drittens muß man in allen Orten die Volkskomitees als die wahre Volksmacht organisieren, demokratische Reformen durchführen, die Wirtschaft wiederherstellen und entwickeln, das materielle und kulturel­le Lebensniveau der Bevölkerung heben und damit das unerschütterliche Hauptfundament für den Aufbau eines demokratischen unabhängigen Staates legen.

Um die gesamtkoreanische provisorische Regierung zu schaffen, soll­ten wir vor allem in allen Orten Volkskomitees organisieren. So schnell wie möglich müssen wir in allen Orten Volksmachtorgane errichten, so daß die Volksmassen als Herren der Macht aktiv am Aufbau des Landes teilnehmen und die Vorbereitungsarbeiten für die Bildung einer einheitli­chen demokratischen Regierung beschleunigen können.

Die Verwirklichung demokratischer Reformen ist ein gesetzmäßiges Erfordernis für die Entwicklung der koreanischen Revolution und ein dringender Wunsch unseres Volkes. Durch die demokratischen Reformen sind auf allen Gebieten die kolonialen und feudalen Überreste auszumer­zen, ist der Weg für die demokratische Entwicklung der Gesellschaft zu eröffnen und der Wunsch unseres Volkes zu erfüllen, die Wirtschaft und Kultur wiederherzustellen und zu entwickeln und das neue, freie und glückliche Leben zu schaffen.

Mit der Bodenreform müssen wir auf dem Dorf die feudalen Produk­tionsverhältnisse und die reaktionäre Kraft, die Klasse der Gutsbesitzer, liquidieren, die Bauernmassen von der jahrhundertealten Rückständig­keit und dem Elend befreien sowie den Weg für die Entwicklung der landwirtschaftlichen Produktivkräfte und der gesamten Wirtschaft er­öffnen. Indem wir die Bauern von der feudalen Ausbeutung befreien und sie zu wahren Herren des Bodens machen, müssen wir die Land­wirtschaft entwickeln, das neue, demokratische Dorf aufbauen und die Bauernmassen veranlassen, daß sie selbst zusammen mit der Arbeiter­klasse, der fortschrittlichen Klasse, am Aufbau eines demokratischen, souveränen und unabhängigen Staates aktiv teilnehmen.

Gleichzeitig muß man durch die Einführung eines demokratischen Arbeitsgesetzes die Überreste der imperialistischen Ausbeutung in der Industrie beseitigen, die Arbeitsbedingungen der Arbeiter und Angestell­ten von Grund auf verbessern und ihr materielles Lebensniveau erhöhen. Wir sind verpflichtet, die demokratische Befreiung der Arbeiterklasse zu verwirklichen und ihre sozioökonomische Lage zu verbessern, damit unsere Arbeiterklasse ihre Rolle als Kern beim Aufbau des Landes ge­schickt wahrnehmen kann.

Die Demokratisierung der Gesellschaft erfordert die gesellschaftliche Emanzipation der Frauen, die die Hälfte der Bevölkerung bilden. Wir müssen die Frauen, die in der Vergangenheit keine Rechte und Freihei­ten hatten und jeglicher Mißhandlung und -achtung ausgesetzt waren, völlig der feudalen Fesseln der Entpersönlichung entledigen und ihnen die gleichen Rechte und Freiheiten wie den Männern einräumen, damit die Frauen ihre Rolle als ein Flügel bei der Neugestaltung des Vaterlan­des ausgezeichnet wahrnehmen.

Für den Aufbau eines reichen, mächtigen, souveränen und unab­hängigen Staates müssen wir ein festes ökonomisches Fundament le­gen. Zu diesem Zweck ist die nationale Industrie wiederherzustellen und zu entwickeln. Wir haben die Fabriken, Bergwerke, den Eisenbahn­transport und andere wichtige Industriezweige, die sich im Besitz der japanischen Imperialisten und ihrer Lakaien befanden, zu verstaatlichen und in Volkseigentum überzuführen. Gleichzeitig kommt es darauf an, alle unsere Kräfte einzusetzen, um die von den japanischen Imperialis­ten zerstörten Betriebe und den Eisenbahntransport wiederaufzubauen und in der Industrie die Folgen aus der Zeit der Kolonialherrschaft des japanischen Imperialismus zu beseitigen und die nationale Wirtschaft zu entwickeln. Auf diese Weise muß man ein festes wirtschaftliches Fundament des Landes legen, die ruinierte Lage des Volkes überwin­den, sein Leben stabilisieren und verbessern.

