3. April 1939 // Reden
Kim Il Sung // Versetzen wir durch aktive Gegenstöße den japanischen imperialistischen Aggressoren ständige Schläge und rücken in das Vaterland vor

Versetzen wir durch aktive Gegenstöße den japanischen imperialistischen Aggressoren ständige Schläge und rücken in das Vaterland vor

3. April 1939

Rede auf der Konferenz der Kader der KRVA in Beidadingzi


Genossen!

Geleitet von dem Kurs, der auf der Konferenz in Nanpaizi festgelegt wurde, haben die Hauptkräfte der KRVA während des Winters einen mehr als hundert Tage dauernden Marsch von Nanpaizi nach Changbai zurückgelegt und sind damit erneut in die nördlichen Grenzgebiete ein­gerückt.

Der Marsch von Einheiten unserer Revolutionsarmee in Richtung auf die Grenzgebiete, die Ufergebiete des Amnok, ist ein siegreicher und ruhmvoller Weg, auf dem sie, jegliche Schwierigkeiten und Entbehrun­gen überwindend, die Revolution vor dem wütenden reaktionären Angriff des Feindes schützten und dem antijapanischen nationalen Befreiungs­kampf einen starken Aufschwung gaben.

Im vergangenen Jahr entstand wegen des Feldzuges nach Rehe für die Entwicklung des bewaffneten antijapanischen Kampfes vorüberge­hend eine ungünstige Situation. Unsere ärgsten Feinde, die japanischen imperialistischen Eroberer, die sich dies zunutze machten, führten wie Besessene zur Erdrosselung der koreanischen Revolution große „Straf­expeditionen“ gegen die KRVA durch und vernichteten andererseits durch eine unerhört gewaltige Massenverhaftung die Unterorganisatio­nen der LWV sowie andere revolutionäre Organisationen, verhafteten zahlreiche Kommunisten und Patrioten, warfen sie ins Gefängnis und ermordeten sie. Dadurch wurde eine immer schrecklichere nationale Tragödie über unser Volk heraufbeschworen, und die koreanische Revo­lution ist harten Prüfungen ausgesetzt.

Während dieser schweren Zeit der harten Prüfungen organisierten wir den Marsch der Hauptkräfte der KRVA in die nördlichen Grenzgebiete, um voller Initiative die im Verlauf der Revolution entstandenen Schwie­rigkeiten zu überwinden, die Heimat und Nation vor der Krise zu retten und einen kontinuierlichen Aufschwung im antijapanischen nationalen Befreiungskampf unseres Volkes zu erreichen.

Während des ganzen bewaffneten antijapanischen Kampfes gab es nicht ein einziges Jahr ohne irgendwelche Schwierigkeiten; doch der von uns zurückgelegte, über Tausende Ri führende Wintermarsch, in dessen Verlauf wir groß angelegte „Strafexpeditionen“ der japanischen Imperialisten zurückschlugen und in die Grenzgebiete, die Ufergebiete des Amnok, vordrangen, war ein beispiellos schwieriger und blutiger Marsch, der über die menschliche Vorstellungskraft hinausgeht.

Unter dem Aushängeschild der „Dongbiandao-Strafexpedition“ wähl­ten die japanischen imperialistischen Eroberer Kampfhandlungen gegen das Hauptquartier der KRVA zur Hauptrichtung ihres „groß angelegten Vernichtungskampfes“, mobilisierten einen beträchtlichen Teil der Hauptkräfte der Kwantungarmee, Elite-Einheiten der Marionettenarmee Mandschukuos, bewaffnete Polizeieinheiten und Einheiten des Selbst­schutzkorps von insgesamt mehreren Hunderttausend Mann, legten einen doppelten und dreifachen Einkesselungsring an, folgten uns wie Kletten und versuchten, uns durch gemeinsame Handlungen der Bodentruppen und Luftwaffe von allen Seiten her in die Zange zu nehmen.

Neben ihrem groß angelegten militärischen Angriff unternahmen die Feinde äußerst hartnäckig verschiedene Täuschungsmanöver, um die KRVA von innen heraus zu desorganisieren: Sie aktivierten die Tätig­keit von Spionagebanden, z. B. die „Arbeitsgruppe zur Bekehrung“, und warfen von Flugzeugen aus Schmähschriften ab.

