20. August 1954 // Reden
Kim Il Sung // Über einige Maßnahmen für die Steigerung der Agrarproduktion und die Verbesserung der Lebensbedingungen der ruinierten Bauern

Über einige Maßnahmen für die Steigerung der Agrarproduktion und die Verbesserung der Lebensbedingungen der ruinierten Bauern

20. August 1954

Schlußwort auf der Tagung des Politkomitees des Zentralkomitees der Partei der Arbeit Koreas


Quelle: Kim Il Sung, Gesammelte Werke, Band 9


Auf der heutigen Tagung wurde die Tätigkeit der Arbeitsgruppen erörtert, die laut Beschluß der im Juli abgehaltenen Tagung des Politkomitees des ZK der Partei in jedem Bezirk die Lebenslage der ruinierten Bauern untersucht hatten. Es sei anerkannt, daß diese Arbeitsgruppen dieser Tage den Stand der Dinge so genau überprüft haben, daß man Maßnahmen für die Verbesserung des Lebens der ruinierten Bauern treffen kann.

Die Steigerung der Agrarproduktion und die Verbesserung der Lebensbedingungen der ruinierten Bauern sind von äußerst großer Bedeutung für die Proportionen zwischen der Industrie und Landwirtschaft, für die Festigung der Klassenbasis auf dem Dorf und des Bündnisses der Arbeiter und Bauern.

In der Vergangenheit trafen unsere Partei und die Regierung der Republik verschiedene Maßnahmen, um die Landwirtschaft zu entwickeln und die Probleme der ruinierten Bauern zu lösen. Besonders große Aufmerksamkeit wurde der Verbesserung der Lebenslage der ruinierten Bauern gewidmet, deren Zahl in der Kriegszeit rasch gewachsen ist.

Wie allen bekannt ist, mangelte es vor dem Krieg auf dem Dorf nicht an Arbeitskräften und Zugvieh, und die Bauern lebten nicht schlecht, was der klugen Politik unserer Partei und den patriotischen Arbeitstaten der Bauern zu danken ist. Infolge der bewaffneten Aggression der US- Imperialisten und der landesverräterischen Clique um Syngman Rhee brach der Krieg aus. So gingen viele Jugendliche und Männer im besten Alter an die Front; die Feinde verübten barbarische Bombenangriffe und Ausplünderungen. Dadurch wurde ein Mangel an Arbeitskräften und Zugvieh hervorgerufen, Ackerbauflächen und landwirtschaftliche Einrichtungen wurden stark zerstört, was wiederum eine angespannte Lage in der Lebensmittelversorgung und den Ruin vieler Bauern mit sich brachte. Angesichts dieser Lage setzte unsere Partei große Kräfte für die Arbeit auf dem Dorf ein. Sie ergriff verschiedene Maßnahmen, um den Bedarf der Front und des Hinterlandes an Nahrungsmitteln zu decken und die Frage der verarmten Bauern zu lösen. Die im Krieg von unserer Partei betriebene Agrarpolitik war ein wichtiger Faktor für den Sieg im Krieg. Dank ihrer klugen Politik ist selbst in der so schweren Kriegszeit niemand Hungers verstorben.

Da unsere Partei für die Arbeit auf dem Dorf große Anstrengungen unternommen hat, waren nicht wenige Erfolge in der Landwirtschaft zu verzeichnen.

Während des Krieges wurden Zehntausende Hektar Neuland erschlossen. Allein der Landwirtschaftsbetrieb Nr. 5 im Bezirk Nord- Hamgyong gewann 3600 Hektar Neuland, das der Anbaufläche eines Kreises entspricht. Trotz der fortgesetzten barbarischen feindlichen Bombenangriffe führten unsere Bauern moderne Ackerbaumethoden aktiv ein und steigerten somit die Getreideproduktion. Und viele von ihnen erzielten hohe Erträge. In der Gemeinde Okdo, Kreis Ryonggang, Bezirk Süd-Phyongan, wurden im Vorjahr durchschnittlich 7 t Reis je Hektar im Gemeindemaßstab produziert. Dieses Jahr rechnen wir damit, im Kreis Anak, Bezirk Süd-Hwanghae, durchschnittlich einen Reisertrag von 4 t und im Kreis Unryul dieses Bezirkes 5,5 t je Hektar im Kreismaßstab zu erzielen. Solch ein hoher Ernteertrag war in der Herrschaftszeit des japanischen Imperialismus überhaupt nicht vorstellbar.