Eine wichtige Aufgabe beim Aufbau eines neuen Korea besteht dar­in, im Bildungswesen und in der Kultur demokratische Reformen durchzuführen. Wir müssen im Bildungswesen die Überreste der kolo­nialen versklavenden Bildung des japanischen Imperialismus liquidie­ren, ein volksverbundenes und demokratisches Bildungssystem schaffen sowie die Söhne und Töchter des werktätigen Volkes zum Lernen in­spirieren und als Stützen für den Aufbau des demokratischen Korea heranbilden. Es ist außerdem notwendig, alle Folgen der Politik des japanischen Imperialismus, die auf die Erdrosselung der Nationalkul­tur gerichtet war, konsequent zu beseitigen und eine wahrhaft demo­kratische nationale Kultur zu entwickeln, die dem Volk dient und zum Aufbau der neuen Gesellschaft beiträgt.

Wir müssen die Volksmassen aktiv organisieren und mobilisieren und so einen energischen Kampf entfalten, um ein Fundament für den Aufbau eines demokratischen, unabhängigen Staates zu schaffen. Vor allem in Nordkorea, wo günstige Bedingungen für die Neugestaltung des Vaterlandes bestehen, ist es erforderlich, die Volksmacht schnell zu er­richten, demokratische Reformen durchzuführen und den demokrati­schen Aufbau zu forcieren.

Viertens ist zur Verwirklichung all dieser Aufgaben die KP zu ver­größern und zu stärken sowie die Arbeit der gesellschaftlichen Organi­sationen energisch voranzutreiben.

Die Partei auszubauen und zu stärken, ist das Hauptunterpfand für die erfolgreiche Erfüllung aller unserer Aufgaben. Ohne daß wir die Partei erweitern und stärken, kann sie unter den Arbeitern, Bauern und anderen werktätigen Massen keine tiefen Wurzeln schlagen, ihre Kampfkraft nicht erhöhen und auch die Massen nicht richtig für den Aufbau des Landes organisieren und mobilisieren. Deshalb müssen wir aktive Anstrengungen unternehmen, um die Parteireihen ständig zu ver­größern und die Partei qualitativ zu festigen.

Für die Vergrößerung der Parteireihen besteht die Hauptsache darin, in die Partei diejenigen fortschrittlichen Arbeiter und Bauern aufzuneh­men, die fest entschlossen sind, die Linie und Politik der Partei zu ver­teidigen und die Parteidisziplin einzuhalten. Wir müssen in die Reihen der Partei stärker fortschrittliche Elemente aus der Arbeiterklasse und Bauernschaft aufnehmen, die eifrig an der Bewegung für demokrati­sche Reformen teilnehmen und kämpfen. Besonders gilt es, eine Viel­zahl von Angehörigen der Arbeiterklasse in die Partei aufzunehmen. Nach einer Analyse über die Zusammensetzung der Parteimitglieder in allen Bezirken gibt es heute nur wenige, die aus der Arbeiterklasse stammen. Es ist notwendig, alle fortschrittlichen Elemente unter den Betriebsarbeitern, die über die wesentlichen Voraussetzungen für den Eintritt in die Partei verfügen, in die Partei aufzunehmen. Wir müssen dafür sorgen, daß künftig Arbeiter, Klein- und leibeigene Bauern, die im revolutionären Kampf für die Verwirklichung der demokratischen Re­formen erprobt und gestählt wurden, ausnahmslos in unsere Partei ein­treten.

Man darf aber nicht zulassen, daß unter dem Vorwand der Vergröße­rung der Parteireihen anders gesinnte Elemente in die Partei gelangen. Die Lakaien des japanischen Imperialismus und die Feinde der Revolu­tion tarnen heute raffiniert ihr wahres Gesicht, schleichen sich in die revolutionären Reihen ein und befürworten den Kommunismus. Mit hoher revolutionärer Wachsamkeit müssen wir Maßnahmen ergreifen, um den Eintritt anders gesinnter Elemente in die Parteireihen zu verhin­dern und die unzuverlässigen Elemente, die sich bereits in die Parteirei­hen einschleichen konnten, aus den Parteireihen restlos zu entfernen. Wir müssen die Partei quantitativ vergrößern, dürfen aber hierbei kei­nesfalls versäumen, gegenüber allen anders gesinnten Elementen wach­sam zu sein, sondern müssen die Reinheit der Parteireihen konsequent gewährleisten.

Damit unsere Partei beim Aufbau eines neuen Korea die führende Rolle richtig wahrnehmen kann, ist es notwendig, die ganze Partei mit der revolutionären Theorie fest auszurüsten und alle Parteimitglieder konsequent organisatorisch und ideologisch zu stählen. Wir haben die Parteimitglieder so zu leiten, daß sie sich alle mit der marxistisch­leninistischen Theorie wappnen, diese auf die Wirklichkeit unseres Landes schöpferisch anzuwenden verstehen und in sich durch die Ver­stärkung des Lebens in den Parteiorganisationen die revolutionäre Welt­anschauung herausbilden und ihre avantgardistische Rolle ausgezeichnet wahrnehmen können.

