25. Oktober 1945 // Reden
Kim Il Sung // Die gegenwärtige internationale und nationale Lage und die Aufgaben der Frauen

Die gegenwärtige internationale und nationale Lage und die Aufgaben der Frauen

25. Oktober 1945

Vortrag vor Funktionärinnen in Pyongyang


Quelle: Kim Il Sung, Gesammelte Werke, Band 1


Genossinnen!

Kürzlich wandten sich Frauen mit der Bitte an mich, ihnen von der gegenwärtigen internationalen und nationalen Lage und ihren Aufgaben zu berichten. Es ist sehr gut, daß sich unsere Frauen für die gegenwärti­ge internationale Situation und die innere Lage des Landes sowie für die Aufgaben interessieren, die vor ihnen stehen. Sie können nur dann zum Aufbau des Staates aktiv beitragen, wenn sie mit den gegenwärtigen internationalen Ereignissen und der Lage im eigenen Land gut vertraut und sich der bevorstehenden Aufgaben zutiefst bewußt sind.

Zunächst möchte ich auf die internationale und nationale Situation eingehen.

Wie Sie alle wissen, zettelten das faschistische Deutschland, Italien und das militaristische Japan den Zweiten Weltkrieg an und stürzten die ganze Welt in einen Schrecken des Krieges. Die von den Eroberungsge­lüsten besessenen Faschisten Deutschlands, Italiens und Japans versuchten vergeblich, die Sowjetunion zu erobern, über die ganze Welt zu herrschen und somit den sozialistischen Staat dem Erdboden gleichzumachen und alle Völker zu ihren Sklaven zu machen. Um ihre heimtückischen An­sprüche durchzusetzen, mobilisierten sie ihre viele Millionen zählenden Truppen, wandten alle möglichen modernen Massenvernichtungswaffen an und begingen bis dahin nie da gewesene barbarische Greueltaten.

Der Krieg endete jedoch mit dem großen Sieg der antifaschistischen demokratischen Kräfte der Welt, die für Frieden und Demokratie eintreten. Als Ergebnis ist das internationale Ansehen der Sowjetunion unvergleich­lich gestiegen, vor vielen Ländern hat sich der Weg zur demokratischen Entwicklung aufgetan, und es entstanden ebenfalls günstige Voraussetzun­gen dafür, daß die Völker kolonialer und halbkolonialer Länder nationale Unabhängigkeit erlangen.

Heute beschreiten die Völker vieler Länder Europas und Asiens den Weg der demokratischen Entwicklung, in vielen Teilen der Welt nimmt der Kampf der Völker für nationale Unabhängigkeit zu. In einer Reihe vom faschistischen Joch befreiter Länder Europas entsteht bereits eine demokratische Macht, und in China und vielen anderen Ländern hat der Befreiungskampf der Völker eine neue, höhere Entwicklungsstufe er­reicht. Die Stimmen der Völker, die Frieden, Demokratie und nationale Unabhängigkeit fordern, werden jetzt immer lauter, und die internatio­nalen demokratischen Kräfte wachsen und erstarken von Tag zu Tag.

Da jetzt die Geschütze des Zweiten Weltkrieges verstummt sind, bü­ßen die kapitalistischen Länder in politischer und wirtschaftlicher Hin­sicht ganz erheblich ihre Macht ein. In Deutschland, Italien und Japan, die im Krieg besiegt wurden, und in vielen anderen kapitalistischen Ländern ist ein Chaos im reaktionären Herrschaftssystem festzustellen, und die Wirtschaft dieser Länder beginnt zu stagnieren. Gegenwärtig branden in den Ländern des Kapitals mächtige Wogen des Kampfes der Arbeiter für bessere Arbeitsbedingungen und Lohnerhöhungen auf, wie nie zuvor verstärken sich die demokratischen Aktivitäten der Volksmas­sen. All das zeugt davon, daß die Grundpfeiler des kapitalistischen Sys­tems ins Schwanken geraten.

Derartige Veränderungen der Situation, die sich in weltweiten Di­mensionen vollzogen haben, wirken sich in gleichem Maße auch auf unser Land aus.

