19. November 1945 // Reden
Kim Il Sung // Die gegenwärtigen Aufgaben der Jugendbewegung in Südkorea

Die gegenwärtigen Aufgaben der Jugendbewegung in Südkorea

19. November 1945

Gespräch mit Jugendfunktionären Südkoreas


Quelle: Kim Il Sung, Gesammelte Werke, Band 1


Ich freue mich sehr über die Begegnung mit Ihnen, die Sie eine so weite Reise gemacht haben.

Man sagt, daß die weiten Kreise der Jugend heute in Südkorea die Verbrechen der projapanischen Elemente und Landesverräter entlarven und verurteilen und für den staatlichen Aufbau kämpfen. Das ist sehr gut. Die Jugendfunktionäre Südkoreas sind verpflichtet, die zahlreichen Jugendlichen, die sich mit hohem patriotischem Enthusiasmus zum Kampf für den Aufbau eines neuen Korea erhoben, auf den richtigen Weg zu führen.

Sie haben mich gefragt, welchen Weg das befreite Korea einschlagen muß. Das ist eine sehr wichtige Frage. Wenn die Jugendfunktionäre den Weg, den unser Land beschreiten wird, gut kennen, werden sie auch imstande sein, die Jugendarbeit korrekt auszuführen.

Überall auf der Erde kämpfen heute die unterdrückten Völker für die nationale Unabhängigkeit, mit jedem Tag erheben die Volksmassen, die Freiheit und Demokratie fordern, ihre Stimme immer lauter. Mit einem Wort, in der Welt bewegt man sich energisch hin zur nationalen Unab­hängigkeit, Freiheit und Demokratie.

Der Weg, den unser Land, das sich vom Joch der Kolonialherrschaft der japanischen Imperialisten befreit hat, nun beschreiten muß, ist auch der Weg der Demokratie. Wir müssen die Überreste des japanischen Imperialismus und des Feudalismus beseitigen, eine neue, demokrati­sche Gesellschaft aufbauen und so schnell wie möglich die völlige Un­abhängigkeit des Landes erringen.

Damit wir den Aufbau des Staates als die große Aufgabe erfolgreich realisieren können, muß sich vor allem die Jugend voller Energie und patriotischer Begeisterung intensiv dafür einsetzen. Unsere Jugend voll­brachte Heldentaten im heiligen Kampf für die Wiedergeburt des Vater­landes, sie muß auch im Ringen für die Neugestaltung des Vaterlandes eine große Rolle spielen. Eine Forderung unserer Revolution besteht heute darin, daß sich alle patriotisch gesinnten Jungen und Mädchen fest unter dem Banner der Demokratie zusammenschließen und am Aufbau des Staates beteiligen.

Ausgehend von diesen Forderungen unserer Revolution, legte man in Nordkorea den Kurs darauf fest, eine Massenorganisation der Jugend, den Demokratischen Jugendverband (DJV), zu bilden, der imstande ist, alle patriotisch gesinnten Jungen und Mädchen zu vereinen; für dessen Verwirklichung wird energisch gekämpft. Auch die Jugendbewegung in Südkorea muß diese Richtung einschlagen. Man sagt, daß die südkorea­nische Jugend, als sie von der bevorstehenden Gründung des DJV in Nordkorea erfuhr, nun auch solch eine Organisation ins Leben rufen will. Ich halte das für voll und ganz richtig.

Der Zusammenschluß der Massen der Jugend und die Entwicklung der Jugendbewegung auf demokratischer Grundlage in Südkorea sind eine dringende Aufgabe, die sich aus den Forderungen der jetzigen Situ­ation ergibt.

In Südkorea ist durch die Landung von US-Truppen eine sehr ernste Lage entstanden. Ermuntert durch die Anwesenheit der US-Truppen in Südkorea, erhoben die reaktionären Elemente ihr Haupt und befassen sich heute noch offener mit volksfeindlichen Umtrieben. Auf Betreiben der reaktionären Kreise der USA behindern die projapanischen Elemen­te und Landesverräter in Südkorea in jeder nur denkbaren Weise die auf den staatlichen Aufbau gerichteten patriotischen Aktivitäten der Bevöl­kerung, der Jugend und bedienen sich aller nur möglichen Machenschaf­ten, um die demokratischen Kräfte zu unterdrücken und unser Volk auf den antidemokratischen Weg zu drängen.