Für diesen Zweck müssen wir die Organisationen der KP festigen und ihre Rolle entschieden stärken. Parteiorganisationen wurden noch nicht in allen Orten geschaffen; selbst die schon bestehenden funktionie­ren nicht zufrieden stellend und leiten das Parteileben der Parteimitglie­der nur ungenügend an. In allen Einheiten – in Betrieben, Bergwerken, Dörfern und Fischersiedlungen usw. – müssen wir die Organisationen der KP so bald wie möglich bilden und diese Organisationen aller Ebe­nen mit den besten Kern bildenden Kräften zuverlässig auffüllen, die ein hohes Klassenbewußtsein haben und zur Leitung befähigt sind, und da­für sorgen, daß die Parteiorganisationen gute Arbeit mit den Parteimit­gliedern leisten.

Durch die Vergrößerung und Festigung der Partei sowie durch die stetige Stärkung ihrer Rolle müssen wir erreichen, daß sie das ganze Volk auf den Weg der demokratischen Revolution und darüber hinaus zur Verwirklichung ihres höchsten Ziels zuverlässig führt.

Neben der Vergrößerung und Stärkung der KP ist die Arbeit der ge­sellschaftlichen Organisationen zu aktivieren.

Die gesellschaftlichen Organisationen sind der Transmissionsriemen, der die Partei mit den Massen verbindet. Nur wenn man die Arbeit der gesellschaftlichen Organisationen tatkräftig vorantreibt, ist es möglich, die verschiedenen Schichten und Kreise der breiten Massen zu organi­sieren, diese fest um die Partei zu scharen und die richtige Führung der Volksmassen durch die Partei zu verwirklichen.

Wir müssen die Volksmassen der verschiedenen Schichten und Krei­se je nach Herkunft bzw. Beruf entsprechend dem einheitlichen Organi­sationssystem in den gesellschaftlichen Organisationen vereinigen. Es ist notwendig, durch die Neubildung der gesellschaftlichen Organisationen, die nach der Befreiung des Landes an allen Orten zersplittert entstanden, die Jugendlichen, Schüler und Studenten im Jugendverband, die Frauen im Frauenbund, die Arbeiter in der Gewerkschaft und die Bauern im Bau­ernverein ausnahmslos zu vereinigen.

Große Aufmerksamkeit ist besonders darauf zu richten, die künftigen Herren des Vaterlandes, die Jugendlichen, Schüler und Studenten, in einer einheitlichen Organisation zusammenzuschließen. Jetzt sind sie in verschiedenen Jugendorganisationen vereint und bilden daher keine ein­heitlichen Reihen, und infolge der Machenschaften der Fraktionsmacher und der örtlichen Separatisten schließen sich die Jugendlichen einiger Gebiete in Gruppierungen zusammen. Wir müssen den Kommunisti­schen Jugendverband in den Demokratischen Jugendverband umorgani­sieren und alle Jugendlichen, Schüler und Studenten vereinigen.

Wir müssen dafür sorgen, daß die Gewerkschaften, die Bauernverei­ne und alle anderen gesellschaftlichen Organisationen so schnell wie möglich ihre zentralen Organe bilden und ein ordnungsgemäßes Organi­sationssystem errichten, und eine zuverlässige Führung dieses Systems durch unsere Partei gewährleisten. Auf diese Weise gilt es, die breiten Massen der verschiedenen Schichten und Kreise fest um unsere Partei zusammenzuschließen und sie aktiv für den Aufbau des Landes zu or­ganisieren und zu mobilisieren.

Indem wir all unsere Kräfte für die Erfüllung der oben genannten nächsten Aufgaben einsetzen, werden wir den Aufbau einer demokra­tischen Volksrepublik beschleunigen und Nordkorea in eine mächtige, demokratische Basis für die Errichtung eines reichen, starken, demo­kratischen, souveränen und unabhängigen Staates verwandeln.

Genossen!

Die koreanische Revolution stellt uns heute eine große historische Aufgabe, und das Vaterland und das Volk verfolgen die Tätigkeit von uns Kommunisten. Wir müssen die Wichtigkeit der uns auferlegten his­torischen Aufgaben klar und deutlich erkennen, alle unser Wissen und unsere Kraft einsetzen, um die uns von der Revolution auferlegte ehren­volle Mission zu erfüllen.

Es ist für Kommunisten eine erhabene Pflicht, im Interesse des Va­terlandes, des Volkes und der Revolution hingebungsvoll zu kämpfen. Ich glaube fest daran, daß alle unsere Kommunisten aktiv am Kampf für die allseitige Stärkung unserer Partei und für die Erfüllung der vor der Partei stehenden revolutionären Aufgaben teilnehmen werden.

Das revolutionäre Banner des Marxismus-Leninismus hoch erhoben, kämpfen wir alle energisch weiter für die Durchsetzung der organisato­rischen und der politischen Linie der Partei und für den Sieg der korea­nischen Revolution!