Das koreanische Volk hat die Befreiung seines Vaterlandes durch seinen langjährigen blutigen Kampf erreicht. Die japanischen Imperia­listen, die in der Vergangenheit unser Land okkupiert hielten und das koreanische Volk 36 Jahre lang grausam unterdrückten und ausbeuteten, wurden vollständig aus Korea vertrieben, und in unserem Vaterland ta­ten sich lichte Horizonte für den Aufbau eines neuen Staates auf.

Nach der Befreiung wurde jedoch unser Land in Nord und Süd ge­spalten. In Nord- und Südkorea entstehen diametral entgegengesetzte Situationen.

Wie Sie selbst sehen, hat sich jetzt in Nordkorea das ganze von der Freude der Befreiung erfüllte Volk zum tatkräftigen Kampf für die Neu­gestaltung des Vaterlandes erhoben. In vielen Bezirken des Landes wur­den bereits auf Initiative des Volkes Volkskomitees gegründet, überall wird darum gerungen, Überreste aus der Zeit des japanischen Imperia­lismus und des Feudalismus zu beseitigen und ein neues, demokrati­sches Leben zu schaffen. Der Wiederaufbau der von den japanischen Imperialisten bei ihrer Flucht zerstörten Fabriken, Bergbauwerke und Eisenbahnanlagen läuft auf vollen Touren.

Die Lage in Südkorea ist jedoch das ganze Gegenteil davon. Die US­Truppen hatten gleich nach ihrer Landung in Südkorea verkündet: Alle, die sich ihnen widersetzen, werden standrechtlich bestraft. Mit der Landung der US-Truppen wurde Südkorea zu einer von der USA-Militäradministration kontrollierten Zone. Heute herrschen in ganz Südkorea, einschließlich in Seoul, unter dem Schutz der US-Truppen uneingeschränkt projapanische Elemente und Verräter an der Nation, die früher vor den japanischen Impe­rialisten liebedienernd aus unserem Volk Blut und Schweiß herausgepreßt haben. Die patriotische Tätigkeit der südkoreanischen Bevölkerung stößt auf alle möglichen Hindernisse. Das ist die reale Lage in Südkorea. Deshalb ist seine Bevölkerung, die sich über die Befreiung des Landes und den Be­ginn einer neuen Welt, einer Welt der Freiheit, so gefreut hatte, jetzt von großer Sorge erfüllt.

Eben unter diesen Bedingungen kämpft gegenwärtig unser Volk für den Aufbau eines neuen Korea. Wir müssen die Kräfte der ganzen Nation so schnell wie möglich vereinen, die Machenschaften der projapanischen Elemente, Vaterlandsverräter und sonstigen Reaktionäre endgültig verei­teln und einen mächtigen, souveränen und unabhängigen demokratischen Staat aufbauen.

Welche Aufgaben haben nun die befreiten koreanischen Frauen an­gesichts der gegenwärtigen internationalen und nationalen Situation zu erfüllen?

Zunächst einmal ist es wichtig, daß sich alle Frauen aktiv am Aufbau des Staates beteiligen.

Die Schaffung eines mächtigen, souveränen und unabhängigen de­mokratischen Staates erfordert, eine Volksmacht zu errichten, konse­quent die Überreste aus der Zeit des japanischen Imperialismus und des Feudalismus zu beseitigen sowie die Entwicklung von Wirtschaft und Kultur zu beschleunigen. Die langjährige Feudal- und japanische Kolo­nialherrschaft hat die gesellschaftliche Entwicklung gehemmt und führte dazu, daß die Überbleibsel des Feudalismus und Kapitalismus tief ver­wurzelt sind. Darüber hinaus ist alles zerstört, überall herrscht Unord­nung. Unter diesen Bedingungen ist es sehr schwierig, erfolgreich unser Land aufzubauen, aber wir müssen trotzdem diese Aufgabe um jeden Preis verwirklichen. Um mit den schwierigen, aber ehrenvollen Aufga­ben des Aufbaus des Staates erfolgreich fertig zu werden, muß sich das ganze Volk, Männer und Frauen, Alt und Jung, wie ein Mann erheben: Wer Geld hat, der gebe Geld, wer Kraft hat, die Kraft, und wer Wissen hat, das Wissen. Und gerade hierbei sollen die Frauen einen bedeuten­den Teil der Aufgaben übernehmen.

