26. November 1945 // Reden
Kim Il Sung // Für den Zusammenschluss der patriotischen Jugend unter dem Banner der Demokratie

Für den Zusammenschluss der patriotischen Jugend unter dem Banner der Demokratie

26. November 1945

Rede auf der konstituierenden Versammlung der demokratischen Jugendorganisation im Bezirk Süd-Phyongan


Quelle: Kim Il Sung, Gesammelte Werke, Band 1


Kameraden!

Gestatten Sie mir vor allem, Sie, die Vertreter der Jugend des Bezirkes Süd-Phyongan, für Ihr unerschrockenes Ringen um die Geschlossenheit der patriotischen Jugend des befreiten Korea und um den Aufbau eines neuen, demokratischen Korea auf das herzlichste zu beglückwünschen.

Diese Versammlung, die der Bildung der demokratischen Jugend­organisation des Bezirkes Süd-Phyongan gewidmet ist, ist für die Stärkung und Entwicklung der Jugendbewegung in unserem Land au­ßerordentlich bedeutsam. Die Schaffung dieser Jugendorganisation wird wesentlich dazu beitragen, die Bildung des Demokratischen Ju­gendverbandes (DJV) zu beschleunigen, die Massen der patriotischen Jugend zu vereinen und die Rolle der Jugend beim Aufbau des Staates zu verstärken.

Vom Joch der Kolonialherrschaft des japanischen Imperialismus be­freit, hat unser Volk den Weg zum großen Kampf für die Schaffung einer neuen Geschichte eingeschlagen. Fast ein halbes Jahrhundert lang hatten die Aggressoren des imperialistischen Japan, die Korea eroberten, das koreanische Volk zu einem kolonialen Sklavenleben gezwungen. Erfüllt von dem brennenden Wunsch, ein neues, freies und unabhängiges demo­kratisches Korea aufzubauen, begann das koreanische Volk gleich nach der Befreiung für die schnellste Errichtung seiner Macht zu kämpfen.

Nun sind schon über drei Monate seit der Befreiung vergangen, doch noch immer wurde kein zentrales demokratisches Machtorgan gebildet, wie es unsere Nation heiß ersehnt. Die Ursache für diesen Tatbestand liegt zum Teil in der entstandenen internationalen Beziehung, aber die Hauptursache besteht darin, daß unsere Nation durch die Machenschaften der projapanischen Elemente, der Landesverräter und anderen Reaktionä­re bis heute daran gehindert wurde, eine feste Einheit zu bilden und sich zusammenzuschließen. Um diese Wahrheit kommen wir nicht herum.

Um einen souveränen und unabhängigen demokratischen Staat zu schaffen, brauchen wir auf jeden Fall eine demokratische Volksrepublik, bei der es sich um eine wirkliche Macht des Volkes handelt. Dies ist der einzig richtige Weg, den wir zu beschreiten haben.

Unsere Arbeit für den Staatsaufbau ist fürwahr von großer Bedeu­tung. In dieser Arbeit werden zahlreiche schwierige Probleme auftreten. Den Staat müssen wir aber unbedingt ins Leben rufen und kühn alle Schwierigkeiten und Hindernisse überwinden.

Vor allem müssen wir, wenn wir eine demokratische Volksrepublik bilden wollen, erreichen, daß sich unsere ganze Nation unter dem Banner der Demokratie monolithisch zusammenschließt, die eine strahlende Zu­kunft unseres Heimatlandes, ein glückliches Leben und große Hoffnungen verheißt. Gelingt es uns nicht, das ganze Volk zu vereinen, können wir weder ein freies, glückliches Leben schaffen noch einen wirklich souve­ränen und unabhängigen Staat aufbauen.

Folglich sind wir verpflichtet, für den engen Zusammenschluß der breiten Volksmassen ein Höchstmaß an Anstrengungen aufzuwenden.

Sie müssen vor allem eine richtige Vorstellung vom Volk haben. Das Volk wird heute manchmal zu eng aufgefaßt. Wir verstehen darunter nicht nur die Arbeiter und Bauern, sondern auch alle anderen Schichten der Bevölkerung, mit Ausnahme der projapanischen Elemente, der Lan­desverräter und sonstigen Reaktionäre. All diese Schichten der Bevölke­rung können sich unter einem Banner zusammenschließen.