Aus dieser Lage ergibt sich die dringende Forderung, daß sich das süd­koreanische Volk, insbesondere die Jugend, fest zu einer Kraft zusammen­schließt. Nur wenn sich die verschiedenen Schichten der patriotisch gesinnten Jugend unverrückbar vereinen, können sie alle Machenschaften der projapanischen Elemente und Landesverräter durchkreuzen, die wirkli­che Freiheit und wahre Rechte erringen und einen Beitrag zum Aufbau eines souveränen und unabhängigen demokratischen Staates leisten.

Um die Massen der Jugend zu verbünden, ist es notwendig, eine ein­heitliche demokratische Massenorganisation der Jugend in Südkorea zu bilden.

In Südkorea bestehen heute viele Jugendorganisationen; doch wenn es verschiedene Jugendorganisationen gibt, fördert dies nicht den Zu­sammenschluß der Jugend, sondern im Gegenteil die Spaltung der Ju­gendbewegung. Nur eine einheitliche Massenorganisation der Jugend wird die Spaltung der Jugendbewegung in Südkorea verhindern, nur sie kann gewährleisten, daß sich diese Bewegung gesund entwickelt, nur sie kann die weiten Kreise der Jugend aktiv zum Aufbau des Staates mobi­lisieren.

Auch für die Bildung der Einheitsfront ist es dringend notwendig, eine demokratische Jugendorganisation zu bilden und die Massen der Jugend in Südkorea zu vereinen.

Wie ich kürzlich bereits Genossen aus Seoul sagte, ist es notwendig, um die Machenschaften der Reaktionäre zu durchkreuzen und den staat­lichen Aufbau in Südkorea erfolgreich zu bewältigen, eine feste demo­kratische Einheitsfront zu schaffen, der die verschiedenen Schichten der Bevölkerung angehören müssen, die das Land und die Nation lieben. Im Interesse der Bildung solch einer Einheitsfront ist es unerläßlich, daß sich die Massen in Jugend- bzw. anderen gesellschaftlichen Organisatio­nen assoziieren und damit ein stabiles Fundament für die Einheitsfront gelegt wird. In Südkorea muß so schnell wie möglich eine einheitliche demokratische Jugendorganisation geschaffen werden, die eng verbunden mit den anderen demokratischen Massenorganisationen den staatlichen Aufbau erfolgreich verwirklicht.

Die Hauptsache bei der Gründung einer demokratischen Jugendorga­nisation, in der sich die Massen der Jugend Südkoreas integrieren können, besteht darin, ihr Programm und ihr Statut richtig auszuarbeiten. Die Bestrebungen und Sehnsüchte der jugendlichen Massen müssen sich im Programm und Statut der zu gründenden demokratischen Jugendorgani­sation vollständig widerspiegeln. Nur dann wird die Jugend diese Orga­nisation aktiv unterstützen und ihr beitreten.

In ihrem Programm muß die Jugendorganisation ihren Charakter als eine Massenorganisation der Jugend, die alle nach Demokratie streben­den, patriotisch gesinnten Jungen und Mädchen umfaßt, klar umreißen und eindeutig herausstellen, daß es ihr Hauptziel ist, für den Aufbau eines souveränen und unabhängigen demokratischen Staates zu kämp­fen. Das Programm muß auch die nächsten Aufgaben der Organisation zum Ausdruck bringen. Dazu gehören unbedingt folgende Fragen; der Kampf für die Beseitigung der Überreste des japanischen Imperialismus und des Feudalismus in allen Bereichen, die aktive Mitwirkung beim Wiederaufbau und bei der Entwicklung der Wirtschaft und Nationalkul­tur des Landes sowie bei der Überwindung des Analphabetentums, die Durchsetzung der Gleichberechtigung der Frau, das Ringen für Mei- nungs-, Presse-, Versammlungs-, Vereinigungs- und Glaubensfreiheit und für das aktive und passive Wahlrecht, die Festigung der Freund­schaft und Geschlossenheit mit der demokratischen Weltjugend.