In dieser Situation mußten wir uns einen Weg durch unberührten, mannshohen Schnee bahnen, wie es ihn in den letzten hundert Jahren nicht mehr gab, grimmige Kälte von vierzig Grad und heftige Schneestürme des Festlandes ertragen und Tag für Tag blutige Kämpfe mit tausend und abertausend feindlichen Soldaten führen, die uns wü­tend angriffen. Der Weg des Kampfes, den wir in den Wintertagen zu­rücklegten, war in der Tat voller unbeschreiblicher Schwierigkeiten, die die Kämpfer auf Schritt und Tritt zu überwinden hatten.

Doch die Kämpfer der KRVA ließen sich nicht im geringsten entmu­tigen, mit festem Kampfwillen und unbeugsamem revolutionärem Geist nahmen sie alle Hürden, kämpften wie Phönix und gingen als Sieger her­vor. Ihre Losung war: „Und wenn wir auch tausend Tode sterben, wir werden den Feind besiegen!“

Die japanischen imperialistischen Eroberer unternahmen wütende Versuche, um die KRVA, die für sie ein „Krebsgeschwür“ war und sie an der Verwirklichung ihrer Pläne der Aggression auf das Festland hin­derte, „vollständig zu vernichten“, doch schließlich erlitten sie selbst eine Niederlage. In heißen Kämpfen und Prüfungen wurden die Abtei­lungen der KRVA gestählt und unbesiegbare revolutionäre Einheiten, unsere Kommandeure und Soldaten entwickelten sich zu Kämpfern mit eisernem Willen.

Bei diesem Schweren Marsch haben wir deutlich die unbesiegbare Kraft der ohnegleichen geschickten Partisanentaktik der KRVA de­monstriert.

Bei ihren Winteroperationen sicherten sich die Einheiten der KRVA zu­verlässig die taktische Überlegenheit über den Gegner, indem sie Methoden der Konzentration und Aufsplitterung ihrer Militärmacht und ihres ge­schickten Manövrierens anwandten, und setzten so unseren Kurs auf die Erhaltung der eigenen Kräfte und die ständige Vernichtung und Zermür­bung der Kräfte des Feindes erfolgreich in die Tat um.

Die Aktionen von großen und kleinen Abteilungen miteinander zu verbinden, ist eines der taktischen Prinzipien der Partisanentätigkeit, die es ermöglichen, durch Konzentration und Aufsplitterung der Streitmacht den Feind zu schwächen und ihm einen entscheidenden Schlag zu ver­setzen. Während des Schweren Marsches haben wir, diese Aktionen klug miteinander verbindend, in den Kämpfen mit den Feinden immer die Initiative fest in unseren Händen gehalten, obwohl uns der Gegner sowohl zahlenmäßig als auch technisch überlegen war.

Auf unserem Marsch von Nanpaizi nach Changbai haben sich die Hauptkräfte der KRVA als Gegengewicht zu der feindlichen Taktik der „Kräftekonzentration auf wichtige Stellen“ und der „Taktik der Verfol­gung auf große Entfernung“ in drei Richtungen bewegt und sind von Gefechten durch große Abteilungen zu Einzeloperationen übergegan­gen. Dadurch wurden wir in die Lage versetzt, die konzentrierten An­griffe des Gegners zu zerstreuen und zurückzuschlagen. Als der Feind, der starke Kräfte zusammengezogen hatte, uns zu verfolgen begann, führten wir ihn mit kleinen Abteilungen in die Irre, während gleichzeitig unsere Hauptkräfte diese Gegend unverzüglich verließen und einen Blitzangriff auf das Hinterland und das Nachtlager der uns verfolgenden Feinde vornahmen und sie so in eine ausweglose Situation brachten.