Unsere Bauern erkannten während des Krieges die Vorzüge der genossenschaftlichen Wirtschaft. Das ist ein großer Erfolg bei der Entwicklung der Landwirtschaft. Der Krieg verursachte einen Mangel an Arbeitskräften, an Zugvieh und landwirtschaftlichem Inventar. Angesichts dieser Lage organisierten die Bauern auf eigene Initiative Brigaden für gegenseitige Hilfe bei der Arbeit und Brigaden für die gemeinsame Nutzung des Zugviehs, und so betrieben sie den Ackerbau mit vereinten Kräften. Im Verlaufe dieser Zeit verspürten sie an eigenem Leib die Vorzüge der kollektiven Arbeit.

Auch in der Viehwirtschaft wurden nicht wenige Erfolge erzielt. Vor dem Krieg war die Fleischproduktion in den staatlichen Feldbau- und Viehzuchtbetrieben unbedeutend. Damals hatten sie gerade erst begonnen, sich zu organisieren, die Mitarbeiter der Verwaltung hatten deshalb keine Erfahrungen und ihre Betriebe mangelhaft geführt, und so war ihre Arbeit noch unbefriedigend. Das veranlaßte manche Bauern zu sagen: Wer die abgemagertsten Rinder sehen will, sollte in die staatlichen Feldbau- und Viehzuchtbetriebe gehen. Und wer das schlechteste Korngetreide sehen will, sollte ebenfalls dorthin gehen. In diesem Jahr ist es ihnen jedoch gelungen, 6000 t Fleisch zu produ­zieren, was darauf zurückzuführen ist, daß unsere Partei im Krieg die Arbeit dieser Betriebe verstärkte und entwickelte.

Selbstverständlich haben sie in ihrer Arbeit noch einige Mängel. Aber sie wurden zur festen Basis, die bei der Fleischproduktion unseres Landes eine entscheidende Rolle spielen kann. Da unsere Partei während des Krieges solche zuverlässigen Stützpunkte für die Entwicklung der Viehzucht geschaffen hat, können wir heute das System der obligatorischen Fleischablieferung an den Staat aufheben, das bisher für die Bauern eine Bürde war.

Es besteht die Aussicht, daß wir im nächsten Jahr allein in den zentral- und in den bezirksgeleiteten Feldbau- und Viehzuchtbetrieben 20 000 t Fleisch produzieren können. Wenn wir künftig Genossen­schaften umfassend organisieren und deren Viehzucht entwickeln, wird es gar nicht so schwer sein, in unserem Land annähernd 100 000 t Fleisch zu produzieren. Fängt man zudem rund 700 000 t Fisch, so wird sich die Ernährungslage unserer Bevölkerung weiter verbessern.

Obwohl bisher in der Landwirtschaft bestimmte Erfolge errungen worden sind, hat unsere Agrarproduktion noch ein niedriges Niveau, sind auch die Probleme der ruinierten Bauern noch nicht völlig gelöst. Der Staat gewährt ihnen zur Zeit eine Überbrückungshilfe, damit sie die Schwierigkeiten überwinden.

Was ist also künftig zu tun, um die Landwirtschaft rasch zu entwickeln und die Lebensbedingungen dieser Bauern von Grund auf zu verändern?

Wie wir auf Tagungen des Politkomitees des ZK der Partei und in anderen Beratungen feststellten, muß man verschiedene Genossen­schaften unter Berücksichtigung der örtlichen Besonderheiten organisieren und sie leiten, um die Landwirtschaft rasch zu entwickeln und die Probleme der ruinierten Bauern entschieden zu lösen. Mit anderen Worten: In den Gebirgsgegenden sind Genossenschaften, die Ackerbau und Viehzucht betreiben, zu bilden, im Küstenland sind Genossenschaften, die Ackerbau und Fischerei betreiben, und im Flachland sind landwirtschaftliche Genossenschaften (LWG) zu organisieren und zu entwickeln. Wenn man auf diese Weise verschiedene Genossenschaften entsprechend den örtlichen Besonder­heiten organisiert und sie weiter festigt, kann man die Landwirtschaft rasch entwickeln und in zwei bis drei Jahren die Lebensbedingungen der verarmten Bauern bedeutend verbessern. Der genossenschaftliche Zusammenschluß ist der einzig richtige Weg zur raschen Entwicklung der Landwirtschaft und zur grundlegenden Veränderung der Lebens­bedingungen dieser Bauern.