Doch wenn wir nur mit Worten die Geschlossenheit der Nation her­vorheben, werden wir damit nichts erreichen. Wie oft sprach jeder seit der Befreiung bis zum heutigen Tag schon von der Einheit und Ge­schlossenheit der Nation, und dennoch ist unsere Nation immer noch nicht vereint. Nicht mit Worten, sondern mit Taten müssen wir dieses Ziel erreichen.

Dazu brauchen wir eine feste Vereinigung aller patriotischen, de­mokratischen Kräfte. Nur eine Geschlossenheit der patriotisch gesinn­ten Menschen, die ihr Land, ihre Nation und die Demokratie lieben, kann machtvoll sein. Wir müssen alle Schichten der Bevölkerung, die für die Schaffung eines souveränen und unabhängigen demokratischen Staates sind und denen die Blüte des Landes und der Nation aufrichtig am Herzen liegt, vereinen und so den Aufbau des Staates forcieren.

Der feste Zusammenschluß der Jugendmassen ist besonders wichtig. Die Jugend ist die Avantgarde der Revolution. Junge Menschen sind die kühnsten Revolutionäre, kein revolutionärer Kampf kann siegreich sein ohne die aktive Mitwirkung der Jugend.

Das Gleiche gilt heute auch für den Aufbau unseres Staates. Bei der Schaffung eines neuen, demokratischen Korea ist die Jugend eine be­deutende Mitgestalterin. Wenn wir die große Sache, den Aufbau des Staates, mit Erfolg bewältigen wollen, müssen wir die ganze patrioti­sche Jugend, die Arbeiter- ebenso wie die Bauernjugend, aber auch die junge Intelligenz, unter dem Banner der Demokratie vereinen. In fester Geschlossenheit muß die zur Demokratie strebende, patriotische Jugend aller Bevölkerungsschichten aktiv am Aufbau des Staates teilnehmen. Nur so werden wir alle vor uns stehenden Schwierigkeiten überwinden und ein neues, starkes und demokratisches Korea erfolgreich aufbauen können.

Aus diesen Forderungen leitet sich auch unsere Aufgabe ab, eine demokratische Jugendorganisation zu gründen, der die breiten Massen der patriotisch gesinnten Jugend angehören können. Wir haben bereits Kurs auf die Umwandlung des KJV in den DJV genommen; in diesem Sinne beschloß die Konferenz des demokratischen Jugendaktivs im Ok­tober dieses Jahres die Bildung des DJV.

Doch kommt die Umwandlung des KJV in den DJV nicht voran, es gibt nach wie vor Tendenzen zur Spaltung der Jugend. An verschiedenen Orten wurden unter Verletzung der Linie über die Bildung des DJV kun­terbunte Jugendorganisationen geschaffen. In einigen Gebieten entstand sogar eine reaktionäre Jugendorganisation, die jetzt junge Menschen mit ungenügend entwickeltem Bewußtsein an sich zu binden versucht. Au­ßerdem rufen einige Vertreter der Schuljugend aus der besitzenden Klasse lautstark dazu auf, daß die Schüler nicht in die demokratische Jugendor­ganisation, sondern in den Schülerbund eintreten müßten, und stören so die Gründung des DJV und die Einheit und Geschlossenheit der Jugend.

Wir müssen uns entschlossen solchen schädlichen Tendenzen entge­genstellen und uns noch intensiver für die Vereinigung der breiten Mas­sen der Jugend in einer einheitlichen Jugendorganisation einsetzen.

Unsere jungen Menschen wollen nicht erneut zu kolonialen Sklaven der Imperialisten werden, sondern wünschen brennend, daß sich das Land demokratisch entwickelt und eine volle Souveränität und Unab­hängigkeit erreicht. Deshalb können wir durchaus die breiten Schichten der Jugend für die demokratische Jugendorganisation gewinnen.

Wir müssen unter dem Banner der Demokratie die gesamte demokrati­sche Jugend monolithisch zusammenschließen, die bereit ist, beim Auf­bau eines neuen, demokratischen Korea mitzuhelfen, ungeachtet ihrer Parteizugehörigkeit, ihrer Glaubensbekenntnisse, der Vermögenslage und des Bildungsstands. In der klaren Erkenntnis, daß es ohne den Zusam­menschluß der Jugendmassen unmöglich ist, ihre Kräfte zielbewußt für den Aufbau des Staates zu organisieren und zu mobilisieren, müssen die Jugendfunktionäre energisch für die Gründung des DJV kämpfen.