Die unübertroffene Bewegungstaktik der Abteilungen der KRVA hatte große Bedeutung, sie ermöglichte es uns, die Initiative zu über­nehmen und sie nicht mehr aus der Hand zu geben. Der Gegner warf starke bewaffnete Kräfte in ein relativ kleines Gebiet südwestlich des Paektu-Gebirges und versuchte ununterbrochen, unsere Einheiten ein­zukreisen, anzugreifen und zu verfolgen. Unter diesen Bedingungen fügten die Einheiten unserer Armee, die unzählige Berggipfel und die tiefen Schluchten von Changbai und Linjiang umgingen, den Feinden Schläge zu. Indem wir unseren Standort aus dem Wald in kleine Gebir­ge verlagerten und umgekehrt, trieben wir die uns verfolgenden Feinde in die Irre, so daß sie in eine ganz andere Richtung marschierten, brach­ten wir sie in eine schwierige Situation und vernichteten sie, indem wir unsere Marschroute klug geändert haben. Diese seltsamen Methoden zur Kriegsführung versetzten die Eroberungstruppen des japanischen Impe­rialismus in Furcht und Schrecken. Die Umgehungsmanöver der Einhei­ten unserer revolutionären Armee in den nördlichen Grenzgebieten machten es ihr möglich, den frontalen Zusammenstoß mit den Elite­Einheiten des Gegners zu vermeiden und seinen Schwachstellen vom Hinterland und den Flanken aus ständig Schläge zuzufügen. Durch diese Handlungen gelang es, große Kontingente der gegnerischen Kräfte in die Gebiete Changbai und Linjiang abzulenken, sie dort festzuhalten und damit günstige Bedingungen für die Kampfhandlungen der Einhei­ten in den anderen Richtungen zu schaffen.

Unsere Erfahrungen zeigen deutlich, daß man selbst mit geringen Kräften durchaus in der Lage ist, einen zahlenmäßig überlegenen Geg­ner zu schlagen und die Initiative in die Hand zu nehmen, wenn man sich in der entstandenen Situation exakt orientiert, eine ihr entsprechen­de Strategie und Taktik erarbeitet und unter Ausnutzung der verwundba­ren Stellen des Feindes zu aktiven Handlungen übergeht.

Im einheitlichen Wollen und Denken fest zusammengeschweißt, leg­ten die Kämpfer der KRVA diesen ganzen Schweren Marsch, diesen ruhmerfüllten Kampfesweg, zurück, alle nur denkbaren Prüfungen er­tragend, und errangen den Sieg über die inneren und äußeren Feinde.

Sie beschritten den Dornenweg der Revolution, brachen sich eine Bahn durch den Wald der feindlichen Bajonette und führten Tag und Nacht hef­tige Gefechte. Dieser Weg ist merkbar getränkt mit dem Blut unserer Kämpfer, die ihre Jugend und ihr Leben für diesen Kampf hingaben.

Unsere Soldaten und Kommandeure, die der Sache der Revolution grenzenlos ergeben sind, erfüllten unter beliebigen schwierigen Um­ständen stets die Befehle und Anordnungen des Hauptquartiers, und mit ihrem Leben verteidigten und schützten sie den Stab der Revolution. Um ihn aus der feindlichen Umkreisung zu retten, lockten die Kämpfer des von Oh Jung Hup befehligten Regiments, die sich als das Haupt­quartier ausgaben, unter Lebensgefahr starke Kräfte des Feindes tief in den Wald von Changbai und rangen tapfer mit ihnen. Der heldenhafte Kampf der Kommandeure und Soldaten dieses Regiments und anderer Einheiten ist ein leuchtendes Beispiel der Ergebenheit der Kommunisten für die große revolutionäre Sache.

Der aufopferungsvolle Einsatz der Soldaten der KRVA für die Ver­teidigung des Hauptquartiers der Revolution ist eine edle Eigenschaft der Revolutionäre, die sich auf dem hohen Bewußtsein und der ideolo­gischen Überzeugung der Kommunisten für die Revolution gründet. Durch diesen hohen Kampfgeist und die edlen moralischen Eigenschaf­ten konnten wir wiederholt den Ring und die Angriffe hunderttausender Soldaten der japanischen Imperialisten durchbrechen bzw. zurückschla­gen und den neuen Frühling, den Frühling des Sieges, begrüßen, indem wir die harten Prüfungen bestanden, der Todesgefahr trotzten und Mas­senheroismus bekundeten.

Die historischen Erfahrungen aus der kommunistischen Bewegung der Vergangenheit beweisen, daß sich immer dann, wenn eine günstige Situation entsteht und die Revolution ständigen Aufschwung nimmt, viele Menschen in den mächtigen Strom der kommunistischen Bewe­gung einreihen; doch wenn die Revolution Prüfungen unterworfen ist, scheiden schwankende, unbeständige Menschen aus den revolutionä­ren Reihen aus und verraten die Revolution.