Die Funktionäre der Partei-, Staats- und Wirtschaftsorgane müssen die Richtigkeit des Kurses auf den genossenschaftlichen Zusammen­schluß klar erkennen und künftig die Bewegung für dieses Vorhaben tatkräftig entfalten.

Um diese Bewegung erfolgreich zu entfalten, ist den Bauern vor allem die Überlegenheit der genossenschaftlichen Wirtschaft gründlich zu erläutern und zu propagieren. Nur dann, wenn sie von diesen Vorzügen völlig überzeugt sind, können sie aktiv an der Organisierung der LWG teilnehmen. Man muß den Bauern gründlich klar machen, daß der genossenschaftliche Zusammenschluß eine große Wende in der Entwicklung unserer Landwirtschaft und der einzige Weg zum Ausbau der sozialistischen Faktoren auf dem Dorf und zur grundlegenden Verbesserung der Wirtschaftslage der Bauern ist. Es ist Aufgabe der ganzen Partei, den Bauern die Vorzüge der genossenschaftlichen Wirtschaft zu veranschaulichen.

Bei der Organisierung der Genossenschaften muß das Prinzip der Freiwilligkeit konsequent eingehalten werden. Es ist absolut untersagt, den Willen der Bauern außer acht zu lassen und sie zum Eintritt in die Genossenschaft zu zwingen. Wie wir mehrmals betont haben, muß man den Bauern die Vorzüge der genossenschaftlichen Wirtschaft über­zeugend erläutern, damit sie freiwillig in die Genossenschaft eintreten.

Die Größe der Genossenschaften ist den realen Bedingungen entsprechend festzulegen. Die Organisierung von übermäßig großen Genossenschaften ist nicht ratsam, da die verschiedenen Bedingungen dafür noch nicht herangereift sind. Im Zusammenhang mit dem Mangel an Kadern und fehlenden Bedingungen für die Mechanisierung kann man zu große Genossenschaften nicht wie erforderlich betreiben.

Des weiteren ist es notwendig, bei der Organisierung der Genossen­schaften die Möglichkeiten des Staates für deren Unterstützung und den ideologischen Bewußtseinsstand der Bauern genau zu berücksichtigen. Wenn man darüber keine genaue Kenntnis hat und nach subjektivem Ermessen Genossenschaften organisiert, so könnte das ihre Ent­wicklung negativ beeinflussen.

In Gebirgsgegenden Genossenschaften, die Ackerbau und Viehzucht betreiben, zu organisieren, ist nicht so problematisch. Aber die Organisierung von Genossenschaften im Küstenland, die Ackerbau und Fischerei betreiben, muß man sich gut überlegen. Wenn man mit einem Mal viele organisiert und der Staat nicht in der Lage ist, an sie Fangschiffe und -geräte zu liefern, kann ihre Betriebstätigkeit nicht gesichert werden. Deshalb muß man genau in Erwägung ziehen, ob Fangschiffe und -geräte geliefert werden können, und auf dieser Grundlage deren Organisierung in Angriff nehmen.

Um die Genossenschaften zu organisieren und tadellos zu leiten, muß man geeignete Kader auswählen und ihnen erforderliche Hilfe erweisen.

Die Abteilung für Bauernschaft beim ZK der Partei und das Ministerium für Landwirtschaft sind verpflichtet, befähigte Mitarbeiter auszuwählen, sie im zentralen Lehrgang zu schulen und in jeden Bezirk zu entsenden, damit sie dort Konsultationen für die Mitarbeiter durchführen, die direkt die Genossenschaften organisieren und deren Leitung übernehmen werden. Außerdem sind Buchhalter der Genossen­schaften auszubilden.