Im Interesse der Gründung des DJV müssen wir den Mädchen und Jungen die oben genannte Linie gründlich erläutern.

Der DJV, den wir gründen wollen, ist eine Jugendorganisation neuen Typs, die die konkreten Bedingungen unseres Landes und die objektiven Erfordernisse unserer Revolution richtig widerspiegelt. Falls jemand glauben sollte, bei dem neu zu gründenden Verband handele es sich nur um einen anderen Namen für den KJV, so ist er damit gründlich im Irr­tum. Der künftige Verband wird das jetzt gültige Programm und Statut des KJV nicht übernehmen, sondern sein eigenes Programm und Statut haben, was seinem Charakter entspricht.

Es ist unsere Pflicht, so vorzugehen, daß die ganze Jugend den Charak­ter ihres zu gründenden Verbandes klar erkennt und begreift, daß seine organisatorische Linie richtig ist, und seine schnellste Gründung anstrebt.

Gleichzeitig müssen wir unsere Wachsamkeit gegen die Umtriebe der Fraktionsmacher verstärken, die den Zusammenschluß der Jugendmassen zu verhindern suchen. Die Fraktionsmacher sind gegen den Kurs auf die Umwandlung des KJV in den DJV, deshalb stören sie die Vereinigung der Massen der patriotischen Jugend mit allen Mitteln. Die ganze patrioti­sche Jugend muß energisch darum bemüht sein, diese Machenschaften der Sektierer zu entlarven und zu durchkreuzen, und damit zur Einheit und Geschlossenheit zahlreicher Jugendliche beitragen.

Um den DJV zu gründen und die breiten Massen der Jugend zusam­menzuschließen, müssen wir möglichst bald DJV-Organisationen in allen Bereichen bilden. Im Bezirk Süd-Phyongan sind unmittelbar im Anschluß an diese Versammlung Jugendfunktionäre überallhin zu entsenden, damit sie in den Städten und Kreisen DJV-Organisationen gründen, in ihnen Ordnung schaffen und überall dort, wo es Jugendliche gibt, DJV- Organisationen schaffen sowie deren Reihen zahlenmäßig verstärken.

Die Jugendfunktionäre müssen in erster Linie die Arbeiter- und Bau­ernjugend gewinnen, aber gleichzeitig großes Augenmerk darauf richten, daß auch die Schuljugend in den DJV aufgenommen wird. Umgarnt von der Demagogie der Reaktionäre, läßt sich ein Teil dieser Jugend zu volks­feindlichen Aktionen hinreißen. Das ist eine höchst ernste Angelegenheit. Wir müssen an allen Lehranstalten so schnell wie möglich DJV- Organisationen bilden, um in ihnen die Massen der lernenden Jugend zu­sammenzuschließen und auf den richtigen Weg zu führen. Das heißt, wir dürfen den Reaktionären keinen Spielraum unter den Schülern lassen.

Wir müssen nicht nur DJV-Organisationen gründen, sondern auch die Reihen unserer Jugendfunktionäre zuverlässig verstärken. Vor allem kommt es darauf an, daß wir würdige Menschen auswählen, die in den Bezirkskomitees des DJV tätig sein werden. Wir müssen die Reihen der Funktionäre des DJV aus jungen Menschen bilden, die sich von der Befreiung bis zum heutigen Tag in ihrer Tätigkeit bewährt haben, mit anderen Worten, aus Menschen, die sich durch hohes ideologisches Bewußtsein auszeichnen, das feste Vertrauen der Massen gewonnen haben, das Organisationstalent haben und die ihnen übertragenen Auf­gaben konsequent verwirklichen.