Auch das Statut ist richtig auszuarbeiten. Darin müssen das Prinzip des Organisationsaufbaus der Jugendorganisation, die Rechte und Pflichten ihrer Mitglieder und andere wichtige Fragen der Tätigkeit dieser Organi­sation klar festgelegt sein. Insbesondere ist die Prozedur für die Aufnah­me neuer Mitglieder in die Organisation richtig zu fixieren. Es darf nicht vorkommen, daß aufnahmewürdige Menschen durch eine komplizierte Prozedur am Eintritt gehindert werden.

Wenn das Programm und das Statut im Entwurf vorliegen, muß man sie unter den Massen der Jugend erläutern und propagieren. In Südkorea verkünden heute Jugendorganisationen in bunter Vielfalt ihre jeweiligen Losungen; deshalb wissen die Jungen und Mädchen nicht, welchen Weg sie wählen sollen. Unter diesen Bedingungen muß die propagandistische Arbeit zur Erläuterung des demokratischen Programms und Statuts der Massenorganisation der Jungen und Mädchen gut organisiert sein, und dann wird die Jugend verstehen können, warum es richtig ist, diese Or­ganisation zu gründen, ihre Aufgaben kennen und ihr aktiv beitreten.

Um breite Kreise von Jungen und Mädchen in der demokratischen Jugendorganisation zu vereinen und die Jugendbewegung in Südkorea zu entwickeln, muß man den Kaderbestand der Jugendorganisation zu­verlässig ergänzen.

Wenn wir eine Massenorganisation der Jugend gründen, es aber ver­säumen, ihr gute Kader zur Verfügung zu stellen, werden wir die Massen der Jugend nicht zusammenschließen und die Rolle der Jugendorganisati­on nicht verstärken können, wie gut auch das Programm und das Statut sein mögen. Deshalb sollten Sie der Stärkung der Kaderreihen der Ju­gendorganisation Ihre erstrangige Aufmerksamkeit schenken. Die Kader der Jugendorganisation müssen zuverlässige, ideologisch überzeugte Menschen sein, die von starkem Kampfgeist erfüllt sind und Organisati­onstalent haben. Nur dann werden sie, auf welche Schwierigkeiten sie auch stoßen mögen, ohne davor zu schwanken, imstande sein, die Massen der Jugend bei der Neugestaltung des Vaterlandes entschlossen zu führen.

Um die Kaderreihen der Jugendorganisation zu festigen, muß man die jetzigen Jugendfunktionäre bei ihrer Arbeit beharrlich erziehen und stäh­len. Gleichzeitig gilt es, über bestimmte Ausbildungsorgane Jugendkader zu entwickeln. Natürlich wird das unter den Verhältnissen in Südkorea etwas schwierig sein, ich glaube aber, daß es möglich ist, Abendkurse zu organisieren und dort die Besten als Jugendkader auszubilden.

Eine wichtige Frage der Entfaltung der Jugendbewegung in Südkorea ist der aktive Kampf gegen jegliche Tendenzen der Fraktionsbildung.

Wegen der Fraktionszänkereien konnte unser Land in der Vergan­genheit die nationale Geschlossenheit nicht herstellen und wurde schließlich von den japanischen Imperialisten usurpiert. Diese Zänke­reien fügten auch der nationalen Befreiungs- und der kommunistischen Bewegung in unserem Land großen Schaden zu. Statt mit vereinten Kräften gegen den japanischen Imperialismus zu kämpfen, lagen die Fraktionsmacher im blindwütigen Hader miteinander. Wegen der Fraktionsmacherei haben nicht nur die nationale Befreiungs- und die kommunistische Bewegung in unserem Land großen Abbruch erlitten, sondern sie übte auch einen äußerst abträglichen Einfluß auf die Ju­gendbewegung aus. Der Fraktionshader wird aber auch heute, nach der Befreiung des Landes, noch von so manchen Elementen fortgesetzt. Wir dürfen eine solche Erscheinung in gar keinem Fall dulden.

Die Jugendfunktionäre Südkoreas sollten die Wachsamkeit verstärken, um keine Fraktionsmacherei in den Reihen der Jugend aufkommen zu las­sen, und sollten selbst kleinste sektiererische Erscheinungen kompromißlos bekämpfen.