Für die künftige Entwicklung der Viehhaltung braucht man viele entsprechende Fachleute. Es ist notwendig, ab neuem Semester die Fakultät für Veterinärmedizin und Viehwirtschaft bei der Land­wirtschaftshochschule zu erweitern und in diese Fakultät Studenten der anderen Fakultäten zu versetzen und in der Folgezeit auf deren Grundlage eine Hochschule für Veterinärmedizin und Viehwirtschaft zu eröffnen. Daneben ist die Fachschule für Veterinärmedizin und Viehwirtschaft auszubauen, damit jährlich nahezu 300 Tierärzte ausgebildet werden.

Die Erkenntnisse über Viehzucht sind in starkem Maße zu verbreiten. Besonders die Mitarbeiter der Partei- und Staatsorgane müssen sich darum bemühen, diese Erkenntnisse zu erwerben. Nur dann können sie falsche Auffassungen über die Viehzucht, die unter manchen Fachleuten verbreitet sind, überwinden und die Viehwirtschaft sachgemäß leiten.

Neben den Kenntnissen über die Viehwirtschaft sind die Erfahrungen mit modernen Ackerbauverfahren zielbewußt zu verallgemeinern.

Ernstzunehmende Mängel bei dieser Arbeit kamen früher darin zum Ausdruck, daß durch Übersetzungen nur die Erfahrungen anderer Länder vermittelt und propagiert wurden, ohne unsere eigenen Erfahrungen mit modernen Ackerbauverfahren auszuwerten. Selbst­verständlich sind auch gute Erfahrungen anderer Länder zu vermitteln. Es ist jedoch falsch, sich nur damit zu beschäftigen und unsere Erfahrungen außer acht zu lassen. Bei uns gibt es ebenfalls viele gute Erfahrungen, die in der Landwirtschaft gesammelt wurden. Künftig sind unsere besten Erfahrungen, die wir im Ackerbau sammelten, durch Broschüren zu popularisieren.

Die Leitung der genossenschaftlichen Wirtschaft durch die Partei ist zu intensivieren.

Die Parteiorganisationen haben das bisher nicht befriedigend getan.

Sie leiteten die Produktionsgenossenschaften nicht verantwortungs­bewußt, sondern überließen sie dem Selbstlauf, so daß sie sich spontan entwickelten. Folglich konnten die in den Produktionsgenossenschaften verborgenen Spekulanten Vermögen veruntreuen.

Die Parteiorganisationen leiteten auch die Konsumgenossenschaften ungenügend an, die bei der verstärkten wirtschaftlichen Verbindung der Stadt mit dem Dorf während der Übergangsperiode vom Kapitalismus zum Sozialismus eine große Rolle spielen. Sie konnten jedoch ihrer Mission nicht vollauf gerecht werden, weil die Partei diese Genossen­schaften nicht intensiv leitete.

Ebenso wurden die Fischereigenossenschaften nicht sachgemäß angeleitet, und man überließ sie dem Selbstlauf.

Die Parteiorganisationen dürfen sich nicht nur auf die Organisierung von Fischereigenossenschaften beschränken, sondern müssen die bereits bestehenden Genossenschaften zielbewußt anleiten. Nur dann kann die genossenschaftliche Wirtschaft wie erforderlich entwickelt werden. Wenn man die neu zu organisierenden LWG auf dieselbe Weise wie früher, als man die anderen Genossenschaften anleitete, nicht korrekt leitet, wird deren Organisierung von keiner Bedeutung sein.

Die Parteiorganisationen müssen der Stärkung und Entwicklung der LWG große Aufmerksamkeit schenken. Geht die Arbeit der LWG künftig nicht normal vonstatten, so ist das auf die mangelhafte Parteiarbeit im betreffenden Bereich zurückzuführen.

In den LWG ist die Wirtschaft planmäßig zu betreiben.

Wenn diese Genossenschaften nicht nach einem staatlichen, einheitlichen Produktionsplan, sondern nach Gutdünken ihre Wirtschaft führen, dann kann man weder die Agrarproduktion ununterbrochen steigern noch eine proportionale Entwicklung der gesamten Volks­wirtschaft sichern. Das Staatliche Plankomitee sollte gründlich Vorbereitungen dafür treffen, daß man ab nächstes Jahr in den LWG eine Planwirtschaft betreiben kann.

Als nächstes ist es notwendig, einen Kampf um höhere Erträge je Hektar Anbaufläche außer Reisfeldern zu entfalten.