Es ist wichtig, daß die Arbeit mit dem Jugendaktiv überlegt organi­siert wird. Die DJV-Organisationen müssen die Jungaktivisten in ihrer praktischen Arbeit auswählen und tatkräftig mobilisieren. Sie sind ver­pflichtet, ihnen planmäßig Aufgaben zu übertragen, deren Erfüllung rechtzeitig zu kontrollieren und auszuwerten, ihnen dann neue Aufgaben zu stellen und auch deren Erfüllung zu kontrollieren und einzuschätzen. So müssen sie sie erziehen und mitreißen, um die DJV-Organisationen auszubauen und zu festigen und ihre Rolle beträchtlich zu verstärken. Den DJV-Organisationen obliegt es, die Reihen ihrer Jungaktivisten ständig zu erweitern und die besten, aussichtsreichsten von ihnen für die Aufnahme in die Partei zu empfehlen, sie müssen viele Mädchen und Jungen auf Schulen schicken, damit sie zu bewußten Erbauern des Staa­tes werden.

Kameraden!

Die Lage unserer Jugend ist heute grundsätzlich anders als früher. Un­ter der brutalen Kolonialherrschaft des japanischen Imperialismus war unsere Jugend der Erniedrigung und Beleidigung aller Arten ausgesetzt, sie hatte kein Recht, am politischen Leben teilzunehmen. Doch seit der Befreiung besitzt sie wirkliche politische Rechte, ist in den Machtorganen vertreten und wurde zum Herrn des Landes.

Alle patriotischen Jugendlichen müssen sich zu wahren Mitstreitern für den Aufbau eines souveränen und unabhängigen demokratischen Staa­tes entwickeln. Sie müssen unermüdlich voranschreiten und zu einer zu­verlässigen Stütze des Landes werden. Auf diese Weise ist zu erreichen, daß eine große Zahl der besten nationalen Kader, die sich aktiv am Auf­bau des Staates beteiligen und sich aufopferungsvoll für das Wohl des Vaterlandes und des Volkes einsetzen, aus der Jugend hervorgeht.

Bei der Neugestaltung des Vaterlandes stehen heute wahrhaft schwere und ehrenvolle Aufgaben vor der Jugend. Ob das befreite Vaterland erblü­hen wird, hängt in bedeutendem Maße vom Ringen und den Anstrengungen unserer jungen Generation ab. Die patriotische Jugend aller Bevölkerungs­schichten muß sich ihrer wichtigen Mission bei der Neugestaltung des Va­terlandes zutiefst bewußt werden, unter dem Banner der Demokratie fest vereinen und an der Schaffung des Staates teilnehmen.

Die ganze patriotische Jugend muß aufopferungsvoll darum ringen, ein neues, demokratisches Korea aufzubauen, und die schwere Mission, die ihr, der befreiten koreanischen Jugend, übertragen wurde, in Ehren erfüllen.

Unsere Jugend muß vor allem entschlossen gegen die Feinde des Volkes kämpfen, die das Entstehen eines neuen, demokratischen Korea behindern.

Es gibt heute in unseren Reihen nicht wenige reaktionäre Elemente, die versuchen, den Zusammenschluß der demokratischen Kräfte zu stören und die Volksmassen davon abzuhalten, einen souveränen und unabhän­gigen demokratischen Staat aufzubauen. Diejenigen, die unser Volk am Voranschreiten zu hindern suchen, sind die projapanischen Elemente und Landesverräter, die Lakaien des japanischen Imperialismus. Das sind die Feinde unseres Volkes. In der Vergangenheit verrieten sie ihr Vaterland und ihre Nation und preßten den letzten Tropfen Blut aus unserem Volk heraus, heute verüben sie mit allen nur möglichen Mitteln wiederum Verbrechen. In der jüngsten Zeit greifen die projapanischen Elemente und Landesverräter, getarnt hinter wohl klingenden Phrasen, in verschiedenen Bereichen zu raffinierten Machenschaften, um die Volksmassen zu betrü­gen und den Aufbau des Staates zu unterminieren.

Es ist unsere Pflicht, mit den vereinten Kräften der Volksmassen ener­gisch gegen diese projapanischen Elemente und Landesverräter vorzugehen.