Nach dem Ausbruch des Chinesisch-Japanischen Krieges verstärkten die japanischen Imperialisten unerhörte militärische und politische An­griffe und ihre faschistischen Repressalien, und angesichts dieser Lage zeigten auch in unseren revolutionären Reihen die Verräter der Revoluti­on, die Deserteure, ihr wahres Gesicht. So sabotierte z. B. Om Kwang Ho, der sich in einem Geheimlager des rückwärtigen Dienstes befand, in jener schweren Zeit des vergangenen Winters die Ausführung der revolutionä­ren Aufgaben und versuchte arglistig, den wahren revolutionären Genos­sen Schaden zuzufügen und einen Keil in die revolutionären Reihen zu treiben. Seine konterrevolutionäre Tätigkeit und ähnliche Handlungen anderer Deserteure und Liberaler in unseren revolutionären Reihen sind das Ergebnis der Furcht, die sie während der Offensive des Feindes pack­te, des daraus resultierenden Unglaubens an den Sieg der Revolution und entspringen der Unterwürfigkeit von Menschen, denen das Schicksal der Revolution gleichgültig ist und die nur auf ihr persönliches Wohlergehen und die Sicherung ihres Lebens bedacht sind.

Die im bewaffneten antijapanischen Kampf erzogenen und gestählten Kämpfer der KRVA begingen trotz schwieriger Bedingungen, verursacht durch die hinterhältigen Umtriebe der in unsere Reihen eingedrungenen Renegaten der Revolution, keinen Verrat an ihrer revolutionären Über­zeugung, sie führten einen unversöhnlichen Kampf gegen die konterrevo­lutionären Handlungen des Feindes und alle schädlichen ideologischen Strömungen und verteidigten so konsequent die Linie und den Kurs der koreanischen Revolution und schützten zuverlässig die Einheit und Ge­schlossenheit der revolutionären Reihen.

Die auf hoher revolutionärer Gesinnung und revolutionärer Kame­radschaft beruhende monolithische Einheit und Geschlossenheit der revolutionären Reihen waren ein wichtiger Faktor für den Sieg, der in dem beispiellos harten Schweren Marsch errungen wurde.

Heftige Kämpfe, Märsche, klirrender Frost, tödlicher Hunger – all das zehrte so stark an den Kämpfern der KRVA, daß sie manchmal nicht mehr die Kraft zum Aufstehen hatten. Doch auch während dieser harten Prüfungen bekämpften sie, von hohem Klassenbewußtsein und revolutionärer Überzeugung durchdrungen, sich für Vaterland und Volk zu opfern, den Feind mit verdoppelter Energie und ermutigten sich ge­genseitig mit den Worten: „Wenn wir fallen, wird sich unser Vaterland niemals erheben. Sammeln wir unsere Kräfte und rücken wir um jeden Preis in das Vaterland vor!“

Unsere heldenhaften Kommandeure und Soldaten waren stets be­müht, ihren Kampfgenossen in der Not zu helfen, und gingen immer aus sich selbst in den Gefechten und Märschen voran.

Die grenzenlose Treue zur Revolution, die hehre revolutionäre Ka­meradschaft, die die Kämpfer der KRVA bekundeten, waren wirklich der Quell jener unversiegbaren Kraft, die den harten, entbehrungsrei­chen, Schweren Marsch zu einem glänzenden Sieg führte. Dies ist ein überzeugendes Beispiel dafür, wie Kommunisten leben und kämpfen müssen.

Je schwerer unser Kampf wurde, je größer die Schwierigkeiten wa­ren, um so fester stützten wir uns auf die Volksmassen und überstanden alle Prüfungen. Auch in jener schweren Situation, als die Feinde wüten­de Versuche unternahmen, um uns aufzuspüren, begaben sich die Kämpfer der KRVA unter das Volk und erfüllten es mit Hoffnung und dem Glauben an den Sieg. Beflügelt vom militärischen und politischen Wirken der Einheiten der KRVA und der Gefahr trotzend, unterstützte das Volk unsere Kampfhandlungen und erwies uns tatkräftige materielle und moralische Hilfe.

Der ganze Ablauf des Schweren Marsches hat erneut deutlich ge­macht, daß kein noch so verzweifelter Angriff der Feinde dazu führen wird, den siegreichen Vormarsch der Revolutionären Volksarmee auf­zuhalten, die im Glauben an ihre eigenen Kräfte, gestützt auf die Volksmassen, im kameradschaftlichen und festen Zusammenschluß kämpft.