Um das Auftreten des Sektierertums in den Reihen der Jugend un­möglich zu machen, muß eine eiserne Disziplin in der Jugendorganisa­tion eingeführt werden. Eine lasche Organisationsdisziplin behindert die richtige Durchsetzung der Beschlüsse und Weisungen der Organi­sation und führt zum Sektierertum. Sie sollten aktiv für eine strenge Disziplin in der Jugendorganisation kämpfen und Disziplinlosigkeiten – Verletzungen von Entscheidungen und Anweisungen der Organisation – sowie das Eindringen des Sektierertums verhindern.

Ferner ist der verstärkten Erziehung der Jugend große Aufmerksam­keit zu schenken.

Vor allem gilt es, auf die Jugend intensiver einzuwirken, um die Über­reste der Ideologie des japanischen Imperialismus auszurotten. Die japa­nischen Imperialisten, die Korea besetzt hielten, betrieben eine brutale Kolonialpolitik und verseuchten unser Volk, unsere Jugend mit überleb­ten und verrotteten Ideen. Deshalb gibt es heute im Bewußtsein unserer Jungen und Mädchen noch viele Überreste der Ideologie des japanischen Imperialismus. Die südkoreanischen Jugendfunktionäre sollten mit den Jungen und Mädchen intensiver arbeiten, um unter ihnen diese ideologi­schen Überreste auszumerzen und sie fest mit demokratischen Ideen zu wappnen.

Eine besonders große Rolle spielt die Erziehung der Jugend im Geis­te der Liebe zu Vaterland und Nation.

Nur wenn sich die Jugend eine hohe patriotische Gesinnung aneig­net, kann sie standhaft gegen die projapanischen Elemente und Landes­verräter kämpfen, die unsere Nation erneut zu kolonialen Sklaven der Imperialisten zu machen versuchen, und trotz aller Schwierigkeiten den staatlichen Aufbau erfolgreich bewältigen.

Wie bedeutsam die Formung der Menschen im Geiste des Patriotismus ist, beweisen anschaulich Beispiele aus dem bewaffneten antijapanischen Kampf. Ständig beachteten wir sehr die patriotische Erziehung der Parti­sanen. Diese Erziehung versetzte sie in die Lage, Bewährungssituationen zu bestehen, indem sie sich von Kräuterwurzeln und Baumrinde ernähren mußten, und lange Zeit heroisch gegen die japanischen Imperialisten für die Befreiung und Freiheit des Vaterlandes und der Nation zu kämpfen. Einige von ihnen, die mit uns kämpften, fielen dem Gegner in die Hände. Doch auch die grausamsten Folterungen konnten sie nicht brechen. Noch auf dem Schafott prangerten sie den Feind an. Ihren revolutionären Über­zeugungen blieben sie treu bis in den Tod. Sie kämpften gegen den japa­nischen Imperialismus deshalb so mutig, weil sie konsequent dem Geist der Liebe zum Vaterland und zum Volk nachfolgten.

Unsere befreite Jugend muß vom gleichen Patriotismus erfüllt sein wie die antijapanischen Partisanen. Die südkoreanischen Jugendfunktionäre sollten alle Jugendlichen verstärkt zu hohem Nationalstolz und nationaler Würde, zum glühenden Patriotismus erziehen. Auf diese Weise muß man erreichen, daß die Jugend, die dem Neuen gegenüber aufgeschlossen ist und einen starken Gerechtigkeitssinn besitzt, rückhaltlos auch ihr Leben für das Vaterland und das Volk einsetzt und bis zuletzt gegen den Feind kämpft.

Ich möchte ferner auf einige Fragen eingehen, von denen die Jugend­funktionäre Südkoreas eine richtige Vorstellung haben müssen.

Einzelne Genossen rechnen heute einfach jeden, der in Einrichtungen des japanischen Imperialismus tätig war, zu den projapanischen Ele­menten. Das ist nicht richtig. Bei der Feststellung, wer als solche zu be­zeichnen ist, müssen wir berücksichtigen, daß sich unser Land lange Zeit unter der Kolonialherrschaft der japanischen Imperialisten befand. In den Jahren dieser Knechtschaft dienten viele Koreaner in deren Ein­richtungen, doch die meisten waren gezwungen, dort zu arbeiten, um das Nötigste zum Leben zu verdienen. Es ist also unvernünftig, alle die­se Menschen als projapanische Elemente abzustempeln.