Unsere ganze Jugend muß Hand in Hand in der ersten Reihe die proja­panischen Elemente und Landesverräter bekämpfen. „Jugend Koreas, sei kühner! Erteile den Reaktionären, die den Aufbau eines neuen, demokra­tischen Korea behindern, eine entschiedene Abfuhr!“ Dies ist heute die wichtige Kampflosung unserer Jugend. Wenn die Massen organisiert sind und unsere Jugend mit fest geschlossenen Kräften den Kampf aufnimmt, werden sämtliche volksfeindlichen Aktionen des Gegners unbedingt zum Scheitern verurteilt sein. Die ganze patriotische Jugend ist somit aufgeru­fen, sich wie ein Mann zum Kampf gegen die projapanischen Elemente, Landesverräter und anderen Reaktionäre zu erheben und alle Feinde unse­res Volkes aus eigener Kraft vollständig unschädlich zu machen. Nur so werden wir imstande sein, die Geschlossenheit der Jugend zu stärken und ein neues, demokratisches Korea erfolgreich aufzubauen.

Die Jugend muß nicht nur gegen die projapanischen Elemente und

Landesverräter vorgehen, sondern muß auch beharrlich um die konse­quente Beseitigung der vom japanischen Imperialismus und Feudalis­mus in allen Bereichen hinterlassenen Überreste, um die demokratische Entwicklung des Landes und die Bildung einer wahrhaft demokrati­schen Zentralregierung ringen.

Noch eine weitere, wichtige Aufgabe steht heute vor der Jugend – der Wiederaufbau und die Entwicklung der Wirtschaft und Nationalkultur unseres Landes.

Ohne eine entwickelte Wirtschaft und Kultur ist es unmöglich, die volle Unabhängigkeit des Landes zu erreichen und ein starkes, demokratisches Korea aufzubauen. Deshalb muß die Jugend ihre ganze Kraft und ihr gan­zes Wissen dafür einsetzen, daß die von den japanischen imperialistischen Aggressoren zerstörten Betriebe so schnell wie möglich instand gesetzt werden, damit das Land eine feste Wirtschaftsbasis erhält und die Natio­nalkultur erblüht und gedeiht.

Um Wirtschaft und Kultur des Landes wiederaufzubauen und zu entwickeln, müssen wir die Wissenschaft und Technik entwickeln.

In der Absicht, unsere Nation auf ewig in kolonialer Sklaverei zu halten, hatten die japanischen Imperialisten den Koreanern ihr System der Sklavenbildung aufgezwungen und ihnen den Weg zu Wissenschaft und Technik versperrt. Infolgedessen haben wir in unserem Land fast keine eigenen Wissenschaftler und Techniker. Unser Volk, dem es an wissenschaftlichen und technischen Kenntnissen mangelt, ist heute noch nicht in der Lage, die Industrie erfolgreich zu leiten, und deshalb kommt es zu großen Schwierigkeiten beim Aufbau des Staates. Unter diesen Bedingungen müssen wir um die schnellstmögliche Entwicklung der Wissenschaft und Technik ringen.

Die Entwicklung der Wissenschaft und Technik ist eine ehrenvolle Aufgabe, die heute vor unserer Jugend steht. Die allem Neuen gegen­über aufgeschlossenen und von flammendem Patriotismus erfüllten Jugendlichen müssen lernen und nochmals lernen, um ihre wissen­schaftlich-technischen Kenntnisse zu mehren, und alle ihre Kräfte für die Entwicklung der Wissenschaft und Technik des Landes einsetzen. Somit sind sie aufgerufen, einen eigenen aktiven Beitrag zum Wieder­aufbau und zur Entwicklung der nationalen Wirtschaft sowie zum Gedeihen und zur Entwicklung der Nationalkultur zu leisten.

Wir müssen die jungen Menschen gut erziehen, damit sie würdige Erbauer des neuen Vaterlandes werden.

Das ideologische Bewußtsein unserer Jugend ist heute noch niedrig, sie ist politisch noch nicht zuverlässig ausgerüstet. Um tatkräftiger für den Aufbau des Staates wirksam werden zu können, muß die Jugend eine aus­reichende demokratische Bildung erhalten und gestählt werden. Die ver­stärkte Erziehung der Jugend hat das Ziel, sie fest mit fortschrittlicher I­deologie zu wappnen und politisch gut vorzubereiten.

Vor allem kommt es darauf an, der Jugend die wissenschaftliche Wahrheit klar zu verdeutlichen, daß das Neue im Kampf mit dem Alten unbedingt siegt, daß unsere große revolutionäre Sache richtig ist, und sie mit Glauben an den Sieg zu erfüllen.

