29. Oktober 1945 // Reden
Kim Il Sung // Über die Gründung des demokratischen Jugendverbandes

Über die Gründung des demokratischen Jugendverbandes

29. Oktober 1945

Abschlußrede auf der Konferenz des demokratischen Jugendaktivs


Quelle: Kim Il Sung, Gesammelte Werke, Band 1


Genossen!

An der Konferenz des demokratischen Jugendaktivs nahmen heute die progressivsten Vertreter der koreanischen Jugend teil. Die Konfe­renz erörterte den weiteren Weg, den die koreanische Jugend einschla­gen muß, und ihre nächsten Aufgaben beim Aufbau eines souveränen und unabhängigen demokratischen Staates. Das ist von großer Bedeu­tung für die Entwicklung der Jugendbewegung in unserem Land.

Die japanischen Imperialisten, die Korea eroberten, errichteten in unserem Land ein Generalgouvernement, verstärkten maßlos die Un­terdrückungsorgane wie die Armee, die Gendarmerie, die Polizei und die Gefängnisse und unterjochten unser Volk durch grausame Repres­salien. Sie machten Korea zu ihrer Nachschubbasis für Lebensmittel und Rohstoffe, zum Militärstützpunkt für die Aggression auf das Festland. Die japanischen Imperialisten, die ihre Hände nach den Schlagadern der Industrie in unserem Land ausgestreckt hatten, raubten willkürlich unsere wertvollen Reichtümer und beuteten das koreanische Volk beispiellos grausam aus. Doch damit gaben sich die japanischen Imperialisten nicht zufrieden, denn sie betrieben in unserem Lande eine auf die koloniale Versklavung gerichtete Bildungspolitik und wa­ren fieberhaft darum bemüht, unsere althergebrachte Nationalsprache zu verbieten, ja, sie wollten uns sogar die Namen wegnehmen.

Doch das koreanische Volk konnte nicht gleichgültig zusehen, wie die grausamen japanischen Imperialisten ihre Kolonialherrschaft errich­teten, und lehnte sich erbittert dagegen auf. Im Kampf des koreanischen Volkes gegen die japanischen Imperialisten stand die kluge und mutige Jugend, die von dem brennenden Wunsch beseelt war, die Wiedergeburt des Vaterlandes zu erringen, stets in vorderer Reihe. In diesem gesamt­nationalen Ringen, darunter auch beim Aufstand des 1. März, in der Manse-Bewegung des 10. Juni und beim Schüleraufstand in Kwangju, war die koreanische Jugend stets mutig dabei. Besonders an der Schwel­le der 1930er Jahre erhoben sich unsere jungen wahren Kommunisten mit der Waffe in der Hand gegen die japanischen Imperialisten. In ih­rem fünfzehn Jahre währenden, heroischen Kampf schlugen sie die japanischen imperialistischen Eroberer und führten schließlich die his­torische Tat, die Wiedergeburt des Vaterlandes, herbei. Die koreani­sche Jugend vollbrachte wirklich unsterbliche Heldentaten im heiligen Kampf für die Befreiung des Vaterlandes.

Genossen!

Vor dem befreiten koreanischen Volk steht jetzt die wichtige Aufga­be, einen neuen, demokratischen Staat aufzubauen. Dafür müssen wir heute unter äußerst schwierigen und harten Bedingungen kämpfen.

Auf dem Territorium Koreas nördlich des 38. Breitengrades haben sowjetische Truppen, Einheiten eines sozialistischen Staates, Quartier bezogen, auf dem Territorium des Landes südlich dieses Breitengrades sind US-Truppen, Truppen eines imperialistischen Staates, gelandet. Damit entstand eine diametral entgegengesetzte Lage in Nord- und Süd­korea. Anders als in Nordkorea, wo die Reaktion von den patriotischen demokratischen Kräften niedergehalten wird, sind die projapanischen Elemente und Landesverräter in Südkorea unter der Schirmherrschaft der US-Truppen dabei, alles in ihren Kräften Stehende zu tun, um politi­schen Boden unter die Füße zu bekommen, und unternehmen unverhoh­len den Versuch, das südkoreanische Volk in seinem Kampf für ein neues, demokratisches Korea zu behindern. Die in Südkorea entstandene Lage stört erheblich den Aufbau unseres Staates.