Unter solchen Subjekten verstehen wir diejenigen, die bewußt und aktiv mit den japanischen Imperialisten zusammengearbeitet und Hand in Hand mit ihnen Verbrechen begangen haben. Doch jene, die passiv und unter Druck in Einrichtungen der japanischen Imperialis­ten tätig waren, um ihr Leben zu fristen, dürfen wir nicht zu den pro-

japanischen Elementen zählen. Wenn wir sie aber dazu rechnen und zurückweisen, wird dies der Revolution keinen Nutzen bringen.

Der Sieg in der Revolution hängt davon ab, ob man die Masse der Menschen für sich gewinnt oder nicht. Unter den Bedingungen Südko­reas wird es heute immer aktueller, die Massen auf unsere Seite zu zie­hen. Nur wenn man die breiten Massen in Südkorea zusammenschließt, kann man erfolgreich gegen die reaktionären Elemente vorgehen, die unser Land auf einen antidemokratischen Weg abdrängen wollen. Sie sollten also eine klare Vorstellung von den projapanischen Elementen haben, sie richtig differenzieren und auf diese Weise bemüht sein, mög­lichst viele Menschen zu gewinnen, bei denen dies möglich ist.

Die Amerikaner predigen heute die „Demokratie“ in Südkorea, und davon sollte man sich richtig vergegenwärtigen. Die von ihnen ausge­priesene „Demokratie“ ist eine bürgerliche Demokratie für die Gutsher­ren und Kapitalisten.

Auch die von den projapanischen Elementen und Landesverrätern Südkoreas propagierte „Demokratie“ ist eine bürgerliche Demokratie, d. h. eine „Demokratie“ vom Typ der USA. Unter den heutigen Bedin­gungen, da die Amerikaner, die projapanischen Elemente und die Lan­desverräter für eine bürgerliche Demokratie eintreten und versuchen, eine reaktionäre Macht in unserem Land zu errichten, dürfen Sie sich keinen Täuschungen hingeben.

Die Demokratie, die wir fordern, ist keine Demokratie vom Typ der USA, sondern eine wahre Demokratie für die Volksmassen. Die Jugend­funktionäre Südkoreas sollten energisch für die Errichtung einer Volks­macht kämpfen, die imstande ist, die wahre von unseren Volksmassen gewünschte Demokratie zu verwirklichen.

Die Jugendarbeit ist eine sehr fruchtbare und ehrenvolle Aufgabe. Früher, in meiner Jugend, hatte ich sowohl mit der Stadtjugend als auch mit der Landjugend zu tun. In der Jugendbewegung zu wirken ist eine wirklich lohnende Tätigkeit.

Wenn wir die Jugendarbeit in Gang bringen und die Potenzen der Jugend mobilisieren, braucht uns nichts zu schrecken. Wenn wir die Ju­gend richtig organisieren und erziehen, kann sie eine gewaltige Kraft entwickeln, die auch Berge zu versetzen imstande ist.

In der Vergangenheit haben wir die Jugend mobilisiert und energisch gegen den japanischen Imperialismus gekämpft. In der ersten Zeit, als wir die Massen der Jugend zusammengeschlossen hatten, rangen wir mit bloßen Händen gegen die japanischen Imperialisten; später gründeten wir aus den Reihen der Jugend die antijapanische Partisanenarmee und traten mit der Waffe in der Hand dem Feind entgegen. So schlugen wir die japanischen Imperialisten und errangen den großartigen Sieg der Wiedergeburt des Vaterlandes.

Sie sind verpflichtet, die große Bedeutung der Jugendarbeit nach­drücklich zu begreifen und diese Tätigkeit aktiv zu verbessern. Die Ju­gendfunktionäre müssen sich ideologisch und politisch gut wappnen, viele gute Bücher lesen und unablässig um die Erhöhung ihrer Bildung bemüht sein.

In Ihrer Arbeit mit der Jugend kann es Schwierigkeiten und Hinder­nisse, gelegentlich auch Mißerfolge geben. Doch Sie dürfen nicht ver­zagen. Sie müssen Ihren Glauben an den Sieg immer festigen und kühn alle auftretenden Schwierigkeiten überwinden.

Ich hoffe, daß Sie alle Machenschaften der Reaktionäre durchkreu­zen und aktiv für die Festigung und Entwicklung der Jugendbewegung in Südkorea und für den Aufbau eines neuen Korea kämpfen werden.