Die erfolgreichen Angriffe der Hauptkräfte der KRVA auf die nörd- liehen Grenzgebiete haben der ganzen Welt demonstriert, daß unsere Nation nicht tot ist, daß sie lebt und daß die besten Söhne und Töchter Koreas mit der Waffe in der Hand im Kampf gegen die japanischen im­perialistischen Eroberer den Sieg erringen. Auch dem Volk gaben sie den festen Glauben an den Sieg der Revolution und leiteten eine neue Etappe für einen Aufschwung der koreanischen Revolution insgesamt ein, in der der bewaffnete antijapanische Kampf im Mittelpunkt steht.

Genossen!

Vor uns steht die Aufgabe, gestützt auf unseren während des Schweren Marsches errungenen glänzenden Erfolg den Feinden weiterhin ununter­brochene Schläge zuzufügen und ins Heimatland vorzurücken.

Die im Winter durchgeführten „Strafexpeditionen“ der Feinde endeten mit einer für sie unersetzlichen Niederlage, und die über verschiedene Orte verstreuten Feinde haben sich in ihre Löcher verkrochen. Wir dürfen dem Gegner nicht die kleinste Atempause gönnen, sondern müssen zum aktiven Gegenangriff übergehen, den japanischen imperialistischen Ero­berern einen Schlag nach dem anderen versetzen und nochmals in das Vaterland vorrücken.

Wenn wir zum aktiven Angriff übergehen und in die Grenzgebiete und in das Landesinnere Koreas einmarschieren, um dem Feind vom Hinterland aus kräftige Schläge zu versetzen, so wird dies eine große Bedeutung dafür haben, die breiten Volksmassen noch stärker zum anti­japanischen Kampf zu beflügeln und in der koreanischen Revolution nochmals einen Aufschwung herbeizuführen.

Unsere nächste Aufgabe besteht darin, eine Frühjahrsoffensive zur At­tacke der feindlichen Hauptstützpunkte in den Grenzgebieten, den Ufer­gebieten des Amnok, zu eröffnen und den Feind in die passive Defensive zu drängen und somit bei seiner Grenzwache eine große Verwirrung an­zurichten und den Vorrat an Uniformen, Proviant, Munition und anderem Kriegsmaterial ausreichend aufzufüllen, um eine gründliche Vorbereitung zum Vorrücken ins Vaterland zu treffen.

Wir haben zu erreichen, daß die Kämpfer der KRVA die Ziele und Aufgaben unseres Vorrückens ins Vaterland klar verstehen, und müssen unter den breiten Volksmassen politisch aktiv tätig sein, um die Opera­tionen in Korea erfolgreich durchführen zu können.

Die Hauptkräfte der KRVA müssen sich gründlich auf den Ein­marsch in das Vaterland vorbereiten, die Grenzeinheiten der japanischen Truppen durchbrechen, blitzartig den Fluß Amnok forcieren und sich auf das Gebiet Musan bewegen. Auf diese Weise ist der ganze Schwin­del der feindlichen Propaganda von der „vollständigen Vernichtung“ der KRVA zu enthüllen, die Macht der KRVA klar zu demonstrieren, und so müssen sie unserem Volk, das unter dem Kolonialjoch des ja­panischen Imperialismus stöhnt, den Weg zur nationalen Wiedergeburt hell erleuchten und es mit neuer Kraft zum antijapanischen Kampf be­flügeln.

Für die weitere Ausdehnung und Entwicklung des antijapanischen na­tionalen Befreiungskampfes haben wir die breiten Volksmassen fest um die Front für die Wiedergeburt des Vaterlandes zusammenzuschließen.

Wir müssen illegale Politarbeiter und kleine Gruppen von Kämpfern in verschiedene Gebiete Koreas entsenden, damit sie die zerstörten revo­lutionären Organisationen wiederaufbauen und in Gang bringen und neue revolutionäre Organisationen unter den Arbeitern und Bauern gründen. Die illegalen Politarbeiter und kleinen Gruppen von Kämpfern haben die Aufgabe, eine aktive Untergrundtätigkeit in den Grenzgebie­ten, den Ufergebieten des Amnok und des Tuman, sowie in vielen ande­ren Gegenden zu führen, die zahllosen patriotischen Kräfte unter dem Banner der antijapanischen nationalen Einheitsfront fest zusammenzu­schließen und damit zu erreichen, daß die Bewegung für die Wiederge­burt des Vaterlandes in verschiedenen Formen in Verbindung mit dem bewaffneten Kampf der KRVA in starkem Maße entfaltet wird.