Die Pflichten der Frauen sind beim Aufbau eines neuen Korea recht umfangreich, sind doch die Frauen, die die Hälfte der Bevölkerung un­seres Landes ausmachen, bildlich gesprochen, eines der Räder beim Aufbau des Landes. Damit der Wagen gleichmäßig fahren kann, müssen seine Räder einwandfrei funktionieren. Deshalb macht es der erfolgrei­che Aufbau des Landes erforderlich, daß die Frauen zusammen mit den Männern eine große Rolle spielen.

Und die Frauen können mit jeder beliebigen Sache fertig werden und so für den Aufbau des Staates einen großen Beitrag leisten, wenn sie sich nur darum bemühen. Unsere Frauen sind in der Lage, in allen Be­reichen der Politik, Wirtschaft und Kultur ausgezeichnet zu arbeiten, ohne den Männern nachzustehen.

Unter den Frauen unseres Landes gibt es viele, die tapfer für das Va­terland und das Volk gekämpft haben. In der Vergangenheit haben sich nicht wenige koreanische Frauen am bewaffneten antijapanischen Kampf beteiligt und für die heilige Sache, die Befreiung des Vaterlan­des, einen wertvollen Beitrag geleistet. In den Jahren des bewaffneten antijapanischen Kampfes haben sie mit der Waffe in der Hand unmittel­bar an Gefechten mit dem Gegner teilgenommen oder illegal unter den Massen gearbeitet. Zu diesen Revolutionärinnen gehörten einfache Töchter von Arbeitern und Bauern.

Wenn sich alle unsere Frauen einmütig im tiefen Bewußtsein erhe­ben werden, daß sie selbst die Erbauer des Landes, die Schöpfer eines neuen Vaterlandes sind, werden wir bei diesem Vorhaben einen gewal­tigen Sieg erringen.

Die aktive Teilnahme der Frauen am Aufbau des Landes ist ein wichtiges Unterpfand für ihre erfolgreiche Befreiung.

Die koreanischen Frauen konnten sich, da sie lange Jahre an die feuda­le Ethik und Moral gefesselt waren, gesellschaftlich nicht betätigen, muß­ten sich in der Familie abkapseln und unter Tränen alle Beleidigungen und Demütigungen erdulden. Um sich aus dieser Lage der vergangenen Jahre zu befreien und sich von den sozialen Ketten zu lösen, müssen sie sich für den Aufbau des Landes mobilisieren.

Manche Frauen sagen jetzt: „Was kann eine Frau schon Vernünftiges tun!“, „Wie soll sich eine Sache entwickeln, wenn die Frau vorangeht!“ Und sie können sich selbst nicht dazu entschließen, an der Gestaltung eines neuen Landes teilzunehmen. Es kommt zuweilen sogar vor, daß manche hinter dem Rücken ihre Freundinnen auslachen, die sich mit gesellschaftlichen Belangen beschäftigen. Das ist selbstverständlich ein falsches Herangehen der befreiten koreanischen Frauen. Solange sich die Frauen nicht von einem derartigen Standpunkt freimachen, können sie ihre soziale Befreiung nicht verwirklichen.

Heute ringen wir um den Aufbau einer neuen, demokratischen Gesell­schaft. Dieses Vorhaben ist ein großes revolutionäres Werk, das dazu beru­fen ist, die Frauen vom doppelten, dreifachen Joch, von sämtlichen Fesseln der sozialen Ungleichheit zu befreien. Nur im Prozeß der Teilnahme am Aufbau des Staates können sie ihre frühere Lage überwinden.