Wir müssen alle Hindernisse auf dem Weg des Aufbaus des Staates kühn hinwegfegen und auf alle Fälle einen souveränen und unabhängigen demokratischen Staat errichten. Natürlich soll später eine internationale Beratung einberufen werden, auf deren Tagesordnung die Koreafrage und die Nachkriegsprobleme des Weltfriedens stehen. Doch welche Entschei­dungen auf dieser Beratung auch immer zur Koreafrage getroffen werden, es wird voll und ganz auf die Kräfte des koreanischen Volkes selbst an­kommen, ob es seine Schwierigkeiten überwindet und ein einheitlicher souveräner und unabhängiger demokratischer Staat in unserem Land ent­stehen wird. Wenn sich unser Dreißigmillionenvolk nicht fest zusammen­schließen kann und sich als nicht stark genug erweist, wird es nicht möglich sein, einen vollständig souveränen und unabhängigen demokratischen Staat zu bilden, ganz gleich, welche positiven Schritte die internationale Beratung auch festlegt. Denn das koreanische Volk selbst ist der Herr in Korea. Ob wir ein neues, demokratisches Korea erfolgreich schaffen kön­nen, hängt letzten Endes von der Geschlossenheit unserer Nation ab.

Es ist deshalb unsere Aufgabe, alle patriotischen demokratischen Kräfte zu vereinen. Vor allem kommt es darauf an, daß wir die mutige, kraftvolle Jugend, die danach drängt, das Vaterland zu stärken und zu entwickeln, fest unter dem Banner der Demokratie zusammenschließen. Das ist eine ganz aktuelle Aufgabe.

Um die Einheit der großen Kreise der Jugend zu zementieren, müs­sen wir einen demokratischen Jugendverband gründen. Damit sollen nicht etwa die politischen Bedürfnisse irgendwelcher Einzelpersonen befriedigt werden, sondern es geht um den Zusammenschluß der ganzen koreanischen Jugend und den erfolgreichen Aufbau eines souveränen und unabhängigen demokratischen Staates, der dazu berufen ist, unserem Volk ein glückliches Leben zu sichern. Mit anderen Worten, die Grün­dung des Demokratischen Jugendverbandes (DJV) wird zu einer drin­genden Notwendigkeit, wenn wir die vor uns stehenden revolutionären Aufgaben lösen wollen.

Es gibt heute in unserem Land zahlreiche ehemalige Apologeten des japanischen Imperialismus und auch eine große Zahl feudaler Elemente. Zu den Letztgenannten zählen diejenigen, die versuchen, die feudalisti­schen Produktionsverhältnisse in unserem Lande beizubehalten. Hier sind nicht etwa diejenigen gemeint, die feudale Sitten in den moralisch­ethischen Normen bewahren wollen wie das Verhalten zu älteren Men­schen und die Gestaltung der Beziehungen zwischen Mann und Frau. Weil es noch so viele Überbleibsel des japanischen Imperialismus und des Feudalismus gibt, stehen wir vor der Aufgabe, die antiimperialistische und antifeudale demokratische Revolution durchzuführen.

Die Demokratie, die wir meinen, entspricht der Wirklichkeit unseres Landes und unterscheidet sich von der „Demokratie“ der USA, d. h. von der bürgerlichen Demokratie, bei der das politische Mitwirken vom Ka­pital eingeengt und kontrolliert wird. Unsere Demokratie ist auch anders als die sowjetische Demokratie. Unser Ziel ist die Volksdemokratie, die den breiten Volksmassen Gelegenheit gibt, mitzuregieren, politische Freiheiten und Rechte wahrzunehmen, die unserem Volk ein glückliches Leben sichert.

Wenn die Volksdemokratie durchgesetzt sein wird und die demokrati­sche Revolution gesiegt hat, werden unsere Bauern ein für allemal von den feudalistischen Ausbeutungsverhältnissen befreit sein, werden die Arbeiter den Achtstundentag haben und auch in den Genuß anderer de­mokratischer Rechte gelangen. Außerdem werden dann bei uns die natio­nalen Kapitalisten das Recht auf freie Unternehmertätigkeit erhalten.

Um diese Demokratie einzuführen und die antiimperialistische und antifeudale demokratische Revolution erfolgreich zum Abschluß zu bringen, müssen wir unbedingt die gesamte patriotische Jugend eng zu­sammenschließen.