Um die Agrarproduktion in unserem Land, in dem die Ackerflächen außer den Reisfeldern die Mehrheit der gesamten Anbauflächen ausmachen, zu steigern, muß man den Ertrag auf diesen Anbauflächen erhöhen. Wichtige Reserven für die Steigerung der Agrarproduktion sehen wir darin, den Ertrag je Hektar auf diesen Feldern zu erhöhen. Gegenwärtig beträgt ihre Fläche 1,5 Mio. Hektar, und sie macht 75 Prozent der gesamten Anbaufläche aus.

Die Mitarbeiter legten jedoch früher hauptsächlich darauf Gewicht, den Ertrag je Hektar Reisfeld zu erhöhen, und sorgten wenig für eine Ertragssteigerung je Hektar anderer Felder. Mehr noch: Auf die Schwendewirtschaft in den Gebirgsgegenden richteten sie keine Aufmerksamkeit. Ab nächstes Jahr müssen alle Mitarbeiter die Mängel, die darin zum Ausdruck kamen, auf den Reisbau Gewicht zu legen, überwinden und energisch für die Erhöhung des Ertrags je Hektar auf diesen Anbauflächen ringen.

Ferner ist es notwendig, in der Agrarwissenschaft die Forschung zu intensivieren.

Leiten wir die Erkenntnisse der modernen Wissenschaft und Technik nicht in die Agrarproduktion über, kann sie nicht gesteigert werden. Die Forschungsinstitute für die Agrarwissenschaft sind verpflichtet, ihre Kräfte für solch eine Forschungsarbeit einzusetzen, mit der die für die Entwicklung unserer Landwirtschaft dringend notwendigen wissenschaftlich-technischen Probleme gelöst werden können.

Die Hauptaufgabe in der Forschungsarbeit für die Agrar­wissenschaft besteht darin, neues Saatgut zu erforschen, das den Witterungsbedingungen und der Bodenbeschaffenheit unseres Landes entspricht. Die auf diese Erforschung gerichtete Arbeit ist in den Versuchsfarmen noch mehr zu intensivieren.

Die Forschungsarbeit für die Entwicklung der Viehzucht ist ebenfalls wirksamer durchzuführen.

In nächster Zeit ist ein neues Forschungsinstitut für die Viehzucht zu schaffen, um die Forschung für die Veredlung von Zuchtvieh und den Futterbau durchzuführen. In jedem Bezirk sind drei bis vier Rasseviehzuchtbetriebe zu errichten, für die Viehzuchtbetriebe und die Genossenschaften ist dort Elite-Rassezuchtvieh zu entwickeln.

Zum Abschluß möchte ich auf die Verbesserung und Verstärkung der Arbeit der Aufkauforgane eingehen.

Diese Arbeit hat sehr große Bedeutung dafür, bei den Bauern das Interesse an der Produktion zu wecken und Rohstoff für die Industrie bereitzustellen. Die Arbeit der Aufkauforgane geht jedoch zur Zeit nicht zügig vonstatten.

Um den Aufkauf zu verbessern, sind in einzelnen Gebieten Anlagen für Fleischverarbeitung und -lagerung zu bauen. Obwohl die Aufkauforgane gewillt sind, das von den Bauern produzierte Fleisch aufzukaufen, kann man dem nicht nachkommen, da diese Anlagen fehlen.

Wenn man zum Beispiel die in Hoeryong aufgekauften Schweine oder Enten, anstatt sie an Ort und Stelle zu schlachten und zu verarbeiten, bis nach Pyongyang mit dem Zug befördert, magern sie inzwischen ab. Deshalb muß das Ministerkabinett Maßnahmen treffen, um in jedem Bezirk Anlagen für Fleisch Verarbeitung und -lagerung zu bauen.

Auf der heutigen Tagung haben wir einige aktuelle Fragen erörtert, die mit der Steigerung der Agrarproduktion und der Verbesserung der Lebensbedingungen der ruinierten Bauern zusammenhängen.

Ich gebe der Hoffnung Ausdruck, daß die Funktionäre der Partei-, Staats- und Wirtschaftsorgane die Aufgaben, die auf der heutigen Tagung beraten und zum Beschluß erhoben wurden, konsequent ausführen und somit in kürzester Zeit die Agrarproduktion entscheidend steigern und die Lebenslage der ruinierten Bauern weiterhin verbessern.