Sie haben selbstverständlich unter den gegenwärtigen Bedingungen viele Schwierigkeiten zu überwinden, um sich aktiv am Aufbau des Staates zu beteiligen, verfügen sie doch über keinerlei Erfahrungen in der gesellschaftlichen und politischen Arbeit und tragen außerdem die große Bürde häuslicher Pflichten. Natürlich werden später, wenn sich

die Lage des Landes stabilisiert hat, günstigere Voraussetzungen für die Teilnahme der Frauen an gesellschaftlicher Arbeit geschaffen werden, aber vorläufig lassen das die Verhältnisse noch nicht zu. Die Frauen dürfen trotz der Schwierigkeiten und Hindernisse keinesfalls zögernd am Aufbau des Landes teilnehmen. Es wäre falsch, anzunehmen, daß irgend jemandem der Aufbau eines neuen Staates, diese große und schwierige Aufgabe, leicht fallen würde. Wir müssen ihn also forcieren und die dabei auftretenden Schwierigkeiten und Entbehrungen geduldig überwinden.

Unsere Frauen sollten sich der Wichtigkeit ihrer Aufgaben bei der Errichtung eines neuen Korea zutiefst bewußt werden, sich aktiv an der gesellschaftlich-politischen Tätigkeit beteiligen und alle Anstrengungen unternehmen, um den Aufbau des Staates zu unterstützen.

Das aktive Mitwirken der Frauen am staatlichen Aufbau und ihre so­ziale Befreiung fordern entschieden, das Niveau ihres ideologischen Bewußtseins zu heben.

Andernfalls können sie keine wahren Mitgestalterinnen des neuen Korea werden. Wer in ideologisch-politischer Hinsicht nicht erwacht ist, kann beim Aufbau des Landes keine große Begeisterung an den Tag legen und wird nicht in der Lage sein, die ihm eingeräumten Rechte und Freiheiten wirklich zu nutzen. In der Vergangenheit hatten die koreani­schen Frauen kein großes Wissen, sie nahmen daher alles als gegeben hin, alle Demütigungen und Beleidigungen, die ihnen in der sozialen Umwelt oder im Familienkreis zugefügt wurden, sie dachten, daß ihre jämmerliche Lage als Frauen einer Kolonie vom Schicksal selbst be­stimmt ist. Nur wenn sie ihr ideologisches Bewußtsein heben und in i­deologisch-politischer Hinsicht erwachen, können sie eine Wiederholung ihres qualvollen harten Schicksals der Vergangenheit vermeiden, können sie zu Schöpfern eines neuen, glücklichen Lebens werden.

Um ihr ideologisches Bewußtsein zu erhöhen, müssen die Frauen zunächst lesen und schreiben lernen und sich vom Analphabetentum befreien. Nur wenn man des Lesens und Schreibens kundig ist, kann man Zeitungen und Bücher lesen, sich in der Lage und den Forderungen des Landes auskennen und das Lernen fortsetzen, das zur Entwicklung des eigenen geistigen Niveaus erforderlich ist. Analphabetentum macht es unmöglich, sich fortschrittliche revolutionäre Theorien anzueignen und auch andere wissenschaftliche Kenntnisse zu erwerben. Für den Aufbau eines mächtigen Vaterlandes müssen sich die Frauen auch am wirtschaftlichen und kulturellen Aufbau des Landes tatkräftig beteiligen, und das fordert von ihnen, daß sie lesen und schreiben können. Seit eh und je heißt es: Wissen ist Macht. Das sagt man nicht ohne Grund.

In der Vergangenheit wollten die koreanischen Frauen zwar lesen und schreiben lernen, aber infolge einschneidender sozialer und familiä­rer Beschränkungen konnten sie das nicht tun. Jetzt aber werden alle Voraussetzungen dafür geschaffen, daß jede Frau lernen kann. Die Frauen sollten es beherzigen, daß Analphabeten weder ihr geistiges Ni­veau heben noch zum Aufbau des Landes beitragen können, und inten­siv bemüht sein, lesen und schreiben zu lernen.

Die Frauen, die in der antijapanischen Partisanenarmee gekämpft ha­ben, unterbrachen selbst angesichts der ununterbrochenen Gefechte nicht für einen Augenblick ihr Studium. Trotz ständiger Müdigkeit, Schneegestöber und Frost, der durch den ganzen Körper drang, studier­ten sie am Lagerfeuer Nächte lang. Auch wenn sie marschierten oder steile Berge passierten, lasen sie, ohne das Buch aus der Hand zu legen. Deshalb konnten sie sich zuverlässig fortschrittliche Ideen und revoluti­onäre Theorien aneignen und die ihnen übertragenen revolutionären Aufgaben ehrenvoll erfüllen.