Wir können unseren Staat keinesfalls nur mit den Kräften der Kom­munisten erfolgreich aufbauen. Wir müssen die breiten Volksmassen zusammenschließen und in organisierter Form verstärkt kämpfen. Nur so können wir die Reaktion ausschalten und verhindern, daß die japani­schen Imperialisten erneut den Fuß auf unseren Boden setzen. So sind wir auch in der Lage, eine wahre Volksmacht zu errichten und ein neues Vaterland erfolgreich aufzubauen.

Wenn wir es versäumen, eine Massenorganisation der Jugend zu gründen, der große Kreise der Jugend angehören, werden wir außerstan­de sein, die Jugend fest unter einem einheitlichen Banner zusammenzu­schließen. Der Kommunistische Jugendverband (KJV) ist, wie schon sein Name sagt, eine Organisation, der nur die proletarische Jugend, Verfechter der kommunistischen Ideen, beitreten kann. Sehr viele Ju­gendliche, die zwar ihr Land lieben und auch für die Demokratie sind, können wegen ihrer sozialen Herkunft nicht in den KJV aufgenommen werden. Außerdem kommt es recht oft vor, daß junge Arbeiter oder an­dere junge Menschen aus dem Milieu der armen Bauern, die würdig wä­ren, Mitglieder des KJV zu werden, nicht in die Organisation eintreten, sondern nur abwarten, was sie dort tut. Die Hauptursache dafür liegt darin, daß die japanischen Imperialisten in der Vergangenheit den Kommunismus stark verleumdeten. Außer dem KJV gibt es in unserem Land heute verschiedene andere Jugendorganisationen, wie z. B. den Verein Christlicher Jugend, den Verband der Weißgekleideten Jugend und andere. Verschiedene Parteigruppierungen versuchen, die Jungen und Mädchen auf ihre Seite zu ziehen. Wenn wir es unter diesen Bedin­gungen unterlassen, eine einheitliche Massenorganisation der Jugend zu gründen, der Jungen und Mädchen verschiedener Schichten angehören, werden wir die gewaltige Masse der Jugend, die eine wichtige revoluti­onäre Kraft ist, nicht zu einem Ganzen zusammenschließen können, und es kann außerdem zur völligen Spaltung der Jugendbewegung in unse­rem Lande kommen.

Auch die von Ihnen gestellte Frage nach Beseitigung der Arbeitslo­sigkeit unter der Jugend kann nur dann mit Erfolg gelöst werden, wenn wir eine Massenorganisation der Jungen und Mädchen gründen.

Um die Arbeitslosigkeit unter der Jugend zu beseitigen, müssen wir so schnell wie möglich die von den japanischen Imperialisten zerstörten Fabriken, Erzbergwerke und Kohlegruben wieder instand setzen und in Gang bringen sowie eine große Zahl neuer Betriebe errichten. Dafür werden sehr viele Arbeitskräfte, eine große Menge Material, Geld und Technik benötigt. Wir müssen erreichen, daß das ganze patriotische Volk und insbesondere die jungen Menschen ihre ganze Kraft, ihre technischen Kenntnisse und ihr Wissen für den Aufbau des Staates in den Dienst stellen. Auch daraus ergibt sich die zwingende Notwendig­keit für uns, eine Massenorganisation zu gründen, die unsere Jugend monolithisch zusammenschließen soll.

Um die Arbeitslosigkeit unter der Jugend zu beseitigen, sollten wir dafür sorgen, daß die jungen Menschen die Werke mit eigener Kraft aufbauen und betreiben. Doch dafür brauchen wir Geld. Wer aber wird einzelnen jungen Leuten Geld leihen? Wenn jedoch eine Massenorgani­sation der Jugend, der alle Jungen und Mädchen angehören, auf einer festen Basis entstehen wird, kann sich diese Organisation Vertrauen er­ringen und auch Gelände für den Bau der Werke erhalten.