Da heute die projapanischen Elemente, die Landesverräter und Oppor­tunisten zu allen nur denkbaren Machenschaften greifen, ist es möglich, daß unsere jungen Menschen beim Aufbau des Staates schwankend wer­den, wenn sie keine richtige Einstellung zu unserer Revolution haben. Die Jugend muß klar erkennen, daß unsere Partei die einzig richtige Linie zum Aufbau des Staates formulierte, und an die Unumgänglichkeit unseres Sieges glauben. Nur so wird sie alle Verschwörungen der Reaktionäre und Opportunisten konsequent zurückschlagen und den Staat erfolgreich aufbauen können.

Ein wichtiges Unterpfand für den Sieg der Revolution besteht darin, daß die Massen von der Richtigkeit eigener großer revolutionärer Sache überzeugt sind und fest an den Sieg dieser Sache glauben. In diesem Sinne müssen wir die Jugend erziehen, damit sie von der Richtigkeit unserer Linie zum Aufbau eines souveränen und unabhängigen demo­kratischen Staates überzeugt und von der Siegeszuversicht erfüllt ist. So soll sie alle Schwierigkeiten und Hindernisse beim Aufbau des Staates kühn überwinden und konsequent für den Aufbau eines neuen, demo­kratischen Korea kämpfen.

Bei der Erziehung der Jugend kommt es ganz besonders darauf an, daß sie mit hohem Nationalstolz und nationaler Würde ausgerüstet wird.

Die japanischen Imperialisten verzerrten seinerzeit die Geschichte unseres Landes, traten unsere Nationalkultur mit Füßen und versuchten mit allen Mitteln, das nationale Bewußtsein unseres Volkes zu ersticken. Deshalb gibt es auch heute noch zahlreiche Menschen, besonders unter den Mädchen und Jungen, die keinen Nationalstolz und keine nationale Würde empfinden.

Wir müssen also durch die Erziehungsarbeit die koloniale Sklaven­psychologie konsequent aus dem Bewußtsein unserer Jugend bannen und ihren Nationalstolz erhöhen.

Um den Nationalstolz unter der Jugend zu erhöhen, müssen wir ihre gründlichen Kenntnisse über die Geschichte und Kultur unseres Landes vermitteln. Den Mädchen und Jungen ist in richtiger Weise zu erklären, daß das koreanische Volk klug ist, eine jahrtausendelange Geschichte und eine glänzende Nationalkultur hat, daß es von brennendem Patrio­tismus durchdrungen und fähig ist, durch beharrliches Bemühen ein starkes Land aufzubauen, das hinter keinem anderen Land der Welt zu­rücksteht. Auf diese Weise müssen wir in der ganzen Jugend den festen Glauben daran wecken, daß es möglich ist, den Staat mit eigenen Kräf­ten aufzubauen, und sie zum energischen Ringen um die Erfüllung der ihr übertragenen ehrenvollen revolutionären Aufgaben veranlassen.

Ferner ist es unsere Pflicht, allen Mädchen und Jungen die heutige innere und äußere Lage klar zu erläutern und sie so zu erziehen, daß sie die ihnen übertragenen wichtigen Aufgaben beim Aufbau des Staates in vollem Umfange erkennen.

Unsere Arbeiter- und Bauernjugend, die junge Intelligenz und alle anderen jungen Erbauer des Staates sollen mit hohem Nationalstolz und nationaler Würde mächtigen Schrittes Schulter an Schulter mit der de­mokratischen Jugend der ganzen Welt vorangehen und all ihre Kraft für die Festigung der Freundschaft und Geschlossenheit mit der progressi­ven Jugend anderer Länder einsetzen. So müssen sie vor aller Welt den Beweis antreten, wie unternehmungsfreudig, enthusiastisch und kühn die koreanische Jugend ist.

Abschließend möchte ich noch einmal betonen, daß es unsere Aufgabe ist, die ganze Nation zusammenzuschließen, um die Feinde des Volkes, die die Neugestaltung des Vaterlandes behindern, entschlossen mit unseren geeinten Kräften unschädlich zu machen und so schnell wie möglich einen souveränen und unabhängigen demokratischen Staat aufzubauen.