Nach der erfolgreichen Beendigung des Angriffs auf das Gebiet Mu­san müssen wir neue Operationen großer Einheiten in den nordöstlichen Gegenden des Paektu-Gebirges organisieren.

Diese Gegenden, die aus großen, mit Korea verbundenen Wäldern bestehen, haben günstige Voraussetzungen für die Partisanentätigkeit und die revolutionäre Beeinflussung der Landsleute im Vaterland. Dort besteht auch eine zuverlässige Massenbasis, da wir in diesen Ge­genden bereits Partisanengebiete geschaffen haben und mehrere Jahre operierten. Außerdem haben sie große strategische Bedeutung, da hier die Eisenbahnlinien Changchun-Rajin und Harbin-Dunhua, die militä­rischen Versorgungswege des japanischen Imperialismus für den bewaff­neten Angriff gegen die Sowjetunion, verlaufen. Deshalb werden die wirksamen militärischen Aktionen der Einheiten der KRVA in diesen Gegenden nicht nur große Bedeutung für die dynamische Entwicklung der koreanischen Revolution haben, sondern auch ein empfindlicher Schlag gegen die von den japanischen Imperialisten betriebene Aggressi­onspolitik auf dem Festland sein.

Da die Feinde starke Kräfte in das Gebiet Changbai konzentrieren, müssen wir die Hauptkräfte der KRVA in das nordöstliche Gebiet des Paektu-Gebirges verlegen und dort eine aktive militärische und politische Tätigkeit aufnehmen, um den japanischen imperialistischen Eroberern schwere Niederlagen beizubringen und den bewaffneten antijapanischen Kampf weiter auszudehnen und zu entwickeln.

Für die erfolgreiche Lösung all dieser heute vor uns stehenden re­volutionären Aufgaben müssen wir die KRVA in politischer und militä­rischer Hinsicht noch mehr festigen.

Vor allem haben wir unter den Kämpfern der KRVA beharrlich ideo­logisch-politische Erziehungsarbeit zu leisten, das heißt, ihre revolutio­näre Weltanschauung zu stählen. Unser revolutionärer Kampf ist nach wie vor hart. Nur mit einer festen revolutionären Weltanschauung werden alle Kommandeure und Soldaten unter beliebigen schwierigen Umständen im festen Glauben an den endgültigen Sieg der Revolution bis zum Schluß für die Vollendung der großen historischen Sache, der Befreiung des Vaterlandes, kämpfen können.

Alle Kommandeure und Soldaten müssen die unübertroffene Partisa­nentaktik beherrschen und fundierte allseitige militärische Kenntnisse haben, müssen die reale Situation, in der sich unser Vaterland befindet, gründlich studieren, sich wirkungsvolle Methoden der Arbeit mit den Massen zu eigen machen und so ihre Rolle als wahre Erzieher des Vol­kes, als Organisatoren und Führer der Massenbewegung in Ehren wahr­nehmen.

Aktive Beteiligung am Leben in ihren Organisationen und bewußte Einhaltung der revolutionären Disziplin – dies ist der Quell für die Kampfkraft der revolutionären Reihen und ein wichtiges Unterpfand für ihren Sieg. Wir müssen die Aufgaben unserer Organisationen stets gewissenhaft erfüllen und auch die kleinsten Erscheinungen von Libera­lismus, die den revolutionären Reihen Schaden zufügen, nicht überse­hen. Auf diese Weise müssen wir in den Reihen der KRVA eine strenge, auf Organisiertheit und Bewußtheit beruhende revolutionäre Disziplin durchsetzen.

Genossen!

Vor uns steht heute die schwere, aber ehrenvolle revolutionäre Auf­gabe, Vaterland und Nation aus der Krise herauszuführen und der kore­anischen Revolution neuen Auftrieb zu geben.

Auf dem Weg unserer Revolution erwarten uns schwere Prüfungen und Schwierigkeiten, ja auch Opfer. Doch wenn wir noch kühner kämp­fen, ohne vor den sich auftürmenden Hürden zurückzuschrecken, wird der Sieg unbedingt uns gehören.

Alle müssen beispiellosen Mut und Opferbereitschaft während des bevorstehenden Vorrückens ins Vaterland bekunden, den japanischen imperialistischen Eroberern ständig schwere militärische und politische Schläge zufügen, deren Niederlage beschleunigen und die weitere Ent­wicklung der koreanischen Revolution voranbringen.