Manche Genossen glauben offensichtlich, daß die Gründung des DJV zu rechten Abweichungen in der Jugendorganisation führen könnte. Doch diese Annahme ist unbegründet. Die Bildung einer Massenorganisation der Jugend, deren Tore der ganzen Jugend offen stehen, damit Jungen und Mädchen in größter Zahl eintreten können, heißt durchaus nicht, daß wir den projapanischen Elementen und Landesverrätern die Möglichkeit ge­ben, in die Jugendbewegung einzudringen. Sie dürfen nicht nur nicht ein­dringen, sondern müssen auch eine entschiedene Abfuhr erhalten.

Außerdem schlagen einige Genossen vor, den KJV nach wie vor bei­zubehalten, weil sie fürchten, daß gewisse Jugendliche gegen die Mit­glieder des KJV auftreten, wenn sich der DJV gründet. Natürlich besteht die Möglichkeit, daß sich einzelne unzuverlässige Elemente in den künf­tigen DJV einschleichen und gegen die Mitglieder des KJV Front ma­chen werden. Doch die absolute Mehrheit der Jugendlichen, glaube ich, wird die Angehörigen des KJV, diese aktiven Kämpfer für die Neuges­taltung des Vaterlandes, unterstützen und ihnen folgen. Da jetzt unsere demokratischen Kräfte beträchtlich verstärkt worden sind, können wir die Umtriebe einzelner ungesunder Elemente, was immer sie auch tun mögen, mit absoluter Sicherheit durchkreuzen. Es ist also nicht notwen­dig, die Tore der Jugendorganisation zu verschließen.

Andere Jugendliche wiederum sind, wie mir gesagt wurde, der Mei­nung, daß es besser wäre, den DJV zu gründen und dabei den KJV nicht aufzulösen. Dafür besteht jedoch keine Notwendigkeit. Auf der jetzigen Etappe muß jede beliebige Jugendorganisation zur Erfüllung der Aufga­ben der demokratischen Revolution beitragen. Warum also die Reihen der Jugend spalten, indem der KJV und der DJV nebeneinander beste­hen! Dies wäre widersinnig, ja sogar gefährlich für die Revolution. Wenn wir die Initiative ergreifen, den KJV aufzulösen und gleichzeitig den DJV zu gründen, werden wir zahlreiche Jugendliche auf den richti­gen Weg der Demokratie führen können.

Wir haben hinreichende Voraussetzungen zur Gründung des DJV, der die große Masse der Jugendlichen in seinen Reihen zusammenschließen soll. Vor den Jungen und Mädchen unseres Landes steht heute die gemein­same Aufgabe, die Ziele der antiimperialistischen und antifeudalen demo­kratischen Revolution durchzusetzen. Alle Jungen und Mädchen, die ihr Heimatland lieben und den leidenschaftlichen Wunsch haben, sich dem Aufbau eines neuen Korea zu widmen, welcher Bevölkerungsschicht sie auch immer angehören mögen, müssen gemeinsam ihre ganze Kraft und ihr Wissen in den Dienst der demokratischen Revolution stellen. Die anti­imperialistische und antifeudale demokratische Revolution wird heute in der Tat nicht nur von der Arbeiter- und Bauernjugend unterstützt, sondern auch von anderen Schichten der Jugend, die bestrebt sind, aktiv beim Auf­bau eines demokratischen Korea mitzuwirken. Dies ist eine der wichtigs­ten Voraussetzungen für den Zusammenschluß der Jungen und Mädchen unseres Landes zu einer einheitlichen Jugendorganisation. Außerdem rufen wir heute die Jugendbewegung in einer günstigen Situation ins Leben.

Auch in den schweren Jahren des bewaffneten antijapanischen Kampfes haben wir unterschiedliche Schichten der Bevölkerung und der Jugend fest vereint.