Alle unsere Frauen sollten ihrem Beispiel folgen und mit all ihrer Energie und Beharrlichkeit lernen und nochmals lernen. Auf diese Wei­se sollten sie so schnell wie möglich ihr Analphabetentum überwinden, sich fortschrittliche Ideen aneignen und wissenschaftliche Kenntnisse erwerben. So können sie zu würdigen Erbauerinnen des neuen Vaterlan­des werden.

Bei der Hebung ihres ideologischen Bewußtseins müssen sie neben dem Lesen- und Schreibenlernen einen beharrlichen Kampf gegen ideo­logische Überbleibsel aus der Zeit des japanischen Imperialismus sowie gegen feudale Bräuche und Gewohnheiten entfalten.

Jetzt sind diese Überbleibsel noch tief im Bewußtsein unserer Frauen verwurzelt. Ein nicht geringer Teil der Frauen hält Müßiggängertum für eine gute Sache, betrachtet die Arbeit voller Verachtung, beneidet reiche Menschen und geht der gesellschaftlichen Arbeit aus dem Wege. Man­che von ihnen haben keinen großen Nationalstolz und beurteilen Men­schen nur nach ihrer Herkunft. Andere wiederum fordern Schamanen auf, die bösen Geister zu vertreiben, oder gehen zu einer Wahrsagerin. All das sind Überbleibsel der Ideologie japanischer Imperialisten und des Feudalismus. Wenn sich die Frauen nicht von derartigen ideologi­schen Überbleibseln und feudalen Sitten und Gewohnheiten freimachen, können sie nicht zu wahrhaft demokratischen Frauen des neuen Korea werden.

Ausnahmslos alle Frauen müssen sich bemühen, diese Rudimente in sich auszumerzen. Wir müssen unter den Frauen eine aktive Bewegung zur Ausrottung all dieser ideologischen Überbleibsel der Vergangenheit entfalten, damit sie sich ihrer eigenen Unwissenheit entledigen und, von Finsternis und Analphabetentum befreit, in ideologisch-politischer Hin­sicht erwachen können.

Eine der wichtigen Aufgaben der Frauen besteht heute darin, die Ar­beit für die Gründung einer demokratischen Massenorganisation der Frauen energisch zu beschleunigen.

Um ihre verantwortlichen Aufgaben besser erfüllen zu können, müs­sen sie eine demokratische Massenorganisation haben. Es muß eine ein­heitliche demokratische Frauenorganisation gegründet und alle Frauen dafür gewonnen werden. Nur das wird sie zu einer vereinten Kraft ma­chen, wird ihnen helfen, zur Neugestaltung des Vaterlandes beizutragen, eine demokratische Erziehung zu erhalten und sich organisatorisch zu stählen und zu würdigen Werktätigen des Landes zu werden. Mag die Begeisterung der Frauen für den Aufbau des Landes noch so stark, mö­gen ihre Anstrengungen in dieser Richtung noch so groß sein, wenn sich nicht alle Frauen zu einer Organisation vereinen, wird es ihnen nicht möglich sein, mit dem Aufbau des Landes und mit der Aufgabe der so­zialen Emanzipation fertig zu werden.

Deshalb muß so schnell wie möglich eine einheitliche demokratische Frauenorganisation geschaffen und der Zusammenschluß der Frauen erzielt werden. Alle Funktionärinnen sollten sich über die Bedeutung der Bildung solch einer Organisation völlig im Klaren sein und an der Spitze der Frauen diese Arbeit beschleunigen. Somit ist es erforderlich, alle Frauen fest zu einer einheitlichen demokratischen Organisation zu­sammenzuschließen, damit die breiten Schichten der Frauen um den Aufbau eines neuen, demokratischen Korea und ihre soziale Befreiung ringen können.

Das sind im Wesentlichen die wichtigen Aufgaben der Frauen, die von der gegenwärtigen internationalen und nationalen Lage diktiert werden. Die Funktionärinnen müssen sich über die nächsten, vor den Frauen stehenden Aufgaben im Klaren sein und die breiten Schichten der Frauen zum Kampf für deren Verwirklichung aktiv mobilisieren.