Ich möchte hier ein Beispiel aus der Zeit des bewaffneten antijapani­schen Kampfes anführen. Als wir den bewaffneten antijapanischen Kampf führten, gab es in China antijapanische Einheiten: die Antijapa­nische Armee für die Rettung des Vaterlandes. Die Angehörigen dieser Armee haßten die Kommunisten ohne geringsten Grund und verübten häufig schlimmste Verbrechen, indem sie Kommunisten ermordeten. Doch im Interesse des Kampfes gegen die japanischen Imperialisten haben wir uns unter Lebensgefahr mit dem Führer dieser Armee getrof­fen, ihm die Gemeinsamkeit der Ziele im Kampf des koreanischen und des chinesischen Volkes erläutert und ihn von der Notwendigkeit über­zeugt, Hand in Hand gegen den gemeinsamen Feind vorzugehen. An­schließend organisierten wir gemeinsam eine Angriffsoperation auf die Kreisstadt Dongning, wo starke militärische Kräfte der japanischen Im­perialisten konzentriert waren, und gingen aus diesem Gefecht siegreich hervor. Dabei erfüllten wir Kommunisten die schwersten und schwie­rigsten Aufgaben, waren mutig und opferbereit. Die Kämpfer der antija­panischen Partisanenarmee zeigten sich in der Schlacht von einer edlen moralischen Seite, indem sie die Soldaten der Armee für die Rettung des Vaterlandes aus gefährlichen Situationen befreiten. Mit dem Überfall auf Dongning hatten wir dem Feind nicht nur einen vernichtenden Schlag versetzt, sondern auch einen positiven Eindruck auf die ideolo­gisch ungefestigten Soldaten der Armee für die Rettung des Vaterlandes gemacht und ihre Kampfmoral erheblich erhöht. Nach diesem Gefecht kämpften die Soldaten dieser Armee zusammen mit uns tapfer gegen die japanischen Imperialisten. Beeinflußt von der edlen Moral der Kommu­nisten, wurden später viele Kämpfer aus dieser Armee selbst zu Kom­munisten.

Wie Sie sehen, haben wir sogar unter jenen schwierigen Bedingungen gemeinsame Aktionen mit solch einer Armee durchgeführt, und es war uns gelungen, sie auf unsere Seite zu ziehen. Es gibt also keinen Grund zu der Annahme, daß es heute unter den günstigen Bedingungen des legalen Kampfes nicht möglich wäre, unterschiedliche Schichten der Jugend für uns zu gewinnen. Wenn Sie unter den breiten Schichten der Jugend tat­kräftig wirken, werden Sie alle patriotisch gesinnten Jungen und Mädchen eng zusammenschließen können.

Sie als das Jugendaktiv, als die progressivsten Kämpfer der Jugend, müssen die Avantgarde der Jugendbewegung bilden, Ihre Kraft einset­zen, um breite Schichten der Jugend zu gewinnen, und die ganze Jugend vereinen, die bereit ist, für den Aufbau eines souveränen und unabhän­gigen demokratischen Staates zu kämpfen. Alle patriotisch gesinnten jungen Menschen sind unabhängig vom Glaubensbekenntnis und der Vermögenslage für den DJV zu gewinnen. Weil die Arbeiter und Bau­ern in unserem Lande klassenmäßig in der absoluten Mehrheit sind und die Hauptkräfte der Revolution bilden, sollten Sie Ihr Hauptaugenmerk auf die Arbeiter- und Bauernjugend legen.

Zur Gründung des DJV sind konsequente Vorbereitungen erforderlich.

Wir müssen hierbei beachten, daß es Menschen geben kann, die kein richtiges Verständnis für den Kurs zur Bildung des DJV haben und nicht gewillt sind, den KJV in den DJV umzuwandeln. Wer sich in der heuti­gen Lage in unserem Lande und in den Forderungen unserer Revolution nicht richtig zurechtfindet, wird, eingeschlossen im engen Kreis des KJV, vielleicht gegen die Umwandlung des KJV in den DJV sein. Sie sollten sich jedoch von dieser engstirnigen Haltung trennen und für die konsequente Durchsetzung der Linie kämpfen, deren Ziel die Bildung des DJV ist.

All die aktivsten Vertreter der demokratischen Jugend sind aufgeru­fen, den breiten Schichten der Jugend klar zu machen, warum heute die Auflösung des KJV auf der Tagesordnung steht, damit sie erkennen, daß die Linie auf die Gründung des DJV richtig ist, und sich aktiv an seiner Gründung beteiligen. Gleichzeitig sind in allen Bezirken möglichst bald Beratungen des Jugendaktivs durchzuführen, um Organisationen des DJV zu bilden. So vorbereitet, müssen wir diesen Verband möglichst bald gründen und die Jungen und Mädchen in einer einheitlichen Ju­gendorganisation fest zusammenschließen.

Ich bin davon überzeugt, daß Sie im Geist dieser Konferenz aktiv für die Gründung des DJV, der Massenorganisation der Jugend, kämpfen werden.